Band 
[Erster und zweiter Theil.]
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Griechische Schulphilosophie.

wir also einige Proben von dieser Philosophie aus der Zeit, >vssie in ihrer höchsten Blüthe stand, d. h. aus den Werken desAristoteles selbst.

Zweiter Abschnitt.

Die Naturphilosophie -es Aristoteles.

Die vorzüglichsten physischen Schriften des Aristoteles sind:Acht Bücher physischer Lektionen; vier Bücher von dem Himmel,und zwei von der Produktion und Destruktion. Denn die Schrift„von der Welt" wird jetzt allgemein als untergeschoben betrach-tet, und die „Meteorologie" ist zwar ganz voll von Erklärungennatürlicher Erscheinungen, enthält aber die Doktrinen der Schulenicht in so allgemeiner Form, wie die oben genannten Werke.Dasselbe mag auch von den „Mechanischen Problemen," von den„Abhandlungen über verschiedene Gegenstände der Naturgeschichte,„über die Thiere, Pflanzen, Farben, Schall u. f." gesagt werden, diewohl alle eine außerordentliche Menge von Thatsachen und einewahrhaft bewunderungswürdige systematische Geisteskraft desStagiriten beweisen, die aber keine rein philosopbiscbe, keinePrincipien exponirende Werke sind, und daher auch nicht hiehergehören.

Die „physischen Lektionen" sind das Werk, von den'die bekannte Anekdote gilt, die Simplicius, ein griechischer Com-mentator des VI. Jahrhunderts sowohl, als auch Plutarch er-zählt. Es heißt, Alexander der Große habe seinem ehemalige»Lehrer über dieses Werk geschrieben: „Du haft nicht gut gethan,„diese Schrift herauszugeben; denn wie sollen wir, deine Schi»„ler, die anderen Menschen noch weiter übertreffen, wenn d",„was du uns gelehrt hast, jetzt allen vorträgst." — Darauf so^Aristoteles geantwortet haben: „Meine Lektionen sind, und sind„auch zugleich nicht, von mir öffentlich bekannt gemacht worden,„denn sie werden nur denen verständlich seyn, die sie früher vo»„mir selbst gehört haben, und allen andern nicht." Diele Mschichte mag wohl von denen erfunden worden seyn, die dasWerk über ihre eigene Fassungskraft gehalten haben, und ma»muß gestehen, jeden einzelnen Satz desselben sich klar zu mache»-ist sehr schwer, wo nicht unmöglich. Doch läßt sich ein grot,^Theil des Inhalts ohne Schwierigkeit verfolgen, um daraus dB