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* Aelbertsber«, ein sehr altes adeliches schloß, in demjeni-gen theil von Sud-Holland, welcher das Kennemer - oder Ker-mierland qenenvet wird, ist allein ansehen nach von dem Grafenvon Holland Florentio II. zugenannt dem dicken, erbauetworden. In dem krieg, welchen Fiorentius der schwartze,und Theodoricus, Graf von Holland, beyde söhne Grafens Fio-rentii des dicken und Petronella, Kaysers Lotharii II. schwe-ster, wider einander führten, wurde ungefehr in dem jähr n; 2.dieses schloß, welches damals,Grafens Theodoricr refidentz ge-wesen , von Florentio durch hulffe der Friesen verbrannt. Esscheint aber, daß es nachgehend» wieder seye aufgebauet undvon den Grafen von Holland bewohnet worden, sintemalenGraf Florentius 'V. verschiedene freyhcits-briefe in den jähren2284. 1288. 1291. und 1292. zu Aelbertsberg besiegelt hat,gleichwie auch Johannes II. Graf von Hennegau, Hollandund Seeland an. wie solches die geschriebene freyheits-briefe des Kennemerlands ausweisen. ,//«/.
Aelen, LiZIe, ist ein schöner flecken samt einem schloß zuobern an dem Genfer-see, landwärts ein, an denen grentzen vonWallis, hat vormals den nahmen einer Grafschafft geführt, undgehörte unter Savoyen, käme aber hernach an die landleuthvon Wallis, welche den ort der stadt Bern gegen empfang derVogtey Gundes vertauschet 0 ) oder, wie Stettler glaubwürdi-ger schreibet, haben die Berner solchen im Burgundischen kriegeWider Hertzog Carolum an. 1475. einbekommen, wegen dertreulosigkeit des Herrn von Torrens. st) Es wird noch heut zutag alle sechs jähr ein Gubernator von Bern dahin geschicket.Das land wird in vier manckemsn8 eingetheilet, st) nemlich 1 )Aigle, darinnen Röche siegt, allwo dato eine ergiebige saltz-pfan-neist, 2) Oulon, darinnen siegt die alte Abtey Säle, dereneinkünste in die Abtey St. Moritz in Wallis gehören und Pa-rier, da die an. ,;;4. entdeckte, und bis dahin zu mercklichemaufnahm und ertragenheit gebrachte faltz-quellen st) entsprin-gen, welche bis nach Röche geleitet werden, ; ) Der und 4) Or-mont. Die drey ersten niancke-aens sind sehr gefchlacht undfruchtbar mit einem guten weinwachs. Das Ormonter - thalaber ist wegen denen hohen umgelegenen bergen kalt und rauh,hat jedennoch gute weyden und vieh-zucht. st) ÄEst listViii.c. 22. xag. 2ÜZ. st) ttr'o». k. I. p. 2,0. L 2,6. ( c )
abrege cke Lbiik. gen. cke 8uille, vage 474. st)k.II.Iib.V.xag. 186. *
Aelfred , siehe Alfred.
* Aelholm, ein kleiner ort, aufderinsulLalandinDäne-marck gelegen, lib. II. 17. OL,»-. 0. L. lib. II. 9.
* Aelhuysen, (von) hat einen Lommemackum über?. Aa-mi vialeölicam, jö im jähr 1664. zu Tyü gedruckt worden, ge-macht. x<r«rg. bibl. vet. L nov.
