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aer aes
hannem, Herrn von Moisandiere, und Parlements-Advocaten.i ) Tranciscum, Herrn von Boislautier, und Rath bey demI'rTÜäiäl zu Angers. VÜL x. Lroäil.
^lerodius, (Renatus) Französisch Kene üymulr, PetriAerobst des berühmten Juristen söhn. Sein vatter that ihn zuden Jesuiten in die schule / weil er aber einen sehr hurtigen ver-stand» viel gedächtms, und andere angenehme eigenschafften andem knaben wahrnahm, bat er die krnrss inständigst, daß siedoch seinem söhne keine liebe zu ihrerSocietät und dem geistlichenstände beybringen möchten. Er stellete selbst dem Provincial derJesuiten, und dem Keötoi des LolleZst von Ckrmont vor, wieer sich diesen söhn zum Nachfolger in seinem amte, und zu derstütze seines geschlechts auserschen, und daß er noch andere An-der habe, die er hertzlich gerne der Archen wiedmen wolle. Sieversprachen dem guten vatter alles; allein weil dieser jungemensch ihnen eben so wohl anstand, brachten sie es bey demselbennach veriauff zweyer jähre, in denen er den ?. Sirmond in derRhetoric gehöret hatte, dahin, daß er an. 1580. das ordens-kleidanzog. Der vatter machte darüber schrecklich lermcn. Er ver-klagte die Jesuiten menschen-raubs, und forderte den söhn wie-der , aber sie gaben vor, daß sie nicht wüsten, wo er hingekom-men sey. Der vatter erhielt einen arrest vom Parlement, dar-in« den Jesuiten des OolleZii von Clermont untersaget wurde,llene Lyrsult in den orden aufzunehmen, und zugleich auferle-get , daß sie dieses verbot den andern LolleNis sollten zu wissenmachen. Allein es war einmal alles vergebens, man schickteden jungen Lymulr von einem orte zu dem andern, man gabihm einen fremden nahmen, man verschickte ihn in Lothringen,in Teutschland, in Italien. Henricus III. ließ die fache durchfeinen Gesandten und den?ic>teNc>r der Französischen nation inRom treiben: Aerodius schrieb selbst an den Papst, und bekamvon demselben die rolle aller Jesuiten in der gantzen welt; alleinRenatus, der einen fremden nahmen führte, war nicht darun-ter. Nachdem der vatter;. jähr sich vergebens alle möglichemühe gegeben hatte,nahm er seine zusiucht zur feder, und schriebstm buch von der vätterlichen gemalt an seinen söhn, der solchesfvwol selbst, als auch Ludovicus Richerius, der Provincial derJesuiten zu Paris, beantwortete, wiewol von beyden nichtsans licht getreten ist. Renatus nahm den orden an. i; 86 . deni L. jun. zu Trier an, von da wandte er sich nach Fulda, unddurchreisete Teutschland, allwo er auch von den Protestantengefangen worden. Aus Teutschland meng er nach Rom, undhörte die Philosophie von Mutio Vitelleschi. Diese studien führ-te er zu Meylandftrt, und endigte sie zu Dijon. Darauf warder in dem kloster Regent, muste aber an. 1594. Franckreich ver-lassen , als die Jesuiten aus vielen stadten des Königreichs ver-bannet wurden. Er gieng nach Piemont, und war wieder 2.jähr Regent. Darauf studierte er 4. jähr die Theologie zu Avi-gnon; von da gieng er wieder nach Rom, und ward von da ausnach Meyland geschickt, die Rhetoric daselbst zu lehren. Hier-nächst gieng er nach Franckreich, und bekleidete die ansehnlich-sten stellen seines ordens. Er ist Xeckor zu Rheines, Diion,Sens, Dole, Besan^on, Aßistent des Provincials, und Pro-kurator der provintz Champagne, und letztens der proviny vonLion zu Rom gewesen. Er starb 1644. Sein vatter hat ihm ineinem vor Notarien und zeugen errichteten instrument an. i;y;.seinen vätterlichen fegen genommen, wiewol dieser zorn nichtbis an sein ende gedauret, inmassen man folgendes papier unterseinen schriften gefunden: Gott gebe seinen frieden, seineliebe und seine gnade meinem söhn keim Krault. Ichgebe ihm meinen fegen im nahmen des Vatters, desSohnes, und des Heiligen Geistes: und ich vergebeihm alles, womit er mich mag beleidiget haben, undich bitte GOtt, daß er ihm mtt seinem gebenedeyetenHeiligen Geiste beystehen wolle, was vor einen standoder veruff er auch vornehmen möchte. in vim
k. Lroäii.
