Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
120
JPEG-Download
 

i2o adr

adr

nig in Sicikien. Wiewol nun dieser in den bann gethan, unddadurch verschiedene Herren in Apulien von seiner seile abgezo-gen worden, kehrte er sich doch daran so wenig , daß er an.i i;6.zum andern mal vor Benevent rückte, Adrianum selbst darinnbelagerte , und ihn endlich zwang, einen frieden einzugehen, derdem Römischen stuhl weder ehre noch Vortheil brachte. Ineben diesem jähr erlaubte er in einer bulle, daß Henricus II. inEngeland das Königreich Irrland mit krieg überziehen und ero-bern dürfte. Allein in folgenden jähren gab er zu verschiedenenweit aussehenden irrungen mit dem Kayser Friderico anlas, da-von unter Fridericus I. Barbarossa, ein mehrers. Er starb deni. sept. an. n?y. zu Anagnia,ward aber zu Rom in der St.Pe-lers-kirche zur erden bestattet. Einige haben vorgegeben, daßer an einer fliege oder mücke erstickt sey; andere aber seine kranck-heit mit mehreren: recht eine kehlsucht genennet. Das sogenanntekLtrimoniuni ketri hat durch ihn einen ziemlichen zuwachs be-kommen; Hingegen hat er sich, seine anverwandten zu bereichern,so wenig angelegen seyn lassen, daß er seine mutker, die annocham leben wär, nur allein dem allmosen bey der kirche zu Canter-bury recommendiret. luü. lkc. 1.1.üb. XVIII. c. 26. .V. kV>o-A. üb I. ep. 24. Wa-

^/A.Üb.II.c.6. äeskspes, tom.III.Lc.

Adrianus V- ein Genueser, aus dem geschlechte Fieschi,des Papsts Innocentii IV. bruder. Er starb an. 1276. den 18.aug. am z y. tage nach seiner erwehlung. sck

Ln. 1276. po/o««,. D«

Adrianus VI- aus Utrecht gebürtig, war ein guter Vbeolo-xus und Vbilolbpbus. Kayser Maximillanus I. setzte ihn seinemcnckel Carolo V. als er kaum 7. jähr alt war, zum lehrmeisterfür, dannenhero er allezeit gegen diesen Kayser viel freundschafftbezeuget. Papst Leo X. machte ihn an. 1517. zum Cardinal,und an. 1519. ward er Bischoff zu Tortosa, auch von CaroloV. als er nach Teutschland gieng, die Kayserliche wurde anzu-nehmen , zum Regenten von Spanien erklärt. Nach LeonisX. tobe half ihm der Kayser zur Päpstlichen würde, und warseine wähl sehr merckwürdig, weil sie per viam iulpimrionisschien geschehen zu seyn. Denn da der Cardinal äs Medicismerckte, daß vor ihn wenig Hoffnung zu dieser Hoheit sey, wollteer zum wenigsten dem Kayser emen gefallen thun, undberedte heimlich alle seine creaturen, daß sie diesem Adrian ihrestimmen geben sollten. Als sich nun bey dem scrutinio so vielstimmen vor denselben fanden, da vorher niemand fast an ihngedacht hatte, wurden die übrigen Cardinäle durch den Cardi-nal Cajetan bewogen, ihn gleichfalls zu wehlen. Von seinenfreunden wollte er niemanden zu kirchen-ämtern befordermMangiebt ihm schuld, daß er den succurs nach Rhodis abzuschickenversäumet, wodurch selbige insul in die Türckische dienstbarkeitverfallen. Auch hält man darfür, daß er gar langsam in seinenberathschlagungen gewesen, daher mag es auch wohl gekommenseyn, daß er nach seiner erhebung aus den Päpstlichen stuhl zwi-schen dem Kayser und Könige in Franckreich sich neutral zu hal-ten beschloß. Er starb an. 152;. in seinem 64. jähre, nachdemer i.iahr s.monat und 6. tage regiert hatte, entweder durch gift,oder von grosser mühe und sorgen. Auf sein epirapbium wurdegesetzt: Hier liegt Adrianus, der nichts in seinem lebenvor unglücklicher gehalten,als daß er hat regieren müssen;daher sagt der Cardmal Pallavicini von ihm, er wäre ein .guterPriester, aber ein schlechter Papst gewesen. Er war der Romer,und sie seiner bald im ansang überdrüßig worden, wie denn die-se insonderheit seine strenge zucht nicht vertragen konnten, zumalda er ein ausländer war. Ja es funden sich nach seinem tobeleuthe,die an seines Leib-Artztes thure allerhand zierrathen mach-ten , und darüberschrieben: Isibsr-aori p^rl» 8. k. tz, X. Manhat von ihm (suXitionss <;uoäIibLtiLL8;OiipMLtionLS in lib.IV.M-lgitiri lentemiarum; Episteln rc. bibl. LeIZ.

