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nachdem er indessewden Cardinal Andream von Oesterreich zmmRegenten bestätigt, die hcurath zu vollziehen, nach Spanien.Zu Ferrara heurathete er dre Ertz-Hertzogln Margaretham vorden Körrig in Spanten , PHMppum III. und begleitetedieselbe nach Spanien , allwo des Königs und sein eigen bey-laqer den iz. april an. 1599. auf einen tag gehalten wurden.Nachdem die beyden vermahlten im septemb. dieses jahrs »vierder zu Brüssel angelangt, und ihren Hof-staat eingerichtet,qiengen auch die kriegs - Verrichtungen wieder an, da denn derErtz - Hertzog an. 1600. von Printz Moritzen bey Nieuport mitgrossem vertust aus dem selbe geschlagen ward, und hatte er sichdabey selbst so weit ins treffen gewagt, daß er fast gefangenworden. Im folgende» 1601. jähre gieng er vor Ostende, wel-cher ort den Flanderern schon längst ein dorn im äuge gewesenwar, daher bereits an. 1595. ein vergeblicher versuch darauf ge-schehen, und nunmehr der Ertz-Hertzog von den Flanderern garsehr zur belagerung desselben gedrungen ward. Er fand aber da-selbst so viel zu schaffen, daß er drey gantzer jähre mit der belage-rung zubrachte, und indessen den feinden anderwärts desto freye-re Hand lassen muste, die nebst andern örtern, sonderlich Rhein-berg, Grave und Sluys wegnahmen. Ostende ergab sich end-lich im sept. an. 1604. und war dem Ertz-Hertzoge diese erobe-rüng auf sieben Millionen zu stehen gekommen. Bis hieher hat-ten auch des Ertz - Hertzogs vornehmen die wegen ihrer rückstel-ligen bezahlung "unruhigen soldaten gehindert, welche fchon ge-raume zeit qemurret hatten, an. 1600. aber recht aufrührisch zuwerden ansiengen, und sich etliche tausend starck zusammen schlu-gen, sich etlicher vesten örter bemächtigten , und von daraus dasplatte land sehr mitnahmen ; auch als man ihnen mit gemaltdrohete, und sie vor schelmen erklärte, nicht nur dem ausgegan-genen patent eine harte schntz-schrift entgegen setzten, sondernsogar mit Printz Moritzen sich vereinigten, weswegen endlichAlbertus genöthigt ward, einen vertrag nach ihrem willen mitihnen zumachen, welches immayan. 1604.geschahe. Dasjähr 160z. gieng meistens mit vergeblichen anschlügen hin, undan. 1606. kam Spinola mit einer so weitläufigen gemalt ausSpanien guruck nach den Niederlanden, daß der Ertz - Hertzogselbst darüber einiger Massen eifersüchtig ward. Jedoch giengausser dem, -aß die Spanier Groll und Rheinbergen wegnah-men , nichts sonderliches vor,,zumal das übel bezahlte kriegs-polck wieder meistentheils schwürig ward. Eben damals fiengman auf Veranlassung des Ertz-Hertzogs auch an vom frieden zuhandeln, und ward endlich, nachdem sich die Handlung langeverzöge, im april an. 1609. der zwölfjährige stillstand geschlos-sen , wobey Albertus nebst den Spaniern die vereinigte Nieder-lande vor einen freyen Staat erkannte. Nach diesem brachteder Ertz-Hertzog seine lebens-zeit vollends in friede zu. Dennob es gleich über unterschiedene im ftillstands-tractat nicht gnug-sam erörterte Puncte zweifel setzte, der Ertz-Hertzog auch, sowolals die Staaten an den Jülichrschen Händeln und der Teutschenunruhe auf gewisse mäste theil nahmen, ward doch in den Nie--,derlqnden der stillstand treulich gehalten. Als aber eben derstillstand aus war, und die Staaten , ungeachtet der Ertz-Her-tzog gern friede gemacht hätte, darein gleichwol nicht willigenwollten , weswegen Albertus sich starck zum krieg rüstete, starber, ehe derselbe noch angieng, ohne leides - erben zu hinterlaßsen, den ir. jul. i6ri. zu Brüssel. Er hat durchgehends daslob eines verständigen, wachsamen, gütigen und gottsförchti-gen Regenten. Man findet, daß er dereinst nach der Kayfer-Crone gestrebet, und noch bey Rudolphi II. leben, auf Veran-lassung des Fürsten von Mansfeld, sich deswegen heimlich beydem Churfürsten von Brandenburg durch einen gewissen Ca-pital», mit nahmen Moltzer, angegeben, der sich aber nicht ein-lassen wollen. Daher giebt der ungenannte Verfasser seiner le-bens-beschreibung , die auch sonst nicht gar wohl geschrieben ist,fälschlich vor, daß ihm die Kayferliche würde von den Churfür-sten zweymal angetragen worden, so er aber jedesmal ausge-schlagen. in Mnsl,
comimiLtus. kÄxop. tom. I. in elog.
