Band 
Erster Theil. A - Be.
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seinem bruder Gaudentio in Polen und Preussen gegangen,allwo er die bekehrung der Heyden mit grossem eifer getrieben,und von ihnen viel erlitten. Endlich ist er von den HeydnischenPfaffen, bey dem Preußischen städtlein Fsschhausen, mit 7.wunden hingerichtet worden. Er ist auch, wie Dlugossus berich-tet, Ertz-Bischoffzu Gnesen gewesen, Uc. Kitt.

kolon.k. II. c.?. exit. Lmichel.

Metropolit. krAgsnlib. Kitt. kol. tom. I.

-s St. Adalbertus , der Preussen Apostel. In der erstenedition des Lexicons und m Moreri wird von ihme gemeldet,er seye auch Ertz-Bischoff zu Gnesen gewesen, worinnen manDlugosso gefolg'et ist. Allein da Otto III. Römischer Kayser,erst an. 1000. aus anlas seiner wallfahrt nach Gnesen, und derdaselbst gehaltenen versammlung der Geistlichkeit, aus dem Biß-thum zu Gnesen ein Ertz - Bißthum gemachet hat, wie in demartickul Otto m. nachzusehen; hingegen aber St. Adalbertusschon an. 997- gemartert und aetödtet worden; so ist dieses of-fenbar irrig. Sonsten ist dieser St. Adalbertus auch Adel-bertus und Albertus genennet worden. Siehe auch den arti-ckul Gnesen. Hartknoch in der Preußischen kirchen - Historieerweiset noch mit verschiedenen andern gründen, daß St. Adal-bertus niemal Ertz-Ätfchoff zu Gnesen gewesen seye. v. ü. c.

x. iz. L.',

AdalbertusI. Ertz-Bischoffzu Mayntz, aus dem Hause derHertzoge von Lothringen, wie Otto Lriüngsritts berichtet; wie-wol andere ihn vor einen Grafen von Sarbruck ausgeben. Erwar Kayser Heinrichs v. Cantzler, wurde auch von ihm an.mo.zum Ertz-Bischoffzu Mayntz ernennet, welches er ihm aber garschlecht vergolten, indem er sich 2. jähr hernach zu dessen feindengeschlagen, und wider ihn conspiriret, da ihn dann der Kaysergefangen nehmen, und ;. jähr lang in einem harten gefänanishalten lassen. Als er endlich durch burgschafft Brunonis, Ertz-Bischoffs zu Cöln, wieder erlediget worden, hieng er sich anden Papst Calirtum II. der ihn zum Legaten in Teutschlandmachte, worauf er an. nzi. zu Mayntz ein Loocilium hielt. ErhalfLotharium, Grafen von Supplinburg, zum Kayser wehlen,und starb au. rI; 7. den 24, jul. in vim üenrioi V.

cttron. üb. VII. Ihm succedirte seiner schwester söhn.

Adalbertus II. ein Graf von Sarbruck, der zuvor Dom-Probst zu Erffurth gewesen, und von dem Kayser Conrado III.in das Mayntzische Ertz - Bißthum eingesetzt worden. Seineschwester heurathete Fridericum, Hertzog in Schwaben, Kay-ser Conradi III. bruder. Adalbert starb den 27. aug. an. 1141.als er nur 4. jähr diese würde besessen hatte. Lür» üb.VII. cbron. bitt. AloguM. , ttr-

ebiep. <L Lpilc. catLÜ elsök.

Adalbertus, Ertz-Bischoff zu Magdeburg, siehe Albertus I.

Adalbertus, Ertz-Bischoff zu Bremen, siehe Albertus.

Adalbertus, Uladislai II. Königs in Böhmen, und Ger-trudis Marggrafen von Oesterreich söhn, wurde an. n6g. anseiner muttcr bruders Conradi stelle zum Ertz-Bischoff zu Saltz-burg erwehlet, hielt des Papsts Alexandri 1Ü. partey wider Frr-dericum Barbarossam, und verlohr deswegen an. 1172. seinErtz - Bißthum, kam aber an. 1184. wieder dazu. Um sich insichcrheit zu setzen, ließ er die vestung Halmburg bauen, wo-selbst er von denen, so unter sein gebiethe gehörten, gefangengenommen wurde; er erlangte aber bald hernach seine freyheitwieder, und starb an. 1200. metropoltt 8aüsb.

