Band 
Erster Theil. A - Be.
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treiben. In diesem stürm g enge es fast über alle denen ge-schlechtern von Palm, Wart und Eschenbach gehörige schlosiscr, und wurden die darinnen liegende besatzungen, obschon kemmann davon an dem Kayser-mord theil gehabt, und einigenbey der übergab ziemliche Hoffnung zur begnadigung wäregemacht worden, ohne unterscheid, meist im angesicht Her-tzoq Luvolds und Königin Agnes enthauptet. Was die Perso-nen der Königs-mordern selbst antrift, so muste Johann vonSchwaben, als er sich einige zeit zu Ernsidlen und in andernklöstern heimlich aufgehalten, nach ergangener achts-erklärungmit völligem Verlust seiner ungehörigen, aber noch nie besessenenlanden übers gebürg in Italien flüchtig werden, und es zu-letzt für eine grosse gnade halten, daß ihm Kayser Heinrich,wahrend seiner anwesenheit zu Pisis in das dortige Augustiner-kloster gehen liesse, um allda sein leben zu beschließen. (M-)Der von Eschenbach, um sicher zu seyn, nähme bäurische klei-dung an, und solle im Würtembergischen bey einem bauren bisins; 5. jähr dienste gethan, sich auch nicht ehender, als bis erauf dem tod-bett gelegen, zu erkennen gegeben haben. Dervon Palm versteckte sich erstlich in einem kloster vor Basel, aus-ser der damaligen ringmauer zun reuenden schwestern (jetztdas steinen-kloster) genannt, hernach aber in fernem schloßAlt-Büren, und solle allda, noch vor dessen einnehmung auskummer gestorben seyn ; wiewol andere gar wollen, ebendiese reuenden schwestern in Basel, darunter verschiedene sei-ne verwandte waren, haben ihm bis zu seinem tode, der erstnach 2. jähren erfolgt, verstohlner weise aufbehalten. Des-sen von Finstingen, oder nach andern, von Degenfelden wrrdnach dieser Mordthat nirgendwo mehr gedacht, zu einer klarenanzeiae, daß es ibme nicht wohl besser, als Lschenbachen mustegegangen seyn. Der von Wart wäre erstlich in das schloß Fal-ckenstein am berg Jura entwichen, von bannen in die Pfaltzam Rhein; endlich nach der von Kayser Heinrich dem VII. ge-schehenen achts-erklärung der Kaysers-mördern, als er sich inDeutschland nirgend mehr sicher bauchte, wollte er sich nachAvignon wenden, um da von Papst Clemens V. absolutionzu erhalten; ward aber in Burgund unfern von Besangenin dem flecken Jßle, Graf Dieboiden von Blamvnt zuständig,auf anstiften dessen gemahlin, einer von Beringen, oder nachandern aus dem Herzoglichen arschlechte von Urselingen,Kayser Albrechts verwandtin, gefangen, und Hertzog Lupol-ben und dessen schwester Königin Agnes, samt feinem dienerRusseling, gegen einer ziemlichen belohnung überlieferet, alswelches die ehre, so Blamont durch diese that sonst hatte einle-gen mögen, sehr schmälerte, und ihme von vielen den nahmeneines kauffmanns oder fleisch-verkauffers zuwege brachte. Daward nun Russeling, wie oben gemeldet, zu Ensisheim gerad-brecht, Wart aber, gleiche strafe auszustehen, auf die mahl-ftatt selbst (andere wollen, nach Winterthur) hinaufgeführt,aüwo er bis in den dritten tag aufdem rad lebte, da inzwischenseine gemahlin, eine von Palm, nachdeme sie ihn, durch vie-les flehen und fußfaüen vergeblich zu retten gesucht, niemals vondem ort wiche, und ihme mit tröst, vermahnung und gebätbeystunde, bis er verschieden; (22) Worauf sie sich eben m dasvorqemeldte kloster deren reuenden schwestern zu Basel einschlös-se. Was nun die begräbnis Kayser Albrechts antrift, soward sein entseelter cörper erstlich im kloster Wettmgen nahe beyBaden beygesetzt, aber nach iz. monaten mit erlaubms undVeranstaltung Kayser Heinrichs naher Speyer gefuhret, undneben stimm vorigen gegner, Kayser Adolphen allda begraben.() Seine gemahlin, Kayser,n Elisabeth hatte wohl an.diemahlftatt selbst eine capell und bruder-haus bauen, auch eini-ge wiewol schlechte Wohnung für sich selbst Müssen lassen,wie sie dann aüdorten wurcklich ihr leben zu beschließen gedach-te. Siehe Rönigsfelden. Aber ehe der ort in einigen standkäme, solchem grossen Kayser zu einem grabmahl zu dienen,ward der leichnam gen Speyr abgeholet. Hingegen ward dasberühmte doppelte kloster Königsfelden mann-und weiber-or-dens St. Francisci und St. Clarä erst nach mehrern jähren da-hin gesetzt, und der Haupt-allar recht an dem ort aufgerichtet,wo Kaystr Albrecht der armen dirne in dem schoos verschieden,s^) Seine gemahlin hat ihm 21. linder gebohren, davonaber nur 6 . Printzen und ?. Printzeßinnen erwachsen. DiePrintzen waren Rudolph, Konig in Böhmen; Fridericuskulcker. Römischer Kayser; Leopold, Hertzog in Schwaben ;Albertus II. Henricus Lomi« , und Otto kicksn« ; die tochter,Aanes , Andreä III. Königs in Ungarn, gemahlin; Elisabeth,Friderici III. Hertzogs von Lothringen, gemahlin; Anna, ver-mählt an Hermann, Marggrafen von Brandenburg, Hernachan Henricum VI. Hertzog zu Breßlau; Catharina , KaysersHenrici VII. braut, und Caroli, Hertzogs m Calabnen, ge-mahlin ; Gutha, an GrafLudwig VII. von Oettingen vermäh-let. («) p. 104. (^ ) viäs I-wckum concoräicL

