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Erster Theil. A - Be.
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grossen losten gekommen, a>S man ihm die „stnng dkg»«,daß die wähl Adolphum von Nassau getroffen hatte. Dieseswäre wohl nicht geschehen, wenn nicht der Ertz-Bischoffvon Mayntz, Gerhard von Eppenstein, seine übrige mit,Churfürsten durch listige Vorstellungen überredet, daß sie dieaantze wähl in seine Hände stelleten. Denn da war es kein wun-der , daß Gerhard in seinem und aller mit-Churfürsten nahmenAdolvhum von Nassau, als einen nahenunverwandten, zumKönige ausrief. (/) Daher es ohnstreitig falsch ist, wenneinige fcribenten wollen, die stimmen der Churfürsten hättensich bey der nachRudolphi tode vorgegangenen wähl getheilet,und einige unter ihnen den Grafen Adolph von Nassau, ande-re hingegen Albertum zum Könige verlangt. (Z) Denn eswird allhier die gewaltsame absetzung Adolphi, und die dabeyvon einigen Churfürsten vorgenommene wähl Albrechts von Oe-sterreich mit dem erstem wahl-a-ltu Adolphi vermischt. Vor Al-berto war bey diesen umständen nichts besser, als die Verstellungzur Hand zu nehmen. Adolphus war einmal König. Demsel-ben sich offenbar zu widersetzen, und die schon geschehene wählso fort umzustossen, schiene nicht rathsam zu seyn, weil Adolphsich dieser gelegenheit bedienen, und Alberto, als einem rebel-len, Oesterreich entziehen mögen. Er that deswegen klüglich,daß er sich in die zeit schickte, und von Adolpho die lehen wegenseiner Reichs-länder, sonderlich aber wegen Oesterreich, em-vfienge. (d) Aber heimlich war er ihm doch allezeit zuwider.Als Adolphus die parthey des KonigsEduardi von Engelland er-griff, so trat Albertus aufdie feite, (-) des Königs von Franck-reich Philippi des schönen, und als einige Herren am Nieder-Rhein-strom sich der Ungerechtigkeit Adolphi, oder vielmehr sei-ner bedienten, widersetzten, war er einer von den ersten, wel-che in dieses bündnis traten. (6) Als endlich z. Churfürsten desReichs mit dem regiment Adolphi nicht allerdings zu friedenseyn wollten, sondern von dessen absetzung redeten, suchte er die-ses Mißverständnis mit äussersten kräfften zu unterhalten. Dererste gründ dazu wurde theils zu Prag bey der crönung Wen-ceslar II. zum Koniae von Böhmen, theils bey dessen beylagerin Alberti residentz-stadt Wien geleget. Denn es funden sich all-hier nicht nur viele Chur-sondern auch andere Fürsten ein, wel-che alle bemühungen anzuwenden versprachen, daß Adolphusab, und Albertus auf den Kayserlichen thron gesetzet werdenmöchte. Der König von Böhmen, der Hertzog von Sachsen,der Marggraf von Brandenburg , die Bifchöffe von Basel,Costnitz, Olmütz, Passau, Freysingen und viel andere mehrwaren dieser meynung. (/) Der Ertz-Bischoff Gerhard vonMayntz selbst, der doch ein naher anverwandter Adolphi vonNassau, war ihm nun am meisten entgegen, und trug zu dessenabsetzung nicht wenig bey: denn er vereinigte sich mit den Her-tzöge'n von Sachsen, mit dem Marggrafen von Brandenburg,und ersuchte Albertum, daß er Adolpho den krieg ankündigen,und sich des Teutschen Reichs bemächtigen sollte. Vor allendingen schien hierbey des Papsts einwilligung nöthig zu seyn,damit dieser nicht nachhero auf Adolvhi feite treten, und Al-brechts anhang in den bann thun mochte. Deswegen sendeteAlbrecht den Graf von Heyerloch mit i6ooc>. marck an denPapst, um dadurch an dem Römischen Hofe seinen zweck zu er-langen. Doch der Papst gieng so behutsam bey dieser fache, daßman nicht eigentlich sagen kan, ob er Adolpho angehangen,oder Alberto gleich zugefallen sey. (>») Das erste scheint wahr-scheinlicher, weil