Band 
Neunter Band.
Seite
1000
JPEG-Download
 

1000 Zinnfluoride.

sie sind sehr sauer; beim Erhitzen an der Luft nimmt das Fluor®! 1Sauerstoff auf und bildet Zinnoxyfluorid SnOF oder Sn 0 2 .SnF 2 -Nach Unverdorben wird Zinnclilorür durch gelöstes Fluora® 1 'monium gefällt; der Niederschlag bildet metallischglänzende glimme 11 'artige Blättchen, die in Kalilauge löslich sind.

Zinnfluorid.

Zweifach-Fluorzinn. Formel: SnF 2 . Das Zinnfluorid wird i®Auflösung erhalten aus Zinnsäurehydrat und wässeriger Flusssäure; <F eLösung gerinnt beim Erhitzen wie Eiweiss; sie giebt beim Verdampfe®keine Krystalle; an der Luft abgedampft verliert sie Flusssäure, wob ® 1sich ein unlösliches basisches Salz bildet. Ein solches Oxyfluorid bidet sich auch beim Erhitzen des Zinnfluoriirs an der Luft (siehe oben!(Berzelius).

Das Zinnfluorid bildet mit den vielen Metallfluoriden krystal!isii'b aieDoppelverbindungen Fluorstannate MF.SnF 2 , proportional den zm®sauren Salzen MO . Sn 0 2 , welche mit den entsprechenden Fluorsili 01 ®®'Verbindungen und Fluortitanverbindungen isomorph sind; sie sind v '°®Marignac 1 ) dargestellt, und chemisch wie krystallographisch unters® 0 ® ’Marignac betrachtet den Isomorphismus der Verbindungen aeinen Beweis, dass das Fluorsilicium SiF 2 entsprechend sei dem Zi®®^fluorid = SnF 2 , dass dann die Kieselsäure natürlich auch Si0 2 u ®Si, daher =14 sei. ,

Ammonium-Zinn fluorid: NH 4 F . SnF 2 . Wird dur<^Einwirkung von Flusssäure auf zinnsaures Ammoniak erhalten, be 88 ®durch doppelte Zersetzung von Fluorzinnblei oder Fluorzinnsilber ® 1schwefelsaurem Ammoniak oder Chlorammonium. Die Krystalle, seit 0 ®deutlich, sindrhomboedrische Combinationen, stets Zwillinge, häufig coII,plicirte Verwachsungen derselben.

Die Verbindung giebt mit Fluorammonium versetzt beim Abd ®® 1pfen 2 NH 4 F . SnF 2 in deutlichen rhombischen Combinationen.

Barium-Zinnfluorid, BaF . SnF 2 , wird durch FällenZink-Zinnfluorid mit Chlorbarium als schwerlöslicher Niederschlag ® rhalten; bei langsamem Abkühlen einer wenig concentrirten Lösung ° j q

beim freiwilligen Verdunsten bildet sich ein Salz BaF . SnF 2 -f"in monoklinometrischen Krystallblättchen. gg

Wird die Lösung des Salzes nahe bei Siedehitze ein ge dampft»scheidet sich wasserfreies Salz in mikroskopischen undeutlichen 1stallen ab. _

Blei-Zinnfluorid, PbF . SnF 2 -(- 3IIO, krystallisftt 6schwierig deutlich in dünnen perlmutterglänzenden Blättchen, uisomorph dem Bariumsalz mit 3 Aeq. Ivrystallwasser sind. Dasbildet leicht übersättigte Lösungen, welche dann zu warzenföt® 11 ®^Krystallmassen erstarren. Beim Umkrystallisiren aus Wasser zersedas Salz sich unter Abscheidung von Bleifluorid. . e -

Calcium-Zinnfluorid, CaF . ZnF . 2 HO, bildet monokli ® 0trische Krystalle. _

Kadmium-Zinnfluorid, CdF . SnF 6 HO, ist 1801,1

mit dem Magnesiumsalz. 0 n

Kalium-Zinn fluorid: KF . SnF 2 -f- HO. Eine Lösung

] ) Annal. d. mines. [5.] T. XV, p. 221 JaUresber. 1868, S. 14U 1859> S