io6
adh adi
* Adhergat, eine stadt in Syrien, an denen Arabischen
arentzen, in dem dritten cümms. Der Persische 6eogrspbussagt, sie seye wohl bewohnt, es werden viele marckte allda ge-halten , und finden sich allda verschiedene bader. ,
vibüoeü. Orient.
* Adhergenna, eine stadt des Königreichs Bagamedri inAethiopien.
* Adhha, ein fest, so die Mahometaner auf den zehendentag des monats Dulhegiat, welcher der zwölfte und letzte ihresjahres ist, feyren. Auf-diesen tag wird zu Mecha mir grosserfeyerlichkeit ein schaaf, so auch Adhha genennet wird, geopfert.Die Türcken nennen dieses fest gemeiniglich auch das grosseBeiram, um solches von dem kleinen, mit welchem ihre fastegeendet wird, zu unterstyeiden. Dieses kleine Beiram nennendie Christen in Levante die Türckische Ostern/ Das grosseBeiram wird sonst auch geheißen Jom al Corban, d. i. der tagdes Opfers. Ein jeder pilgram mag auf diesen tag so vieleschaafe opfern, als ihme beliebet; ein jedes opfer wird Dha-hiat genennet. Die Mahometaner feyren dieses fest in demthal Mina oder Muna, ausserhalb der stadt Mecha; man pflegtetwan auch ein kameel allda zu opfern. Dieses ist das einigeopfer der Mahometaner. Die bücher, so von demfelbigen han-deln , tragen den titul Manassch. O'/ü-.d.-/-,,, bibl. Orism.
* Adhil, eine kleine Mogolrsche stadt in der provintz Tattq.Sie ist nicht weit entfernet von dem ausfluß des flusses Indus.
* Adhir, ist der beynahme des Fakreddin Mohammed Ben
Hassan, welcher in Arabischer sprach ein von der Algebra han-delndes und Bed Filgebru mohabelah betiteltes buch ge-schrieben hat. , bibüotb. Orient.
* Adja, ein flecken in. dem Königreich Fantin in Africa, ei-
nen canon-schuß westwärts von dem flecken Annamabo, undnicht gar weit von dem kort Amsterdam an der aold - küste vonGuinea gelegen. Nachdem die Holländische West - Indischecompagme allhier eine vestung hatte anlegen lassen, so wurde sievon dem Englischen Capitain Holmes an. 1664. weggenommen,unter dem vorwand, daß die küste von Fantin den Engcllandernallein seye übergeben worden, da doch der König zu Fantinschon am apr. an. 1624. und hiemit ehe die Engellanderauf diese kuste gekommen waren , dieses land den Holländerneingeräumet, und ihnen die macht gegeben hatte, daß sie alleinmit ausschliessuna aller andern allda eine vestung zur sicherheitihres kauff-handels aufbauen durften. Als aber die Engellän-der sich meister von diesem kort gemacht, verubtm sie die.ab-scheulichsten grausamkciten gegen die Holländer, von welchensie etliche lebendig schunden, andere aber wurden auf andereweise gepeiniget; Die todten-cörper gruben sie aus, steckten dieköpfe derselben auf die spieße, und trugen sie als ein zeichenihres siegs mit sich herum. In dem nachst-folgenden jähr kamder Holländische Admiral Runter mit etlichen kriegs-schissen aufdiese küste, woraufdie Engellander die flucht nahmen, nachdemsie etliche fässer mit pulver unter den boden gelegt hatten samteinem brennenden lunten, welcher das pulver nach ihrer rech-nung um die zeit, wenn die Holländer mit der plund/rung wur-den deschafftiget seyn, anzünden sollte. Es kamen aber diesespäter an, als sie sich eingebildet hatten, also daß kein andererschade geschahe, als daß ein theil der mauren durch das Pul-ver über einen Haussen gemorsten wurde. Lotz»««.
Beschreib, der gold-kufte von Guinea.
* LVILLLM8, oder LVIMOM8, sindvölcker in Ober - Aethiopien, nahe bey der insul Mervs.
