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düngen. Wann der HZonotKem bey denen spielen vräsidlrke,hatte er einen rochen rock an. Er theilete die dem fand abge-nommene beute nach seinem belieben aus. - Niemand konnte ohntseine bewilligung zu denen spielen zugelassen werden. Erstenswaren nur zween LgonochetX; aber m der IV, Ol^mpiaäe wardihre anzahl bis auf sieben vermehret, deren drey dre aufsicht überdas wett-lauffen dwpferden, drey über die LMers8 oder kämpf-fere, und der letzte über die übrigen spiele, hatten. Diese LZo-notketL erschienen in dem xublico auf einem triumph-wagen,und hielten in der Hand ein helffenbeinernes fcepter, an dessenspitze die figur eines adlers wäre. In denen spielen, welche demgantzen Griechenland gemein waren, hatte man keine Lgono-tkews. , sexic. üntiguit.
Agonycliten, waren gewisse ketzer, welche ihren nahmendaher bekommen, weil sie die beugung der knie bey dem gebätverworffen. An. Chr. 726. ist zu Jerusalem ein absonderlicheolicilillm wider sie gehalten worden. D-rMa/cv«.
* Agora, eine stadt Thraciens in Chersoneso an dem gestaddes HeUesponts gelegen. Sie wird heutigs tags, nach der er-zehlung Leunclavii, Malagra genannt. Als Ferxes Griechen-land angriff , nähme er seinen wege durch diese stadt mit einerso erstaunlich großen armee, daß'sie, wie man sagt, den fluß Me-lasirm gäntzlich austranck und vertrocknete. Leiser«, lib. VII.
äs urbibus.
Agoracritus, aus der insirl Paros, ein schüler des Phidias,und erner der berühmtesten bildhauer zu seiner zeit. Er strittemit seinem gewesenen neben-schuler Alcmene, wer das beste bildder Venus würde verfertigen können. Als nun dem werck desAlcmenis nicht sowol wegen seiner kunst, als durch den beysalldes Atheniensischen volcks der vorzug zuerkannt wurde, ver-kaufte Agoracritus sein gemachtes bild mit dem bedinge: daß esnicht in Athen mochte aufgerichtet werden, und nennte es Ne-mesin. M. Varro hat es zu Rhamnus gesehen, und zieht esallen statuen vor. Siehe Rhamnus. ?/,». Üb. XXXVI. c. 5.
Moräa, siehe Agorea.
* Agorah, eine Jüdische silber - müntze, welche so viel alsein Gerah, nemlich den zwanzigsten theil eines seckels galt,welches die kleineste muntze unter denen Juden war. r/wEsü/-
wurden zu Athen gewisse ObrigkeitlichePersonen genennet, welche sonderlich bestellet waren, sorge zutragen, daß auf dem öffentlichen marckt alles ohne betrug, mitgehörigem maas und im völligem gewichte verkauft würde. Die-ses amt kam in diesem stück fast mit demjenigen überein, welchesdie Läilö8 Luiules verwalteten. Aristoteles macht 2. gattun-gen solcher Magistrats-personen, von welchen er diejenigen, sodie aufsicht über die märckte hatten, Lgoranomos, und die an-dern , fd über die gebaude bestellet waren, LttMvmos nennet,äs Xep. Ltb. lib. IV. 0. ;. ütt. 1.2(51. *
Agore, oder Agoro, lat. llMrum , eine kleine stadt indem Venezianischen, an dem fluß Cordevol, im Bellunesischengelegen.
Agorea, oder Agoräa, der zunähme der göttin Miner-va bey den Lacedämoniern; desgleichen hatten auch Jupiter,Mercurius und andere götter diesen nahmen, wenn ihre statuenauf offenem marckte stunden, lib. VIII. c. 5.
Agorea, ein fluß in Thracien, über welchen der KayserJustinianus bey Agora eine brücke bauen lassen. Mibell. bitt.lib. XVI.
Agoro, siehe Agore.
