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Neunter Band.
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Zucker. 1089

Der Verbrauch an Zucker beträgt in Brasilien und Havanna mehr11 8 20 Kilogr. pro Kopf, in Nordamerika etwa 16 Kilogr., in EnglandUn l Schottland etwa 15 Kilogr., in Irland etwa 3 Kilogr., in Holland’*°d der Schweiz 8 Kilogr., in Frankreich 5 Kilogr., in den Staaten des. J °Uvereins 5 Kilogr. >), in Spanien und anderen Ländern 3 Kilogr.,‘‘‘ Sch we den l 1 / 2 Kilogr., in Oesterreich O /4 Kilogr., in RusslandU ’ 8 Kilogr.

Verbindungen des Rohrzuckers.

. . Der Rohrzucker obgleich vollkommen neutral hat doch die Fä-y Skeit sich mit Basen zu salzartigen Verbindungen zu vereinigen; derlecker giebt auch mit einigen Salzen Verbindungen. Beim Erhitzen von*i°. z ud<er mit Säuren entstehen unter Abscheidung von Wasser eigen-tliche Verbindungen, welche meistens durch Umsetzung der Saeha-

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gebildete Glucose enthalten.

a. Verbindungen mit Basen.

Diese Verbindungen sind hauptsächlich von Soubeiran 2 ), Pjeli-®°* ;3 ), Brendecke 4 ), Dubrunfaut 5 ), Gladstone 6 ) u. A. untersucht., Die Verbindungen von Zucker mit Basen bilden sich direct, einiger °h Einwirkung von Zucker und Wasser auf die Metalle bei Gegen-„ r " von Luft. Die Verbindungen sind meistens löslich in Wasser, diede°* ar *d e der Erdalkalien sind in kaltem Wasser löslicher als in sieden-tn ‘ Die Verbindungen der Sacharide mit den schweren Metalloxy-14 sind in Wasser unlöslich, bilden aber mit Alkalien im überschüssi-7. 11 Alkali-lösliche Doppelverbindungen, so bilden die Eisenoxydsalze1 Zucker und überschüssigem Alkali eine rothbraune, die Kupfer-v - y^salze eine tiefblaue Lösung; Zucker verhindert daher die Fällungler Metalloxyde durch Alkalien und kohlensaure Alkalien.

Zucker-Ammoniak. 100 Thle. Zuckerpulver absorbirt allmä-0 Lhle. Ammoniakgas, entsprechend NH 3 . 2 C I2 II n O n ; die dichte. Masse verliert an der Luft Ammoniak (Zersetzung von Zuckernrch Ammoniak s. S. 1085).

jj . Zucker-Baryt: BaO . CiaHn O n (BaO . Ci 2 H 10 O 10 nach Stein 7 ).j, Urn Kochen von Barytwasser mit Zuckerlösung scheidet sich Zucker-Har^ 1 ' n Kvystallen ab; bei Anwendung concentrirter Lösungen er-sä ^ Flüssigkeit zu einem Krystallbrei. Das Salz bildet der Bor-- 11 e ähnliche glänzende alkalisch reagirende Krystallblättchen vone ndem Geschmack. Das Rotationsvermögen des Zuckers ist durche Verbindung mit Baryt nicht alterirt.

Dubrunfaut hat auf der Unlöslichkeit von Zucker-Baryt in der^ e<l ehitz e eine Methode gegründet, um den krystallisirbaren Zucker in^ Melasse von dem Schleimzucker zu trennen, indem zuerst Zucker-

jetxt ^ ^ Zollverein war der Verbrauch um 1840 etwa 2y a , um 1855 etwa 3(y; ' ,u ckp r ' all ° ^ Kilogr. Producirt wurden 1863 u. 1864 etwa 3 Mill. Ctr. Riiben-ein S e führt etwa 377000 Ctr. Colonialzucker neben 89000 Ctr. Syrup. DieT. j : «tausfuhr ist wohl nicht grösser als die Einfuhr. — 2 ) Journ. de pharm. [3.]l>h ’ 469 ; Berzelius’ Jahresber. Bd. XXIII, S. 379. — 3 ) Annal. de ehim. et detalVC T> LX VI1, p. 113; [3.] T. LIV, p. 379 ; Compt. rend. T. XXXII, p. 333;

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Chem. u. Pharm. Bd. LXXX, S. 342. — 4 ) Archiv d. Pharm. [2.]

7°h"viI X ’ S- 75 ‘ ~ 6 ) Compt. rend. T.' XXXII, p. 498. — 6 ) Chem. Soc. Qu", j') Annal’ Jahresber. v. Liebig u. Kopp 1863, S. 537; 1854, S. 619. —

• Cäem. u. Pharm. Bd. XXX, S. 82.adwürtorbucl! der Chemie. Kd. IX. 09