Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
196
JPEG-Download
 

196

a l b

erwehnten tage denjenigen Chrysam ab, wormit sie in der Tauftan der Kirn und brüst waren besmchen worden; denn diesen wü-sten sie vernüttelst eines darüber gebundenen tuchs 7. tage dar-auf behalten, dieses band losete alsdann der Bischofs auf, tauch-te es in das wasser, und wischte sie damit ab, daherv auch dieGriechen diesen tag von ich wasche ab,

heissen. 2)» , gloss. 6r. x. 10;. feg.

*Älbafera, ein kleiner sie vhnweit der stadt ValentiainSpanien.

* Alba, (Johannes) ein Carthäuser-Mönch im kloster beySegobriga in Valentia, war in der Theologie und denenOrientalischen sprachen, sonderlich aber in der Hebräischen,nicht unerfahren. Er starb den 27. dec. 1591. und hinterließ

eoNmenwrium L centurmm lscrsmm lsmioleon, animastver-stonum elsÄorum ex utriusque TeKamsnA IsÄione.dibl. ttich.

* Albada, (Haggaus äs) gebvhren in Frießland, war einhochgelehrter mann, aber einer von Schwenckfelds anhangern,und wegen seiner religion aus seinem vatterland vertrieben.Siehe von ihm den brief Danielis Heinsii, welchen er vordie briefe der berühmten männern, so von ihm heraus gege-ben worden, gesetzet hat. Man findet acht von ihm geschriebe-ne briefe in der sammlung der briefen, welche Simon AbbesGabbema heraus gegeben hat, von x>. 557. bis ;8). darinnenAlbada eine grosse liebe zu seinem vatterland, wie auch einermgemeine erkenntnis in politischen fachen sehen laßt. Fer-ners sind daselbst noch acht andere briefe zu finden, von x>. 762.bis zu ende des buchs, welche meistens theologische dinge be-treffen. Gr. allgem. Nieder!.

*Albalate, (Andreas äe) gebohren in Aragonien, undein bruder Petri von Albalate Ertz-Bischoffs von Tarragona,nahm um das jähr 1240. den orden des H. Dominici an, wo-rinnen er sich durch seine tugend dergestalten hervor thäte,daß, als das Bißthum von Valentz erlediget wurde, er der er-ste unter den nennen wäre, auf welche das Capitul dieser Ar-chen die äugen geworffen, damit er diejenigen vorschlagen soll-te , aus welchen sie einen zu diesem amt erwehlen möchten.Diejenige, so er ihnen vorschlug, waren folgende drey: Als,der Ertz-Bischoff von Tarragona sein bruder, Martinus, strcki-äiLLoiws von Valentz, und Dominicus Cabiscol, der Dom-LLbolalüLus. Sie erwehleten aber ihne den Andream selbstden 29. weinmonat 1240. Er wäre aber kaum eingesegnet, soernannte ihne Jacobus I. König von Aragonien zu seinemCantzler. Es waren aber die geschäffte dieser neuen würdenicht im stand ihne von der sorgfalt, so er für seine gemeindetrug, abzuhalten. Er stiftete in seiner Archen zwölf Präben-den. Er vereinbarte das Dominicaner - kloster mit der stadt,indeme er auf seine eigene kösten die stadt-mauren weiter hin-aus und um dasselbige herführen liesse. Er zöge auch die Car-thäuser in seine gemeinde, bauete für sie, und steurete dasprächtige kloster, so korta cosli genennt worden, aus. Er tra-ft mit dem König einen vergleich die zehnden seiner kirch betref-fend, bewegte ihne auch deroselben fehr grosse einkünften zukom-men zu lassen, damit allerstreit vermitten bleibe. Erhielte end-lich unterschiedliche 8Moäos oder verjämmlungen der Geistlichen,worinnen er sehr schöne ordnungen stiftete; es sind zwar die-selben nicht durch den druck ausgegangen, finden sich abergleichwolen in dem ;. buch der I. veLaä. der Historie von Va-lentz , so durch Casparum Escolona, der solche aus denen ih-me communicirten Archiven dieser Archen fehr genau aufge-zeichnet hat. Dieser scribent, aus welchem sowol als aus derAragonischen Historie des Diego alles dieses, so hier gesagt wird,gezogen ist, sagt, diese 87006! seyen in den jähren 12^. 12^6.1262.126z. 1267.1269.127;. in gegenwart des Bischoffs ge-halten worden, woraus dann sein fleiß und beobachtung seinerschuldigen Pflicht klärlich erhellet. Er begäbe sich auch an denHof Urbani IV. in dem jähr 1265. und erhielte von ihme, daßman die Creutz-Ritter wider die aufrührer und N-mro» aufbietensollte. Er wäre einer der kstrum, so in dem jähr 1274. demeoncilio zu Lyon beywohneten; kehrete auch nachgehends nichtmehr in sein vatterland zurück, sondern folgte denen Päpstennach, und starb zu Viterbo den 24. mertzen des jahrs 1277.

