Band 
Erster Theil. A - Be.
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IZO

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* Aembeck, ein fluß in Liefland im Dörptischen creyse, er-gieffet sich in die see Peipus.

Aemilia, eine provintz in Italien, in der Lombardey. Sieerstreckt sich von Rimini bis nach Piacenza, und begreift einstuck des Kirchen-Staats/inglcichen derHertzogthümmer Parma,Modena und Mantua, wie auch von Mirandola in sich. Siewird bisweilen Flammten, ingleichen von Leandro Älberti dreLombardey diffeit des Po genennet.

Aemilia, eine Vestalische jungfrau aus dem gefchlecht derAemilier. Sie soll das unauslöschliche feuer, so der göttin Ve-sta zu ehren unterhalten wurde, als es aus Unvorsichtigkeit ei-ner andern jungfrau ausgebrennt war, indem sie ihren schleyerdarauf gemorsten, wieder aufgeglimmet haben. Nck.

Üb. I. L. i. ex. 9. Dro«. üb. II,

Aemilia, ein frauenzimmer in Italien, welche, nachdem sie12. >ahr eme ehefrau gewesen, zu einem mann soll gewordenseyn, und eine frau geheurathet haben. Lominu-n.

* Aemilia Biccheria, war Priorin zu Verceüi in Piemont,und von sehr vornehmen eitern gebohren an. rrz 8 . mästen ihrvatter Petrus Biccherius und die Mutter Allesta Borromäa hieß.Sie soll schon in ihrer zarten jugend viele merckmale besondererHeiligkeit von sich gegeben haben, indeme, wie man vorgiebt,sich bey ihrer tauft eine daube neben ihr Haupt setzte. Als siein dem vierten jähre des alters ihre mutter verlohr, entschloß siesich sogleich, nach gemeiner erzehlung, den geistlichen stand an-zunehmen , deswegen sie von ihren anverwandten sehr gekräncketwurde. Doch konnte sie dieses nicht bewegen, von ihrer einmalgefaßten meynung abzustehen: sondern verursachte vielmehr,daß sie so lange ihren vatter angieng, bis er in ihren schluß wil-ligte , und sie den Prediger - orben annehmen lieste; Da sie so-dann ihr erlangtes erbtherl zu erbauung eines Nonnen - klostersbey Vercelli anwendete, und selbiges hernach an. nebstandern jungfrauen bezog, und zur Priorin erwehlct wurde.Man schreibet von ihr, daß sie viele dinge vorher zu sagen ge-wußt , auch zuweilen offenbarungen gehabt, und durch ein vonder Mutter GOttes erlerntes gebät alles ungewitter stillen kön-nen. Sie starb an. r;i4. und wurde in das von ihr aufge-bauete kloster begraben, von dar aber an. 1579. in St. Mar-garethen kirche in die stadt gebracht, woselbst bey ihrem ärab-rnahl grosse wunder geschehen seyn sollen: indem daselbst eintodter mensch lebendig, viele krancke gesund, und durch ihre an-ruffung kopsweh, grcht und andere Unpäßlichkeiten vertriebenwurden. Der;. may wird ihr zu ehren geschert.

Vlä, oder Aemilianische weg, war eine von --en berühmtesten land-strasten der alten Römer, welche der Bür-germeister, Paulus Aemilius, gegen ausgang des VI. Leulinach erbauung der stadt Rom, von der stadt Rimini bis nachder stadt Piacenza fuhren lasten. Noch zwey andere dergleichenstrassen, deren die eine von Rimini bis nach Aquileja, und dieandere von Pifa bis nach Tortona geführt, haben ihren nah-men und Ursprung von dem gemeldten Bürgermeister,

Lb. III. epiZr. 4. Hexic. 6eo§rsxü.