lmer ssuckolxünm öd Ottocsrum spuck ri.2. coä. ckiptom.

x. locr. v,ä. srtic. Rudolph. I. ( x. Ivo. (ci)

/ckemx.ioo.Scioi. (e) ^EV.P.ioy- (/) vlck.srtic.Adolph.

(§) Vi-xs». p. 26;. (/-) p. 109. ( r )

/ckerrrx. 110. p. Z42- (O

p. ,41. 5,^0 ^ ^i. (r» ) < 7 o/mar. k. II. x. 57 -

(-» ) ^ „02. p. ; i. Setz p. 278 -

(x) <7^. ?. II- x- ;8.

(s) II. x. 58 - 59 . ( --) p.lio.

( ,) x.iii. Fugger ehren-spiegelckib.II.c.7.p.rro.

ck/, L^tz. p. 277. 6s. («) Cisro».

p. 60. ( r>v ) Letz.

?. ll. p. "

A/. p. 278.

p. 278. («:) t7ö:^c>/r. Lol»k. II. p. 60. (7, ) < 7 ^. k.11. x. 61. (2) FllMk

im ehren-ipiegel, üb. II. c. 8- p. 22;. (aa) bck

LN. izoo. ( ) Fugger üb. II. c. 2. p. 22;. ( c-c ) Lot»

M«/. k. 11. p. 6 i. (aa) ev/»,«»'. k. II. p. 61. (ee)

ckv. Letz. k. II. x. 78. Fugger setzet falsch 6000. marck. c. !. ?'226. (ssh sck sn. i;or. x. 54.

p. 542. p. 412. Leso/ck « in, cbron. Ülsi'

csno p. 595. §tz/rva. sä sn. izoo. Co»/. p-

1059. öd 1060. operum. ( sck sn. 1 zo2. p»

2z. (») Ä,c. 8- reip. Loliem. x. 576. Fugger x. 22?:

sck sn. izo;. p. ;6. (//) vlck. lllberUckecremni cke stzfolurlone Regis Lobemi-e s hsnno Imxerisl'spuck ch. I. x. 517. §. 2. öd z. ( ) Fugger lib.IIW-

z .x. 2ZI. ( ««) Siehe Adolph von Nassau. (os)

L. 81. p. yzz. sck so-

1507. ?a«/M snnsl. Ilensc. 78.79. p. 70.71. Lat-rrciE l>b-VI. orig. 8sx. ( pss ) 1ck>. II. cke reku« Ilelvet. c.

( üb. IV. Inü. ss ?. tir. ult. ( ^ ) Fugger, üb- ft-

c. 9. p. 255. (Letzte, p. 278. ( er) m

eock. ckipl. ?. I. n. 22.P. Z9- öd n. 25. p. 48. («« )