, lcrixt. oiä. kiseä.

Atbana, eine stadt in Asien, siehe Bacu.

Älbana, ein stadt in Neapolis, siehe Albano.

* Awanactus, oder Albinactus,, ein söhn Bruti, welchervon einigen Englischen scridenten für den ersten König inGroß-Britannien ausgegeben wird. Diese scridenten berichten,daß er nach seines vatters tode Albanien, welches das heutigeSchottland ist, für seinen erbtheil bekommen habe, aber Hum-mer, König der Hunnen, habe einen Anfall in sein land gethan,ihn in einer Wacht überwunden, und sein volck in das land, Lot-sn« genannt , allwo sein bruder Locrinus regierte, zurück ae-

n. Als nun Humber im anzug gegen dieses land begriffenwar, seyen,hm Locrinus und sein bruder Camber mit ihrer ar-gekommen, und haben ihn gantzlich geschlagen,

WMNMLlÜKS

Gr-n-d-, v°» »ar.

alb

fanten, der hernach unter dem nahmen Philipp IV. König wor-den, erwehlete. Weil er sich hierbey sehr wohl verhalten, gasman ihm die Abtey zu Alcala la Real, und hernach das Er?*Bißthum zu Granada. Er starb den i o. may an. 1626. und hin-terließ einen auszug der Spanischen Historie, eine lob-rede, amdie Vermählung Phrlippi IV. mit Elisabeth von Franckreich, unseinige andre schriften. KM.

* Albanenser, werden vor ketzer des VIII. stec. ausgegeben/welche mit denen Manichaern 2. xrlncipiL statuiret, und an-dere irrthümmer mehr geheget, wovon Petrejus, Sander»»und Gualtherus nebst andern mehr erwehnung thun. Allemes scheinet, daß sie nichts anders, als die Manichäer selbst seyn,welche im VIII. üec. von Constantino Copronymo heraus mThracien, und die angrentzende lande versetzet, und solcherge*statt in denen abend-ländern erst bekannt worden. m

Llbalü. 6a«rre>^, cttronoZr. stec. VÜI. THoMgss«-, bist. Ü?'öe Kult. tom. I. L. 4.