* Aerodius, (Petrus) zweyter söhn Petri, folgte seinemvatter nach, und wäre Präsident des Land-Gerichts zu Angers,Rathsherr der stadt und Schultheiß. Er verschaffte an. 1604.Wilhelms Barclat in der Academie von Angers eine Pröfessor-stell in den Rechten. Er thäte den 16. octobrts 1619. die anre-de an Mariam äe Medicis Ludovici XIII. mutter zu Angers. Erwurde zu der Versammlung der Grossen, so im jähr 1617. nachRouen zusammen beruffen worden, versandt. Er hinterließeinige linder. Gnyonne Aerod seine schwester heurathete Wil-helmum Menage, Königl. Advocat des Hof-Gerichts zu Angers;Aus dieser ehe ist Aegidius Menagius, einer der gelehrtesten Män-nern in gantz Franckreich, entsprossen. in vsta k.
Ernclii.
Aerope, eine gemahlin Atrei, siehe Atreus.
Aerope Cephei, eines Fürsten in Arcadien, tochter, warvon dem Märte mit gewalt geschwächet worden, und gäbe inder geburt ihren gcist auf; das kind aber, als es zur Welt ge-kommen , soll mit solcher macht an den brüsten der verstorbe-nen mutter gesogen haben , daß sehr viel milch heraus geflossen;dannenhero dieser knab, der sonst nach der mutter Aeropus gwbek" mme^i zunahmen Lsökurnus, von der milch,
. * ^ro'ie , eine tochter des Cretei, dessen vatter Minos II."E. Sie dem Nauplco ^ erwehntem Creteo überge-ben , beb sie in ein entferntes land dringen und daselbst verkanf-
fen sollte. Als sie nun Plisthenes an sich erhandelte, zeugte ermit ihr den Agamemnonem rmd Menclaum, welche in dc»geschichten des Trojanischen kriegs so berühmt sind.
ÜI. 2. i, 2.
* Aeropus, ein berg in Macedonien, nicht weit vom flub
Avus, welcher bey Durazzo in das Ionische meer fällt,gen. e, Oiclicm. OeoZr.
* Aerra und Erraca, ein dorf in Portugall, in der provintzErtremadura an dem fluß Zatas, zwischen den flecken Montar-gil und Coruche. , Dick.
