122
adu aeb
Aduram, siehe Adorain.
ilOVXVIveilwlX.ein volck in Lybren, welches gegen E-gyptenzu wohnete. Wenn ihre tochter sich verheuratheten , sowurden sie dem Könige dargestellt, dem es frey stund , sich ihrerzu gebrauchen. üb. IV.
* Adyte, eine von dentöchtern des Danai, die auf
befehl ihres vatters, wie ihre übrigen fchwestern gleichfalls tha-ten , den ihr zugefallenen bräutigam Menalcam in der erstenHochzeit-nacht erwürgte. II. i,
* )ldzel, eine kleine Liesländische stadt in der provintz Letten,
an den flüsstn Tredier und Welda, allwo sie sich beyde vereini-gen, iy. meilen von Riga gegen osten, und ic>. von Dorpt,gelegen. , Dick. 6eo§r.
* Adzigert, oder Aci kirel Ezigeri, ein Tartar-Cham,
lebte in dem vollkommensten frieden mit feinen benachbarten,und regierte im XV. steculo. Ihm folgte in der regierung Hai-der an. 1446. Tl/rcHov. 1 .16. VI.
Ae<r, ein frauenzimmer, welches der jagt sehr ergeben war.Sie wurde, (wie die Poeten erzehlen) als sie der fluß Phaflsverfolgte, von den göttern in eine insul verwandelt, 7 -^ 7 .üb. V. ürg.
Aea, oder Aetopolis, die Haupt-stadt in Colchis, welcheder König Aeta an den fluß Phasis hat bauen lassen. Ietzowird sie Lixocsmu oder üixopotamo genennet. ^ 77 ». üb. VI.L. 4. FVacv. Lrg. lib. I. V.
Äea, oder Aeas, oder Aous, ein fluß in Epiro, welcheraus den Makedonischen bergen, Candaves genannt, entsprin-get , und sich bey Apollomen in das Ionische meer ergießet.Ietzo föll er Vajuffa heißen. 7V7«. üb. III. L. 2;. üb. Vl.L VII. Or-rci. üb. I. metani. üb. VI.
Aeacida, ist der nähme, welchen man den nachkommendes Aeaci giebst. Also werden Pyrrhus, der Epiroten König,und Achilles bey dem Virgilio Äeacidä genennet. Pausaniasgedencket oft diests geschlechts insonderheit üb. I. Lttlc.
Aeacida, oder Aeacides, ein söhn Neoptolemi, und bru-der der Olympias, Alexandri N. Mutter, war Konig in Epi-ro. Er hatte durch die vielen kriege mit den Macedoniern sei-ne Unterthanen dergestalt gepresset, und sich bey ihnen verhaßtgemacht, daß er aus dem Reiche fliehen, und seinen jungenPrintzen Pyrrhum hinterlassen muste, welchen das volck, aushaß gegen seinen vatter, umbringen wollte; er wurde aberheimlich in Jüyrien gebracht, und bey dem Könige Glaucoerzogen. Aeacides selbst wurde hernach L. M. z 671. L. 6.; 1;.Olymp. 116.4. II. 6.441. von Philippo, des Königs Cassan-dri in Macedonien General, in einem wessen erschlagen. /«M».Üb. XVII. c.;.
Aeacus, des Jupiters und der Aeginä söhn, König der in-sul Aegina, ist wegen seiner liebe zu der gerechtigkeit zum drit-ten höllischen Richter von Plutone gesetzt worden. ? 7 ,».
Ovrüi. üb. VII. Metsni. siehe 7 Ü 6 MKH
Aeaea, eine insul in der Sicilianischen meer-enge, auf wel-cher die Nymphe Calypso gewöhnet haben soll. 7^,/.
Aeantides, ein tyranne zu Lampsaco, war bey dem Persi-schen Könige Dario in grossen gnaden, deswegen auch Hippias,der Atheniensische tyrann, seine tochter an rhn verheurathete.üb. VI.
* Aeantides, einer von denen berühmten sieben Griechischen
Poeten zu des Ptolemäi Philadelphi zeiten, dessen schriftenund getichte aber sind verlohren gegangen. äs kost.
61-ec. bibl. vet. <L nov.
