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sie rohe, und sind so vergnügt als hatten sie den aufdas medlrch-fte zugerichten salat genossen. AIs Nanr-UIla einer ihrer vor-nehmsten Generalen sich emsmals zu Zulfa, ernem eine vier-telftund von Ispahan entlegenen flecken, bey einem Arme-nischen kauffmann fände, und dieser ihme ein gefäß, in demeetliche pfunde gewürtz-nagelem waren, zeigete, auch ihne solchezu kosten ersuchte , frasse Nazir-Ulla den gantzen Hafen voll reinaus, und empfände darüber nicht die geringste unkommlichkeit,-a es doch einen manchen sonst das leben wurde gekostet haben.Die Aghuans brauchen auch keinen andern tisch als die erde,und backen ihr brodt wie eine art von zwieback. Das fleisch es-sen sie nur halb gebraten über einem kohl-feuer. Kein volck un-ter der sonne ist entfernter von dem gebrauch des Weins, als die-ses , als welches einig und allein sich mit wasser vergnüget. Diekleidung der Aghuans stimmet mit ihren speisen gar wohl über-ein. Sie tragen einen bis auf die füsse herabaehenden rock,den sie aber bis an den gürtet auffchürtzen. Ihre Hosen sindsehr weit, aber nur von schlechtem leinwänd. Vonstrümpfmwissen sie gar nichts, und gehen immer mit nackenden deinen.Die begütertste unter ihnen tragen schuhe oder Pantoffeln, wannsie zu Pferde steigen; andre tragen eine gattung lederne bottinen,welche sie, wann sie solche einmal angezogen haben, nicht mehrablegen, bis dieselben ihnen von den deinen weg faulen. Solang sie meister von Persien gewesen, haben sie zum theil ange-fangen sich der Persischen kleidung zu bedienen , indeme sie diePersische camifole, so bis an die knie reichen, angenommen ha-ben. In der übrigen kleidung haben sie nichts geändert; da-hero es dann sthr lächerlich lasset, wann man einen mit einer gül-denen Weste und grossen leinernen Hosen gekleideten Aghuan sie-het. Ohnerachtet derwstbarkeit ihrer Westen, fetzen sie sich aufdie erde nieder und bekümmern sich wenig ob selbige mit koth be-schmitzet werden. Alle ihre reinlichkeit bestehet in einem, ihnenvon dem hals her, über die brüst herunter Hangenden ziemlich breitund langen stuck groben leinwands, dessen sie sich insonderheitbey regen-wetter bedienen, um das gewehr darmit zu bedecken.Ihr Haupt lassen sie scheren bis an zwey locken haar, welche siebey beyden ohren stehen lassen. Eine lange fcharpe oder bindedienet ihnen das Haupt zu bedecken, indeme sie besagte bindevielmal darum wickeln und sie also «est machen, daß das eineende davon aufdie achsel herunter hanget, das andre aber alseine gattung hanen-kamm über dem Haupt stehet, welches bannin der that ihnen sehr wohl anstehet. Ihre Geistliche schneidenihr haar nicht ab und kampeln solches auch niemals aus. Diegesichts-farb der Aghuans ist ein fast auf schwach kommendesvraun. Sie sind durchgehends nicht sehr wohl gewachsen, aberstarck und nervicht; zu Pferd ist ihnen in behendigkeit niemandzu vergleichen; fället ihnen etwas zur erde, so steigen sie des-wegen nicht von dem Pferde ab, sondern wissen sich so künstlichzu stucken, daß sie es zu Pferde sitzend wiedrum nehmen können.Ihre weiber bedecken das angesicht nicht, wie die übrige Orien-talische weibs-bilder; tragen gläserne ohren-behencke, welche ih-nen bis auf den halben leib herunter gehen; Sie haben gesthor-ne köpfe wie die Männer, und umwickeln selbige mit so langenschweifen von haaren, daß, nachdeme sie vielmal um den köpf hergewunden sind, sie mit ihrem ende noch bis auf die erde rei-chen. Sie tragen auch Hosen und stiefel, und bedecken den gan-tzen leib mit einem langen rock, welchen sie mit