Band 
Erster Theil. A - Be.
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begab, muste aber wieder zurück gehen, als Julius II denPäpstlichen stuhl bestiegen,welcher ein grosser fand von dar'ere-,-turen Alexandre VI. war. Dreser Amaneus hatte das Bißtbum ruPamiers und hernach das zu Pampelona, darinnen ihm aberPapst Julius soviel verdrußüchkeit machte, daß er es nichtcher als bis unter der regrerung LeonrsX. ruhig besitzen könn?Er starb den 2°. stpt.an. izro.zu LsüchzjoMin Baradoislund war em mann, der nicht gar zu grossen verst^d bwt/

Albret, (Charlotte ä')Hertzogin von Valentinois, einerechter Alani, Herrn zu Albret, war eine Printzeßin von son-derlicher schönheit und ledhafftigkeit; aber von noch grösserer got-tesfurcht/klugheit und andern lügenden. Ludwig XII. verheura-thete,sie an Casar Borgta, Alexandri VI. söhn; an dessenungluck sie zwar theil hatte , nicht aber an seinem bösenleben. Sie hat mit ihm eine einzige tochter gezeuget, nah-mens Louyse Borgia, so erstlich an Ludvvicum von Tre-monille, und hernach an Philippum von Bourbon verheu-rathet worden. Charlotte brachte nach ihres unglücklichen Man-nes tode ihr leben in steter einsamkeit und andacht zu, und starbden I. mertz an. 1514. Oe c?oss, eloge äes ÜLMLS.

Albret , (Ludovicus ä') ein Cardinal, Caroli II. Herrn zuAlbret, und Annä von Armagnac söhn, wurde Bischofs zuCahors und Aire. Pins II. machte ihn an. 1461. zum Cardinal,mit dem titul St. Petri und Marcellini, und ließ viel kennzei-chen seiner sonderbaren Hochachtung gegen ihn spüren. Der Car-dinal von Pavia sagt,daß er gelehrt und bescheiden gewesen, undvon dem Cardinals-LolleWo wie auch in gantz Rom sehr werthgehalten worden. An diesem letzten orte ist er an. 146;. gestorben,und hat in der kirche hra c«b sein begräbnis bekommen. 8«»,-biü. äs 1 s, lilsil. äs Vrsns. liv. XXVIII.

6üU. L O« L'be-rk, siill. cies Lsrä. /ViLo«. OslI.

xurx.

- * Albret, (Cäsar Phöbus von) Souverain von Bedeilles,Herr von Pons, Printz von Mortagne, Graf von Miossans,Marschall von Franckreich, war Henrici von Albret II. Ba-rons von Pons und Miossans, anderer söhn. Er that seinekriegs-dienste in Holland, und an. 1646. wohnte er als Ns-rsLliLl äe camp den belagerungen von Mardick und Dünkirchenbey. Weil er nun bey allen gelegenheiten eine gantz besonde-re hertzhafftigkeit bezeiget, so veranlasste solches den CardinalMazarin, daß er ihm an. i6;o. auftrug, die Printzen vonConde und Conti, nebst dem Hertzoge von Longueville, nachBois äs Vincennes zu bringen. Er war zwar anfangs übeldarauf zu sprechen, daß man ihm die wahre beschassenheit derfache nicht gleich entdecket hatte, und er dieselbe erst auf an-dere weise erfahren muss; wie er denn würcklich einen seinerfreunde abschickte, der den Printzen von Conds warnen sollte,so ihn aber nicht antraf: allein da der Printz ihm einmal indie Hände gefallen, und unterwegs aus dem wagen gesprun-gen , auch eine ecke fortgelauffen war, wollte er ihn nicht ent-wischen lassen, ungeachtet ihm der Printz aufs heiligste zusag-te , sein glück vollkommen zu machen. Vor diese und anderedienste versprach ihm Mazarin den Marschaüs-stab, verzöger-te aber die ersullung seines Versprechens von einer zeit zur an-dern. Dieses machte ihn so ungedultig, daß er den Cardinalder ihm an. den 1;. febr. als er eben als, Capitain-Lieutenant die 6sus cl'Lrmes aufführete, in einer sanfte begeg-nete, anhalten ließ, und demselbigen sein versprechen vorhielt,da er denn zwey tage hernach den gedachten ehren-titul wurck-lich erhielt, und den i. junii den eyd ablegte. An. 1661.den z 1. dec. wurde er zum Ritter des H. Geistes, und an. 1670.zum Gouverneur von Guienne ernennet, worauf er an. 1676.den ;. sept. zu Bourdeaux in dem 62. jähre seines alters daszeitliche gesegnete. Er besaß viel gute eigenschafften, war aberdabey etwas ruhmredig, und schien aus der religion kein großwem zu Machen, bitt. Fsnsrck. wm. VI. x. 221. tom.