* Aeantium, eine stadt von denen Rhodiern erbauet, inTroade, einer landschafft in klein Asien, so vormals auch Aeo-lien und Mysicn genennet wurde, gegen das Sigäische vorge-burge gelegen, allwo der Ajax begraben liegt, und vor zeitendes Aeneä kswa zu sehen gewesen. TVrÄE ül. X. üb. V. ro.
Aeas, siehe Aea.
Aeatus, ein geschworner feind der Böotier, stammte ausdes Herculis geschlechte her, und hatte eine schwester, nah-mens Polyclea, welche er heurathete, als sie ihn mit list umdie regierung gebracht, indem sie zuerst durch den fluß Achelouman das land gekommen, und dadurch nach des orakuls aus-spruch die oberhand erhalten. Sie zeugeten mit einander einensöhn, nahmens Thessalus, nach welchem die landschafft Thes-salia genennet worden, ^-> 7 ,^». üb. Vlll.
Aebte, Aebtißinnen, siehe Abt.
* OM8, ein altes und vornehmes geschlecht zuRom, unter den sogenannten kmricüs, davon die Römischengeschjcht - schreibet, und neben andern üivius IV. n. undXxxix. 42. mit rühm erwehnung thun, und daraus nach-folgende Lburü entsprossen sind: ss. Lbmlus Llva, oder, wieandere schreiben, Helvs, hat ä. 17 . 2?;. das Bürgermeister-amt zu Rom verwaltet, und ist nachgehends unter L.?oltbmMio MaMer Lg. gewesen, von welchem ein besonderer artickul.^'^outiu8, Ware L. 17 .290. Bürgermeister, und starb vorausgang fernes amts. kolt. Lbmlus LomiLen, welcher L. 17 .z i r. gleichfalls Bürgermeister m Rom gewesen; auch NsZi-üer Lguiwm, da 0- 8erviüus viökatoi wäre, L. 17 . ;i8. ?.
er die heimliche SacckanaÜÄ und^^°m entdecket hat, vom volckedaselbst mit unterschledeyen fteyheiten beehret worden. Lbu-iim, der sich m dem Jüdischen krieg unter Vefpaßano mit sti-
aeb aed
ner tapferkeit besonders distinguiret, und sein leben darin« ein-gebüßet hat, ist ohne zweifel auch aus dieser familie gewesen.Siehe davon einen eigenen artickul. L7E. D 7 o«. üa/rcn«.bell. ,Iu< 7 . üb. III. Üc IV.
* Aebutius., (Titus Elva) war Mglüer Lguitum oderGeneral der Römischen reuterey, unter dem lliÄnrore AuloPosthumio. Als er in der Macht zwischen den Römern und La-teinern bey dem see Registers, jetzund der see von Castiglioneoder St. Praxede genannt, sahe, daß der sieg ziemlich ungewißund zweifelhafft wäre, ließ er alle pferde abzäumen, um alleHoffnung sich mit der flucht zu retten zu benehmen, fiel denfeind mit grossem gewalt an, und schlug ihn aus dem felde,ü. ü. 2;8- Nies Lbr. 496. Lrv. üb. II.
* Aebutius, einer der klügsten und tapfersten GeneralenVespasiani in währendem Jüdischer: krieg. Er belagerte diestadt Jotapata, und verhinderte, daß Flavius Josephus, Gu-dernator in Galiläa, der sich hinein geworffen hatte, nicht ausdiesem ort entrinnen konnte. Er büßte in der belagerung vonGamala sein leben ein. L. 6.67. welches das letzte war der re-gierung Neronis. J-s äe bell. ßuä. üb. III. c. 7. üb. IV. c. I.
LL/1XI, völcker, in Toscana, so Camillus überwunden undderen stadt er verwüstet hat.
* Aechmagoras, ein söhn Herculis, welchen er mit Pilloades Alcimedons tochter erzeuget. Gleich nach seiner geburt ließihn Alcimedon, als groß-vatter, zusamt seiner mutier aus gros-sem Unwillen in das benachbarte gebürge legen, damit sie da-selbst alle beyde von denen wilden thieren aufgefressen werdenmöchten. Es fügte sich aber, daß Hercules von ohngefehr Mdieselbige gegend kam, und das kind weinen hörte, dahero ersolches samt der mutter aus der gefahr alsbald wieder erlosete.
