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Stifte viele Veränderungen mit angesehen. Er ist in hohem al-ter an. 1649. gestorben. Sr^e/r». 6erm. stlM, k. I.
Bischöffe zu Passau.
* Albertus I- der Bischoff zu Passau, war Alberti II-
Churfürstens zu Sachsen, von Agnes, Kaysers Rudolphi ll-rbs-burMLi rochier, erzeugter söhn, wurde an. i;22. zu solcher Bi-schoffs-würde erhoben, auch vom Papst Johanne XXIII. da-rinnen bestätiget, wiewolen er sich, weil er ein weltlich-gesinn-ter Herr war, gar Mecht zu dergleichen geistlichen Hirten-amte geschickt. Durch seinen weitläuftigen siaat hat er demBißthum grosse schulden zugezogen. Er hat dasselbe 20. jährlang verwaltet, und ist an. 1)42. gestorben. dcrin.
Qcm, k. I. p. 4?-
* 2 Ilbertus II. war aus dem Freyherrlichen geschlechte vonWinckel in Oesterreich, und wurde an. i zSr. zum Bischoff zuPassau erwehlet., Weil er aber mehr den degen, als den Bi-schoffs-ftab zu fuhren, gebohren zu seyn schiene, so geschahees auch, daß ihm die Passauer nicht recht pariren wollten,sondern an. 1^7. wider ihn zu felde zogen. Es kam daraufan der Donau, wo derfluß Erlach hineinfällt, zu einem soscharffen treffen, daß von dem darinnen vergossenen vielen blutebeyde ströme roth gefärbet wurden. Endlich behielten dieBischösslichen doch das seid, und Kayser Carolus IV. that denausspruch, daß die bürger ihrem Bischoff künftighin nicht nurgehorsam leisten, sondern ihm auch zur strafe zooo. oder wieandere melden, z ooov. marck silbers bezahlen sollten. Er hatdem Bißthum 17. jähr vorgestanden, und ist i;8o. gestorben.L«ce/r-r. Lerm. lacrü, k. I. x. 4;.
Bischöffe zu würtzburg.
* Albertus II- ein Graf von Hoheulohe, ward zwar an.r;4^. zum verledigten Bißthum zu Würtzburg einmüthiglicherwehlet, kam aber erst an. i;4y. zu dessen ruhigen besitz,nachdem er vorher von dem damalen zu Bamberg befindlichenPäpstlichen Legaten, dem Cardinal Guidone, aus dem banngethan worden, in welchen er, der ftreitigkeiten wegen mit Al-berto von Hohenberg und Haigerlohe, gerathen. Er trat, alsMarggraf Carl von Mahren wider Kayser Ludwig zum Kö-nig erwehlet worden, auf des ersten feite, und schöbe deswe-gen von einer zeit zur andern auf, vom letztem seine regalienund lehn zu empfangen, welches aber Ludwigen jö sehr ver-droß , daß er sich öffentlich verlauten ließ, er wollte ihm seinesUngehorsams wegen das Bißthum nehmen, und seines gefallenseinem andern verleihen. An. i;;o. zerfiel er mit Graf Ber-tholden von Lenneberg, weil dieser ohnweit Römhild ohnesein vorwissen das schloß Uttenhausen bauete, zwang ihn auch,nachdem es zum kriege gekommen, und bemeldtes schloß mitgewalt eingenommen und zerstöret worden, zu erstattung de-rer aufgewandten kriegs-kösten. Noch in eben diesem jährehatte er auch mit seinen eigenen bürgern wegen derer gerich-1e verschiedene irrungen, welche endlich an. i;?4. in thätlich-keiten ausgebrochen, von König Carln aber beygelegt worden.An. i;;6. gerieth er mit dem Bischoffzu Aichstadt etlicher le-hrn halben in zwistigkeiten, es wurden jedoch solche an. i;62.zu Nürnberg glücklich geendiget. Desgleichen giengen im er-wehnten iz z6. jähre zwischen ihm und seinen bürgern, da eintheil den andern des nicht gehaltenen Vertrags beschuldigte,aufs neue Händel an, wurden aber auf Kayserl. interposstionzu Dachau verglichen. Da er nun auch mit dem Ertz-Bischof-fe zu Mayntz und dem Landgrafen von Hessen in den folgen-den jähren in krieg verwickelt worden, hat das Stift nothwen-dig in grosse schulden gerathen müssen. Das Dom-Capitul ver-klagte chn deswegen bey dem Papst sehr hart; er starb abernoch eher, als der Päpstliche bescheid darauf einlief, nemlichden 27. jun. i;?2. und wurde in dem Dom-Stift bey unserLieben Frauen begraben, würtzburgische gesthicht-schrei-ber, x- 6^4. Igg.
