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Zuckerfabrikation.
der Retour- resp. Saftdampf in dem Zwischenraum zwischen beidenBöden die Röhren umspielt. Die Apparate werden jetzt durchgängigin dieser Weise gebaut und sind unter dem Namen der Tischbeinsehen oder Robert’schen ziemlich allgemein eingeführt.
Indessen ist man in letzter Zeit wieder vielfach zu einer schonfrüher von Huber 1 ) empfohlenen Construction zurückgekehrt, welchedarin besteht, die Heizfläche durch in den Cylinderraum geleg teSchlangen herzustellen. Man kann diese in verschiedener Weise ein'richten und erreicht dadurch zwar nicht immer die grosse Heizfläch®der zahlreichen verticalen Siederöhren, wohl aber den Vortheil v ( eleichterer Reinigung und Reparatur, ungefährdeter Dichtigkeit (mitln”Sicherheit gegen Saftverluste) und sehr erheblicher Kostenverminderuogfür neue Apparate sowohl wie für die Instandhaltung derselben.
Die einzelnen Körper dieser Apparate sind mit UebersteigröhreniStandgläsern, Glasaugen, Röhren zum Einleiten des Saftes und Dampf® 8 ’Abflussrohren und den sonst erforderlichen Leitungen, Hähnen, Ventil® 11und Mannlöchern, sowie mit Manometer, Luft- und Fetthahn u. s. ^versehen und im Einzelnen in ziemlich verschiedener Weise construirhohne dass dadurch das Princip und dessen Anwendung beeinflusst würd®'In dem letzten (dem zweiten oder dritten) Apparate wird die Luftleet®durch reichliches Einspritzen von kaltem Wasser in einem mit d® 1 ”Apparate verbundenen Raume, dem Condensator, und eine das E> 0 'spritz- und Condensationswasser die Luft und den unverdichtet g®bliebenen Wasserdampf fortschaffende „nasse“ Luftpumpe bewirkt.dem Condensator stellt auch der Dampfraum der vorhergehenden -Ap'parate in Verbindung, so dass hier die Verminderung des Druck® 9nicht allein durch die Condensation des Saftdampfes mittelst des Saft® 8im folgenden Apparate geschieht.
Der erste Apparat kocht mit dem Retourdampf, der gewöhnlich 11118einem Dampfsammler („ Betourd’eau “) mit etwa 5 Pfd. Ueberdruck ® nt 'nommen wird; da die folgenden Apparate mit dem Saftdampf der vorh® rgehenden kochen, so erhalten sie weniger heissen Dampf; dennoch hatd erdarin enthaltene concentrirtere Saft bei gleichem Druck einen höher® 11Siedepunkt. Es muss also die Luftleere in dem letzten Apparatestärksten sein, während sie in dem ersten fast unnöthig ist und 1)111dazu dient, das Kochen rascher von statten, gehen zu lassen.drückt den Grad der Luftleere durch die Anzahl Zoll Quecksilber » u "’deren Druck nicht mehr vorhanden ist und sagt also, in dem ld z .^Apparate steigt die Luftleere bis zu 16 bis 18 Zoll d. h. der Druckhier noch 12 bis 10 Zoll. Im ersten Apparate beträgt die Luftl® 6 ^etwa 8 bis 10 Zoll (der Luftdruck also 20 bis 18 Zoll), je nachd®^drei oder nur zwei Apparate vorhanden sind; häufig arbeiten aber « llCdie ersten Apparate ganz ohne Druckverminderung.
Der Grad der Luftverdünnung und dem entsprechend der Sie.punkt der Flüssigkeiten wechselt vornehmlich je nach der Constructi 0 ^und Wirksamkeit des Condensators, dann aber auch je nach der ^*® . fund der Temperatur des Kühlwassers (Einspritzwassers), welche h*von solcher Wichtigkeit sind, dass die Verdampf kraft einer Fabriksentlich vom disponiblen Wasser bedingt ist. Ausserdem aber hat
*) Dingler’s polyt. Journ., Bd. CXLVIII, S. 152; Zeitschr. d. Vereins f-Rübenzuckerindustrie, 1858, S. 575.