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werden sollte. Nachgehends, im kriege zwischen Woldemarn,Marggrafen von Brandenburg, und Friedrichen, Marg-grafen von Missen, ward dieser letztere gefangen, und nichteher los gelassen, bis er schriftlich auf etliche städte-verzichtgethan, und seine tochter drestm Alberto zu geben versprochen ;Als aber die Meisner ihren Marggrafen, da er zu Altenburgausgeliefert werden sollte, den Brandenburgern mit gewalt weg-nahmen , ward dieser Albertus nebst vielen Edelleuthen gefan-gen , und nicht eher befreyet, bis er sich von seiner versproche-nen braut los gesagt, und eine ziemliche summa gelbes erleget.Erstarb an. i;i6. und hat mit seiner gemahlin Elisabeth, desChurfürsten Conradi I. zu Brandenburg tochter, 4. söhne ge-nüget , Albertum II. Woldemarum, Sigfridum, Hcnricum,wovon sich dre 2. letztere in den geistlichen stand begeben; aucheine tochter, so an Ludovicum von Hackeborn verheurathet wor-den. b« 72 a, cle red. 8axon. Lc. origines 8-lxon. üb.
VI. p.;y7. L in snnslib. SpKNgenb. Mansf. thron.
F, H-nkalt. Zeneal. IriK.
L 2 P. IZ.
Albertus II. zugenannt der jüngere zu Zerbst, war ein söhndes vorher gedachten Alberti, und wurde unter der vormund-schafft des Churfürsten Woldemari zu Brandenburg erzogen.An. i;ro. bekam er nebst seinem bruder Waldemaro und sei-nem Vetter Bernhards III. die anwartschafft auf die Pfaltz-grafschafft zu Sachsen, und, die belehnung der Marck zu Lands-berg , ingleichen der r. schlosser Hofhausen und Alstädt. An.r z rr. bemühete er sich sehr, die erledigte Chur Brandenburg zuerhalten, welches ihm aber fehl schlug, weil der Kayser Ln-dovicus Lavnrus selbige seinem altern söhn Ludovico gegeben.Nachgehends erhielt er an. iz;;. als nächster agnat BernhardtIII. zugenannt 8xoli-ni , von dem Kayser die investitur über dasFürstentbum Anhalt und die Graffchafft Manien. An. 1Z41.bauete er mit seinem bruder das schloß zu Anhalt. Nachge-hends führte er mit Dieterico, Beschossen zu Brandenburgkrieg, welcher aber durch Vermittelung Ottonis, Ertz-Bischoffszu Magdeburg, beygelegt wurde, mit welchem er in dem fol-genden i;;4. jähre, wie auch mit Rudolphv, Hertzoge vonSachstn, und den Hertzogen von Pommern, wider Ludovi-cum , Churfürsten von Brandenburg, ein bundnis schloß.Er starb an. i;6r. und hat mit seiner ersten gemahlin Anna,Hertzogs Uratislai in Pommern tochter, IohanNem gezeuget.Nach ihrem absterben vermählte er sich mit Beatrix, Rudolphi I.Churfürsten zu Sachsen, tochter, welche ihm Albertum, dernoch vor dem vatter unverheurathet gestorben, Rudolphum,der Bischofs zu Schwerin worden, und 2. tochter gebohren.
metrop. üb. IX. c. 48. LrottkA' Zeriesl. c.
1;.
Albertus, zugenannt der hinckende, zu Cöthen, war einsöhn Johannis, und ein enckel des vorher gedachten AlbertiII. Er führete nebst seinem bruder Sigismundo viel jähre eingemeinschafftliches regimeut, bis endlich an. i;y6. die theilungbeliebet wurde. An. 1404. und im folgenden jähre hatte er einenschweren krieg mit Günthers, Grafen von Schwartzburg, Ertz-Bischoff zu Magdeburg, welcher endlich durch UnterhandlungHertzogs Bernhardt von Braunschweig an. 1407. beygelegtwurde. An. 141z. bekam er von Ruperto von Schierstättdas schloß Dornburg pfands-weise, ingleichen an. 141;. vonder Aebtißin zu Quedlinburg das lehen von dem schloß Roß-lau. An. 1417. renuncirte er vor sich und seine erben aller an-spräche auf die Chur Brandenburg, gegen 60000. gülden,welche ihm und seinem bruder Sigismundo der neue ChurfürstFridericus, Burggraf zu Nürnberg, erlegte. Er starb an. 1424.und hat mit Elisabeth, des Grafen Guntheri II. zu Mansfeldtochter, Waldemarum, Albertum , Adolphum und 2. tochtergezeuget. Die andere gemahlin, Elisabeth, Gräfin von Ho-henstein, Brunonis, Edlen Herrn zu Querfürt und EglenWittwe, hat ihm Albertum V. und 2. töchter zur Welt ge-bracht. genes1o§. txüogs. c. 17.