Ltz»re^. (Dr.- DD ) cksns Ion trsstv

ckes ckroit« cku üoi cke Irsnes p. 455.p 114. P. 41z. Le-rkve»«/M -r

p.iz. Fugger, üb.II. c. 9. x. 245, (I>) vlck. srtic. JohannesvonSchwaben (2s) ^L^r.^,-K-,»,.P.II4.( aaa) iblck.(surores 6en. ckuür. insonderheit die so genannte Lüsrts Äurem

lrs , auch Orlgo Ducuin ckulirlL nunc iempvris exilienüuw

serlxts 1457. in Lock. N8. Libl. Lsf. Überhaupt ist auch in acltzzu nehmen, daß die vornehmsten umstände des todes KayMAlbrechts, des ausgangs seiner Mördern, und seiner begrasnis neben Ursteistns Basel - chronick aus gewissen verstn Rss'dolphs von-Libeck , 8 obo 1 sliici beym Stift Bern - Münster lwErgow, der zu diesen zeiten selbst gelebt, auch nicht Missder aus Gilg Tschudins Linon. Ilelv. A8. hergeholet sind 'als welcher insonderheit, wie bereits oben gedacht worden , l^wol als Ursteistn eine grosse anzahl alter rarer Urkunden NLüber zu sehen bekommen, und also weit mehr glauben, alssonsten hierüber angeführte auebore« verdienet. *

Albertus II. ein söhn Alberti IV. Ertz-Hertzogs in Oest^reich, und Johannä, Hertzogin von Bayern, war den 1. stJan. i;94. gebohren ,,und bekam wegen seines seltenm ob>U.nicht dauerhaffterr glücks den zunahmen HonoMci. («) ^war nur io. jähr alt, als fein vatter starb, O) deswegen^eine geraume zeit unter der eigennützigen vormundschafft stss.zvettern Ernesti und Leopoldi ssehen muste. Weil ihm aberverfahren dieser Herren unerträglich fiel, lind den Ständen vvlandes eben so wenig anstehen wollte; erlöstte endlich einmann, Rembrecht von Waldsee genannt, Albertum ausgemalt seiner vettern, brachte ihn aufdas schloß StarckeELund verhalf ihm durch diese Vorsorge zum geruhigen besitzvätterlichen erbtheils. (c) So fort in seinen männlichen ssHren legte er viele proben der ihm beywohnenden tapftrklt«^obwol dieselbe nicht allezeit mit gleichem glücke vergesellschN,gwaren. Als Kayser Siglsmundüs mit den Hußiten in einengerieth, zog ihm Albrecht mit 4000. mann zu hülffe, (ss) ^ ^aber das ungluck, daß er mit Sigismundo zugleich bey KE ,,berg eme ziemliche Niederlage erlitte. O) Wiewol er bald v pnach die Mahren, so den Hußiten anhiengen, unter SigrM„^

d, gehorsam brachte, und zwunge, daß sie sich den verfuggen des künftigen allgemeinen Lonockü zu unterwerffen ^sprechen musten. (f) Diese und andere viele von Alberto * ^pfangene dienste nahm Siaismundus so gnädig auf, daß erseine einzige Printzeßin Elisabetham zur gemahlin gab, ihlss ssikBoheim, Ungarn, Mähren und Schlesien verschrieb, dock! Mdieser bedrngung, daß, wenn Sigismundo noch eine PrssssM)gebohren werden sollte,zwar Albrecht alsdenn nur einKönE^bekommen, aber dennoch die freyheit eines von beyden ausss' §jshaben mogte. (/.-) Niemand war diese Verordnung wemE-er andern gemahlin Sigismundi, der unkeuschen BarbaraCilly, gelegen. Dann diese wollte nicht nur Albertum nawgismundi tode von der erb-folge in beyden Königreichs- be-schließen,sondern war auch schon bey lebzeiten ihres gcmEdacht, Ungarn sowol als Böhmen in die Hände des KoiE,mrri von Polen zu spielen. Allein Sigismundus merckte a»treue seiner gemahlin noch auf dem tod - bette, deswegen M,auch so fort m gefängliche hasst nachGroß-Waradein brE.ssls(s) allwo sie auch nach seinem tode verblieb, und muVerdruß zusehen muste, daß die Ungarischen Stande A!vev.Mmüthrg das Reich zu Stuhlweissenburg auftrugen, (-)

Graf Ulrich von Cilly, Barbarä bruder keine Intriguendie crone auf sich und sein Haus zu bringen. (§)fttzte es grössere schwürigkeiten. Denn ob gleich SbE ckAlbertum auch in diesem Reiche zum erben eingesetzet igleich annoch bey seinen lebzeiten zu desto mehrerer ver> „y b>ein theil an den Böhmischen Reichs-geschafften nehmen/^ yMwichtigsten Verordnungen unterschreiben ließ (/.) so ^unterschiedene, welche Alberto diese crone mißgonnelewche Casimiro, dem bruder des Königs von Postn, i ^ gMwollten; doch ihre bemühung war vergebens. zn

Casimirus mit einer nicht geringen macht Bohmr> ^ mzwingen vermeynte , so gieng ihm Albrecht vem- f S

-aß die wenlgston ^

solcher hertzhafftigkeit entgegen'