Agosta, eine sehr kleine rnsul, oder vielmehr eine klippe,welche mit ungefehr iooo. einwohnern besetzt ist. Allein sie hatgewisse örter, wo die schiffe überaus sicher liegen können, und^sonderlich einen bequemen Hafen , den sie Marzera nennen.Sie gehört unter die Republick Ragusa, wider welche sie un-terschiedene mal rebellirt; insonderheit an. 1602. und zu an-fange des folgenden jahrs, da sie die standarte St. Marci auf-steckte , und sich beschwerte, daß man durch allerhand neueVerordnungen ihre alten Privilegien gekränckt hätte. Allein derSenat von Venedig schickte Bernhardum Venier, Gouverneurvon dem Golfo, mit seinen galeren dahin, und zwar nicht,daß er diese insul in besitz nähme, sondern vielmehr, daß erdie entstandene unruhe daselbst stillete, weil die benachbarten,indem die räuberischen Uscoquen sich zu den rebellen schlugen,vielfältiges ungemach davon erlitten. bitt. Venet. üb.
XVI. äc- bitt. äes lilcogu. Mg. io6.
Aaosta, lat. Luguüa, war eine Handels - stadt in Sicilie.in dem Vrä äi Noto, von dem Kayser Friderico II. an. 122erbauet, nebst einem sehr vesten castell, so an. 12,2. aufgefuhworden. Sie hatte einen geraumen Hafen, wvrinnen dre fehlfe sicher liegen, und durch zwey andere veste schlosser, so arden meer - klippen aufgeführt waren, beschirmet werden koniten; dannenhero es grosse mühe gekostet, als die Franzosen fan. 1678. eingenommen, welche sie aber nach z. jähren wich«verlassen haben. Sie lag an einem überaus fruchtbaren la>de, von welchem sie durch eine brücke abgesondert war, so snoch vrel vester machte. Allein dieser wichtige ort ist an. 16-,im jan. durch ein erdbeben nicht allein großen theils über einehausten gefallen, sondern es sind auch alle übrige gebaude durcdas in dem castell entzündete pulver in die lnft geflogen, r;oc
menschen getödtet, die gantze stadt in das meer verstricket,der Hafen unbrauchbar gemacht worden.
Boccone anmerck. obkerv. 7.
* Agostini, (Stephanus) gebürtig von Forli in Romagna,war Ertz-Bischoff von Heraclea, wurde durch den Papst Jnno-centium XI. den 1. sept. 1681. zum Cardinal ernannt, und starnzu Rom den 21. mertz 168;. fernes alters 68. jähr.
Agouges, ein kleiner fluß in Franckreich, in Nieder-Auver-ane, ergießet sich in die Siole, ehe sie sich mit der Aüier verw>-schet, ein wenig unter St. Porcain. äelbr. 6M.
Agoult, (Wilhelm) ein Edelmann aus Provence, lebteum das jähr 1090. Er bat in Versen unterschiedene fachen ge-schrieben , die gelobt worden, und die er Jdelphonso I. Grast»von Provence, dediciret. Das aeschlecht ä'Agoult ist eines derältesten in Provence und in dem Delphinat. An. 1004. belehn-te der Kayser Henricus II. den Agoult äs Loup, Marschallendes Reichs, mrt dem lande äs Sault in Provence. Nostrada-mus gedencket viel berühmter leuthe aus diesem Hause. AN»nc>8. war Laugier Bischoff zu Apl, und an. i;y4- starb Jo-hannes als Ertz-Bischoff zu Aix; zu geschweige» der Land-Vog-te über Provence, so aus dieser familie entsprossen,bitt.äs krov. Or, U /« ä« bim-
Agout, lat. ücutus, ein fluß in Languedoc, entspringt ausdem gebürge Sevennes, fliestet Castros und Lavaur vorbey, urwfällt in den fluß Tarn, nahe bey Montauban. ör
/o«. äelbr. ttum.
