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1010 Zinnoxyde.

zur Lösung erfordert wird gekocht, so verwandelt es sich in klein®schwarze glänzende Krystalle von reinem Zinnoxydul (Fremy 1 ).

Auch durch Fällen von Zinnehloriir mit Ammoniak und Kochendes gefällten Oxydulhydrats mit überschüssigem Ammoniak soll sichwasserfreies Oxydul bilden (Gay-Lussac).

Nach Sandall 2 ) löst man Zinn in wässeriger Salzsäure, damp^die Lösung in Berührung mit Zinn ein, bis geschmolzenes Zinnchlorü rbleibt; nach Entfernung des metallischen Zinns mengt man das ChlorÜ fmit 1 Aeq. oder mehr krystallisirtem kohlensauren Natron, undhitzt das Gemenge bis es schwarz geworden ist;‘es wird dann nidWasser ausgewaschen und getrocknet.

Das Zinnoxydul bildet so dargestellt blauschwarze Krystalle, nachNordenskiöld sind sie regulär oo O . oo O oo , von 6,1, nach Be r "zelius von 6,66 specif. Gewicht; zuweilen geben sie ein mehr grü°'braunes Pulver. Werden die Krystalle auf 258 Ö C. erhitzt, so decr®'pitiren sie, schwellen auf, und zerfallen zu olivengrünen weich anzufüh'lenden Blättchen. Diese zweite Modification scheint dieselbe zu sei 11wie sie durch Erhitzen von Zinnoxydulhydrat mit Ammoniak erhalt® 11wird. Eine dritte Modification erhält man, wenn man Zinnchlorür np*Ammoniak im Ueberschuss versetzt, und eine kleine Menge der FD 3 'sigkeit in einer Schale rasch eindampft; es bildet sich mennigroth e3Zinnoxydul, das beim Zerreiben ein braunes Pulver giebt; am schoß'sten roth werden einzelne am oberen Rand der Schale eintrocknend®Tropfen. Dampft man aber grössere Mengen der Flüssigkeit ein, 30bildet sich schwarzbraunes Zinnoxydul (Fremy 3 ). Das rothe Zin°'oxydul soll auch erhalten werden, wenn Zinnoxydulhydrat mit essifl'saurem Zinnoxydul, welches ein wenig freie Säure enthält und da 3specifische Gewicht von 1,06 hat, bei 56° C. digerirt wird. Das Zin 11 'oxydul scheidet sich in schweren harten Krystallkörnern aus, welch ezerrieben ein grünbraunes Pulver geben (Roth 4 ).

Das Zinnoxydul verbindet sich mit Säuren zu Salzen (s. d. AfjjS. 1012); mit kaustischem Kali gekocht zerfällt es und giebt Zinn ü °zinnsaures Kali. An der Luft bleibt das Oxydul bei gewöhnlichf rTemperatur unverändert; beim Erhitzen verwandelt es sich leicht 1°Oxyd; trocken lässt es sich mit einem glühenden Körper entzünde 0 ’und verbrennt dann auch zu Zinnoxyd.

Durch Wasserstoff oder Kohle wird es in der Glühhitze reducirt; y ° rdem Löthrohr mit Soda (besser unter Zusatz von Cyankalium) erhitzt gi e ^es ein Metallkorn. Chlor verwandelt es beim Erhitzen in Zinnchlorid uoZinnoxyd, Schwefel damit geglüht giebt Zinnsulfid und schweflige SäO re '

Zinnoxydulhydrat. Beim Fällen der Zinnoxydulsalze mit übe°schüssigem kohlensauren Kali fällt weisses Zin no xy d ulhydra ’2 Sn . H O, nieder; das Hydrat löst sich in Säuren wie in Alkalienleichter als das wasserfreie Oxydul; in Ammoniak ist es aber nicht D 3 'lieh. Beim Kochen mit Wasser so wie mit wässerigen Alkalien, nn«beim gelinden Erhitzen für sich geht es in wasserfreies Oxydul übe*’an der Luft nimmt es allmälig Sauerstoff auf und geht in Oxydhydr»

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B Berzelius’ Jahresber. Bd. XXIV, S. 133 u. Bd. XXV, S 172; Anna!chim. et de pliys. [3.] T. XII, p. 460. — 2) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XIV', S. 2Mjvergl. Böttger; Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. XXIX, S. 87. — 8 ) Annal. achim. et de phys, [3.] T.XII, p.460; Journ. f. prakt. Chem. Bd XXXIV, S. 262.

V Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LX, S. 214.