Band 
Erster Theil. A - Be.
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Adolphus in. Als sein vatter Adolphus II. an. 1 164. starb ,führte erstlich seine mutter, hernach auf Henrici I.eom8 verord-nunq Henricus von Orlamünde die vormundschafft, der auchnachmals seine mutter heurathete. Als Adolph erwachsen, halfer Henrico Leorü treulich wider dessen feinde, zerfiel aber an.118i. nach der Wacht bey Herßfeld mit ihm, als er I-eoni keinenantheil an seinen gefangenen lassen wollte, weil er auf eigene ko-sten kriegs-bienste gethan hatte. Heinrich der Löwe jagte ihn hier-aufaus dem lande, er ward aber durch den Kayser Friedrich I.wiederum eingesetzt. Er zerfiel aber auch bald mit dem neuenHertzog in Sachen Bernhards, welcher Ratekow und Oldeßlovon thm forderte,und ihn nöthigen wollte, Ditmarschen, ib er seitder verjagung Henrici des Löwen eingenommen, an den Bischöffzu Bremen abzutreten. Dieses letztere geschahe jedoch endlich,aber Ratekow und Oldeßlo behielt Adolph. Er gieng hieraufMit Friedrich dem Rothbart ins gelobte land, verlohr aber in-zwischen seine lande, die Henricus I.eo nach vernommenem tobedes Kayferö wieder wegnahm. Da er aber wieder kam, erober-te er solche durch hülffe der feinde Henrich des Löwen wieder,und der Kayser Henricus VI. gab ihm noch alle einkünfte derstadt Lübeck. Mit ermeldtem Kayser that er die andere creutz-sahrt; weil er aber nach seiner Wiederkunft den Marggrafen vonBrandenburg wider die Wenden in Pommern, ffo unter Däni-schem schütze stunden, hülffe leistete, auch schon vorher die Dänenin verschiedenem beleidiget hatte, jagte ihn Canutus VI. von landund leuthen,bekam ihn auch in Hamburg gefangen,und ließ ihnnach etlichen jähren nicht anders los, als daß er Holstein gantzabtreten muste, worauf er an. 1204. fich nach seiner GrafschajstSchaumburg begab, woselbst er auch gestorben, ohne Holsteinwieder zu erlangen, welches dre Danen nebst Mecklenburg,Pommern, Preussen und Liefland über 24. jähr besassen, undAlbertum von Orlamünde, des oderwchnten Henrici, der A-dvlphs Vormund gewesen, söhn zumGrafen inHolstein machten.Adolvhus lll. hatte unter andern zwey söhne, davon der älteste,Conradus, Graf von Schaumburg wurde, und der andere A-dojphus IV. Holstein wieder eroberte. Iiv. 1.11.

m. IV. cbron. ä'cküumb. x.;o;. leg. SpangenbergsSchaumb. chron. lib. I. c.19. legg. P.41. leqg. Danckwerthsbeschreibung von Schleßwich und Holstein, k. III. c, 2. x. 177.

Adolphus IV. der zweyte söhn Adolphi III. dem die DänenHolstein abgenommen, bekam an. 1225. gelegenheit, dieses landwieder zu erobern, als der Koma in Danemarck WoldemarusII. und der von demstlben gesetzte Graf zu Holstein, Albrecht vonOrlamünde, von dem Grafen Henrico von Schwerin gefangenworden. Woldemarus fiel zwar nach seiner befreyung in Hol-stein wieder ein, ward aber von Adolphs IV. und seinen gehülffenan. 1227: bey Bornhoved aufs Haupt geschlagen, und muste end-lich Adolphum in ruhigem besitz lassen. Zu gleicher zeit wurdeauch Lübeck vonDanischer herrschafft frey,und eine Reichs-stadt.Nach diesem that Adolphus einen zug nach Liefland wider dieungläubigen, und nach seiner zuruckkunft begäbe er sich zu fol-ge eines in der Wacht bey Bornhoved gethanen gelübds in denBarfüffer-orden,und überließ die vormundschafft über feine bey-den söhne und Nachfolger, Johannem I. und Gerhardum I. sei-nem schwieger-sohne Abeln, Hertzoge von Schleßwich. In demgeistlichen stände war er sehr eifrig, und da er sich vorgesetzt, eineigenes kloster zu Kiel zu stiften, erbettelte er selbst hierzu die all-mosen vor den thüren. Einsmals begegneten ihm seine söhne,da er mit einem milch - kruge über die straffe gieng, worüber ersich anfangs schämte, und den krug verbarg, alsobald aber sichwieder anders besonne, und die milch über den köpf und gantzenleib gösse, sich selbst bestrafend, daß er sich geschamet, umChristi willen milch in der Hand zu tragen, ckron.

