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Erster Theil. A - Be.
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davor die kriegs-kosten, so ;r°o. Mdm austrugen, ersetzte.An. 1448. kaufte er die Herrschafft Brauneck , Creglmg«nd Erlach von dem Grafen von Hardeck. Als nach deinHußiten - kriege die Franckische und Schwäbische Fürsten ohnedem über die meisten Reichs - stadte übel zu sprechen waren,weil sie sich weigerten , ihr contmgent zu gedachtem kriege zugeben, und sonsten ziemlich muthig waren, hatte MarggrafAlbrecht auch viele beschwerden wider die stadt Nürnberg,welche Rcntsch crzehlet. Als diese au. 1449. durch einigerFürsten Vermittelung zu Bamberg nicht abgethan werden konn-ten , kam es zum kriege, welcher zum grossen verderben bey-derseits lander zwey jähr wahrete. Wie scharf es hergegangen,tan man daraus abnehmen, daß es mit dem Marggrafen sie-benzehen weltliche Fürsten, fünfzehen Bischöffe, und fast dergantze Franckische Adel, mit den Nürnbergern aber alle Reichs-städte und ein theil der Schwerer gehalten. Nachdem derMarggraf Albrecht acht schlachten gewonnen, und in einer eini-gen eingebusset, wurde durch eine Kayserliche commißion zuBamberg an. 14^0. friede gemacht. An. 1460. wurde er in dieMayntzische unruhe mit eingeflochten, und stund dem von demPapst Pio II. neugesetzten Ertz-Bischofs Adolph von Nassau ,wider den entsetzten Dietrich von Jsenburg bey, worüber erschon damals mit Ludwig dem reichen, Hertzoge vonBayern , seinem ehemaligen spielgesellen , mit dem er sichals ein kind oft tapfer herum gebalgt hatte , und der da-mals Dietrichs parthie.hielt, sehr zerfiel: wie ihm dennHertzog Ludwig viele städte und dörfer wegnahm , und ob-wol noch in selbigem jähre friede gemacht wurde, hatte esdoch keinen bestand, indem noch an. 1461. Kayser Frie-drich III. ihm die execution der achts - erklärung wider den-selben auftrug, wobey er zwar dem Hertzog grossen schaden ge-than, aber selbst,keine seide gesponnen, indem nicht allein seinelande sehr verwüstet worden, sondern er auch in einer Wachtbey Mengen den kurtzern gezogen, worauf alsobald noch an.1462. friede gemacht, und darinnen von beyden feiten das ab-genommene restituirt wurde. An. 1464. fiel ihm,durch dentod seines bruders Iohannis des Alchymisten, das Fürstenthumoberhalb gebürges zu, und an. 147°. überließ ihm der anderedruder Friedrich II wegen alters und unvermöglichkeit dieChur und Marck Brandenburg , wodurch er so bald mit denPommern zu thun bekam. Er verlangte und erhielt von demKayser die execution des Soldinischen Vertrags mit Friedrich II.darauf vermöge eines zu Prentzlau an. 1472. den z. jun. er-richteten Vergleichs Churfürst Albrecht, was er damals vonPommern besessen, behalten , das übrige den Hertzogen zu le-ben gegeben, und die erbhuldigung in allen landen eingenom-men , wie denn Hertzog Erich II. die Huldigung würcklich gelei-stet. Als aber mcht allein dessen bruder Wratislaus bald aufdie hinter-beine trat, sondern auch Erici II. söhn Bogislaus X.dem exempel seines vatters nicht folgen wollte, kam es aber-mals zur thätlichkeit. Die fache wurde aber an. 1474. einigerMassen beygelegt, und Margaretha , Churfürst Friedrichs II.tochter, an Bogislaum vermählt, worvon in dessen leben nach-zusehen. An. 147;. hat der Churfürst die erb-verbruderung zwi-schen Sachsen, Brandenburg und Hessen schliessen helffen. Indem folgenden jähre commandirte er die Reichs - armee widerHertzog Carln von Burgund, der die stadt Neus im Colnischenbelagert hatte; es kam aber zu keiner action, weil die fachebald gütlich beygelegt wurde. Än.1476. übergab er seinem söhnJohanni die allmiiffstistion der Marck, und begab sich inFrancken, doch behielt er die Chur-würde vor sich, stund auchstimm söhn in bedencklichen fällen mit gutem rath bey. Letztlichverfiel er mit dem Bischofs von Bamberg in streit, und wurdevon demstlben in bann gethan , den er aber mit grossem muthverachtete. Er starb zu Franckfurt am Mayn , als Maximi-lianus I. zum Römischen König erwehlt wurde, den 11. mart.1486. Von seiner posterität siehe Brandenburg,

Albertus , Cardinal, siehe unter den Churfürsten zuMayntz.