VII. p-, x8i. Win. IX. x. 194. Kemoires äs tom.

IV. IVleinoires äs M-ttevrlle, tom. III.

* Albdieius, ein Engellander aus Londen aebürtia, tbdem XI. Lc. gelebt hat. Er studirte zuerst aufdenen Univer-sitäten zu Cambridge und Oxford , und besuchte hernach ftem-Le lander um ferne lluäi» fortzusetzen. Er wäre ein arossrxbilofopkus, em gelehrter und guter Artzt, und in allen theilender schonen wrssenschafften und sprachen sehr erfahren. Ausseinen herrlichen schuften erhellet, daß er mit allen zu denen wiVsenschafften nöthigen gaaben gebohren gewesen. Balaus sä«mer habe nur folgende von denen schrrften Albricii zu Handenbringen können: I. ve onZuie veorum. 2. ve Kstione VeI V-rwts8 Mtiguorum. 4. Lsnones Leculativi. Csyat aber diestr uutkor noch viele andere philosophische undwecken"^ geschrieben , welche in verschiedenen bibss-buck al^^selland zerstreuet und vergraben liegen. In demumiquorum heisst , redet er von denen sittenterthum?" Weltweifen und Staats - mannern des' al-

oder Äd-Qb^a?^Adelbricrrs, von Adele», dritter kotesstdie erst zu änfa?L" Mießland, welches eine würde war,sen an. 8°2 vonE?'^t-n Lculi entstanden, als die Frie-

rhrer diensten, di^si^von^? Grossen zur Vergeltungmrer Uisie von M zu zeit sowvl ihm stlbssn, als

auch seinen vorfahren, Pipino und Carolo Martello, erwiesenhatten, für ein freyes volck erkläret wurden, jedoch mit dembeding, daß sie jährlich dem Reich einen geringen tribut be-zahlen sollten, dagegen sie hinwiederum ihre eigene lotekatenerwehlen durften. Albricus war von groß - mütterlicher sessher aus Königlichem Friesischen geblüt entsprossen, und derBischöffen zu Utrecht Friderici und Alberici oder Alfrici bluts-freund. Seine regierung machte er berühmt durch die Ver-treibung der Normanner, denn als diese einen einfall in Friedsland gethan und das gantze land durchstreiffet hatten, schlusssie Albricus in der gegend des dorfs Collum nahe bey demkleinen fluß Lauwers dergestalten, daß ihrer über diejenigenssertruncken, vierzehen tausend auf dem platz blieben,

Frießl- chron. Li-ora». Frießl. gesch.

. * Albricus/ oder Aldricus, war Bischoffzu Autun in Bur-gund , welcher sich gewisser assairen wegen nach Monsbriffo»begeben muste, allwo er auch an. 800. gestorben und begrabestworden ist. Bey seinem grabe sollen an miserablen personellviele wunder geschehen seyn, und man hat ihm zur Verehrungden i;. jan. gewiedmet. /.emoo«.

* Albritius, (Ludovicus) oder Aloysius, ein Iestute ,war IIsÄordes Lollsgü zu Bononien, und lehrete die Rhetvru-vffentlich, predigte auch an unterschiedenen orten in Italien,und so gar in dem k-üLcio äpolloliw, starb den 27. warn165-;. im 76. jähr seines alters. Er hat k-msMrisos sscrorund unterschiedliche predigten heraus gegeben, wsn

bioZr. bibl. lcript. 8. s.

