Band 
Erster Theil. A - Be.
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* Albonesius, (Theseus Ambrosius) war ein lXnonicusKeeuiLri8 zu Pavia, und lebte im XVI. f-LLulo. Er hat unter-schiedliche cabbaliftische fachen, wre auch eine einleitung zurCbaldaischen, Syrischen/ Armenischen / und io. andern spra-chen verfertiget. Bey der eroberung seiner geburts-stadt Paviaan. 152^. plünderten die Kayserlichen auch Albonesii zelle / undda wurden seine m-mulcnM zerstreuet. Er starb an. i;4o>

rstestr. vol. II. iTc. XVI.

Zllbor oder Alvor, ein flecken in dem Portugiesischen König-reich Algarbien / gantz nahe bey der stadt Lagos / hat einenziemlich guten Hafen, doch mit einer schweren einfahrt. In derumliegenden gegend, welche gantz eben ist / wird vortreflicherwein gebauet. Nahe dabey siehet man die ruinen einer prächti-gen stadt / deren auMhrung den Mohren zugeschrieben wird.Der Hafen , welcher bey den alten scribenten korM 8 Lnnlbslis,genannt wird / soll sich allhier befunden haben. cp/Me»a»-, ckeli-ces cie kortu§. p. 812.

* Alborac,ist der nahme/welchen die Türckische Legenden demweissen pferde oder Maulesel geben/ darauf Mahomed innert demzehenden theil einer nacht von Mecca nach Jerusalem ritte / da-bey sie aber vergessen haben zu melden / ob diese reife in demsommer oder Winter geschehen seye. Als er zu Jerusalem ange-kommen / wurde er in den Himmel aufgenommen / allda er mitG-Ott / und mit den alten Propheten ein langes gesprach hatte/und daraufwieder nach Mecca zurück kehrte. Jetzt-gedachte Le-genden fügen hinzu/ daß dieses thier nicht leicht jemand habe las-sen zu sich hinzunahen/ und noch niemals von einigem menschenseye beritten worden. Jedoch sind die meisten Türckische Lehrerder meynung/ daß sich schon Abraham Jsmael und andere Pro-pheten desselben bedienet haben/ weilen aber das thier üc>o. jährelang / nemlich die gantze zeit hindurch / so zwischen Christo undMahomed verflossen / ausgeruhet, so wäre dasselbe so wild undunbändig worden / daß es Mahomed nimmer wurde haben be-steigen können/ noch das Hertz gehabt haben allein darauf zu reu-ten,wenn nicht der EngelGabriel ihm hülffe geleistet,und sich hin-ter ihn gesetzet hätte; von andern wird dieses widersprochen/ umdem Mahomed allein die ehre zu lassen/ daß er auf demselben ge-ritten. Eben dieses thiers solle sich Mahomed bedienen an demtage der allgemeinen Auferstehung von den todten.

Hieror. ?. II. üb. VI. vie äs Älastom. pag. 54.

Alboran / sonst Albusama genannt / eine kleine Afrikani-sche insul, an der kuste des Königreichs Fez gelegen, nebst einigendazu gehörigen dörfern / und ein casteü wider die see-räuber.

Alborg, Ahlburgh / lllilburZum, Mtzorgum, eine Dä-nische stadt auf der halb-insul Jütland / am meer-busen Lim-fiort. Sie ist die Haupt-stadt in der Vioeco8 gleiches nahmens,und der sitz eines Bischosss. Die vioeceb von Alborg ist einevon den 4. provintzen in Jütland/liegt zwischen dem Golfo Lim.Hort / dem Teutschen meere und dem Categat, und ist in 1;.ämter eingetheilt.

Zllborius Gattinara, siehe Gattinara.

* 2 llbornitius, (Bartholom. Friaz) siehe Albornoz.

Alborno / ^lbumus, ein gebürge in der Neapolitanischen

provintz Lucania, etliche nennen es mome äi llostiAioos, an-dre aber monwgna clelk llstrinu. Es gedencket dessen Virgilmslib. III. 6eorg. ItX. kMtig. lib. IV. c. 14.