Aelia Lälia Crijpis, der nähme aus einer beruffenen in-Icnption, die ohnweit Bononien in Italien, im landhause desRaths-Herrn Volta zu sehen ist. Es haben sich viel gelehrte keu-che muhe gegeben, dieselbe recht zu verstehen und zu erklären.Diese auf- oder grabschrtft sagt, daß Aelia Lälia Crispis wederein mann, noch eine frau, noch ein Hermaphrodit gewesen; we-der Mägdlein, noch jungfer, noch ein altes weib; weder keusch,noch eine hure, sondern dieses alles; weder durch Hunger, nochdurch schwerdt, noch durch gift, sondern durch dieses alles um-gekommen ; weder in dem Himmel, noch in dem Wasser, nochauf der erde, sondern allenthalben liege; und daß Lucius Aga-tho Priscus weder ihr mann, noch ihr liebhaber, noch ihr be-freundter, weder betrübt, noch frolich, noch weinend, dieses,so weder eine todten-gruft noch gedachtnis-jaule, noch grab-mahl, sondern dieses alles Ware, wissend und nicht wissend ge-setzt; und daß dieses begeäbnis keine leiche in sich beschlossenhalte; auch daß diese leiche auswendig kein begräbnis habe,sondern daß die leiche und das begräbnis einerley sey. MariusMich. Angelus, krokellor zu Padua, verstehet dieses rätzel vondem regen-wasser; Ioh. Turms, ein Niederländer, von dersogenannten materia prima; Richard Vitus, ein Engelländer,von der fiele, oder von der Vernunft; Niclas Barnaud, einFranzose, vom stein der weisen; Casp. Guerart, ein Hollän-der , von der liebe; Franc. Scot, von Antwerpen, von ei-nem verschnittenen; Andr. cke Nesmond, ein Franzose, von-er zungen-drescherey und von den Advocaten-streichenFortu-nius Licetus, von der zeugung, von der freundschafft und vonder privatim ; Ovidius Montalban, von Bononien, von demHanf; Boxhorn von dem schatten; Carolus Cäsar Malvasiavon einem ungebohrnen kinde oder embr^one. Welche Muth-maßungen zum theil in einem eigenen tractat zu Padua undhernach zu Dordrecht sollen seyn zusammen gedruckt worden.Spvn hält diese inkeckxckon nicht für alt, sondern für lächer-liche gedancken eines neuen amkoris, der vor sonderbar klugwollen angesehen seyn, und daß derselbe nicht einmal dieserbeyden Lateinischen nahmen eigenschafft verstanden; in anse-hung, daß Aelia und Lälia zwey unterschiedene familien, undAgatha Priscus zwey blosse beynahmen seyn, und niemals ei-gene fannsien gemacht. Misson in dem anhange seiner reifi-befchrerbung hat hiervon ziemlich weitläufig gehandelt, undSpons letzt angeführte meynung widerlegt. 8p»«, vo^aZe
^ /welchen ehemals unterschiedliche
stadte getragen haben, dieweil sie der Kayser Aelius Adrianus
hakaufbauen, oder, nachdem sie zerstöret oder zerfallen waren,wieder aufrichten lassen, darunter die vornehmste war MstCapitolina oder Jerusalem. Er war auch der nähme verschstdener Römischer weibs-perfonen. Tiphilinus thut Meldung stner Aeliä Catula, welche aus einem edlen und mächtigenschlecht gewesen; Siehe Catula (Aelia.) Ferners war «stAelia petina, aus dem geschiecht der Tuberonum, einemahlin Kaysers Claudii, deme sie Antoniam gebühr, und vonwelchem sie der Messalittä zu gefallen verflossen wurde. So wst.auch eine Aelia placilla, eine gemahlin Kaysers Theodor'des grossen , und Mutter Arcadii. No/EM. Cex. Unmbist. clu moacke.
* Aelia Ricina, eine stadt, siehe Helvia Ricina. . . .
Aelianus, (Claudius) gebürtig aus der stadt Palastrma,
war ein Römischer S.ophist, unter der regierung des KayfistAdriani, und ein zuhorer Pausaniä. Er lebte zu Rom, u"0legte sich sonderlich ausdie Griechische spräche, weswegen ervon Wilostrato sehr geruhmet wird. Er schrieb Griechisch w17. buchern, Iliüockain animaiiam, und in 14. büchern , Hust'liam vackorum. Es wird ihm auch ein werck äs instruencstacisbll8 , jö einige unrecht cke re militsck nennen, zugeeignstwelches aber die sticke! einem andern Aeliano, der unter Exandro Severo geledet , beylegen. über den Llian. 1»zu Leyden an. 1701. gedruckt worden. st// cke Ililk. Orsc-lib. II. c. II. cke 8oxsiisi. lib. II.
* Aelianus, ein Platonischer ksiiloloxims, hat Hvpomne-
mata in klatonis Tim-eum geschrieben, in barinoN'
krol.
* Aelianus, (Mevius) ein alter Italiänischer NeckicM.von dessen erfahrung und leutseligkeit Lalenus cke rkeri-istmit rühm gedencket, hat den gebrauch des theriacs in pe>szeiten zuerst gczeiget, und dadurch viele leuthe präfirviret. ^
I.LX.