In bibl. A elog. Lelg. sie lcript. in ap-

xar.8po-ra. L)„ ilior.clel LonLii.üb.ÜL.y.

* Adrianus, von geburt ein Africaner, Abt des klosters Ne-

ridan, wäre von Papst Vitaliano eine reise in Engeland zu ma-chen ausersehen, wohin er Theodorum, dene der Papst, nach-deme es Adrianus abgeschlagen, zum Ertz-Bischoffvon Canter-bury ernannt hatte, begleitete. Sie kamen im jähr 669. inFranckreich, von bannen sie ihren weg naher Engeland nah-men , allwo Adrianus zum Abt des klosters St.Petri von Can-terbury, nachdeme diese stelle durch den abtritt des H. Bene-dicti von Bistop ledig worden, eingesetzt wurde. Er arbeitetesamt Theodors an einer Vereinigung der alten Britannier, anUnterweisung des volcks, und an Verbesserung der Clerisey undder kirchen-zucht. Er überlebte Theodorum um etwas, und starberst den 9. jan. 709. Man findet seinen nahmen in unterschied-lichen , üill. O. , IsLOncl

üecle Leneäickin. , au 9. sie janvier. viss äss

8aims au 19. c!e lepteMre.

* 'Adrianus, wurde'N Griechenland, weil er den götzennicht opfern wollte, sondern den abgöttischen altar übern Haus-sen geworffen, und das feuer zerstreuete, gesteiniget. Zu des-sen andencken ist der 16. april Mtzet. bÄiv. Le-ric-.

* Adrianus, erlangte die ma-iyrer-crone zu Rom, und seinereliquien wurden an. 162;. vom Pwst Greogorio XV. von darnach Bologna versendet. Der 1. niart ist ihm gewiedmet.

* Ztdrianus, ein Christ von Cäsareagebürtig, woselbst er inder Verfolgung Kaysers Maxrmtani unterem Statthalter Fir-miliano, der ihn denen lowen vorwerffen ließ, -en mättyrer-

tod erlitten hat. Sein gedächtnis wird den mart. gefeyrek.

äs mart, kalM. viss äss 8aiuts.

* Adrianus, ein Heyd, war zu Nicomedia gebohren, undwurde unter Maximians durch 2z. gefangener Christen stand-hafftigkeit zu Christo bekehret, auch alsobald deswegen ergrmfen, und ins gefängnis geworffen. Seine ehefrau Ratanamunterte ihn zur beständigkeit auf, und wurde sehr betrübteals er einstens erlaubnis bekam, aus dem gefängnis einm»'nach Hause zu gehen, dieweil sie davor hielt, er wäre von sei-nem standhafften glauben abgefallen. Als sie aber seine besta"-digkeit ersähe, frevele sie sich sehr, gieng auch, als von der O-brigkeit verboten worden, keine weibs-person zu den gefange-nen zulassen, in manns-kleidern zu ihm, und als er zum totegefuhret, grausam gemartert, und ihm der Unterleib auMrissen wurde, daß das eingeweide heraus hieng, sprach sie stMabermal einen muth zu; Und als er endlich nebst den andern2;. Christen an. 290. enthauptet worden, stunde sie dabey, n""hub sich zum andencken dessen eine abgehauene Hand auf. M-denn wurden zwar dieser Märtyrer »hre reliquien ins feuer ge-morsten , aller» das feuer verzehrete sie,wie man vorgiebt, nickstund wurden sie nachgehends nach Constantinopel gebracht. AdAani gebeine aber wurden lange hernach nach Herstberg in dnNiederlande geführet. Der Iridiums zu Nicomedia wollte Eder zeit die Wittwe Natalia heurathen, bekam aber eine absthlffgige antwort von ihr. Sie begab sich darauf nach ConstaiM-nopel, allwo sie in friede gestorben. Es ist ihro der 8. ftp.und ihrem mann der 27. may, zu feyern verordnet. ^

* Adrianus, aus Tyrus gebürtig, war ein schuler des Erodis Lttici, lehrte zu Athen die rede-kunst und machte sich Uziemliches ansehen; lebte aber mit dem Redner Aristide inzwistigkeit. Der Kayser Marcus Antoninus kbilolopbus HEviel aufihm, und nahm ihn mit sich nach Rom. Er hat ?.b.cher äs metsmorpboü, 5. äs orstiorrum kormis, UNd ;. äs lt^'tuum xroxrietlltilms 7 nebst andern mehr geschrieben.

vit. 8oxbili. VoAi IM. Or. bibl. t-r.