Albornoz, (Aegidius Alvare;) Cardinal von Cuenca / ei-ner stadt in Neu-Castilrcn / gebürtig. Sein vatter, AlvarezAlbornoz / stammte von den Konigen zu Leon/ und seine mutter,Theresia äs Luna / von denen in Castilien her. Nachdem erzu Toulouse eine gute wissenschafft in füre Lsnonico erlanget /auch laut dem bericht einiger scribenten sich etwas zeit mit rühmim krieg geübt / begab er sich in den geistlichen stand / undwurde bey dem Könige Alphonso XI. in Castilien Almofenier,ärckiäisconu8 von Calatrava, und endlich Ertz-Bischoff zuToledo. Er that dem Könige Alphonso in dem kriege / welchener wider Alboazen / den mächtigen König der Mohren / führte /grosse -ienste. Bey seinem Nachfolger Bctro e^uclsli aberkam er in Ungnade, weil er dessen unordentliches und unzüchti-ges leben mit grosser freyheit bestrafte, und als ihn derselbe zutödten suchte / begab er sich nach Avignon zu Elemente VI. wel-cher ihn an. iz-m. in den Cardinals-stand erhob / da er dennsein Ertz-BiMum zu Toledo niederlegte, und von Jnnocen-tio VI. als ein Legat nach Italien geschickt wurde / um denkrieg wider dessen feinde zu fuhren / welches er auch so wohlausrichtete / daß er gantz Italien unter die Päpstliche bot-mäßigkeit, auch Urbanum V. wieder nach Rom brachte. Erwolle sich darauf weiter nicht in weltliche dinge mischen, son-dern begab sich nach Viterbv/ woselbst er an. 1567. starb / nach-dem er in einem testamcnt ein prächtiges Lollegium vor dieSpanier zu Bononien gestiftet. L'L/ca/e m seinem leben.

Oaca«. KsovE.

kior. Ilb. III. *

^Lworno; , ( Bartholomaus Frms I ein Portugiesischer;W?MHrter wurde nach Mexico gesandt, und

daselbst das Recht mit grossem rühm,welches er unter demWE gelernet, dem er auch an. 1571. ein werck,Um cls lo8 contmtos zugeschrieben hat. Die-be. äe SalceÄ gedruckt. Es hat aber Jgnatius Lo-

davon zu Alcala, nebst andern gar ver-

ächtlich davon geurtherlet. Er hat noch ein ander werck geschne-

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den / unter dem titul: äs IL Lonverston 7 ckedelacion äs ks lrz-äm8, mit welchem er aber nicht viel danck verdient, weil er nmallzugrvsser freyheit darinnen soll geredt haben. L X»"^-stibl. still, Nexio. orckin. Istreclic. stst. I. c. roz.

* Albouni, ist der zunähme des Abul Abbas Ahmed BellAli Ben Joseph. Er war aus dem geschlecht der KorarMten, und der stete des Malek zugethan. Von den Musulniawnern wird er einiger müssen für einen Heiligen gehalten. Erunterschiedliche geistliche wercke geschrieben, die aber durchs^hends mit abergläubischen erzehlungen angefüllet sind. Seinefürnehmste bücher sind: 8 cstsm 8 sl Marek Lc. welches vonden geheimnissen der buchstaben des Arabischen alphabets han-delt ; stesti/rst st 8 E Ll-UolstÄ, welches eine auslegung der nah-men GOttes ist; I-srstAk stswL Ll-LlLstarsr, lustige begeben-heilen über die bedeutung der buchstaben und Worten;endlich st 8 rar sl-strovgr, über die VAli 8 man 8 . Dieser nMstowird von einigen auch Mohieddin, und von andern Takiedowgenannt, mit dem titul Nocri, das ist , eines lesers des Alle-rans , dergleichen leuthe viele in den Mofqueen sind, wEgewisse einkünften geniessen , um allda beständig in dem

ran zu lesen. Es befindet sich auch ein werck von diesem ^lstors in der bibliotheck des Königs in Franckreich unter687 - dessen titul ist : stamssst sl-nourrmiLst st souraä si-rsob^niast, das ist: Stralett des lichts über die gebäter, welche Ein gewisser anzahl GOtt zu ehren abspricht. L'Xe-^e/or, ww-

Orient.