* Albertus III. aus dem geschlechte von Heßberg, war Dom-Probst zu Wnrtzburg, und wurde nach erfolgter vacantz des-selben Stifts, nebst dem Dom-Dechanten zu Bamberg, nah-mens Wittichen, zum Bischoff vorgeschlagen, auf gescheheneVorstellung aber an die burger, daß kein fremder müsse geweh-!et werden, darzu erkohren. Allein er bekam mit dem Naum-burgifchen Bischoff Gerhards, einem gebohrnen Grafen vonSchwartzenburg, noch weitlauftige Handel deswegen. Dennes befand sich dieser eben damals, weil ihn seine Unterthanenvertrieben hatten, zu Avignon, allwo er von obgedachtem Wit-tich, der eben dahin gekommen, die vorgegangene Veränderungim Stift Würtzburg erfuhr; dahero er demselben sein Biß-thum abtrat, und sich dagegen vom Papst Gregorio XI. dasWürtzburgische geben ließ,, zog darauf, nachdem er von dem-selben brief und siege! darüber empfangen, zu Kayser Carln,der chn denn nach vorgelegtem Papstl. brief mit dem Bißthumbelehnere, und als dieses geschehen, that er dem Stift berichtdavon. Allein dieses wollte von ferner ersten wähl nicht ab-weichen , weswegen Bischoff Gerhard die stadt Würtzburg be-lagerte, und einbekam. Endlich wurde die fach an. ^76.Mischen ihnen insonderheit dahin verglichen, daß Albertus vonHeßberg sich alles seines rechts begab. Er hat nach diesemnoch DamalsPnester, Dom-Herrund Pfarrer zu Wurtz-
würtzhurgssche g--
Bischöffe zu Halberstadt.
Albertus II. Bischoff zu Halberstadt, Alberti des feisten,Hertzogs zu Braunschweig, söhn, wurde nach absterben BischrWAlberti I. von Anhalt an. 1; 24.0011 etlichen Dom-Herren erweck-let, und von dem Ertz-Bischoff zu Mgyntz confirmiret. Ob au«)gleich die andern Dom-Herren Ludwigen von Niendorff erweh-ret hatten, und der Papst ihnen einen Holsteinischen Edelmann,nahmens Giseler, aufdringen wollte, so blieb er doch im besitz,und brachte unterschiedene schlösser wieder ans Stift, mäch-te auch demselbigen die stadt Quedlinburg unterwürfig. Ergeriethe mit dem Marggrafen von Meisten in Uneinigkeit, dar-über es zu einer schlackst kam, worinnen Alberti bruder,Hertzog Ernst, und sein vetter, Hertzog Wilhelm, gefangenwurden. Er bekriegte die Grafen von Regenstein, wie auch dievon Mansfeld, weil Clemens VI. das Halberstädtische BißthuMAlberto von Mansfeld gegeben hatte, nachdem Giseler mit todtabgegangen war. Von dem widerspenstigen bürgern zu Hw-berstadt wurde er auf anstiften des Dom-Dechants so angefoch-ten , daß er sich durch einen sprung über die mauren retten rnu-ste. Als er endlich zu einem hohen alter gekommen, und nachAlberti von Mansfeld tobe Jnnocentius VI. Marggraf Lud-wigen von Meisten ernennete, überließ er selbigtm das BißthuM,nachdem er es jähr verwaltet, und währender zeit zwanzig-mal gegen seine feinde zu felde gelegen, auch mchrentheils obge-sieget hatte, starb aber an. i;;8.
, vom leben und thaten Alberti zu Braunschweig.
