Band 
Erster Theil. A - Be.
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Adraon, oder Adraton, eine stadt in Arabien, sonst Ls-ürum öern-träi äe 8tsmpi8 genannt, hatte ehemals ein Biß-thum, welches unter den Ertz-Bischoff nach Botsra gehörete.üb. XVI. ^rkr-r.

Adrastea, siehe Nemesis.

* Adrastea, eine tochter des Melißi, Königs in Creta. Als

Jupiter noch sehr jung war, ward er ihr nebst ihrer schwester,der Jdä, zur aufcrziehung anvertrauet. Zu seinen spiel-sachenschenckete sie ihm sonderlich eine kugel, die gantz besonders war,auf welcher man ihn auch sitzend auf einer gewissen alten mün-tze gepraget findet. Sonst soll der ort Adrastea in Troade sei-nen nahmen von ihr bekommen haben. üb. I.

scl LÄlimacb. ö-)>2. In

Adrastia, eine stadt in Mysien, von dem Könige Adrastoalso genannt, welcher daselbst der Nemesis einen rempcl hatbauen lassen. üb. XIII. üb. II.

* Adraftus, ein söhn des Herculrs, welcher sich samt sei-nem bruder dem Hipponoo auf des Avollmis ausfpruch, vonfreyen stücken in das feuer stürtzte. /HZ,«, lab. 242.

Adraftus, ein König in Argos, wurde durch Amphiaraumverjagt, und gezwungen, sich nach Sicyonien zu begeben, wo-selbst er von dem Könige Polybio sehr wohl empfange l wurde.Er hat unterschiedene kinder gezeuget, worunter sonderlich sei-ne drey töchter Argia, Deipyle und Aegialea, berühmt sind,davon dir erste an Polynicem, die andere an Tydäum, einensohnOenei, und die dritte an Diomedem, Tydei söhn, ver-heurathet wurde. Er selbst, Adrastus, gieng mit einer armer,worunter sich ausser ihm sieben Fürsten befanden, nach The-ben , und belagerte diese stadt, es wurden aber alle diese Für-sten getödtet. Adrastus überwand die Thebaner das erste mal,aber das andre mal, da die belagerten einen ausfall thaten, zoger den kürtzern. Nachdem er nach hause gekehrt, hak er diekinder der ermordeten Fürsten ermähnt, die Thebaner aufs neuezu bestreiken, und wurden dieselben Lxlgoiü genennet. Ihrerwaren gleichfalls sieben an der zahl, worunter sich auch Aegia-leus, ein söhn des Adrasti, befand. Sie überwanden auch dieThebaner, und kamen siegreich nach Hause, ausser den Aegia-leum, dessen tod dem Adrasto so zu hertzen gieng, daß er vorVerdruß starb. i/M». Isb. 69. /x-r-ox. üb. V. in üboen.

I1LM. 06. 9. üb. III. La-'/e.

Er war ein söhn von Talaus und Lysianassa, der tochter desKönigs zu Sicyon Polybii, zu dem er flöhe, als er von Am-phiarao aus Argos vertrieben wurde. Dieses Reich hatte erdurch die wähl erhalten, damit die rauhen sitten dieses volcksdurch seine geschicklichkeit verbessert würden, dagegen Sicyonvon seiner mutter her sein erb-Konigreich war, welches sich un-ter seinem regiment sehr wohl befunden, und durch die von ihmangestellten Pythischen spiele einen sonderbaren nahmen über-kommen hat. Er hatte zwey söhne,Egialeum und Cyanippum,und drey töchter, Argiam, eine gemahlin Polyniees, Deipy-lam, die gemahlin des Tydeus, und Egialeam, die sich durchihre unkeuschheit einen nahmen gemacht, und an Tydeus söhn,Diomeden, vermählt gewesen. Polynices war ein KöniglicherPrintz von Theben, worüber sich der Thebanifthe krieg erhub,weil dieser Polynices durch seinen bruder Etocles von selbigercrone wider die gemachten vergleiche ausgeschlossen wurde.Das gedächtnis des Adrastus ward sowol zu Megara, wo erverstorben, als zu Sicyon in hohen ehren gehalten. Diese stadtrichtete ihm auf öffentlichem marckt ein prächtig grab auf, undfeyrete jährlich sein fest mit vielen opfern. Was einige vorge-ben, daß von diesem Adrastus der erste tempel der göttin Neme-sis sey erbauet worden, ist vielmehr von dem Phrygischen Adra-stus zu verstehen, weil dieser tempel an dem fluß Acsopus sollgestanden haben. Siehe folgenden artickul. ö