* Aemiliana, eine jungfrau, welche des Papsts Gregor»ZVl. vatters fchwester war, sie wurde samt ihren übrigen 2. schwe-stern Tharsilla und Gordiana zugleich bekehret, führete auchnachgehends mit denselbigen in ihrer eigenen behausung einenstillen und gottsfürchtigen lebens-wandel, bis sie endlich in demVI. Lculo von der weit abschied nahm, nachdem, wie man er-zehlet, ihre kurtz vorhero verschiedene fchwester Tharsilla ihr er-schienen , und sie zu dem feste der erfcheinung GOttes eingela-den hatte, zu deren gedächtnis der;. jan. gewiedmet ist. ll«r-

* Aemiliana, oder Humiliana, eine wittwe, welche zuFlorentz von bürgerlichen eitern gebohren, und in ihrem 16.lahre verheurathet wurde; als sie aber in den wittwen-stand ge-stehet ward, und kerne lust mehr zu dem ehestand hatte, nahmsie den dritten orden Frarmsci an, und lebte in ihrer eigenenbehausung sehr gottsfurchtig; sie wünschte sich oft, um Christiwillen den Märtyrer - tod zu leiden, starb aber endlich in ruhean. 1246. rm 27. jähre ihres alters, und wurde zu Flörentz be-graben , allwo sie auch nach ihrem tobe, gleichwie im leben,viele wunder gethan haben solle. Es wird ihr der 19. may ge-jyyert.

Aemiliano, (Hieronymus) oder Hieran. Miani, einVenetianischer Edelmann. Nachdem er der Republick in unter-schiedenen ämtern rühmliche dienste geleistet, ward er in demkriege, welchen der Kayser Maximilianus wider die Venetia-uer führte, von dessen trouppen in Castelnuovo belagert undgefangen; er kam aber mitten durch das feindliche lager glück-lich nach Trevigo, und in ansehung dieser sonderbaren befrey-"ng, sagte er von derselben zeit an der Welt gäntzlich ab, erwehr-st sich eme besondere kleidung, und nahm arme waysen zu sich,Mche er lese» lehrte, und m dem Christenthum unternchtete.gefiel einigm leuthen si> wohl, daß sie m seine gesellfchafftsisib chn beredeten, nach Sommasca zwischen Maylandbegeben. Daselbst stiftete er an.i;;o. oderregulsrium von Sommasca, zuan. 1540. Paulus III. undPius v. bestätiget. Aemiliano starbGeneral dieses ordens, und Andr.Stella haben sem leben beschrieben. , in coll. Lanöt.

Irsl. L. L, 15; I. sräuü rellz.

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Aemilianüs, (Cajuö Julius) ein Asricaner auskamen, von sehr geringen herkommen, stieg in dem kriegeHoch, daß er General der armce in Pannonien wurde. ^schlug die Scythen mit grosser tapferkeit, und gab seinenten die vor ihr Wohlverhalten versprochene belohnung, wo»,sie ihn an. 254. nach dem tobe Decii zum Kayser ausrüste^Gallum und Volusianum aber, die sich ihm widersetzen ws«'ten, umbrachten. Er schrieb darauf an den Rath zudaß er wäre zum Kayser gemacht worden, und auch, daMThracien, Mesopotamien und Armenien wieder an das Reuvbringen wollte; ehe er aber dieses ins werck richten konnte'wurde er von seinen soldaten bey Spoleto erschlagen, als er;. monat regieret, und 46. jähr gelebet hatte. üb-

L. ;l. Oro/rr« , Üb. II. L. 22.

Lax/. Lc.

Aemilianüs, (Tiberius Cestius Alexander) KayserEStatthalter in Egypten, um das jähr 262. unter der regieruWGalliern, wider welchen er sich empörte, und von den foldamzu einem Kayser ausruffen ließ. Er wurde aber von GallonGeneral Theodoro in der stadt Alexandria gefangen genomEund an denKaysergeschickt, welcher ihn lm gefängnis erw«^

gen

, cle z o. thränn.