LLliMmb. x. 512. Spangenbergs Schaumburg chron. Ilb.l.e. 28--zi. p. 6;. legg. Danckwerths beschreibung vonSchleßwich und Holstein, ?. III. c. 2. p. 179.

Adolphus V. der Pommer genannt, ein söhn Johannis I.Grafen zu Holstein aus der Kielischen linie, heurathete Mesto-wini II. Hertzogs inPommern, tochter,und »erhoffte nach dessentode seine lande zu erben,so ihm aber fehl geschlagen. Er starb an.r;o8. ohne erben. Gpang. Schaumb. chron. 1ib.1I. c.6. x.gs.

Adolphus VI. der älteste söhn aus erster ehe Johannis II.Grafen zu Holstem, Kleüscher linie, zwang nebst seinen brüdernden vatter noch bey lebzerten zu emer Heilung, und bekam Se-geberg, regierte aber sehr hart, wordurch er sich den Adel sonder-lich zum feind machte, und sich endlich einen gewaltsamen tod zu-zöge. Denn da er seinen jungen vettern Gerhards V. und Jo-hanni von der Rendsburgischen linie ihre lander abzunehmentrachtete, bedienten sich diese eines mißvergnügten von Revent-lau, Hartwici, dessen schwester oder tochter Adolphus zur mai-txesse gebraucht, und den bruder auch ohne gerichtliche procedurenthaupten lassen, daß er Adolphen gefangen nehmen sollte. Die-ser aber brachte ihn, nachdem er sich in sein Waf-gemach desmorgens frühe im jäger-habit practiciret, gar ums leben am>?pang.Schaumb.chron. Iib.II.c.i2.p.92.Ieg. Danckw.beArewung von Schleßwich und Holstein, ?. III. c. 1°. x.r;6.

entschieden , daß die stadt ihm huldigen muste Als er an iryomit top abgegangen, theilte sich die Rendsburgifche linie der

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Grafen zu Holstein, und die Grafen zu Schaumburg, Enächste vettern, dergestalt in seine länder,,daß jene Wägern neonKiel behielten, und diesen 8000. marck Lübisch und die;. armerPinneberg, Hatzburg und Barmstädt gaben. SpangendeMSchaumb.chron. lib. II. c. 10. x. 10;. Igg. Danckwerths Be-schreibung von Schleßwich und Holstein, k. III. c. 4. x-iSS-Fo»/«»«, rer. Lau. liiff. 11b. IX. x. ;2i.

Adolphus vm. letzter Hertzog zu Schleßwich und GrafAHolstein, aus dem Schaumburgischen geschlechte, der anderesöhn Gerhardt VI. gebohren an. 1401. ward an des Marggrmfen zu Brandenburg Friedrich I. Hofe erzogen, und bekam erstSegeberg und Rendsburg zu seinem antheil, succedirte aber fei-nem bruder Henrico III. an. 1427. in Schleßwich und Holstein,und zugleich in dem kriege wider Ericum X. Konig in Dane-marck, der endlich, nachdem ihm Flenßburg weggenommen, unoer durch einen auffand der Schweden bewogen worden, auf fei-ne flucht zu dencken, an. 14;?. friede gemacht, und Adolph m»Schleßwich belehnet, welches auch deKn Nachfolger Christophs-ruö III. bestätiget. Als dieser an. 1448. mit tod abgieng, botendie Dänen Adolphs gar ihre crone an; er schlug es aber ab, unswar seiner schwester söhn, Christians, Grafen von Oldenburg,den er voll kind auf an seinem Hof erzogen, darzu behulfllich, derihm auch nach seinem an. 2459. ohne erben erfolgten tode istSchleßwich und Holstein folgte. Kff.rer.vM.bb.iX'