Bonifacius erst lange nachdem tode AdolphiAlbertuin vor einen rechtmäßigen König erkannte, und ihm denApostolischen siegen mittheilte. O) Doch Albertus wartetehieraufnrcht, sondern nachdem er einmal den vesten schluß gefas-st, das Kayserthumansich zubringen, es koste auch was eswolle, so gieng er Adolpho so fort mit einer ziemlichen macht inSchwaben entgegen, damit er nicht von diesem in seinen erb-londen möchte heimgesuchet werden. Anfangs wollte sich dasglück Alberto nicht günstig erzeigen. Denn Adolphus jagte ihnvon Ulm bis nach Waldsyut, von Waldshut bis Kitzingen, undvon Kitzingen bis Straßburg.. Das schlimmste war, daß Al-brecht sich bey den Reichs-stadten dermassen verhaßt gemachthatte, daß ihm diese auch nicht einmal vor geld provrant zu-kommen lassen wollten, f») So verlegte ihm auch Adolphusden paß überall dermassen, daß er seine armer zu den troup-pen der Fürsten, so es mit ihm heilten, nicht flössen lassen konn-te. (?) Endlich ersähe Albrecht dennoch seine gelegenheit, daßer glücklich nach Mayntz kam, und daselbst wurde seine wähl,und seines gegners Adolphi absetzung vollzogen. (-) Die Haupt-schlacht , welche gleich nachher bey Gellenheim an. 1298. gehal-ten wurde, war vor ihn noch weit glücklicher, denn darin»nahm er seinem gegner Adolpho mit eigner Hand das leben,nachdem er ihm mit der lantze eine todtliche wunde bey dem äu-ge versetzet hatte. Gerhard, der Ertz-Bischoff von Mayntz,war deswegen übel zu sprechen, als er auf die wahlstatt kam,und fragte Albertum, weswegen er einen so tapfern Herrn er-mordet hätte. Weil aber dieses Alberto verdächtig vorkam,und er daraus schließen wollte, daß der Ertz-Bischoff wiederumvon mm abdachen vorhaben möchte, ließ er ihm eine reit langbey dem köpf nehmen, und nicht eher wieder los, brs simewähl von allen Fürsten des Reichs war vor genehm gehaltenworden. ) Denn man muß die zwiefache Kayser-wahl Alber-wohl M!s einander setzen. Die erste geschahe vor, die ande-re tode z^dre erste geschahe zu Mayntz, die an-

dere zu Hrancksürt. ^n dre erste willigten nur 4. Churfür-

sten , nemlich Mayntz, Böhmen, Sachsen, Brandenburg /bey der andern hingegen consintirten auch die übrigen, alsTrier, Cöln, Pfaltz, (,) und der mittelste unter ihnen/Wieboldus, Ertz-Bischoff zu Cöln, crönte Albertum zu Mchen, und seine gemahlm zu Nürnberg. (/) Kaum hatte Aden thron seines vatters bestiegen , als grossen theils durchseine schuld viel unruhe. in gantz Teutschland entstünde,gar daß auch die Churfürsten aufdie gedancken ihn wiederabzusetzen geriethen. Die gelegenheit war folgende. DerGraf Johannes von Holland und Seeland starb an. rrys-in seinen besten jähren, nicht ohne verdacht beygebrachte»giftes, O) und weil er keine erben hinterließ, so musten duerledigten lande nach allen rechten auf seinm vetter Joha»'nem, Graf von Hennegau, als dessen mutter Adelheid eu»Holländische Gräfin ihrer geburt nach gewesen, (-M) falle»'Als aber Johannes den besitz von beyden Grafschafften nehme»wollte, maßte sich der Kayser vielmehr dieser an, und befall'Johanni, solche zu räumen, und ihm zu übergeben. Jeder-man wunderte sich über das verfahren des Kaysers, sonder'lich da er anstalten machte, gewalt zu gebrauchen, und !»diesem ende zu Cöln mit seiner armee anlangte. Wollten n»»die geistlichen Churfürsten und der Pfaltzgraf nicht einen gefallt'lichen nachbar an Alberto haben, so war es zeit, daß sie sich de»Grafen von Hennegau annahmen, und gewalt mit gewalt 8 »vertreiben bedacht waren. Deswegen zog sich Albertus,sich die z.Ertz-Bischöffe nebst dem Pfaltzgrasen des Johann'"von Hennegau annahmen, eiligst zurück, («) beschloß avAbey sich, von allen denen ernstliche räche zu fordern, welche ihman einnchmung gedachter Grafschafften hinderlich gewese»'Nun hatten die Churfürsten von Coln, von Mayntz, vonTrier und von der Pfaltz in dem grossen Imerrs^n sowolin andern zeiten einige zölle des Rhein-stroms theils mit S"'walt an sich gezogen; theils waren sie ihnen auch von dmKaysern versetzt worden. Diese forderte Albrecht wieder. Averklagte die Ertz-Bischöffe bey dem Papst, und den PM-grafen bey den Ständen. (.