Zlemilianus, ein Bischoff zu Nantes, aus Engelland gkbürtig, welcher mit seinen bürgern ein theil derer zur zeit e.roli Martelli an. 726. in Franckreich einfallenden SaraEbey Autun in Burgund schlug; er wurde aber darbey vonnen gefangen und enthauptet. Seine reliquien sind in der Vzu ehren erbaueten kirche St. Johannis, in dem dorfe LEohnweit Autun begraben. Der 2;. jun. ist ihm heilig. ^

* Aemilianüs, ein Bischoff zu Trevi in Umbrien r warklein Armenien von vornehmen Christlichen eltern gebürtig,»»gienq von dar mit Hilariano einem Mönch, welcher sein >evmeister war, wie auch mit Dionysio und Hermippo nach -Ulien, und wohnete anfangs zu Spoleto , wurde aber hersiUzum Bischoff zu Trevi ernennet; und als er unter Dioclelosi'den gotzen nicht opfern wollte, so peitschte man ihn erstlichsam. Ob er gleich bald darauf zum beweis der ChristlE.,,Wahrheit einen krancken, welchen dre Heydnischen Priester, urer vielen mühe ohngeachtet, nicht heilen konnten, völlig r.fund machte, so wurde er doch nicht nur auf die folter gE^in die feiten gebrannt, sondern auch in einen kessel mit ^lassenem bley gesetzet, und hierauf in den fluß Clitunno §einem angehenckten schweren stein geworffen; Dieweil ihmdieses alles keinen schaden zufügte, so warf man ihn den

vor, und als diese ihn auch nicht verletzten, sondern vtelm^liebkoseten, und durch dieses wunder auf die 2000. zuscvL,sich bekehreten, wurde er endlich enthauptet. Er wurde zu J-xj-vi begraben, allwo er auch als Patron verehret wird. Zu 'ner feyer ist der 28. jan. gewiedmet. r/Wv. p

* Aemilianüs, (Quintus) ein Poet, so in TeutEjg.berühmt gewesen. Er wäre aus der insul Femcrn gevmDeL-. SeEa». tom. I. x. 162.

* Aemilianüs, (Jacobus) ein Italiänischer RechtsE^ter von Ferrara, hat Lo^llüs sturläica, jo in folto zu

dig im jchr 159;. gedruckt worden, geschrieben.

L<r»,Z. bibl. vet. ä nov. .z

* Aemilianüs, (Johannes) ist smüor einer beschreibe,von den thieren so wiederkäuen, welche im jähr i^8;. zu

dig gedruckt worden. 6>o»A. bibl. vec. K " ^

Aemilier, (das gefchlecht der Aemilier) war zugrossem ansehen, indem es von anbeginn der stadt Rom M-die 8SML8 kLCriciss gezehlet wurde. Es hatte sich in uE^dene linim abgetheilet, als da waren Aemilii, Bucä,cini, Barbula, Paulli, Papi, Lepidi, Regilli undFestus machet den Aemilium, einen söhn Aicanii, zuurheber. Andre führen seinen Ursprung von Mamerco,söhn des Römischen Königs Numä Pompilii, hervon des Pythagorä söhne, Mamerco, welchen die Gj»wegen seiner freundlichkeit und leutseligkeit Aemylos gru WL. Aemilius Mamercus, oder Mamercinus, war z.MAgermeister L. II. 270. L. M. z^oo. L. L. 484. dann li- c-

K. U. L. e. 478. letztlich L. II. 28l. L. N.

47;. Er widersetzte sich den Aequiern, und hinterließT. Aemilium Mamercum und M. Aemilium. Jener w -mal Bürgermeister, und hatte mit den Sabinern Adieser aber wurde zu keiner ehren - stelle gezogen. M>Mamercus ward komiftx und hernach L. II. ;i6.

... K

L. L. 4; 8 - VribuiE miütum, auch mal viökLtor.umphirte über die Fidenates, Volscos und Faliscos, »^ordnete, daß die LeulbM, an statt der vorigenlänger als anderthalb jähr regieren sollten. Er hmteru."svhn, Aemilium Mamercum, welcher L. II. ; 44 -L. L. 410. Bürgermeister und hernach Tribrmus munude. Dieser hatte 2. söhne gleiches nahmens, davonstelle eines Iribuni mlürum bekleideten. Es sind aus süschlecht noch viel andre vornehme leuthe entsprossenBürgermeister - amt und andre hohe bedienungen zuwaltet, /.wir«. ^

L'a/I-ockaE <Lc. nummi Oentis AmiÜX 3P. k'-ainuM-Aemilius, von Sybaris, einer stadt in Italien,