Agra, eine sehr grosse stadt in Indien, dem grossen ME»gehörig, weichn ferne residentz daselbst zu haben pflegte, eyeCha - Gehan, wegen der unerträglichen sommer - Hitze, feine"Hof nach Gehanabat verlegte. Sie liegt an dem lustigen baMGemini, ist sehr wohl gebauet, und mit einer starcken mauervon gehauenen rothen steinen nebst einem graben ioo. ellen brenumgeben. Sie ist gleichsam die Königin der städte in Orient/und kan man sie in ernem tage nicht wohl umreuten. Ihre gal-sen sind sehr lang, voller gewölber, kram - lüden und hanv-wercks - buden. Es sind i;. marckt - Plätze, 80. caravarrsEoder Herbergen darinnen. Vor der stadt sind überaus herrlElust - garten, und an dem norder-theil liegt das prächtige Köni-gliche schloß, welches ;. Plätze nach einander hat, auf allenfeiten mit hohen palmen - bäumen umsetzet. Der erste und an-dere Hof-platz sind mit schönen gallerien umgeben, worinnen ge-mächer vor die Königl. Officirer und leib - wache; von banne»gehet man in den dritten Hof, wo die Königliche Wohnungen siETue gallerien in diesem innersten platz sind vvrtreflich ausgeziere»und Mit güldenen und lasur-blauen laubwerck erhoben, der Mboden aber ist allenthalben mit tapeten beleget. Vor des KoElust-haus an der wasser-seite ist ein gang, so an statt eines »0'aemachs dienet, und welcher mit güldenen weinstocken und Even von rubinen und smaragden, um die grüne und rothe ist',be der Weinbeeren recht natürlich zu präsentrren, sollte ausgeUret werden; aber dieses vorhaben, so mehr geld und reichW'ierforderte, als man aufbringen konnte, erstickte in seiner gebUso, daß nur 2. bisgüldene weinßöcke mit ihrem laublvff>i.verfertiget wurden. Hie stadt ist überaus volckreich, wenvon allerhand nationen bewohnet wird, und sagt man, davbey 200000. bewehrte mann aufbringen könne; jedochMahometaner die meisten darinnen, und treiben sehrkauffmannschafft.. reise-beschr.
Agra, oder Agra, siehe Agrii.
* Agra, oder Agiria, eine stadt in Africa, kommt in bALoncilio LarchaZinentt, welches unter Cypriano gehalten w»den, vor.
Agragas, oder Acragas, siehe Gergentt.
* Agraham, eine Perstanischc stadt und Hafen, am >
i Caspischen meers, in der provintz Dagestan /werste, oder 8. bis ro. Teutsche weilen unter Terky.
Agram, lat. XagrabiL, in der land - spräche Zogror wa-Sagrab, eine Königliche Ungarische freye stadt, wirb vo» ^zio vor des Ptolomai Soroga, und von Schönleben vo» ri-chten Quadrats gehalten, liegt drey weilen von der Cravsehen grentze, und kaum eine viertel stunde von dem Sau^^üDurch die stadt gehet ein dach, welcher sie in 2. theile abtondavon die obere eine Königliche frey - stadt ist, deren pr>v»^jeauf dem land-tage zu Preßburg an. 1715. confirmiret 1-Wstreitigkeiten zwischen dem Rath und der burgerschafft H,eworden. Sie hat ein schönes Jesuiten-e^mnchwm m MMa-untere wird in der Crabatischen spräche Kantalano overlon genennet, d. i. die Capitul-stadt, weil darinnen der -on/^ckhos und der Dom-Herren Häuser sind. König Stephan".Geysa soll den uralten Bischöfflichen sitz von Sissccklegt haben, und gehört dieses Bißthum unter denvon Coloza. Die prächtige Dom-kirche hat KomSsS^Eerbauet. Es werden hier 2. volckreiche jähr - marctre»
Nach dem tobe des Königs Matthiä Corvini, der sicha» jMa-allhier ausgehalten, hat sich dieser ort an den Kayser Enum l.ergeben,und ist zwar wieder von den UngarnE'"von den Lurcken eingenommen worden, ungeachtet si» E.
und sonsten gar ofte bis hieher gestreift haben. Van dm chs»wird die gantze Gespanschafft comttsws Lssrsb.elchs s»» Den