Albertus, Marggraf zu Brandenburg, und erster Hertzogin Preussen, Marggraf Friedrichs söhn, Churfürst AlbertiAchillis enckel, wurde an. 149°. den 17. may gebohren, undan. 1510. zum Hochmeister der Teutschen Ritter in Preussenerwehlet. Er kam an. izir. mit einem prächtigen comitat inPreussen an, wegerte sich dem Konig in Polen Sigismundo,der seiner mutter bruder war, die seit an. 1466. gewöhnlicheHuldigung zu leisten , und ließ ausdrücklich den Polen melden,daß weder er noch seine Ordens-bruder gesonnen wären, diesel-ben weiter vor ihre Ober - Herren zu erkennen. Von dieser zeitbis iy. ward sonderlich durch Alberti druder und verwandtenan einem gütlichen vergleich gearbeitet, und als man dazu nichtgelangen konnte, reisete Albertus nach Teutschland , kam inPerson nach Berlin, und gab seinem Vetter Churfürst Joachim I.bre neue MM, so die Ritter bisher inne gehabt, wieder ein-zuloten , seine erblande aber versetzte er, trat auch gegen eineAM,Uwes den Schwerdt-Rittern in Liestand die Ober - herr-dttsen vrden ab, und warb eine armee von 14000.MM r Mar an. 1520. dem feind ziemlich abbruchAEin/n «nd^nnm^^rgard und Dirschau eingenommen,^ ^ rn^ÄA^rgebens angegriffen. Weil aber