Adraftus, des Königs Midä in Phrygien söhn, und desKönigs Gordii enckel, welcher, nachdem er feinen bruder ausUnvorsichtigkeit getödtet, sich an des Königs Cröst Hof in Lydienbegab, allwo er auch sehr gütlich aufgenommen wurde. Auseiner jagd aber hatte er das Unglück, daß er des Crösi söhn, denAtys, ohngefehr erschoß, als er auf ein wild schweln zielte, wel-ches ihm so sehr zu hertzen gieng, daß er sich selbst bey dessengrabe entleibete. üb. I.

Adraftus, von Philippopolis, ein kerffstericus, Aristotelisschuler. Er hat drey bucher von der Harmonie oder zusammen-stimmung geschrieben, welche in dem Vatican zu finden sind.

TAeo. must L. 6.

* Adraftus, ein söhn Pereosistwohnete samt seinem bruder

Amphio, wider ihres vatters willen, der ihren Untergang vor-sähe , dem Trojanischen krieg bey; dann sie kamen alle beydedarin» ums leben. Üexic. Ilniv.

Adrasus, oder Adraftus, eine stadt iy Syrien, welchevormals einenBischoffhatte,der unter dem Ertz-Stift zu Seien-den m dem Antiochenischen Patriarchat stunde. not.

exilc. orbi8.

Adraton, siehe Adraon.

Adrets, (Franciftus, Freyherr von) siehe Beaumont.

Adeluvaldus, oder Adalvaldus, KönigsE ein söhn Agilulfi und Theodelmda.

^ ?Amnde war, und unterschiedene vor-nehme hatte hm richten lassen, so wurde er nebst feiner muttervon seinen Unterthanen an» 626. aus dem Reich veriaaet, undRriobaldus aufden thron erhoben. '

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* Adrevaldus, oder Adelbertus, ein Mönch aus der Abteyzu St. Fleury, welcher unter Kayser Arnolds ums jähr 89°.gelebet, und ein buch äe nürscuü8 8t. Lensäibti geschrieben habingleichen ein tractat äe tr3N8lations corxoris ejusäsm Lsist'cücti, den hernachmals Adelarius, so ebenfalls ein Mönch mgedachter Abtey gewesen, vermehret hat. X^^r.

catsl. e. ic>l.

Adria , oder Hadria, eine stadt in Italien, in der halb-mMPolesine cü Rovigo, auf einer kleinen insul, welche der fluß TEtaro macht,den Venetianern zuständig. Sie hatte einen BifthMnach Ravenna gehörig, so jetzo zu Rovigo residiret. Heutige-tages ist sie meistentheils von fischern bewohnet, weil sie Müberschwemmet worden. Von dieser stadt hat das AdriatMmeer feinen nahmen. Sie liegt 50. Italiänische mcilen von Ra-venna,und eben so weit von Venedig. cv«r,. Iml-am. üb.IV.L.r?-

Adria, siehe Atri.

* Adria , oder Hadria , ist nach Stephani und PtolemMmeynung eine pflantz-stadt der Römern in Piceno der fünftelandschafft Italiens, zwölf weilen von der see entfernet.gegend rst insonderheit berühmt wegen denen kostbaren weinen/so sie hervor bringt, und welche man Adrianische wein, vinw?Lärirmwn, nennet. Lärisims 3 ger vino generolilümo nvbr-üs. Adria ist auch der nähme einer Griechischen und bey demJllyrischen meer gelegenen stadt, von welcher Eustachius Mel-dung thut. Einen gleichen nahmen trägt auch eine nahe an demPo-fluß gelegene stadt, welche durch die von Toscana erbauen/und wegen ihrem schönen und prächtigen Hafen sehr merckwm-dig ist; daher kommt es vielleicht, daß das meer, welches ma«heutiges tags Golfo äi Venetia nennet, den nahmen waALärimici getragen. Dieses ist das meer, von dem die Poetenreden, wann sie ein durch immerwährenden stürm und wEbewegtes meer vorstellen wollen.

