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Zinnradicale, organische.

Zinnradicale organische; Organozinnverbinduo'gen. Das Zinn vereinigt sich mit den Alkoholradicalen in mehrere 11Verhältnissen zu eigentümlichen Verbindungen, welche theils de”Charakter metallartiger Radicale zeigen, theils als gesättigt betrac»tet werden müssen, insofern sie keine weiteren Elemente anfzunehm eI ‘vermögen. Man kennt solche Verbindungen mit Methyl, Aethyl uBAmyl.

Die ersten dieser Verbindungen wurden etwa gleichzeitig ^oBLöwig und Frankland dargestellt, wenigstens erschienen dieblicationen darüber zur nämlichen Zeit. Die einfachsten hierher gehört'gen Verbindungen, deren Zusammensetzung sicher festgestellt ist, ent*sprechen in ihren Formeln dem Zinnoxydul, Zinnsesquioxyd und Zid°'oxyd, wie folgende Zusammenstellung zeigt, worin wir das Atom d efZinns durch Sn 2 =118 Gew.-Thln. bezeichnen.

Zinnoxydul Sn, 0 2 entspricht dem Zinnäthyl Sn 2 (C 4 H 5 ) 2Zinnsesquioxyd Sn 2 0 3 » » Zinnsesquiäthyl Sn 2 (C 4 H 5 ) 3

Zinnoxyd Sn 2 0 4 » » Zinnbiäthyl Sn 2 (C 4 JJ 5 ) 4

Zinnäthylchlorür Sn 2 (C 4 H 6 ) 2 . €l 2ZinnsesquiäthylchlorürSn 2 (C 4 H5)ä^

Ausser diesen und analog zusammengesetzten VerbindungenLöwig noch eine grosse Anzahl von Zinnäthyl Verbindungen beschfl®'ben, zu denen keine entsprechenden Verbindungen unter den unorgaB * 1 'sehen Zinnverbindungen bekannt sind, nämlich: J )

Acetstannäthyl . . Sn 4 (C 4 H 5 ) 3Aethstannäthyl . . Sn 4 (C 4 H 5 ) 5

Unbenannt.Sn 6 (C 4 H 5 ) 4

und die polymeren Radicale:

Methylenstannäthyl Sn 2 (C 4 H 5 ) 2Eiaylstannäthyl . . Sn 4 (C 4 If 5 ) 4

welche sämmtlich mit 1 Aeq. Chlor oder Brom, Jod sich vereinig® 11sollen.

Von dem Methylenstannäthyl und A ethylenstannäthrhat indessen Strecker es wahrscheinlich gemacht, dass sie mit de* 11Zinnäthyl identisch sind, uud dass die von Löwig als El a r'stannäthyljodür und Me t hy 1 e n s tannät hy 1 j odür bezeichneten V eT '

bindungen Oxyjodiire des Zinnäthyls (Stannäthyl) sind. Ebenso

Strecker die Vermuthung ausgesprochen, dass die Aethstannäthylaa *Doppelsalze von Zinnsesquiäthyl- und Zinnäthylverbindungen seiWir werden daher diese Verbindungen zuletzt beschreiben und 1nächst uns mit den einfacheren zusammengesetzten Verbindungenschäftigen.

Zinnäthyle.

Von den Stannäthylverbindungen 2 ) sind am genauesten ^gende untersucht:

l) Die Nomenclatur Löwig’s geht davon aus, diese Verbindungen denlenvrasserstoffen analog zusammengesetzt zu betrachten, wenn man den Kohlendurch Zinn, den Wasserstoff durch Aethyl ersetzt denkt. ^ et t

Dem Methylen C 2 H 2 entspricht das Methylenstannäthyl Sn 2 (C 4 IDä \ aü a-Elayl C 4 B 4 das Elaylstannäthyl Sn 4 (C 4 Hg) 4 , dem Aethyl C 4 Hg das Aetbsäthyl Sn 4 (C 4 Hg)g u. s. w. ,,,-r g.

i) Bukton, Chem. Gaz. 1858; p. 415; Annal. d. Chem. u. Pharm. ’