* Albertus III. Bischoff zu Halberstadt. Er war einesHauers söhn, aus dem dorfe Rickmersdorf. Weil er aber Wgelehrt war, gelangete er durch die wähl an. ,;66. zum Bst-thum Halberstadt. Er trat mit Hertzog Maqno Torquato MBraunfchweig in eine alliantz wlder Bischoff Gebhardurn chHildesheim, wurde aber in der Macht bey Dinckler von Ger-hard 0 an. 1167. gefangen genommen; weit nun Albertus einsubtiler LoZicus, und vortreflicher vilpumtor, Gebhardus aberein guter Ormor war, so- sagte man schertz-weise, die LoZZwäre von der MeronLa gefangen genommen worden.starb aber dieser Albertus an. i;yo. nachdem er 24. jährfesten hatte. Oerm. sticra, ?. I. x. 21.
Albertus IV. Bischoff zu Halberstadt, in der vrdmmgdH;2. würde erwehlet an. 14H. Er war ein gebohrnervon Wernigerode. An. 1412. half er die Hartzburg im BrEschweigischen, auf welcher bis anhero brüder aus dem Elichen geschlechte von Schwichelde viel ranberey getrieben Mten, belagern und zerstören. Er hat den stuhl 7. jayr best!fen, und an. 1419. den n. sept. die zeitlichkeit verlassen, ss'solches der in der Dom-kirche befindliche leichenstein ausweiMund ist also falsch, wann andere das jähr vorhero fetzen. ^
ce/r«. 6 erm. I-icrs, k. I. P. 22 .
Albertus V. Bischoff zu Halberstadt, wurde an.wehlet. Er war Churfürst Iohannis zu Brandenburg ftv.'jEs entstund bey seiner wähl ein streit, denn etliche LanUwollten einen Braunschweigischen Hertzog, andere einen MXdenburgischen Marggrafen haben, endlich aber wurde doch v' §fer Albertus aus dem Hause Brandenburg erwehlet. Er wvschon damals Ertz-Bischoff zu Magdeburg, und wurde AÄhernach Churfürst zu Mayntz, und behielt alle ;.zusammen. Siehe unter den Churfürsten zu Mayntztus II.
Andere Bischöffe und Gelehrte.
Albertus Plsgnub, Dominicaner-ordens, Bischoff zugenspurg, war an. 1206. oder 119;- zu Lauingen in Sa-wUnaus dem geschlecht der Grafen von Bolstadt gebohren. Als waihn studirens halber nach Pavia geschickt, horte er den berEten Iordanum, General des Dominicaner-ordens, predEchund ward dadurch bewogen, diesen orden anzunehmen. /L,dem tode Jordani begab er sich nach Cöln, und docirtevon dannen er sich nach Paris wandte, und daselbst gleichst'^mit grossem zulauff lehrte. Als er aber wieder nach Coln Mkommen, berief ihn Alexander IV. nach Rom, allwo erallein gelehret, sondern auch eine zeitlang das amt einesxiltri Hcri kalstii verwaltet, auch zur selben zeit wider »INmmn cle 8t. Lmore disputirt hat. An. 1260. wurde er V0NM,bano IV. gezwungen, das Bißthum zu Regenfpurg anzuney'.allein er verließ es wieder aus liebe zu der einsamkeit, ssl.,p be-an ausUniversitaten zu lesen. An. 1274. befand er sich UMfehl Gregor» X. aufdemLonsllio zu Lyon, und starb eNMs-zu Coln den 1;. nov. an. 1280. Daß er ein mann von Has-ser wissenschafft gewesen, ist ausser streit; was aber ferne isck ^ten anlanget, so werden ihm unterschiedliche beygeleget,^r,nicht soll gemacht haben. Petrus Iammi, ein DornM« ^hat sie an. 1651. m 21.V0I. in folio zu Lyon heraus gegchUape-der Mathematic war er sehr erfahren, und soll einige oe,re Maschinen verfertiget haben, daher man ihn der heftrch' jhpfälschlich, beschuldiget. Es irren auch diejenigen, wem)für einen erfinder des gefchutzes halten, und welche 07-^ten, daß er den Ispickem pKilolopliicuM gefunden, ov cin der Chymie nicht unerfahren mag gewesen seyn. ^ H,'
Fa, in Llberti Äl. vils. Ke«,. ^ 6 «»^. äs vir. illulkr.p'o/s O« gxol. äs; xrsnäs stonunss. >12
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