Zen bitt. 83Üsburg. Saltzb. thron. p. 124.

* Adalbertus, war ein Diaconus, verließ sein vatterland,und begab sich in Irrland zu einem Priester, nahmens Egbert;von diesem wurde er nebst 10. andern frommen und geistrei-chen Männern mit einwilligung Pipini nach Frießland, denenHeyden das Wort GOttes zu verkündigen, geschicket. Er waröfters zu Egmond, und starb auch allda in dem VIII. Loolo;auf sein grab wurde eine kirche gebauet, und sollen bey selbigerviele wunder vorgegangen seyn: unter andern nahm einsmalsein bauer einen dem St. Adalberto geschenckten käse hinweg,fraß sich aber, als er selbigen verzehret, die singer mit weg.Nach der zeit ließ der Holländische Graf Theodoricus seinenleichnam aufheben, und in eine neue capelle daselbst verlegen.Zu Egmond wird er als Patron verehret, und obwol seinereliquien nicht mehr vorhanden,sind, so quillet doch noch beyseinem grabe ein brunnen herfur, welcher viele kranckheitenvertreiben soll. Ihm zu ehren wird auch der 2;. jun. gefeyert.

* Adalbertus, war zuerst ein Dom-Herr zu Strahou, Prä-monstratenser-ordens, und wurde nachgehends Ertz-Bischoss zuSaltzburg. Der 2;. april wird ihm geheiliget. üH.

Adaldagus, Ertz-Bischoffzu Hamburg, lebte bey z. Kay-ftrn, so den nahmen Otto führten, in grossem ansehen. Erwar bey dem Kayser Otto I. Cantzler, und stiftete nach demirege, welchen Otto I. wider die Dänen erhalten, die;. Biß-thummer Sleswick, Ripen und Arhusen. Benedictum, wel-chen dre Romer wider Leonem erivehlet hatten, brachte er ge-fangen nach Hamburg, woselbst auch dieser Papst an. 966. miexibo starb, er selbst aber gesegnete an. 988. dieses zeitliche,nachdem er 54. tabr Ertz - Bischoff gewesen, üb. IV.

8ux. c. 9- d-üb. III. merrop. c. iS. 8ax.p. ?6. L«»-

Luneb. chronick, p. 1°;.

* Adalgarius, ein Benedietiner-Mönch in der Abtey zu Cor-

bie, und geführte des Remberti, deme er auch in der Bischoffll-chen würde nachfolgete. Als er von Papst Fornwso naher RoMbcruffen worden, um allda die gründe seiner forderung an drtkirche zu Bremen darzuthun, gienge er nicht nur sechsten nichtdahin, sondern sandte auch niemand an seine stelle. Der eifts,den er hatte die religion in Norden auszubreiten, triebe ihn ewLominsrium von Priestern zu stiften. Er starb im jähr Christk909, nachdeme er seiner kirche 20. jähr lang vorgestanden wäre.

Adalgisus, der sich auch Theodotum genannt, ein söhn desletzten Longobardischen Königs Desiderii, nahm seine zuffuchtzu den Kayjern zu Constantinopel, als Carolus AI. seinen vattertterbromttrte. Die Kayser gaben ihm auch hülffe, er konnteaber nichts ausrichten, und nachdem er an. 788. in Italien ei-ne schlacht verlohren, retirirte er sich wieder nach Constantino-pel , und kam hernach nicht wieder zum Vorschein.aiui'äl. itä an. 788. (siehe Carolus AI.)

* Adalgisus, ein Longobarder und Fürst von Salerno, de-

me Ludovrcus II. der söhn Lotharii, die deschützung der -ladtBenevent anvertrauet hatte: Allein es liesse sich' dieser verra-thet von denen Griechischen Verheißungen also einnehmen, daßer auf ihre feite träte, und zugleich alle städte der provintzenSamnium, Lucanien und Campanien zur ausruhe bewegte.Es nöthigte aber Ludovicus Adalgisum und die abgefallenestädte bald wieder, sich der Kayserlichen clevorion zu unter-werffen. Allein der listige Adalgisus wüste den Kayser zu be-reden , daß er seine armee auseinander gehen liesse. Hierausbrach er mit seinem bösen unternehmen abermals aus, nahmden Kayser gefangen, und ließ ihn nicht eher los, als bis ckeinen eyb - schwur that, das empfangene unrecht niemals zuahnden, und sein lebtag nicht mehr in das Hertzogthum Bene-vento zu kommen. Allein der Papst sprach Ludovicum von die-sem abgedrungenen eyde los, woraus Adalgisus zu den Sara-cenen entflöhe, doch aber hernach durch den Papst mit den«Kayser ausgesöhnet wurde. Lä arm. 871.