üb. VI. 0. ;o. Man glaubt, es seyen die MLOLLLOM8 desPtolemäi. Andre nennen sie IM6LLOM8. kexio.
Aniverksl.
Adiabene, eine provintz des alten Assyriens, so vor zeltenein absonderlich Königreich gewesen. , üb. XVI.üb. V. L. 12. üb. XXXIII. pbslw.
lib. IV.
Adiabenes, oder Agiras, ein Jüdischer sehr behertzter sol-pat, der sich nebst noch 2. andern in des Titi lager vor Jerusa-lem wägete, und dasselbe in brand brachte, worüber alle Römi-sche legionen in die äusserste Unordnung Miethen, so daß sie sichlange nicht erholen konnten. üb. VI. clo beüo.
Adiaphoristen, dieser nähme ist in dem XVI. ks-culo zwarunterschiedenen, insonderheit aber denjenigen gegeben worden,welche unter den Lutheranern den Cathollschen etwas nachga-ben , und das Interim, welches von dem Kayser Carolo V. pu-bliciret ward, unterschrieben. Die vornehmsten darunter warenPfeffinger, Major, Eberus und Menius, welche sich zu Witten-berg, Leipzig und sonst in Meißen aufhielten, und daher dieMeißnische Vbeologi genennet wurden. Die andere partey warin Sachsen und Thüringen, worunter Armsdorff, Flacius,Wigandus und andere, die vornehmsten. Sie waren aber nichtallein wegen der Ceremonien streitig, sondern auch wegen einigerlehr - Puncten, welche die Adiaphoristen vor indifferent hielten,die andern aber den Catholischen keines Weges einräumen woll-ten ; wie solches mit mchrern aus einem buch zu ersehen, wel-ch^. an. i; ?y. heraus gekommen unter dem titul: ssx Lekis 87.nockcrs « MU8 L ^äelirer Lollsäia somm,
quse ssbeoloßi .^cacl. ^VittebsrZsnüs Lc. monuerint, üurkcrinc^L. cle übro lkugulkmio, gui iiommsmr Interim /e.
M. Arnolds ketzer-histor. k. n. üb. XVI.
adi
Adiatorix, ein Vierfürst in Galatien und söhn des Demi»neclii, als ihm Marcus Antonius einen theil der stadt Heracu»eingeraurnet hatte, welcher von einer Römischen Coionie bEware, bediente er sich dieser gelegenheit, die Römer treulEweise bey nacht zu überfallen mrd zu tödten. Er berufte Mzwar aus eine erlaubnis Antonii, die aber nicht wohl gläuolMist. Wenigstens halste es ihne bey Augusts wenig, als vondeine er bey dem Attischen sieg samt seiner frau und lohnen»»dem triumph geführt, und gleich darauf samt dem ältestensöhn Dyteutos zum tode verdammet wurde, bey welcher bege»benheit gleichwolen der jüngere bruder für diesen ältern Dytch»tos gestorben, indem er die solbaten beredt, er wäre der allere,und als jener, welcher seinem bruder an treu und liebenachgäbe, heftig widerspräche, beredeten so gar die beyde e»tern den Dyteutos, daß er den jünger» bruder für sich stss^ben liesse, unter dem vorwand, er als von reifferem allsswäre besser im stand für die mutter und den überbleibenden bra-ten bruder fürsorg zu tragen. Als Augustus die fach erfahrengienge ihme der tob des Adiatorix und seines fohns zu hertzMtrachtete auch den überlebenden nach Möglichkeit gutes zu thust»wie er bann dem Dyteuto das Comanische Priesterthum über-gab , welches sowvl einkünften als ansehens halber einem ziess'lichen Fürstenthum konnte gleich geachtet werden. , u°'XII. an zwey äbsondcrlichen orten. *
* Adib, ist der beynahme des Abu Hassan Ali Ben NaW
eines fürtrcsiichen küilosoxüi , welcher unter der regierung ^Califs Amer aus dem geschlecht der Fathimiten, Cadhi ov»»Richter in Egypten wäre. Das wort Adid, bedeutet eigE«lich einen Sitten - Lehrer und einen in ttum-mioribus rrMerfahrnen NiaNN. , bibüack. Olienr.