* Adrianus, ein Grieche, welcher zu ansang des VI.gelebet, hat eine einleitung in die H. Schrift, deren Phon'' ,mit rühme Meldung thut, geschrieben. Sie ist zu Augspurg sffunden, und an. 1602. mit dem leben derer 12. Propheten Sstdruckt, nachher auch andern wercken und sonderlich dem -'VIII. derer Lririconou Lnglorum einverleibet worden.

lbript. escl. v« üidl. ,

* Adrianus, ein Carthäuser, aus Flandern gebürtig,. ^zu ansang des XV. sieculi gelebet, und es dem Petrarcha ^mit nachthun wollen, daß er eben wie dieser, ein buchmeäüs urriukgue kortunse geschrieben, so zu Cöln 147:-'druckt worden ist. L« bibl. LLcles.

* Adrianus, (Antonius) oder Adrianus clü AiNZdL;

nannt, hat im XVI. sieculo gelebet, und zu SaragoiLelpsjo cie ^Inmtar sles 0 sielss geschrieben. bibl- Ü'V

* Adrianus, (Cornelius) insgemein nur bruder EE-lius von Brügge zugenannt,weil er daselbst in die zo.jahrals Guardian des Franciscaner-ordens gelebet, und sehrgeprediget hat. Er war an. 1 ?2i. zu Dordrecht gebohren, V ^in der Theologie nicht weniger als m der Lateinischen,

sehen und Hebräischen spräche wohl erfahren. Er soll dar" ^verflossen haben, daß er sich zu viel in die staats-fachenschet, und solche mit sich auf die cantzel gebracht, auckurtheile davon jederzeit, nachdem entweder die Spanier 0 ^Niederländer in dem damaligen kriege glücklich oder ungm».^gewesen, vornemlich eingerichtet. Sonsten hat er auckGeorgium Cassandrum stäts verfolget, und da er zuvor die -^msniors zu Brügge schon eine weile gelehret hatte, denü'§genothiget, sich an. izzz. von dar weg zu machen; MMeteren in seiner Niederländischen Historie, und BoileauIkori-l ÜLMlIsmium erzehlen, so hat er unter seinen beickst^t,dern weiblichen geschlechts diese besondere disciplin eingE Ä-daß sie sich nackend vor ihme ausziehen, und alsdenn nacknem eigenen belieben sich züchtigen lassen müssen. Er >i-14. jul. i;8i. in seinem 60. jähre, und wurde in das L-'Mnis-kloster Meinem prächtigen epirspüio beygesetzet. ^ein buch äe VII. 8»crLmemis, und predigten geschriebengleichen auch nach seinem tode unter seinem nahinen sind Er-worben. bibl. Lel§. ^Itben. Lat. 2

Adrianus, äs Lorneto,ein Cardinal, stehe LL8VLVlss^ §!>

* Adrianus, äs Vieux bois, oder äs vsteri bowMönch, aus Flandern gebürtig, hat eine Lbronologr»" 'ren Vollius cle IM. bar. erwehnung thut, geschrieben.

* Adrianus, (Henricus) ein Priester zu AntwerMv' ^,5-AN. 1600. Nilrt^rologicon Xom. und an. 1609. vitas

cula 8LnÄorum. bibl. Lelg. mE

Adrratische meer, Ooüo äi Vensris, ist ein großer^ x,busen des Mittelländischen meers, worüber steh TU > rherrschafft anmassen will, weswegen der Doge sich lE'demselben vermahlet. Es grentzet gegen fuden Nan Italien, gegen norden an Dalmatien, gegen om"bamen , und hat ebbe und ffuth. Siehe Venedig.

* Adrichem oder Adrichum, ist eine adelM 'in Holland, welche von Dirk II. Herrn von BrederovUrsprung her hat. Der erste, so den nahmen Adrayr o«gen, war Ludvlfns von Adrichem, welcher in dem M jE