Albrun, ein berg in Wallis, darüber ein paß und straß illdas Etschthal in Italien gehet. An dem fuß dieses bergs ent-springt das wasser Brün, welches durch das Brüner-thal heruwter, und unterhalb -em flecken Arnen in den Rhvdan einM»'

Albs, siehe Savio.

* Albucasa, oder Albucaßis, ein Arabischer Artzt, hstt tNdem XI. Isesulo, zur zeit Kaysers Henrici IV. um das1085. gelebt, und verschiedene fürtrefliche wercke geschrieben,welche noch vorhanden sind, darunter eines, darinnen er >e^ret, wie die kranckheiten müssen curiret werden. Dieses vEist in drey theile abgetheilet, und mit figuren versehen, die aMHand chirurgische Instrumente vorstellen, als auf welchen

der Artzney, nemlich die Chirurgie, Albucaßis sich am weiss"geleget hatte. , in ckron. Aeäis. in r»

illulir. Ueäic. Van der Linden, ssiipt. Neäis.

* Albucetto, lat.LlKscstte, eine stadt in Neu-Castiliell, tllSpanien gegen das Königreich Valencia zu.

Albuch, ein strich landes in Schwaben, so ziemlich bergEund arm am geträide, hingegen an wildpret und Viehzucht A,sto gesegneter. Der Bren-fluß sondert selbigen bey demAlbuch von dem Hertfeld. 2»/^. itinsr. 6erm.

* Albucilla, eine berühmte Lodens zu zeiten Kaysers ÄfxSejani, welche auch bey der Verschwörung wider ihn wXvielen von ihren galanen ein Mitglied abgab. Als sich.Satcius Secundus mit ihr verheurathet, und dem KaystlDangesponnene conspirativn entdecket hatte, wollte sie sich x-xerstechen, da aber der stich nicht tödtlich war, ließ sicRath ins gefangnis setzen, woselbst sie auch gestorben.

snusl. VI. 47 und 48.

* Albufeira, lat. L-M, ist ein flecken oder schloß in PA .gall, in dem Königreich Algarbien, an der küss gegen Eder stadt Silves zwischen Faro und Lagos gelegen. ^ ^

Dick.

Albufera, eine see bey Valencia in Spanien, wird vPlinio 3in«rmin Ü3ZNUM genennet. ^ ^

Albu-Hascen, König zu Fez, war einer der mäM' zpFürsten in Africa. Er kriegte glücklich wider den KollosTremesen/iind stieß ihn von dem throne,bemächtigte sich WhchKönigreichs Tunis. Er trug einen so heftigen haß wider d'x^ersten, welche ihm seinen ältesten söhn erschlagen, daß er rwx^j-armer von ;00000 mann über das meer setzte,und die E ubckfe in Andalusien an. 1442. belagerte; nachdem er aber M200000. Mohren eingebüßet, muste er mit schändenkehren, und wurde durch seinen eigenen söhn, mit beystanf,von Castilien, aus dem Reiche vertrieben, /ikarmok. äew -

lid. II. s. 8. . - odck

Albula, wurde der Tiber-fluß genennet, ehe DbE Mt-Tiberinus König der Lateiner, nachdem er in einer süMcv^

Tivost diestn nahmen. Ö,s«. lib. I.

* Albula, ausser der Tiber, welche ehemals wit diestwmen genennet wurde, war auch noch ein fluß, Albwa<v A ge-in dem alten Piceno, so jetzund die Aconitanische M per-nennet wird. Blondus und Leander halten dafür, vavjenige fluß seye, der heutiges tags den nahmen Iwsw Mzwischen den ftädten Ascoli und Teramo hindurch

sich in das Adriatische meer ergeußt.

* Albulcasis, Den Alberazerim, ein gelehrter per

Artzt, hat im VIII. üsculo gelebt, und von zuderew'artzney-mitteln geschrieben. , in sxsc. -

xs§. 47. bürl. vetus L N2VL. Mhütss