stlsierti. Von Brrcken ehrenjp. Ulltoire äe I'ärcsiläuL. Kl-derc. Alämoires äe /.onr/l sie
Rönig in Schweden.
Albertus, König in Schweden, der mittlere söhn Alberti I.Hertzogs zu Mecklenburg, wurde, weil er Eufemiä, derschwester Königs Magnr II. Schmeeck, söhn, und also ausSchwedischem geblute war, durch Vorschub des Adels, wel-cher Königs Magni und seines sohnes Haquins tyranney nichtlanger ertragen konnte, zum Könige erwehlet. Er eroberte auchsogleich Stockholm, und nachdem er daselbst an. i;6;. zumKonig ausgeruffen worden , überwand er Magnum in einerschlacht bey Encöping , und bekam denselben gefangen, beywelcher gelegensten auch Mit Konig Wvldemaro III. in Däne-marck ein vergleich getroffen, und demselben darin» Gothlandabgetreten, von ihm aber hingegen der lehns- nsxus wegender Rostvckischcn lande den Mecklenburgern erlassen wurde.AAMMl Haquinus, war hernach glücklich, belagertees an. i;?i. zu einem stieben, trafstAlberto das gantze Reich verblieb. Esso übel Haus, als seine vorfahren,
Lt-SRA M»M.
erträglichen auflagen drückte. Dannenhero es zwischen ihmund den Schweden zur ruptur kam, welche die Königin Ma^garetham von Dänemarck und Norwegen, Haqvins wittwe,zu hülffe rüsten. Diese griff Albertum mit kriege an, über-wand ihn in einer schlacht bey Falcöping an. i;88. und bekamihn selbst gefangen. Seine brüder, die Hertzoge zu Mecklen-burg , wie auch die Grafen zu Holstein und die Hansee - stadte/sonderlich aber Wismar und Rostock, desgleichen die CrEHerren in Preussen, denen Albertus die tnsul Gothland ver-kauft hatte, nahmen sich seiner mit grossem Nachdruck an, rmobehaupteten Stockholm lange zeit, woselbst grosses elend war.Es entstund auch eine gantze rotte see-räuber, die sich Vitanmner oder Vitalien-brüder nennten, und die gantze Ost-See umsicher machten. (Siehe Vitalien - brüder.) Endlich nacksidem Albertus sieben jähr gefangen gesessen, kam er an. nbi'mit diesen bedingungen los, daß er binnen zwey jähren Stock-holm samt allem ansprach an das Reich der Königin Margmretha übergeben , oder hernach wieder in sein gefängnis ge-hen sollte, zu dessen sicherheit die Hansee - stadte 60000. marffgoldes zu bezahlen sich erboten, falls Albertus diesen tractmnicht hielte. Dieser war auch anfangs darzu nicht geneigt, umsuchte bey den Creutz-Herren gedachte summe gelbes, nebst Aner mehrern hülffe zu erhalten ; weil aber inzwischenssein EErich mit tobe abgieng, ließ er von diesem vornehmen ab, Eauf Schweden verzicht, und brachte seine übrige lebens-zeft mMecklenburg zu, allwo er an. 1412. gestorben. Die odge-dachte 60000. marck zu bezahlen sollen die adeliche frauens-M"fönen im gantzen Mecklenburgischen ihre jubelen verkauft halEdagegen Albertus zur danckbarkeit verordnet, daß die wEfhinfuhro lehens-fähig seyn sollten. Seine gemahlin warchardis, die einzige tochter Ottonis Rosä, des letzten GraKzu Schwerin, nach dessen tode an. i; 6o. diese Grafschafft, nEder vestung Dömitz, an die Hertzoge zu Mecklenburg gefalle"'Ausser obgedachtem Erico hinterließ er noch einen söhn, AlvAtum , der nebst seinem vetter Johanne die Universität zustock gestiftet, und ohne kinder gestorben.illullr. 1ik>. XXI. K^/e/rsis-'fll siilt.