x.602. Spang. Schaumb. chron. lib. IV. c. 8. II. x. 192. M-

Adolphus I. Hertzog von Holstein des Königs Friderici I-in Dänemarck, und Sophia, einer Hertzogin in Pommern,jüngerer söhn, ist der stamm-vatter der Gottorffischen linie /ge-bohren den 2;. jan. an. 1926. Er hatte eine sonderliche lust i»dem kriege, dahero er auch die meiste zeit seines lebens darinnenzugebracht, und Niederjachfischer Krers-Obrister worden. AN.1544., theilte er mit seinen zwey brüdern, König Christians Iffin Danemarck, und Johanne dem ältern, und zwar so, daßer Gottorp, nebst Husum, Stapelholm, Eiderstede, Hütten,Wittensec, Mohrkier, Äpenrade, Kiel, Neumünster, TrittE-Oldenburg, Neustatl, und die 2. klöster Cißmar und Rheinbeabekam. Nach diesem gieng er an. 1548. an den Hof Caroli v»und ließ sich an. in der belagerung der stadt Metz gebrau-chen. Als er von bannen zurück kam 1 suchte er Ditinarsche»unter sich zu bringen, worauf er ein neues recht bekommen Halmindem ihm Carolus V. an. ,;48. das von dem Kayser FrideEerhaltene Wlonia bestätigt; weil aber sein bruder, König CHUstianus III. sich ihm widersetzte, schlug dieser anschlug fehl. A'?derselbige gestorben,und er alles ohne mitwissen dessen hinterlaßjener söhne, wie auch seines damals noch lebenden bruders N-'hannis in bereitschafft gestellet, brachte er sie mit in sein bündiM'worauf sie an. 1,59. Wer anführung Johannis von RanzM,Ditmarschen mit krieg überzogen, und viel örter eroberten. A>.lein, Adolphus selber wurde in dem treffen hart verwundet. End-lich machte man friede, und in der Heilung dieses landesbekEAdolphus den mitternächtigen theil. Vorhero war er beEan. i;?6. nach absterben seines jüngsten bruders Friderici,schoff zu Schleßwich worden, und hatte dem Capitul sehrtheilhaffte bedingungen eingegangen, welche er aber an. r1widercufte, und die Dom.Herren ziemlich zu paaren trstv'An. 1560. reistte er mit einem grossen gefolge nach Engella.no/woselbst er von der Königin Elisabeth wohl empfangen, mu Uner jährlichen pension versehen, und mit dem Ritter-orden oAHosen-bandes beehret wurde. Dahero einige mcynten, daß esemer Heurath zwischen ihnen kommen würde. An. 1; 68. oeEer sich bey der belagerung von Gotha, dienetc dem Konig PLlivpo in Spanien wider die Holländer , bauete GottorffwW-auf, weil ein theil davon an feinem Hochzeit-tage an. i;6;. w"in die asche geleget worden, und befestigte solches. Der stadtElsum gab er das stadt-recht, und bauete daselbst, wie auch zuTönningen und Rheinbeck schlösser. An. i; 71. erlangte er vvMaximilians II. auf dem Reichstage zu Speyer nebst E pbruder Johanne und seines bruders söhne, dem Könige Mbr >co II. die anwartschafft auf die Graflchafften Oldenburg "'-zDelmenhorst.Nachgehends hub er das bisherige mißverstand''mit Danemarck , in dem vertrage zu Odensee, auf, und errc>nete an. r; 79. von selbiger Crone die lehen. In dem foW'L-jähre theilte er mit dem Könige Friderico II. seines bruders ^hannis zu Hadersleben verlassenfchafft, und erhielte davon I«mobilien, so dann von dem lande das amt Tendern, das vop.,§kloster Gebiet, die insul Nordstrand und Fehmern, das »oiA

Bordisholm, und dre mitternächtige helfte des mittlernvon Ditmarschen. DieRitterschaffl und Prälaten blieoe''^gemeinschafft. Adolphus starb den 1. oct. 1586. Er HNK.Man. 1164. mit Christina, des Landgrafen Philippi zu EL,tochter, vermählt, welche ihm z . töchter und 4. söhneals Fridericum, Bischöff zu Schleßwig, und seinen naE'L^Philippum, auch feinen Nachfolger, der an. 1590. unvery^,,.thet gestorben, Johannem Fridericum, Ertz-Bischoffzuund Bischöff zu Lübeck, und Johannem Adolphum, der antL^Ertz-Bischoff zu Bremen und Bischöff zu Lübeck war, oe» ,aber an. 1597. seinem jünger» bruder, Johannrabtrat, sich in selbigem jähr vermahlte, und das geWechs.^pstantzte.

s^IIogv, notir. krocsrlwp.'

" 9. §. 1;. I4.,i;.vp. 267.leg. LunigsReichsarchiv,

vvnt. r. von Holstein x. z 6. zy. 4-r . ;i.