Adicara, eine stadt in Arabien, an dem Persischen Me-dusen gelegen.
* /zi)!L 08 , ein beynahme der Veneris, unter welches ^in Lybien angebatet wurde, und welcher vom «, xriv.
-0/««, das recht, herkommt, und so viel als eine ungcrech^bedeutet, vielleicht daher, weil diese göttin manchem inliebe sich nicht allzugerecht erweiset, XIÜ- k'
404. in
* Adida, eine auf einem berge in Idumäa gelegene iEJvsephus nennet sie Dora. Celiarrus halt dafür, daß sie Eweit von Jericho entlegen gewesen seye; Relandus aber nE
sie seye in ansehen der stadt Jerusalem westwärts fls-
K
masset, ^ , ..
gen gewesen, i. XII. ;8- sncig. suck. üb.^
L. 11 . kslLÜinL, üb. III.
Adige, Athesis, siehe Etsch.
Adigetto, ist ein arm von dem fluß Adige oder Etsch in Ulien, welcher bey 1s Badia in der Venetianischen landsthULPolestne cü Rovtgo genannt, sich anfängt, bey Cavarzerewiederum mit dem Haupt-flusse vereiniget. Gchaupl- ^kriegs in Jtal. x. ?6c>. .
* ftv slLIVi !8 LOLXL, ware bey den Römern eine hAzeit, die bey antretung eines ansehnlichen amts, oder na-ss^fchliessung einer wichtigen Handlung ist angestellet, undsinn einem sctui kolsmni beygcthan worden. Es ihar aberWort MjiciÄÜs, unter den Lricicis einen streit erwecket, ist?.!,:I- Lipsius, und andere lieber Läin/is schrei ben >vo»ss.weil diese Mahlzeit in acüru , sonderlich
tiomm (bey dem antritt der ämtern, insonderheit derthümern) ware gegeben worden. PUnius thut einer ssHMahlzeit Meldung, welche der bekannte Redner Horrensiuu ^geben, als er sein Priesterthum angetreten; aüwonmüor berichtet, daß erstmals ein pfau zur speise seye auMgen worden. , bitt. nae. üb. X. 20.
*AdiIbar, ein Maurischer Capitaine, welcher unterWalid, der fein Reich von Indien aus bis in Africamhatte, als Vice-Konig in Spanien gelassen ward.hiikoire äu monäs, üv. VI. c. i.
*AdiIchiako, ist ein Türckisches Wort, welches aufT^ikheißet, ein stuhl der gerechligkeit. Es ist ein throu^Bzwölf stuffeN, welchen die Turckischen Sultane imihrem gezelte pflegen aufrichten zu lassen, und sich aufbtgen setzen, wenn sie jemanden zum tode verdammen w
* Adttia, war eine jungfrau und Aebtißin zu OrP.H xeibweit Judoigne in Brabant gelegen, welche das oben h-,berge gelegene kloster unten an den berg versetzte, rind»/, Mspital darneben bauete. Sie lebte zu der zeit Pipini; Mrem tode wurde sie in ihrem kloster begraben, allwo NA Eein lieblicher geruch von ihrem leichnam gehen, so"viele wunder jdllen gewürcket worden seyn. Derw»'ihr gefeyert. ttMv. ü-«-,.
Adilred, siehe Ailzred.
*AdimEbnAlkAleppo aus Syrien
landes in zehen theilen beschriebe... ...... ---
öoZbisr Ll ssÜLlsb s> ssbarüc ttalLb; es wird abermeyr'^yMnur unter dem nahmen Tharik al Adim angesiMtt^L s»stunde in grosser achtung bey Nasser Joseph demLEssSyrischen Sultan, der aus dem geschtechte Salad» ^