st-llox. p. 711. //»dos nor. proc. Imx. Üb. IV./..-«siesse^. Lsiion.KossoLli.Iib. II. c. n.
Churfürsten zu Mayntz.
Albertus I. Ernesti, Churfürsten zu Sachsenwurde von dem Ertz - Bischofs zu Mayntz, Dietrich vonbürg , erzogen , und als er starb, zu seinem Nachfolger vorsschlagen, auch in seinem 18. fahre von dem Capital erwE§und von Sixto IV. bestätiget. Er verwaltete aber diese n>mvnur zwey jähr, und starb in der besten Hoffnung an einem 0.tzigen sicher den i. may an. 1484. cks sipilsi.
flrr LLtal. LIeäk. SLLles. lib. II. Lsiroii. d
Albertus II. Cardinal - Priester, Churfürst und/»Bischoff zu Mayntz und Magdeburg, ein söhn Aham vChurfürsten zu Brandenburg, und brüder Churfürst/chims, war den 28. jun. an. 149». gebohren. Er wurdejugend auf dem geistlichen stände gewiedmet, und zumren angehalten , erlangte auch noch sehr jung zu May»?Trier ein Canonicat. An. i^iz. den z 1. aug. wurde erBischoff zu Magdeburg und MinilMrswr zu Halbertz" ^Das folgende jähr, den 9. mertz, erwehlte ihn das Dom/Astul zu Mayntz, nach absterben Uriels von Gemmingen, ^ siErtz - Bischoff, mit dem bedinge, daß er vor sein geld da»sium losen sollte, weil bisher in kurtzer zeit drey Ertzgestorben wären , und das Capitul dadurch gantz erschöpft sie-den. LeoX. willigte hierein, ob es gleich bisher in TeuMland noch nicht war erhört worden, daß eurer zwey Ertzf/hjethümmer zugleich verwaltet hätte. Weil aber MbchtMzoooo. ducaten zu lösung des Isiillil nicht alsbald aufprikonnte, so schössen die Fugger unterdessen selbige vor; um Zffmit diese wieder möchten befriedigt werden , gab Leo den ^berto macht, ablaß zu verkauften; worauf dieser Iohü-tz^pltzeln, einen Dominicaner-Mönch, damit ausschickte, we»sich an. 1; 17. Martin Luther widersetzte. Albertus opp^pstsich diesem so viel als möglich, deswegen ihm auch dee^z-ohne einige interceßion an. 1518. den 1. aug. auf dem mtage zu Augspurg, durch den Cardinal Cajetanunrgium, den Cardmals - Hut aufsetzen, und ein E epft-schwerdt überreichen ließ. Anfangs bekam er den trtmlogoni, der aber hernach mit dem 8.1'etri sä VincuMfest wurde. Nach Kaysers Maximiliani tode brachte er ^ §i>Churfürst Friedrichen zu Sachsen dahin, daß Carolusdessen statt erwehlet wurde. Als die streitigkeiten nm ^ jh,umehr und mehr überhand nahmen, fchrted Albertus ^und nahm sich die befchützung der Catholischen krrchemuste aber endlich doch den einwohnern im Magdevms^siglund Halberstädtifchen das freye exercirimn der relmw'^ zEten, welches auch die zu Halle einführten. Er warfrieden geneigt, und ließ sich oft angelegen seyn , /gölte»renden wieder zu vereinigen. Er verrichtete fleißig r kdienst, und hielt viel auf Verehrung der reliquren, "si sagffauf zierlichkeit und Pracht der kirchen , daher ,er ots» ^ vspflegte: vilexi äecoiem ÜOMU8 Oei. Über dieses wsonderbarer beredsamkeit, und ein grosser liebhabet M