doch die Polen zu starck waren, und Holland mit stürm,

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Brandenburg mit accord, und Marienwerder durch sreywiMÜbergabe einbekommen hatten, reisete er noch in diesem jEpersönlich nach Thoren zu dem König, und fieng an von demfrieden zu handeln, brach aber die tractaten selbst ab, so bald ervon den Dänen einen succurs von 2500. mann erhalten haltt'Mit diesen und der an. 1521. aus Teutschland erhaltenen armeevon i zooo. mann, hatte er gute Hoffnung die souverainitat i»behaupten. Weil aber die letztem sonderlich ohne der Pole»sebel auch mit der ihnen ungewohnten kälte zu streiten hatten, 1»wurde wenig ausgerichtet, und Albertus gezwungen, einenstillstand auf vier jähr einzugehen.. In dieser zeit reisete er am1522. aufden Reichs-tag nach Nürnberg, und suchte bey allenReichs-gliedern vergebens hülste, weil Maximilianus I.an. i?i5. dem Könige in Polen versprochen hatte, sich der Edens-Meister nicht wider ihn anzunehmen, und Carolas isAlberto verwiesen, warum er den Polen nicht huldigen wollte«Der Papst begehrte auch nichts als gütliche Vorstellungen Mthun, und die Reichs-Stande hatten noch weniger lust, weil die-ser orden sich nie um Teutschland bekümmerte, als wenn er HEse brauchte, sich auch in keinen gewissen kreis begeben, noch Anen matriculsr-anschlag übernehmen wollen. Das einige, 1 »Albertus auf dem Reichs-tage ausrichtete, war, daß man be-schloß, zu beylegung der fache eine zusammenknifft zu PreßbEm Ungarn zu veranlassen, welches aber nicht zu stände kam.ward auch zu Breßlau durch Vermittelung Marggraf Georgs»zu Brandenburg, und Hertzog Friedrichs zu Liegnitz, wiEvergebens, an einem beständigen frieden gearbeitet, weil der Ko-nig alles wieder auf den alten fuß gesetzt haben wollte. Dochthat der König, und nicht der Hochmeister, den Vorschlag, da»Albertus das land als ein Polnisch lehen erblich besitzen , lEseine brüder und deren nachkommen die mitbelehnung habe»sollten.. Nach einiger berathschlagung mit dem Orden, la»xund stadten, nahm Albertus diesen vörschlag an, reisete sei"»nach Cracau, und schloß an.1^2;. den 9. april einen ewigen Wden, dessen vornehmste Puncte folgende waren: Der HocymeEsollte das land, so jetzo das Brandenburgische Preussen generEwirb, als ein Fürsten-oder Hertzogthum von dem Könige ist dAlen zu lehen haben , und damisnicht allein er und seine ma»»ssche nachkommen, sondern auch seine drey brüder, George, Mmir und Johannes, samt ihren männlichen descendenten bett?net werden. Wenn aller dieser vier Marggrafen posterität amgegangen, sollte das lehen wieder an Polen fallen. Der M'»Hertzog sollte in Polen den nächsten platz nach dem Könige?»'ben; er sollte nichts von Preussen verlausten, ohne ein jährher es dem König anzubieten; im kriege dem Könige mit m'Pferden zuziehen, allen Päpstl. Kayserlichen und andern M»8üs renunciren, und die, so diesem vertrag nicht zugegender Cron Polen erwarten; und endlich sollte weder dernoch der Hertzog ohne beyderstits bewilligung macht haben,»-»,zölle, Niederlagen u. d. g. in Preussen anzulegen. Die belehn»'»selbst erfolgte den 10. april, bey welcher Albertus, Für!»Preussen verheist, und GOtt dem Allmächtigen schwört, da»,dem Könige und der Cron Polen ewiglich getreu, untertha»'»gehuldigt und gehorsam seyn wolle,als es sich geziemet einemhuldeten und belehnten ftiedsamen Fürsten, nach der weift, Mm solchen dingen, wie dieselben verordnet seyn. Er bekam Mwapen einen schwachen geerönten adler mit dem anfangs - bwAHaben S. des nahmens Sigismundi, auf der brüst. DsMänderte Albertus nicht allein den titul und Habit eines HM Ve-tters in den Hertzoglichen, sondern auch die religion, »m ^kannte sich zu der Lutherischen, von der er schon 1 FNürnberg einen begriff bekommen hatte, vermahlte si<A die-nn. 27. mit der Dänischen Printzeßin Dorothea. Durchsse Veränderung zog sich Albertus unterschiedliche feinde muMhals. Denn Hertzog Erich von Braunschweig, daMMA,Commenthur zu Memel, war übel zufrieden, daß dtt Mschafft des landes, wozu er vorher auch Hoffnung haben MM§erblich worden , —>— -----uva^ ..

und wollte in vollem Harnisch dem HertzsZeingang besagter vestung disputiren, ließ sich aber dämm»' ^einer gewissen jährlichen pension abfertigen, und gMipckTeutschland; an. i?6z. aber kam er mit 14000. man» m ^Hertzog Albertum angezogen , welcher ihm so gut als co'» ^eil ftyn konnte, bis an die Weichsel entgegen zog. N,am-^man nun auf beyden feiten die zeit, weil es eben herbst, mn « he-beissen zugebracht, liessen Erichs foldaten, weil sie keinen 1 »'^kamen , unverrichteter fachen wieder nach Haufe, und dAhatte ein ende. Die Ordens-brüder in Teutschland wchm" ^1526. zu Mergentheim einen neuen Hochmeister, WalwA -ArCronberg, welchen auch der Kayser Carolus V. auf dem m ^sttage zu Auaspurg mit den Teutschen ordens-regalien um Mlande Preussen loleimirei- belehnte. Noch in diesem , gttder Kayser den vertrag Alberti mit König SigismunoMe»welcher wider den Papst , Kayser, das Reich, denorden, und die gesamteRitterschafftTeutschernattonwäre. An. 15x2. ward.Hertzog Albrecht gar in dttklart, und als in den folgenden jähren die Stände und eu

LÄ-K

sich-

.... . gehorchen

leicher Massen in die acht erkläret. Hiewiderertus damit , daß er an allen orten vergebens. ^sucht, das seine bey dem Orden zugesetzet , und » s-p»weck er den Polen zu schwach gewesen , sich so E