1012 Zinnoxydul. —■ Zinnoxydulsalze.
Sesquioxydhydrat vom Oxydulhydrat; man hat sie als einen Bewe jSdafür angesehen, dass es eine eigenthümliche Oxydationsstnfe und nicMzinnsaures Zinnoxydul SnO . Sn0 2 sei; doch lässt sich dein Verhalte"nach diese Verbindung auch als ein solches Zinnsalz ansehen, in weichet 11die lösliche Modification der Zinnsäure enthalten ist. Die Lösung d ßSSesquioxyds in Salzsäure giebt mit Goldlösung einen purpurfarbene 11Niederschlag von Goldpurpur. Salze des Zinnsesquioxydes sind nod*nicht dargestellt. Fe-
Zinnoxydsalze. Das Zinnoxyd verhält sich Säuren geg®*J'über jedenfalls nur wie eine äusserst schwache Base; das gewöhnh'che Zinnoxyd löst sich in Säuren; und die Metazinnsäure bildet m 1Säuren in Wasser lösliche in Säuren aber unlösliche Verbindung® 11,Diese Verbindungen der beiden Zinnoxyde sind so leicht zersetzbar, d» 99man sie kaum als salzartige Verbindungen betrachten kann. We° Dman das Zinnoxyd als Base ansieht, so ist es eine zweisäurige Ba s ®'Die neutralen Zinnoxydsalze werden aus den Zinnoxydulsalzen erhalt eI1durch Zufügung von 1 At. Säure und 1 At. Sauerstoff. Diese Lösung® 11sind sehr sauer; reine und kohlensaure Alkalien fällen daraus Zinnoxyu'hydrat, welches die dem gewöhnlichen Zinnsäurehydrat charakterist 1 'sehen Reactionen zeigt in seinem Verhalten gegen reine und kohl® 11 'saure Alkalien, Schwefelsäure, Zinnchloriir u. s. w. (vergl. S. 1038).
Schwefelwasserstoff fällt aus den sauren Lösungen gelbes Zinnsulfl tl,welches sich in Ammoniak und in Schwefelammonium leicht löst.
Goldchlorid fällt Zinnoxydlösungen nicht.
Zink und Kadmium scheiden aus den Lösungen zuerst etwas met» 1 'lisches Zinn ab, dann aber fällt gelatinöses Zinnoxydhydrat.
Die Verbindungen von Metazinnsäure mit Säuren sind wenig bf'kannt, hauptsächlich ist die Verbindung mit Salzsäure untersucht. D‘ eVerbindung ist unlöslich in Säuren, löslich in Wasser, die wässerig®Lösung gerinnt beim Erhitzen, Alkalien scheiden Metazinnsäurehyd 1 ' 11ab, welches sich nur schwierig in überschüssigem Alkali löst; das V® 1 ^halten gegen Salpetersäure (unlöslich), gegen salpetersaures Silberoxy®und Ammoniak (welches hier Metazinnsäure ungelöst lässt), ge& et>Schwefelsäure, gegen Weinsäure und Ammoniak (s. S. 1040), und g e S eJ>Galläpfelaufguss charakterisirt weiter die Metazinnsäure. Schwefel^ 9 'serstoff fällt gewöhnliches Zinnsulfid, welches sich in Ammoniak U11Schwefelammonium löst. Zink und Kadmium scheiden etwas Zinn aD ’hauptsächlich Metazinnoxydhydrat. Goldchlorid bewirkt keine FälluD#'
Zinnoxydul s. unter Zinnoxyde (S. 1009).
Zinnoxydulsalze. Das Zinnoxydul ist eine einsäurig eziemlich starke Base; es bildet mit Säuren die Zinnoxydulsalze; di® 9 ®werden dargestellt durch Auflösen von Zinn von Zinnoxydul oder des 9 ® 11Hydrat in verdünnten Säuren. Die Salze sind farblos oder gelblich, we 110nicht die Säure gefärbt ist, sie röthen Lackmus und schmecken unang®'nehm metallisch. Sie nehmen leicht noch Sauerstoff auf, schon anLuft; in Berührung mit sauerstoffreichen Körpern wirken sie reducir®®(s. unten). An der Luft erhitzt verlieren sie die Säure, wenn diese flö®tig ist, und hinterlassen Zinnoxyd.
Die Zinnoxydulsalze werden durch kaustisches Kali und Natro 11weiss gefällt; der Niederschlag von Oxydulhydrat löst sich leicht 11überschüssigem Alkali, beim Kochen der concentrirten Lösungen sehe 1 '