* Adria, (Petrus äe) also genannt von seiner geburts-siadd

wäre ein Dominicaner-Mönch, und ein lehrjünger Thoma vonAquino, dessen lehre ihme so wohl gefiele, daß er seine lEnen über den H. Matthäum und die zehen gebott fleißig auiH.hielte. Man schreibet ihme einen tractat von dem geistlich?!:leben zu, welcher nicht in druck gegeben worden. Er wäre mjähr 1294. General - Statthalter der provintz Sicilien, und ami;os. gäbe ihme Clemens V. das Bißthum Vico, welches «Ater das Ertz-Bißthum Sorrento gehörig ist. Er hat es ohngeMzehen jähr lang verwaltet. script. orci. yrseä.

* Adrian, (St.) in Flandern, ist eine kleine stadt des Eserl. Flanderns an dem fluß Dendre, vier meilen von Gent, u«zwey meilen von Alost und Oudenarden gelegen. Sie hieß vvhero auf Flamändisch Geersberg, oder auf Französischmont; sie hat aber seit deme man im jähr mo. von RÄ,court im Hennegau den leichnam des H. Adriani, so im Aüeculo von Rom geschickt worden, dahin überbracht, otei

Man hat alldorten eine Abtey sur dre ^

nahmen verändert

nedictiner, unter dem nahmen St. Adriani erbauet.

topoAraxüie äss 8ÜM8. ^

* Adriana, oder Adrianus, eine stadt mit einem BiE,,in dem Hellesponto/unter das Patriarchat von ConstantMo^und den NetropoütMmn von Cyzicus gehörig. Socrates ll/eines gewissen Alexandri nieldung, welcher hier BischossWsen: und ein anderer, nahmens David, unterschriebe dascilium zu Chalcedon, und den 8vnociü - brief derCyzicus an den Kayser Leo. n. ü. ül>. VII. cE ^

Eine andere gleiches nahmens wäre in ?3mpüilia ü-cunäs,von Perga die Haupt-stadt wäre. Sie hiesse auch AdriarE st-und hat Miccus, ihr Bischoff, obgemeldten brief gleichfall-terfchrieben. v. ^ x. 6eogr. s. ^

Adriani, (Adrianus) ein Jesuit zu Antwerpen, jch.ÄWHolländischer spräche unterschiedliche geistliche bücher,wE j,,j,alle Gerhard Brunehein Dom-Herr zu Deventer,in das ras^,.sche übersetzet hat. Er starb zu Löven den 18. oct. am

hibl. LslA. L üelcripr. 8- I-

Adriani, (Johann Baptista) gebohren aus einer adelig,familie zuFlorentz, an. 1511. war ein söhn des gelehrte»--^,ceüi Virgilii. Er schrieb mit grossem verstände, fleiß um „st-richtigkeit eine Historie zu seiner zeit von an. i z z 6 . unsnuirte den (üüLcisrcüimm. Thuanus gestehet, daß er N"/^,,ilwohl bedienet und viel daraus genommen habe; dcrsewe ^auch, Cosinus, Groß-Hertzog von Florentz, habe ihmmoiren communiciret. Er hat ohne diese Historie no»idinge geschrieben, und ist an. 1579. zu Florentz l^cle Icripr. klar. üc>. üX v IH'

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XXXVll. 3 Ü sn. 154^. xsü--a.

Er war ein söhn Marcelli Virgilii Adriani, ...mann und 8scret3riu8 bey der Republick, auf deraber zu Florentz krokellor bonarum lüterarum gewesen,Johannes Baptista ist seinem vatter in der IVolewonget, und hat einen gelehrten söhn hinterlassen, der ")m. E"rn seinem amte gefolget, und in der Academie äogu ^0'den titul lüorbicio geführct hat. Ausser der histor>e.s stjiMhann Baptistä, dämmen er wider Papst PaulumParteylichkeit soll haben blicken lassen, hat man von M' trauer-reden auf die hohen todes-falle Kaysers Carou ., Mfers Fcrdinandi I. Eleonorä von Toledo, der gemayutzogs Cosmi, Jfabettä, der Königin ln Spamen/^Mdes Groß-Hertzogs von Florentz, und Johanna votz