einem gurtelunter denen brüsten her bevestigen. Es ist aber auch nöthig,daß wir noch etwas von denen kriegs-manieren dieses volckes re-den. Es ist bald kein anderes volck, welches es diesem in der Nei-gung zu dem krieg, noch in der fertigkeir in führung desselben zu-vor thue; indeme ihr gantzes leben nichts anders ist als eine be-ständige streiferey um ihre nachbarn zu plündern. Wann sie abereinen ordentlichen krieg führen, so beobachten sie folgende Ord-nung. Sie stellen ihre beste völcker, welche sie Nafackci und Pech-luvan, d. i. fleifcher und kämpfen nennen, vornen an die spitzeder armee. Diese machen den angriff, und fallen ohne emigeordnung mit grosser furie auf den feind, um durchzuringenund der ihnen auf dem fuß nachfolgenden übrigen armee einenweg zu eröffnen. Wann nun die Haupt-action einmalen recht an.gefangen ist, so ziehen die Nafackci auf denen flancken zurücke,stellen sich hinten an ihre armee und machen allda eine Miere,ßaräe aus, deren einiger zweck ist die armee zum streit anzuhal-ten, und niemanden der ihrigen den reiß-aus nehmen zu lassen;so bald sie einen sehen der sich aus dem staub machen will,so sind sie hinter ihme her, treiben ihne mit streichen in dieWacht, oder machen ihn nieder. Auf diese weise findet sichihre streitbare mannschafft zwischen zweyen feuern, dann da istder feind von vornen und die Nasackcis von hinten her, und mußalso überwunden oder gestorben seyn. Eben diese Nasackcisbesorgen die leichnamen der ihrigen, so in der Wacht umkom-men , da hingegen deren, so auf der flucht erschlagen werden,keme rechnung getragen wird. Nebst dem spieß und dem degen,weiches der Aghuans gewöhnliche Waffen waren, fangen sie aucha" oer prstoletten und andrer feuer-rohren sich zu bedienen. Ehe-mals hatten sie nichts sich darmit zu schützen als einen schild, oder?^?,brust-fleck von sehr hartem doppelt überlegtem leder, heu-aber wissen sie sich der brust-harnischen, so sie ihrenWch wohl zu bedienen. So tapfer dieünd' sb wenig taugen sie in belagerun-
m!Z^äI?xE'!s^^lolches mehrentheils durch list,oder durch aushungerung der belagerten, oder durch ablehnest
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düng alles Wassers rc. Dasjenige so am meisten zu dem so glück-lichen fortgang ihrer Waffen beyträgt, ist die schärfte kriegs-zuast,welche unter ihnen auf das strengste gehalten wird; und magsich vielleicht kein volck in der Welt rühmen, daß die Generalenbey ihme so viel ansehen haben, und so schleunigen gehorsamempfangen, als aber bey denen Aghuans geschiehet. Sie mat-tsten ihre kriegs-gcfangene nicht so scharf, als die übrige Orien-talische völcker sonsteu zu thun pflegen. Sie sehen es für eineabscheuliche und unmenschliche fache an, kriegs - gefangene Mdie sclaverey zu verkauffen. Wahr ist es, daß sie sich von ihrengefangenen als von sclaven bedienen lassen, und sie als solche be-halten ; doch aber ist auch zu wissen, daß sie sie gantz gnädig hal-ten und sorg für sie tragen; ja wann sie mit denselben wohl «nfrieden sind, so ermangeln sie niemals ihnen nach perlauff eini-ger zeit die freyheit zu ertheilen. Endlich kan man diesem volcknoch dieses lob beylegen, daß nemlich die, bey denen übrigenAsiatischen völckern so sehr im schwänge gehende, Unzucht unsandre ausgelassenheiten bey ihme nicht anzutreffen seyen. Ge-schiehet es, daß einige solche fchwachheiten an sich haben, so hal-ten sie solches sehr geheim, und zeigen eben dadurch, daß dieseslasier bey ihnen verhaftet seye, und als etwas schändliches ange-sehen werde. Llüojre cie Iz äerniere revolmion äs Leite, com.»x. izy. <Lc.