JeEarr.
Albertus, Graf von Holstein Henrici II. des eisernen an-drer söhn, und Gerhardt VI. bruder, bekam nach seines vat-ters bruders Nicolai tode den dritten theil von Holstein, undgerieft) durch Veranlassung eines feindlichen einfalls seinesschwieger-vatters Erici IV. zu Sachsen - Lauenburg in Ditmar-schen mit den Ditmarschen in einen schweren krieg, darin» eran. 140z. um das leben gekommmen, ohne kinder zu hinterlaßsen. Spangenbergs Schaumburg. chron. üb. III. c. z a.x. i;i. legg.
^ * Albertus, Graf von Nassau, ein söhn Georg», Gra-fens zu Nassau in Drllenburg, und Anna Amaliä, GrafensPhtUppi von Nassau-Saarbruck tochter, ward an. i; 96. zu Dil-lenburg gebohren. Nachdem er etliche jähre den ttuäüs obgele-gen , trat er in der vereinigten Niederlanden kriegs-dienste, undward m denselben an. 1626. durch einen empfangen musqueten-schuß des lebens beraubet,
'Graf von Nassau, ein söhn Philippi, GrafensN ^alM-Weubmg, und seiner zweyten gemahlin Anna, Grä-sin von Mannsfeld, vereinigte die Graffchafft Saarbruck, wel-^>rch den todesfall Johannis, des letzten Grafens vonz f nieder mit der Herrschafft Weil-
öurg, lve^che fett dernjahr 1429. da Philippi, Gmfens zuNaffau-Werlburg und Saarbrück söhne, Johannes und Ph^
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lippus ihres vatters erbschafft unter sich zertheilten, darvoNabgesondert gewesen. Er starb nach einiger meynung an. i6i°.und hinterließ von seiner gemahlin Anna, einer schwesterhelmt I. Printzens von Oranien, eine zahlreiche familie. E'ÜLX. Diüv.
Albertus I. Graf zu Vermandois, siehe Vermandois.
Prälaten und andere berühmte leuthe. -Albertus, Patriarch zu Jerusalem, soll von Amiens au»der Picardie gebürtig, und ein urenckel Petri Hermitä gewesenseyn. Einige meynen, daß er derselbe Bischofs zu Bethlehemsey, dessen Guil. Tyrius gedruckt, daß er ihn aus das Lonoilmi»im Lateran an. 121;. begleitet, und daß er hernach Bischoff AVercelli in Piemont worden. Andre aber glauben, daß es derBischofs von Ascalon gewesen. So viel ist gewiß, daß er derkirchezu Jerusalem ungefehr 2;. jähr vorgestanden, daß thwdie Griechen Dositheum entgegen gesetzt haben, und daß erums jähr 12; 4. gestorben, nachdem er wegen seines glauben»viel ausgestanden. Er verfertigte verschiedene schriften, M-derlich ein buch von dem zustande des heiligen landes, welche»er Jnnocentio III. zueignete. Er ließ sich angelegen seyn, d»Eremiten, so auf dem berge Carmel wohnten, zusammen zubringen, und ihnen ordens-regeln zu geben, die aus St. Ba-stln feinen gezogen waren; welches der Ursprung des Tarnst-liter-ordens gewesen, wiewol ihn Albertus selbst nicht, w»man sonst geglaubet, hat angenommen. L 6-«^-
in cüron. gxx. bibl. Lsrmel. Xc.
