Band 
Erster Theil. A - Be.
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decke läge. Den 7. jul. des vorhergehenden iahrs war er nebstErnesto von Suhm,einem Pommerischen Edelmann,und zweyenHolländischen Rathsherren von dem Kayser Ferdinando II. mitder Frießländischen insul Ameland belehnet worden. Diesesnun wurde als eine bestechung ausgelegt, und gedachte zweyRaths-gliedere waren in gefahr , ihrer ehren und würden entse-tzet , und von dem gemeinen volck als Spanisch- oder Oesterrei-chisch-aesinnte an ihren Personen beschädiget zu werden. Aitze-ma sechsten aber wurde durch briefe vor solchen erschrecklichendingen gewarnet, daß er den 26. mart. 16; 7. von Hamburgaus ein schreiben an die Herren General-Staaten der vereinig-ten provintzen abgehen ließ - darinnen er meldete: Er habebey seiner,ankunft von Regenspurg die ftadt mit sehrbösen bAuchtigungen wider seine person und Hand-lung erfüllet gefunden, nichts destorventger habe er,sich auf fern gutes gewissen verlassend, den 19- mart.die reise nach Holland angetreten, um Ihr. Hochmög.von fernen Verrichtungen mündlichen bericht abzustat-ten , als er aber in der Grafschafft Oldenburg ange-langet , seyen ihm wunderbarer weise unterjHiedeneschriftliche Warnungen zu Handen gekommen, was ge-stalten man ihm in dem Haag schon eine gefangnisaufder vorporten bestellet habe, und daß man vonihm ausgebe, er habe in zwanzig oder dreißig Pun-cten das leben verwürcket, rrnd seine geringste strafewerde seyn, geviertheilt zu werden. Ferners begehrte ereinen stüvuin conäuÄum, daher frey und sicher kommen undwieder gehen börste, wie auch einigen ausschub seiner Unpäß-lichkeit halben. Unterdessen wurde die Amelandische beleh-nungs-sach untersuchet, ob etwas darinnen vorgegangen, dasder treu eines Unterthanen des Staats zuwider wäre, es wardaber nichts dergleichen gefunden, und die zween RathsherrenBeaumont und von Waveren, welche zugleich mit Aitzema wa-ren belehnet worden, wurden von aller anklaa los gesprochen.Dessen ungeachtet wurde den 25. apr. beschlossen, den Com-missarium Croese nach Hamburg abzusenden mit befehl, demAitzema. auf eine höfliche weife einen brief von Ihr. Hochmög.zu überliefern, darinnen man ihn vermahnte und beruftenach dem Haag zu kommen , und nach geschehener Überliefe-rung des briefs ihn der Hochachtung, welche Ihr. Hochmög.gegen ihn Aitzema trugen, zu versichern, auch daß er Com-missarius gekommen seye zu ferner beruhigung,und ihn zu bitten,daß er auf das schleunigste mit ihm nach Holland sich begebenwolle; wenn aber dieses nicht angehen würde, so solle er sich als-denn an die regierung zu Hamburg wenden, und begehren,haß man den Aitzema bey dem köpf nehmen, und denselbensamt seinen schriften ihm, dem Commissario, ausliefern solle,wenn man aber ihm die person des Aitzema nicht werde lie-fern wollen, so solle er zum wenigsten seine schriften trachtenzrr bekommen. Dem Aitzema aber ward von einem seinerfreunden und Mitgliedern der Versammlung der Staaten Nach-richt von dieser absendung gegeben, worauf er nach Prag ent-flöhe , allwo man ihm feinen allzugrossen eifer in treibung desNeutralität-geschaffts verwiest, und ihm vorhielt, daß diesesnun sein rechter lohn wäre. Gleichwol konnte er nirgend an-dcrstwo sicherheit finden, denn nicht allein Franckreich, Spa-nien und Schweden , sondern auch Engelland selbst war we-gen diesem werck der Neutralität über ihn entrüstet. Der Kö-nig in Dänemarck hielt ihn für denjenigen, welcher am mei-sten zu der abstellung des Glückstädtischen zolls gerathen undgeholffen habe, als welche fache die Staaten ihm zu der zeit,da er nach Wien abgeschicket wurde, gleichfalls aufgetragenhatten, daher auch dieser König ihm rn einem schreiben andie General-Staaten spotts-weise den titul eines Barons vonAmeland gab. Am meisten aber unter allen waren seinelands-leuthe, die Frießländer, wider ihn erbittert. Die Staa-ten dieser provintz schrieben ihren Deputirten in dem Haag,wie auch dem Printzen von Oranien, man sollte ihnen nur diebeschuldigungs - Puncten übersenden, so wollten sie dem Aitze-ma den proceß machen, und so fern er sich nicht in personstellen wurde, auf seine liegende guther in Frießland greiften.Da wurden ihnen nun die begehrte Puncten übersandt, jedochschrieben sie immer wieder, man sollte ihnen andere schicken,als aber in keinen etwas gefunden ward, so muste man end-lich von der Untersuchung ablassen. Der unglückselige Aitzemaflüchtete sich inzwischen von Prag nach Wien, allwo er kurtzhernach mit tode abgieng, und dieweil er die Römisth-Catho-lifche religion angenommen hatte, in der kirche der Domini-canern begraben ward. Leon. Aitzema Staats- und Kriegs-sachen , II. th. Ke/. iö;7. p. 25. 26.