)llbani,diesen nahmen führt eine der vornehmsten familien inItalien, welche sonst in der Griechischen landschafft Albamen gr*blühet, und bey uberhand nehmender Türckischen gemalt dorthinzu fluchten genöthiget worden. Es Hat sich aber dieselbe inlinien abgetheilet, wovon sich die eine zu Urbino, die andre NBergamo niedergelassen, und in beyden städten in den Adel-stand, auch zu wichtigen ehren-ämtern gezogen worden. A»»der Bergamaskischen ttnie machte sich injonderheit der CardmmJoh. Hreron. Albani berühmt, von welchem unten. Seine mvorhergegangener ehe erzeugte söhne waren Joh. Baptist«, JdAFranciscus und Joh. Dominicus, die an. 1571. von dem RWzu Rom unter den dortigen Adel aufgenommen wurden. Ei-ner von diesen ;. brüdern war ein vatter des Grafen FranclpAlbani, dessen beyde söhne, Theodorus und Johannes, wegenihrer gelehrfamkeit, und als Ober-Häupter der Academisten,sich LccitLti genannt, zu Bergamo in dem XVII. sxculo lntreflichen ansehen gestanden, wle denn auch der letzte Unterschußdene Poesien ans licht gegeben. Von der Urbinischen linie M:einer unter regierung Papsts Urbani VIII. dergestalt empor, da»er auch zu der würde eines 8enmc>re äi ttoma stiege. Sein sEein gelehrter und in den sprachen überaus geübter mann, beWdas Bibliothecariat in dem Vatican. Der andere söhn,Carolus Albani, war des Cardinals Caroli Barberini CamEMeister, und seiner guten qualitäten halben bey jederman nliebt, ein vatter r) Johannis Francisci Albani, der an.den 22. jul. gebohren, von Alexandra VIII. an. 1691. diedinals-wurde erhalten, und an. 2700. den 2;. nov. unternahmen Clementis XI. den Päpstlichen stuhl bestiegen, 2) A,,ratii Albani, welcher mit seinen söhnen und gantzem geWm/te von den Venetianern und Genuesern, gleich nach seines PV.ders erhöhung auf den Päpstlichen thron, ihrem Ade! fterMUbeygeschrieben worden. Er starb den 2z. jan. 2712. Bonnnen söhnen ist Hannibal an. 1687. gebohren. Er kam an.als Xuncius extrsoräinsrius nach Wien, gieng nach des KaA AJosephi tod an. 1711. an andere Teutsche Höft, auch " a,Franckfurt am Mayn, als sich die Kayserliche wähl anfiMdkehrte darauf nach Rom, da ihn sein vetter den 2;. dec.zum Cardinal machte, und mit reichen Senskcn» versähe, Iß«,rolus hat sich an. 1714. mit Graftns Caroli Borromarten tochter Theresia vermählet, welche ihme etliche söhne »äatochtern gebohren. An. 1715. hat er von dem HertzogettAltemps das Furstenthum Soriano erkauffet, und den Fnr>chen titel davon angenommen. Er starb den i. jun. an.Alexander, welcher gebohren an. 1692. ist in den geistlichengetreten, und an. 1721. von dem Papst Jnnocentw XU-!-.^der Cardinals-wurde beehret worden. Lo« äeßbLerg. Lehmanns jetzt-herrsch. Europa, k.II. *

st Albani, (I.) von Bergamo. Obwol von diesemadelichen Hause insgemein in der ersten edit. des LexicoN" -he-ge Nachricht zu finden ist, so hat man dennoch gegenwatw^-glaubte Nachricht von dem Albanischen geschlecht von E, Asmo mittheilen wollen. Das atterthum dieses Hauses erheMzweyen verschiedenen alten denckmahlen. Das einte istennOctavio Roßi und von Onofrio Stell« in ihren schriiN,Mbzogene, und auf einem in der insul des Garder-sees bestnv'mariner gegrabene auffchrift, welche also lautet:

Ll

Ll.öILOOXI8. T.

LI.LLXII8. crilAHO .

ril.1 -.IIX'I .

! zu Mayland in der Ambrosianischen biblische» .chromck, allwo von dem Albanischen geschlecht vonfolgender weise geredt wird: M-mL Xobilss Ltta venerum znno Oomini 86 ;. pottguäm I.uäoviLUS ^ Mtor 8sraLSN08 in sgro Leneventsnv stixeravit, ,

dlobilibns äelcenäerunt Xobiles äs fllbanft äe M .

104;. 27. april 2048. und iz. april nc>;. erhellet < ,

chen klar zu ersehen ist, daß dieses Haus der Albam erm»güther mit dem dasigen Dom-Capitul ausgetauscht/Wverschiedene schenckungen an besagtes Capitul gethan v >