* Mia, (Michael äe) ein Francifcaner von Valentia, hat
zu ansang des XVII. ÜLcuü zu Guatimala in Neu - Spanleugklebet, UNd unter andern äs exlribenäis avxiliis, live äe M'vocstione utriulgns braclrii geschrieben, bibl. II ich-
* Agial Iahia Ben Abibeer Ben Agiar, ein Arabischesscribenk, welcher ein genealogisches werck verfertiget hat , wel-ches lästsl Kl Xe§k>, d. i. Erläuterung der geschtechts-rech-stern , betitelt wird. EerLe/or , bilss Orient.
* Agiali, ist,ein beynahme, welchen Asaad Ben Mohammedal Elsahani gefuhret hat. Er starb im jähr der Hegira 6oo«das ist, im jähr Christi rro;. Er ist der Urheber des buchs ssAmär M-letE, d. i. zugäbe der zugaben, so zu dem bEftetimar ist Leber sind gemachet worden. O^erLe/or, bliMOrient.
* Agtalui, ist der beynahme des Shamseddin MohammedBen Ali, der einen kurtzen auszug gemachet hat aus dem bflAdes Gasaii, welches bKM M Olum betitelt wird. Er starb usjähr der Hegira 8rz. und Christi 1410. unerLe/sr. biM-Orient.
* Agiawn, Ebn Radht Agialun, ein Arabischer lU
bent eines buchs, so IHstst genannt wird, und eigentlich^"Verbesserung ist des buchs lVlenbs§s M ibMcbin, welches DUhieddin Nauaui ein lehrer aus -er stete des Schafey geschrichohat, UNd eine Mahometanisthe ssbeolosiAM Lebolatticam inhält. bibl. Orient.
Agiam Oglans, werden bey den Türcken die jungen schn-öder Christen-kinder genennet, die man in Albanien, GriE!,,land und andern orten zum zins genommen, im kriege gefaE.,oder den Tartarn abgekaufft. Es heisset so viel als fremde r»der. Wenn sie nach Constantmopel gebracht werden, stelltsie vor den Groß-Veziee, welcher sie in das Serail zu GalM".Adnanopel, oder in den Lippoäromurn zu Constantmopel,gen lasset, woraus sie denn ferner zu allerhand handwerckeru fl äthan, .oder nach ihrer fahigkeit in des Sultans küche, irnEund gärten gebraucht werden. emp. Ottonisn.
* Agianappa, war ehemals eine stadt aufder insul CyEallwo aber zetzt nichts mehr übrig ist als eine kirche, die«» ss,ner hole gebauen, und dem O. L. V. geheiliget ist. Da l)A,,ewrrd alle mhre eine sthr grosse menge kleiner vögelein , wfU-sich mit feigen ernehren, und deswegen auf Französisches-ÜAue8 genennet werden, gefangen ; diese vögelem werde»denn in wem-essig geleget, und nach verschiedenen orten
Vet. Le L,««, reist» nach der Levante. ..ss,
* Agiari, ein beynahme des Abubecker Mohammed Be»sain, Welcher die Historie des Omar Ben Abdalaziz, emAss^cmiadischen Califs, geschrieben und derselben den titul Egegeben hat. Er starb im jähr ;6o. der Hegira, und ^
970. 1 bibl. Orient. ,
Agides, wurden die Könige aus dem ersten HeraclidüUs.Königs-stamm zu Lacedämon genennet, von Ägide, dem m-Könige dieses stammes, einem söhn des ersten Königs CM'^^nis, dahero sie auch sonften Eurysthenidcs genennet wss^0Sie regierten zwar zugleich mit den Printzen aus dem chKoniglichenstamm, die man Proclides, ingleichendes nennete, sie hatten aber vor diesem in allen einen grom'zug, weil Eurysthenes der altere bruder gewesen war. ^lib. VI.
* Agige, oder Ogiaige, ist der zunahmen Mohamme^Basri, aus Bassora gebürtig, hat unterschiedllche p ^ u»-wercke der Khvvarezmischen authoren zusammen geleje»^
tcr dem nahmen LlcbLLt M-XbovsrLrmi-ch bekannt sEr starbe in dem z ro. jähr der Hegira, und yz r. nacygeburt. bibl. Orient.
Pgila, König der West-Gothen in Spanien, kach/Mleck;nach Theobisiio zum regiment, da er zuvor nur ein 'ter Hauptmann gewesen, und that den Christen vieran. Er ward von Athanagilbo, einem Gothischen Herrn,wider ibn empörte, mit kriea anaeariffen, und durcy > pe»