Nieder!. vistt. '

. * 2 Utzmgerus, (Michael) versähe bey König Philippo II.rn Spanien oie stell eines lustigen Raths, und schrieb izgr. in4w eme vLlcriptlonem rerrT xromMe und i; 8 ;. stsonsmPelgicurn.

. * AU Den Schadhi, ist der stamm-vatter der Ambiten,AvrmWÜ'Emgen des Saladins, von welchenem eigener? 4 4.^ wäre eigentlich aus Curdistan gebürtig, und

fam" "LAEchen bericht von diesem gesthlechtaus einem nicht sehr geachte-ten Curdtschen gesthlecht hergestammet, welches den nähme Ra-vadrah hätte. Er hatte zween Ohne, deren einer Schirgueh,

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und der andre Ajub hiesse. Beyde waren mit kriegerischen Nei-gungen begäbet, und kamen gen Bagdad, zu der zeit, da M-haruz in dem nahmen der Selgiucidischen Sultanen das com-mando allda führte; sie boten ihm ihre dienste an, wurden vonihme willig angenommen, und in befatzung auf das schloß Ta-krit gesandt. Da aber Schirgueh einen todfchlag allda be-gangen hatte, muste sowoi er als sein bruder den flecken rawmen, und sahen sie sich gezwungen sich naher Mosul zu demSultan Omadeddin Zengli zu begeben. Sie dieneten diesemFürsten eine zeitlang, welcher, als er in Ajub oder Job einegrosse tüchtigkeit und klugheit vermerktet, ihme das Guberna-ment über die kurtz zuvor eroberte stadt Baalbeck Übergabe; daaber der Sultan selbst einige zeit hernach getödtet worden, sthat sich die armee von Damascus derselben wiedrum bemessen.Ajub muste also aus dieser stadt abziehen, worauf er sichMDamascus niederliesse, und allda allezeit in grossen ehren lebst.Schirgueh, sein bruder, aber begäbe steh in die dienste Nured-din, des sohns Omadeddin, welcher ein Herr ward über DaMäi-cus, Aleppo und einen grossen theil von Syrien. Eben zu die-ser zeit ward Schirgueh (der auch Assadeddin qcnennet wird-von Nureddin, dem Adhed Ledinillah Calif in Cgypten, mit ei-ner mächtigen armee zu hülff geschicket: Siehe den artickmAdhed Ledinillah. Ajub hatte einen söhn nahmens Salaed-din Iasef, welcher der erste König von Egypten aus seinemgesthlecht Ware. Ein äst der Ajuditen hat auch in dem gmAseligen Arabien oder in dem Königreich Semen, von dem jäheder Hegira?6a. bis in das jähr 600. regieret. o'Llerl>e/oc,blbliotb. Orient.