Aersens, (Franciscus) Herr von Sommerdyck und SpvHist einer der grosten Minister gewesen, welche die vereinigte»Niederlande gehabt. Sein vatter war Cornelius AersenstStaats-8eLrstLriu8, welcher diesen seinen söhn insonderheit anPhilippum Mornäum, Herrn von Plessis recommendiret. Alser in dem alter und zustand war, daß er dienste thun konnte,wurde er von Johann von Oldenbarnevelt, welcher damalsdas meiste in den vereinigten Niederlanden galt,als Agent nachFranckreich geschickt. Er hatte daselbst mit den «rösten staats-leuthen Henrici IV. Villeroy, Roni, Siliert, Jeanin, rc.thun, welche seine auffuhrung lobten. Hierauf bekam er dencÜÄiÄcter eines Gesandten, und war der erste, der im nahmender vereinigten Republick an dem Französischen Hof aufsoWart erschien. Nach diesem wurde er zu andern wichtrffen verrEtungen gebraucht, und an unterschiedene Fürsten in TeutsthlEund Italien geschickt, und zwar hauptsächlich durch veranlaßsung der Böhmsscherr unruhe. Über dieses ist er noch als lMra--ordmair-Ambassadeur nach Franckreich und Engeland abge-sandt worden,in welchen Verrichtungen er jederzeit grosse gesclElichtest hat spüren lassen. Er ist in hohem alter gestorben, rEhat einen söhn hinterlassen, weicher unter dem nahmen eine»Herrn von Sommerdyck bekannt ist. Dieser war ComnffMdant zu Mmwegen, und Obrister über ein regiment zu pftbvon welchem diß geschlechte weiter fortgepflantzet worden, neu-lich er hinterließ 2. söhne, davon er eine Franciscus, Herr vo»der Plaat, an. 1659. nachdem er 8. jähr in Europa gereift^ertranck, als er von Engeland nach Holland gehen wollte; dAandere aber Cornelius von Sommerdyck, Obrister unter de»Holländischen trouppen und Commandeur zu Surinam gew''sen, woselbst er an. 1688. von der rebellirenden garnisontobtet worden. Er hat unterschiedene kinder hinterlassen; v",seinen 7. schwestern aber sindan vornehme Personen verhEthet, die 4. übrigen aber haben sich mit grossem eifer zu der ^badistischen secte begeben, ümbaft. Nemostes"
sortier.
Aesacus, ein söhn Priami, war so heftig in die NywEHesperia verliebt, daß er die stadt Troja und seines vatters ^niglichen Hof verließ, um seiner geliebten in den w-ild zu folS^Als sie aber vor ihm flöhe, wurde sie von einer unter dem Eoder gesträuche verborgenen schlänge gestochen, davon sieden muste. Hierüber stürtzte sich Aesacus aus Verzweiflung 'smeer; Thetis aber verwandelte ihn in einen täucher. ^lib. XII. inetLM. ksb. ult.
Aesapus, siehe Aesepus.
* Aesar, hieß in'der Etruscischen spräche GOtt: DEAals kurtz vor des Kaysers Augusti tobe der blitz an seiner
vom Worte Cäsar, das C. wegfthlug, legten die wahrsage? ,aus, daß der Kayser nicht über 100. tage leben würde, Ws,,gen nach seinem tobe unter die Götter würde gerechnet wEff.weil Aesar aufHetruscisch GOtt hieß. Läv. ^
20. 5 c^eci/e«,, cis I)Ü8 6erm. II. 6. ^
Aesarus, ein fluß bey Crotone einer Italiänischendem Tarentinischen meer-busen gelegen. uo-^
memm.
* Aesarus, oder Auser, jetz Serchw, ein fluß in der V,vintz Thuscien in Italien, welcher bey Lucca in das TMnische meer fällt. Ln. Siehe Gerchio oder Ler»)'^'^
* Aeschartus, (Johannes) wurde an. 1602. vonnach Quedlinburg, und von dar an. 160;. zum Rectorar - ^Halle, an. 1612. aber als Dechant nach Mansfeld, uElich als General-Superintendent nach Eisleben vocirt.
unter andern NeäiciiiM univeMem; ein theologisch?"über den XLI. Psalm. Anatomen olllciorum LiceronlS,Lenürrsm äe Lkolis geschrieben. Lebens-beschreibung- ^
Aeschecher, lat. Veucoxolis, LckrL. Lsxropolis, rin^idjlin Natolien, an dem Oolko 8 . kietro, in der landschannelli gelegen. . >
* Aeschelius, (Jeremias) ein Rechtsgelehrter
buch k-mlöxliia betitelt, so im jähr 16Ü6. gedruckt wvgefchrieben. bibl. vems L novr>. ^ g^
Aeschüus, ein tragödien-schreiber von Athen. he»
bohren, darüber wird von den Gelehrten gestritten-, ALpocka m^rmor. Lrunäell. ist er Olymp. 6;. 4 - ü-V. ? ^
;4;y. zur Welt gekommen. Man kan aber solches g» 0-4^'schliessen, wenn man dedenckt, daß er Olymp. 72- l-ll. "
L.
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hen lassen. Er hat vorgegeben, baß er sich auf beseyt V