1016 Zinnradicale, organische.
wenigen sonnigen Tagen. Hierbei erstarrt die Flüssigkeit krystalh'nisch; als überwiegendes Product wird Zinnäthylj odür (C 4 Jh,)t 80-2 0erhalten, neben wenig Zinnjodür und Zinnsesquiäthyljodür (Frank'I a n d).
2. Eine Mischung von feinzerschnittener Zinnfolie mit 2 V 2 t* 1 ®3 Thln. Aethyljodür wird in einer zugeschmolzenen Röhre im Oelbaauf 150°C. 20 bis 30 Stunden lang erhitzt. Nach dem Erkalten zeigt sie®der Inhalt der Röhre theils aus farblosen Krystallen von Zinnäthylj®'dür, theils aus einem gelblichen Oel (Zinnsesquiäthyljodür) bestehen®’Man giesst die Flüssigkeit von den Krystallen ab und destillirt si e 'Anfangs geht etwas Aethyljodür über, dann bei 230°C. Zinsesquiäthyl'jodür, später bei 245°C. Zinnäthyljodür. Es bleibt nur wenig Zinnj 0 'dür in der Retorte zurück (C a h o u r s. R i c h e).
3. Eine Legirung vo’n 1 Thl. Natrium und 6 Thln. Zinn wird fe’®gepulvert mit 1 / i ihres Gewichts Quarzsand vermengt in ein Gin 8 'kölbchen gebracht (etwa 4 Loth der Legirung bei 3 bis 4 Unzen 1®'halt des Kölbchens) hierauf unter Umschütteln soviel Aethyljodür z ®'gesetzt, dass ein dicker Brei entsteht, und eine Destillationsröhre am'gesetzt. Die Einwirkung tritt rasch ein; durch die Wärmeentwickelu®£wird alles überschüssige Aethyljodür verflüchtigt. Nach dem Erkält 6 ®wird die Behandlung mit Aethyljodür wiederholt, und, zwar so °^’bis eine kleine Menge des Rückstandes in Wasser gebracht kein 6 ®Wasserstoff mehr entwickelt. Nach dem Erkalten wird die staubigtrockene Masse in eine mit Aether gefüllte Flasche gebracht, und da® 1 ®öfters umgeschüttelt. Die dunkelgelbbraune ätherische Lösung giesst m a ®in eine mit Kohlensäure gefüllte Flasche ab, lässt sie eine Stund®lang stehen (wobei eine braune Masse niederfällt) und giesst sie da®®in eine Retorte, worin man sie mit etwa V 10 ihres Volumens Weing 6 ' 3vermischt. Destillirt man hierauf den Aether im Wasserbad völlig
so bleibt eine dunkle terpentinartige Masse und eine weingeistigesung, die man durch Abgiessen trennt. Erstere besteht aus dem ®®benannten Radicale (C 4 ff 6 ) 6 Sn 4 (s. u.). Die abgegossene weingeisOc®Lösung scheidet beim ruhigen Stehen viel gelbes Oel aus, das S* chäufig nach einiger Zeit in zwei Schichten theilt, deren untere wesentlj®Zinnäthyl ist. Die von dem gelben Oel abgegossene Weingeist >Lösung scheidet auf Zusatz von Wasser ein fast farbloses Oel a® 3 ’der zuerst niederfallende Theil ist grösstentheils Zinnäthyl, das zul^®Niederfallende aber Zinns esquiä thy 1 , die zwischen beiden liegend ® 11Portionen enthalten andere Radicale, welche sich nach ihrer Verwa®lung in Jodverbindungen durch Krystallisation trennen lassen (L ö W iDa es hierbei nicht möglich ist, die verschiedenen Radicale W
,ch e
ui®
ständig von einander zu trennen, so soll nach Löwig die ätheris 1Lösung der Producte der Einwirkung des Aethyljodürs auf Zinnnatri®^solange mit Jod versetzt werden, als dessen Farbe noch verschwindet,Flüssigkeit wird mit Weingeist gemischt und der Aether abdestillhd- j ngelösten Jodiire werden hierauf durch Vermischen mit Silberoxy®Oxyde verwandelt, von welchen das Zinnäthyloxyd (nebst dem A c ^stannäthyloxyd, Methylenstannäthyloxyd und Eiaylstannäthyloxyd ®®',Löwig) mit dem Jodsilber niederfällt, während das Zinnsesquiät ^oxyd (nebst dem Aethstannäthyloxyd von Löwig) gelöst n eStatt Silberoxyd lässt sich weingeistiges Ammoniak anwenden, wodas Zinnäthyloxyd fällt, das Zinnsesquiäthylchlorür gelöst lässt.