4.

* Adalgisus, oder Algisus, ein Priester in der landschasflTierache in der Picardie, er war von vornehmen und from-men eitern, jedoch nicht von Königlichem stamme, wie einigtdafür halten, aus Jrrland gebürtig, in seiner jugend wurdeer zur gottesfurcht und studieren fleißig angehalten, und nach-gebends von Furseo einem Bischoss in Schottland zum Priest^geweyhet; Daraufreisete er mit etlichen frommen Männern au»Irrland nach Franckreich, und als er in dem walde Tierachein der Picardie seinen -lab ohngefehr in die erde gestecket, Mman, daß alsbald schön Helles wasser Herfür gequollen seye'Daher bauete er daselbst mit genehmhaltung Clodoväi eine zeMauf, und zog durch seinen gottseligen lebens-wandel viele vo"seinen landes-leuthen zu sich, brachte auch von seiner reise naMRom viele reliquien, welche ihm daselbst geschencket worden/mit zurück. Er starb im VII. LLuIo. Sein leichnam würd-an. 670. aus seiner zelle in das in gedachtem wald gelegene kw-ster St. Michaelis genannt, geleget, und zu Miroilles w>chnoch ein arm von ihm gezeiget. Der 2. jun. wird ihm zuM P-dächtnis gefeyert. /.tnrc-.

* Adalgot, anch'Adolph genannt, der XI. Ertz-Bischoff^

Magdeburg,, so zu denen zeiten Henrici IV. und V. gelebet, Eseiner gulthatigkeit wegen sehr berühmt ist, inmassen er ver-ordnet hat, daß jährlich die gantze fasten-zeit hindurch alle Eioo. armen, jedem ein brodt und ein Hering ausgetheilet werden sollte. Er wurde an. 1107. erwehlet, nachdeme er vorhUDom-Probst zu Halberstadt gewesen. An. m^. wohnte er 0-schlacht bey dem Welphsholtze wider den Kayser Heinrich V. bey'und starb an. m8. Nstroxol. IV. Z2. '

niMg. Arcüicp. AflLgäeb.

* Adalprelus, ein Bischoff zu Trident, erlangte an.vom Kayser Friderico Barbarossa viele freyheiten, schloß ^seinen Nachbarn bundnisse, und setzte sein Bißthum in ge-stand. Als er aber einstens mit seinen soldaten, die ihmrechtmäßiger weise abgenommene kirchen - güther mitrecht wieder in besitz nehmen wollte, so wurde er von errngr pwelche ihm heimlich nachgestellet, an. 1231. erstochen,darauf zu Trident prächtig begraben. Das Bißthum rst v"ihm 20. jähr lang verwaltet worden. Ihm ist auch dermartii zu feyren verordnet. l7>rw.

* Adalulphus, ein vornehmer Longobardischer Herr - ^er die frechheit hatte Gundebergä, Ariovaldi, des Komgv ^Longobarden gemahlin, etivas wider ihre ehre zuzumuthen,de er von derselben auf eine so empfindliche weise abgew» ^wie es seine Unverschämtheit verdiente, darauf er aus t"E yccmöchte solches dem König zu obren kommen, und er vo"^^Königin sechsten deswegen angeklagt werben, der Komg»'käme, und sie bey dem König der untreu beschuldigte. A-mg, der solchem vorgeben allzu leicht glauben zustellte, mv >gemahlin in ein hartes gefängnis einschliessen, in weUV jptrübten zustand sie drey jähre zubrachte, bis daß derFranckreich, NotariusII. aus mitleiden gegen dreje mv ^selige Königin etliche Gesandte an Iriovaldum abs^^sseum ihm vorzustellen, daß er nicht befugt seye, aus ermund noch nicht erwiesene anklag hin gegen seme P« yck/welche aus Königlichem Fränckischen geblut entsprossen