->) Mit einem Worte, Albert»"bewegete fast Himmel und erden; auf allen Reichs-lägen tsbete er von nichts anders, als vom herausgeben der zolle-bey allen auch privat - zusammenkünften trieb er diese malemmit grojsir hefftigkeit. Der Ertz-Bischoff von Mayntz,hard, gab ihm deswegen einmal seinen unwiken zu verstehe»'Denn als er mit Alberto auf die jagd ritte, und dieser, v»'eben der Materie einen discours aufdie bahne brachte, erzMMsich der Bischofs, zog sein jäger-horn hervor, und sagte mit Anem höllischen lachen: er habe in diesem hörne noch vielnige stecken, und könne, wenn er wollte, gar leicht einen Udern Kayser aus demselben heraus blasen. (s) Dieses vE-Albertum ungemein, und weil er mit gutem nichts ausricll''konte, so nahm er die Waffen zur Hand. Die Ertz-Bischoffe v»gegen gaben Albertum öffentlich als einen Königs-mörder.Uerklärten ihn zum voraus des Reichs unfähig, nebst beygefrEscitation, daß er vor dem Pfaltzgrasen am Rhein wegen "an Adolpho verübten mordes rechenschafft geben sollte. (s,jkHierdurch wurde der Kayser noch mehr entrüstet, und da»-,,diese Fürsten die gewalt seiner Waffen desto besser fühlen EN,terr, so siel er sie alle zugleich an. Die Grafen von DU,und Geldern musten in das Cölnische und Trierische Ertz-S'»der von Wurtenberg aber in Ober-Bayern (welches land"»mals dem Pfaltzgrasen auch zustund) einfallen. Er 'Ugieng auf Gerhardum von Mayntz mit dem grösten theil dermee loß, weil er diesen, als den vornehmsten urheber der s ^tzen unruhe, ansähe. () Zwar wehrte sich diestadtBEIwelche Albrecht zu erst belagerte, eine geraume zeit mitser standhafftigkeit; doch endlich muste die bürgerschafft, AA,durch einen damals erscheinenden cometen zaghafft wor-'^sich ergeben. (--<?) Und weil ohnedem des Kaysers armer

zahlreich war, (^) so war es kein wunder, daß die ?-lichen Churfürsten sowol als der Pfaltzgraf sich «mtKayser bey zeiten vergleichen musten. Der Ertz - FWicbold von Cöln muste das schloß Kayserswerth sowv'Mden darauf hafftenden zoll benebst der stadt Sintlich, 'Uo-doch seinen vorfahren von den vorigen Kaysern vor t Mmarck waren versetzt worden , heraus geben, (-e) denschoff von Trier belagerte Albertus in seiner eigenen rein Lg,(ff) Gerhards von Mayntz aber und dem Pfaltzgrasendolph gieng er theils in Person, theils durch den Gran» sei-Würtcnberg mit solcher Heftigkeit auf den hals, daß alle/nen willen erfüllen, die zolle fahren lassen, und noch»» ^le--ansehnliche geld-summen wegen aufgewandter krieges-kom'Mgen musten. (Zs) Es wurde Albertus damals weiter W»und in Holland selbst eingedrungen seyn, wennder eben entstehende krieg mit dem Böhmischen Konigr"che»llao abwendig gemacht. Man will anjetzo nicht umeriob die zehenden der Böhmischen bergwercke, welche - e Eforderte, (,,) oder einige zwischen beyden FürstenEgrischen district gelegene städte zu dieser unruhe Mgegeben. So viel ist gewiß, daß Albrecht bey dieftmgany

Stephanus von Bayern,die Marggrafen von Brande»"einige mehr, nahmen sich Wenceslai an. Dieser stw'l, ^ Mvor sich mächtig genug, Alberto zu widerstehen , wc» _ DAnull König von Bohmen ,-sondern auch von Polen n>»