VIII.
LEMLI.O'rM cklL) hiessen die Vorsteher und Häup-ter der Jüden, in währender ihrer gefangenschafft unter denKonigen von Persien: denn sie wurden von den Persern gar ge-linde tractirt, und ihnen nicht allein die freye reliaions-ubung,sondern auch die erwehlung solcher Vorstehern verstattet. ^
M«. cls 8^neclr.
* Aechmts, König von Arcadien, folgte in der regierung
seinem vetter Polymestor, zu der zeit da Theopompus Königder Spartiaten war. m Lrcack.
* Aechmis, ein söhn Briaci, führte wider die Lacedämo-
nier krieg. m Lrc-ick.
* Aeclus, ein Epirotischer held, ein bruder des Cothi, daue-re die stadt EretriaM in der landschafft Phthiotide an. Einigemachen ihn auch zu einem bruder des Elopi. VII. x.4yt-X. 68). 68;.
* Aedelwaldus, welcher auch Edilwaldus, Eadilwaldus/Aethelwaldus, und Sächsisch Aethelwold, oder auch OdilEdus genennet wird; war lange jähre ein Mönch und Priesterin dem kloster Rye, auf der insul Farne in Engelland, vonwelchem vorgegeben wird, daß er sich durch seine wunderwer-cke sehr berühmt gemacht habe; wie er denn auch unter anderndurchsein andächtiges gebät ein heftiges ungewitter auf demmeere gestillet haben solle. Er segnete dieses zeitliche im jE700. und ward zu Lindisfarn begraben, von dar seine remguten an. 99;. nach Durham gebracht, und an. 1160. in ewprächtiges grab geleget wurden. Der 2;. mart. ist ihm heulst'
Aedemon, siehe Ademon.
Aedesia, eine ehefrau des Hermias, siehe Hermias. .
Aedesius, ein schüler des Weltweisen Jamblichi, war eMCappadocier von geburt, von gutem adel, aber schlechten MIteln. Sein vatter schickte ihn in Griechenland , um eine kuMzu lernen, damit er sich ernehren könnte, war aber übel zuv ^den, als er wieder kam, und sich nur aus die Philosophie E.get hatte. Doch ließ er sichs endlich gefallen, und nach eirEzeit hreng sich Aedesius an Jamblichum. Nachdem er auElernet, fieng er an schafe zu hüten, und wollte einsam lebUaber die menge derer, die ihm ftätig anlagen, sie zu unterwELnöthigte ihn endlich sich zu Pergamo niederzulassen. Eunapw^hat sein leben beschrieben; es scheint aber, er habe wenig L,ihm zu sagen gewust: denn er handelt darinnen mehr von ^patro, Eustachio, Alsatio,Sosipatro und der Chrisien verfolg«'gen wider die Heyden, als von Aedesio. vir.kMloM?'.
* Aedesius, oder Edesius, ein Christlicher Poet und Wner, lebte m den zecken St. Honorati, Bischoffs zuindem V. iXLulo , und war, wie man vermuthet, ausgebürtig, wo er sich auch aufgehalten. Er war, nach desgedachten Honorati zeugnis, beydes in der ticht-und red-»« ^sehr wohl erfahren, und führte dabey einen so erbaun«)'-' §bens-wandel, daß ihm dieser Bischofs allezeit, wenn erihm redet, den titul eines Heiligen beygeleget. Er HMTsxjp-andern das elogium des H. Hilam in heroischen verstv
den, davon aber nur noch ein kleines trLZinem in desrati Vita 8. Lilarü aufbehalten worden. 77 ^'
tom. II.
* Aedgerus, ( Cornelius) von Engenhauß, zu Low» je-in Frießland gebohren, brachte es, ohügeachtet er wederchisih noch Lateinisch verstünde, durch eigenes nächst««^ ycktäglichen Umgang mit den erfahrensten Mtüemsti«»feldineß-kunst so weit, daß er mit dieser seiner wissenMÄEnem vatterlande sowol, als auch andern Fürsten undgyce