Aelicr, Llia gen8 , war zu Rom ein bürgerliches g^schlechte. Der alte Pompvnius sagt zwar, es sey gen8 xE'cia gewesen , allein weil man viele 1ckbuno8 xlsbi8 aus dicknfamilie bey den Römischen geschicht-schreibern findet, so ist istjagen ohne gründ. Es theilte sich dieselbe ein in die kstst,1uberone8, Cigurea, Law8 und siamia8. P. Aeliusist der erste Bürgermeisters. II. 417. L. /VI. 1647. ck. e.unter den Aeliern gewesen. Des Q. Aelii Päti söhn «stSextus Aelius Patus, der grosse Rechtsgelehrte, weichstEnnius den beynahmen Cati, des weisen, gab, welcher asti
seinen nachkommen geblieben, von dem hernach. Q-. .Pätus, ein söhn P.Aelii Cati, war L. II. 587. ll. DI-L. L. 167. Bürgermeister, und des grossen L. Aemilii PEso Macedonien bezwungen, eydam. Er soll den nahmen st)bero zuerst bekommen haben, und ist von ihme ein eigener sttickul unter Tubero zu finden. Ehe er die Heurath mit stAemilii Pauli tochter gethan, sollen 16. Aelier in einemgar grossen Hause zu Rom beysammen gewöhnet haben,che auch nur einen einzigen sitz bey den öffentlichen Dstspielen in circa gehabt, und von einem einzigen land-gE-in dem Vejentischen district sich ernehret haben. Von den stZuckbus war P. Aelius ?. I. einer mit von den zweyen Astgermeistern, welche das volck zu allererst L. II. ;8r.
,812. L. L. 172. aus den bürgerlichen geschlechten setzte, -st.siamiT führten den zunahmen von dem Laino kormisruwranno, von welchem sie herstammen wollten. Unter denfern florirte aus dieser samilie L. Aelius Sejanus, der so st-erhabene aber auch wieder gestürtzte liebling des K. Tffa.Ja auch der Kayser Hadrianus wäre aus diesem gefchlecvststsprossen. Aber Aelius Verus, Antoninus liu«, und L. AststVerus musten dem Hadriano zu gefallen diefen nahmen anvstmen, ob sie schon aus andern geschlechtern hersiammeten,wol auch dieser letztere, ohngeachtet er ein söhn des ernst,Aelii Veri, den nahmen Aelii wenig geführet. /'/ttche. pro 8oxt. /.I». lib. III. ock. 17. in W-
IL 1 . Vero, nummi Untonini kü. klst
L in kamil. Hom. ex nnmmi8 illnitr. *
Aelius st st pätus, (Sextus) weichem Ennius dstststnahmen Cati, des weisen, gäbe, wie in dem gefchlech/ rgmeldet wird; war ein furtreflicher Rechtsgelehrter, welstst^Rom die höchsten ehren-steüen bekleidet hat. Erstlich st»Lcki 1 i 8 , hernach Ickumvir, alsdenn L. II. 9; 6. L. IVI.
198- Bürgermeister, und endlich nebst Cethego Lenldr, rn ^chem amt er verordnete, daß beyden öffentlichen schaUA^t-die Raths-Herren einen von dem übrigen volck abgeststeilten ort inne haben sollten. Er ist deswegen beruhmst^jrer die kormulas ackionuin ; welche nach den reiten Cne/t übey dem Lollegio kcmckücum zu Rom durchvielmehr durch die anfangs - buchstaben , so mstzu nennen pflegte, waren geschrieben worden, in einem ^jusdern buche, .sus Llianum Livist genannt, entdecket,legte ihm auch Tckparckea bey, in welchem buche er anstdie Worte des segi8 Xll. Tabb. jö denn deren erklarung 1endlich die leZis a<ckione8 oder kormu1a8 gefetzet. Groll» 0.andere unterscheiden die letztem von dem Livcki ckst .geben es aber die umstände, daß es einerley gewesenes wohl seyn kan, daß es anfänglich Ickpansta vonderlung, nachgehend» aber nach dem exempel des .juri8 c-stuckani und Llaviani, Iu5 Livüe Ellaaum genennet worve '