Zinnoxyde. 1011
Beim Kochen mit concentrirter Kalilauge zersetzt es sich, indem
sich
z mnsaures Alkali löst, und metallisches Zinn sich abscheidet.
^ Berührung mit sauerstoffhaltenden Körpern wirkt Zinnoxydul-
0 ". rat - da es sich leicht oxydirt, reducirend, es reducirt viele Metall-q yde theils zu Metall (Silber), theils zu niedrigeren Oxyden (Eisen-^ ydul u. a.); es wirkt auch auf andere Körper reducirend, und ver-at sich in dieser Beziehung wie Zinnchlorür (s. d. Art. S. 993).j- , Bas Verhalten von Zinnoxydulhydrat zu Kupferoxyd ist ausführ-a ji untersucht. Wenn eine Lösung von Zinnoxydul in kohlensauremsä a einer alkalischen Kupferoxydlösung (aus Kupfervitriol, Wein-ig. 6 Un< ^ kohlensaurem Natron) versetzt wird, so entsteht zuerst eingj^^farbener (Kupferoxydul und Zinnoxydul), bei mehr Kupfervitriol^ r other Niederschlag, der Kupferoxydul und Zinnsäure enthältsscn). Wenn Lösungen von Zinnoxydul und Kupferoxyd in kausti-y- 01 Alkali mit einander gemischt werden, so fällt Kupferoxydul mit^üsäure nieder.
pj.. Bei überschüssiger Zinnoxydullösung bildet sich eine gelbliche8 USs igkeit, aus welcher beim Erhitzen sich ein schwarzes Pulver ab-von der Zusammensetzung Cu 2 O . 3SnO . Sn0 2 -f- 5BO; beimv erp nen er ^ a B die Verbindung einen Stich ins Grüne, bei 100° C.p le rt sie 2 Aeq. Wasser; an der Luft erhitzt oxydirt sie sich untere lererscheinung und enthält dann Zinnsäure und Kupferoxydul,k Wird eine kochende Lösung von Zinnoxydul in kaustischem Al-wenig einer alkalischen Kupferoxydlösung versetzt, so setzt]yj ei n schweres schwarzes Pulver ab, welches unter dem Polirstahlu a %lanz annimmt; dieser Körper enthält 79,1 Proc, Kupfer aufer ’ Zinn; er enthält danach 10 At. Cu auf 1 At. Sn und 3 At. O;0 Sc heint daher eine Kupfer-Zinnlegirung zu sein mit etwas Kupfer-•tdul oder Zinnoxydul gemengt (Lenssen).
0x , Bas Zinnoxydulhydrat verbindet sich leicht mit Säuren zu Zinn-ydulsalzen (s.'d. Art. S. 1012).
Zinnsesquioxyd.
Formel: Sn 2 0 3 . Dieses intermediäre Oxyd, von Fuchs entdeckt,•üit f Hydrat erhalten, wenn man säurefreies Zinnchlorür in Lösung° x .j’Behgefjilltem Eisenoxydhydrat kocht; es scheidet sich Zinnsesqui-^ hydrat ab, während Eisenehlorür in Lösung bleibt:
2Sn€l + Fe 2 0 3 = Sn 2 0 8 + 2Fe€l.
Ch] 0 ..^ er man versetzt mit Ammoniak gesättigtes überschüssiges Zinn-g 6jJ( j Ur wit Eisenchloridlösung, welche mit Ammoniak bis zum anfan-d a , en Niederschlag versetzt ist; man digerirt das Gemenge in einemgefüllten Kolben bei 50° bis 60° C., wo das Zinnsesquioxydhydrat
h absetzt.
Nach Berzelius wird das Zinnsesquioxydhydrat auch erhalten,e * ne Bösung von gleichen Aequivalenten Zinnchlorür undGjlorid mit Ammoniak fällt.
tn e i Bas Zinnsesquioxydhydrat ist schleimig grauweiss, von Eisen£ ö eQs gelblich; nach dem Trocknen bildet es gelbe durchscheinendeWq’ we ! che im Kohlensäurestrom erhitzt schwarzbraunes wasser-8 Sesquioxyd hinterlassen.
, as Zinnsesquioxydhydrat löst sich in Salzsäure, und auch ineri gem Ammoniak; die Löslichkeit in Ammoniak unterscheidet das
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