Albraunen, waren bey den alten Teutschen gewisse Priest^rinnen und Wahrsagerinnen, welche mit blossen füssen und Haffgenden grauen haaren, in einem unten zugebundenen weissen st'*nen Hemde, einher giengen, und um den leib einen meßingen gur-te! trugen. Die männer pflegten, ehe sie in den krieg zogen, d^selben ausging sowol als andre bevorstehende dinge von ihn«'zu erforschen, und wenn sie aus demselben gefangene mit EHause brachten, liessen sie dieselben als die furien an, schnitten »stnen die gurgel ab, und siengen das blut in kupfernen schalen aMworaus sie dann von künftigen dingen weissageten. Tacitusmor.derm. scheinet eine fvlchelllioiunnL zu nennen,wiewol andrre llurirüiun lestn. So gebrauchet auch den nähmeoder lllrsruna Jornandes cke red. 6or. und aus den nennstAventinus, Trtthemius, Loecenius. Lindenbrog in xloss. Ete lieber Hellrunen, und Joh. Magnus Adelrunen. Soul'-!'mögen auch von denen wahrsagerischen Weibern der altenschen nachgeschlagen werden o/ar-, äe bello Osll. üb. I.lib. VII. in Nurio L Lies. x/e». 8trom. I. vfgdiesen Alrunnen ist sonder zweifel der aberglaube entstanden,sich noch heut zu tage unterschiedliche befleißigen, eine allEzwurtzel in dem Hause zu haben, um dadurch ein sonderndglück zu erlangen. Francisci schaubühne.

* Albrecht, (Andreas) ein liebhaber der Mathematik, Ebohren zu Nürnberg. Da sein absehen war in dem kriegglück zu versuchen, so legte er sich anfänglich in gedachter nE§-schafft auf verschiedene zu solcher statton erforderte theile

tem fortgang, und brachte selbige hernach, als er zu selb g>chl§bey einer weiter» nach wünsch zukommenden pmxi, rssw Zi-emer mehrern aufnahm, da er denn durch seinen wohl a«gesuchten fleiß endlich stinen gesuchten zweck zu seinemvergnügen erreichte, indeme er in feinem vatterland die 1' -seines Ingenieurs und Hauptmanns erhielt. Eben diesen o .«gäbe Albrecht hernach dem kublico durch herausgebungkleiner mathematischer wercken noch ftrner fattfam zu ^nen; das erste ließ er an. 1620. in 4w zu Nürnberg druff Xso den titul führet: Eiqentlicher abriß und beschrewUchZeines sehr nützlichen und nothwendigen instrum^pzur VleciumicL, so auf eine schreib-tafel gerichtetzum feld-messen, vestung ausftecken, hoch und tteu Lxx--fen, land und wasser abwägen, ingleichen auch;uf ist,itspectiv und andern gar füglich zu gebrauchen rk-^enothwendigen kupfern ausgefertiget. Das zweytean. 1622. allda auch in 4w unter dem folgenden titm Ls,-druck: Richtige anwetsung und Vorstellung einesderbaren und nützlichen inftruments zur llrcstitecwr >mit die fünfsäulen, auch aller sorten stück und instsfach-ingleichen allerley bilder und andere fachen >nn'^r-ter mühe in rechter Proportion zu vergrössern oder ge->kleinern sind rc. mit schonen kupfer-siguren Hera»'geben; welches werck, wie auch das vorhergehen^'^-'167;. zum dritten und letzten mal in Nürnberg gedruaf^den. Das dritte, so von der Perspectiv handelt, ediere162z. eben daselbsten in fol. dessen titul folgender rst - Lpj^bucher, das erste von der ohne und durch die en»tic gefundenen kerlxoÄiva, das andere von demgehörigen schalten; dieses werck käme ebenfallsneuen aufläge daselbst wiederum zum Vorschein. .fvssM-diesen dreyen war auch schon an. 1612. zu Franckturr a« .etwas von ihm in 4w publiciret worden, unter dem vopoxronia, oder bericht von der art, zaumung und mo ^ perPferde. Endlich, da ihm nachgehends andere geschasst Zx st'"richten ausserhalb seinem vatterland vorgefallen, b» -leben zu Hamburg beschlossen, und ist allda zu ende ^ sicher»jahrs gestorben.. Doppelmayr, von den NurnvÄlmstemsr. und kunstlern. .

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