* Albertus, ein bauersmann, aus dem dorfAgna, nahe beyBergamo in Italien gebürtig, soll von jugend an der frömnus-keit, und tugend ergeben gewesen seyn. Er gesellete sich deswegenzu niemand, als frommen nnd gottsfürchtigen leuthen, gkengfleißigzur kirche, thäte auch mit gröster andacht eine waüfEnach Rom, wie auch, nach einiger vorgeben, nach Composteu-Man berichtet von ihm, daß , da er einsmals nebst andern yenabgemähet, und seine Mitarbeiter aus dosheit ihm einen steinzwischen geleget, er denselben ohne schaden seiner sense, wie da»gras, zerhauen habe. Ferner wird von ihm erzehlet, daß als ein»jüngster ein glas mit wein zerbrochen, er die stücke desselben wie»»»zusammen gesetzt, das glas gantz gemacht, und den aufdie Egeschütteten wein, so gut und rein, als er zuvor gewesen, wiederhinein gebracht habe. Da er endlich aufdem sterbe-beth gelegen/und der Priester mit dem Viaftco etwas zu lange verweilet,
(wie man vorgiebt) eine taube vom Himmel geflogen,und hat Eeine Hostie gereichet. Dieses soll zu Cremona geschehen seyn, aAwo er an. nyo. verstorben. Diese und andere wunder, so awvnach seinem tod geschehen seyn sollen, verursachten, daß erJohanne XXI. canonisirt wurde.
Ertz-Bischöffe zu Magdeburg. .Albertus l. oder Adalbertus , war anfangs ein Mono/in dem kloster St. Maximini zu Trier, und wurde an.nach Rußland geschickt, die Heydnischen einwohner daselbst Lbekehren, kam aber unverrichteter fache wieder, und w»Aan. 966. Abt zu Weissenburg. Als hierauf das folgende Mder Kayser Otto I. das Ertz-Bißthum zu Magdeburg stiftch'wurde Albertus zum ersten Bischoff dahin beruffen, undivst6. Blßthuinmer untergeben; nemlich die zu Merseburg,sen,^ Zeitz, Havelberg, Brandenburg und Posen. Aibecw.ließ sich angelegen seyn, diesen kirchen löblich vorzustehen, AIdie benachbarten Wenden im Christenthum zu unterriEfAls er an. 98z. den 20. may zu Merseburg die messe verrEIund darauf seine reise weiter fortsetzen wollte, überfielen w.unterwegs grosse haupt-schmertzen, und eine solche schwachv^daß er den folgenden tag stürbe. Er wurde darauf fs".,Gibichenssein gebracht, und aus einem schiff nach Magdeblchzum begrabnis gefchret. üb. III. XE/s. lw- ^ /
8sxon. c. 14. L^o-rve» aiui. Vrevir. tom. I. üb. X.
IÄI 713 S Nsgcleb. cbron. ürcüiep. Älsgäeb. in
rer. Oerm. tom. II. x. 274. lyerners Magdeb. ch''snftg. Rsgä.
Albertus II. Graf zu Kevernberg oder Kirberg, fbEzvt»dem Ertz-Blßthum zu Magdeburg Ludolpho von KoppeEAn. 1206. befand er sich aufdem Reichs-tage, welchen der^sser Philipp zu Oßnabrüg hielt, entsetzte auch selbiges jähr eigschloß Lichtenberg, welches Wilhelm Hertzog von BraunEye-belagert hatte. An. 1207. kam der Kayser Philipp nach Dächerbürg, und ward von dem Ertz-Bischoffwohl empfangen, we^.sich angelegen seyn ließ, ihn mit dem Papst auszusöhnen- Af1211. that er den Kayser Ottonem in bann; als aber baldzu Halberstadt ein Reichs-tag gehalten wurde, und ErstenPfaltzgraf am Rhein, des Kaysers bruder, nebst andernsich über solch verfahren beschweret, vereinigte man sich ^ mihm Der Ertz-Bischoff bemühete sich zwar, dieselben wE^sbegütigen, und gebrauchte sich hierzu der Unterhandlung ' .he»getreuen Raths, Graf Gebhards vonQuerfurt, konnte^nichts erhalten. An. 121;. gieng Kayser Otto selbstMagdeburgische, Albertus setzte sich ihm entgegen, zog ^Remkersleben in einer schlacht den kürtzern, und konm ^kaum mit der flucht in das kloster Bergen falviren. Der^choffgieng darauf wieder nach Braunschweig, und der Ertz-^>,> „,wurde kurtz hernach durch Friedrichen von Kare gem'? zgund auf Gronberg geführt; deswegen der Burggrf'penMagdeburg, Burchard, Edler Herr zu Querfurt,bürgern von Magdeburg Gronberg belagerte, nacy