* Ajub Selim Ben Ajub Al Razi, starb im jähr der He-gira 599. d. i. im jähr 1202. nach Christi geburt, und Hamein buch geschrieben, welches LlclELli Ll körn heisset, unsdie Mahometanischen rechten in sich hält. L'KerLe/or, bim-Orient.

* Ajubiten, oder Iobiten. Ihre Dynastie ward in Ego-isten , nach dem tod des Califs Adhed, in dem jähr der Hegssä567. und Christi 1171. von Saladino gestiftet, und ist die oro-nung, in welcher sie regieret haben, wie folget:

Salaeddin Josef, ein söhn Ajub, eines sohns Schafffienge an zu regieren in dem jähr der Hegira 567. und starb iwjähr,489. Er liesse verschiedene söhne nach sich, von welchedie furnehinsten, so zur regierung gelanget, waren:

, Nuredin Alt, beygenannt Malek al Afdhal, der äE-er söhnen Saladins, folgere seinem vatter in Syrien undlastina, hernach auch in Cgypten nach dem tod seines bruchUMalek al Aziz. Er starb im jähr der Hegira 621. und CkBst1224. nachdem ihme sein ohm Maler Al Adel SyrienEgypten entzogen hatte, und ihme nichts als die stadt S«m^sata übergeblieben wäre.

Malek al Aziz Othmann, Saladins zweyter söhn,in Egypten auslernen vatter, und starb im jähr der Hegira Astund Christi 1198. Sein bruder al Afdhal, deme er zuvor Sw'weggenommen hatte, folgete ihme nach.

Malek al Dhaher, der dritte söhn Saladins, folgetnem vatter zu Aleppo Md dem davon abhängenden lande Eund starb im jähr der Hegira 61;. oder Christi 1216. und d',terlresse einen söhn, nahmens Malek al Aziz, der noch nickst'jähr alt wäre. .

Malek al Adel, der bruder Saladins, hatte anfangs v^der gantzen verlassenschafft seines bruders nichts anders als §schloß Karak oder Crak; er wüste sich aber schon mehrers azuschaffen, indeme er Malek al Afdhal feinen nefen aus 08 ^pten verjagte, und sich dieses landes bemeistertL Er starA.,,jähr der Hegira 61 z. oder Christi 1218. und hinterliesse verMdene söhne, als:

Malek al Ramel, ein söhn Malek al Adel, folgest sE,vatter in der regierung in Egypten, und träte in dem lEHegira 625. oder Christi 1227. die von ihm eroberte stam dtsalem denen Francken, welchen er in dem jähr 6-8- dstst ^Damiata weggenommen hatte, ab. Sein tod begäbe M ^dem jähr 6; Er hinterliesse als Nachfolgern feines Reimnen söhn, nahmens Malek Saleh. , M

Malek alMoadham, ein söhn Malek al Adel,seinen vatter zu Damascus, starb im jähr der Hegira 624^. ^hatte zu seinem Nachfolger feinen söhn Malek al Nasses ^heddin Davd. ,

Malek al Aschraf, auch ein söhn Malek al Adel,auf seinen vatter in Mesopotamien, und starb im jähr 'Christi 12; 7. ,Epel/

Malek al Modhaffer, ebenfalls ein söhn Maln m Kh,e,Ware seines vatters Nachfolger in Miafarekin rc. NocvAdene andere söhne des Malek al Adel haben in verstyLMlandfchafften geherrfchet, als Malek al Saleh Jsinael zu ^Malek al Auhad zu Akhlat rc. , - sth"^

Malek Aal ztz, ein fohn Malek al Dhaher, em s'Saladins, wäre König zu Aleppo, starb im jähr A4.Lterliesse feine Staaten feinem fohn Malek al Nasserdin, welcher der letzte Fürst von dem gesthlecht dergewesen. . E

Malek Saleh, ein söhn Malek al Kamel, der em st>Ylek al Adel gewesen, sienge an in Egypten zu regierest^ ^4--jahr 6; 5. und starb im jähr 647. der Hegira, oder