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der stadt Ormus ein vcstcscastellerdamt Der Konigin Per-sien selbsten sandte damals eme anGnkche Ge,andtfchafft an denAlbuquerque, welcher dreselbe öffentlich auf einem erhabenenqcrüste auf dem marckt-platz zu Ormus empfienge, und mit kost-baren aeschencken wieder abfertigte. Endlich befreyte er denKönia von Ormus von der tyranney des Rays Hameds, wel-cher sich des Königlichen gewalts eigenmächtiger weise anmaßte.Durch dergleichen thaten nun hat Albuquerque den nahmen desgrossen erworben , wie auch zugleich den rühm, daß er dervornehmste Stifter des Portugiesischen Reichs in Ost-Indiengewesen. Er war einer der fürtreflichsten kriegs - Helden seinerzeit, sowol in ansehen seiner tapferkeit, ungemeiner wissenschafftund erfahrenheit in allerhand kriegs-unternchmungen, als auchin ansehen seines.sonderbaren glucks, das schier alle feine tha-ten begleitete. Seiner natur nach war er sehr sanftmüthig, vor-sichtig , fromm und überaus eifrig in fortpffantzung der Christ-lichen religion in diesen Heydnifchcn ländern, ein beschützet deraerechtlgkeit, und so starcd von leibe, daß weder reise, noch ar-beit , noch Hitze, noch Hunger ihm schienen beschwerlich zu fal-len. Seine fürtrcffiche thaten und weit und breit erschallenderrühm erweckten ihm an dem Hofe sehr viele feinde, die ihm un-redlich schlimme dinge zu last legten, ihn dardurch bey demKonig verdächtig zu machen, und dieweilen sein aufenthalt an soweitentfernten orten solchen zulagen nicht wenig zu statten käme,so kriegten diejenigen, so ihn beneideten und anfeindeten, sosehr die oberhand, daß er endlich zurück beruffen wurde. DieseWiderwärtigkeiten nun zogen ihm ein auszehrendes sicher überden hals, daher er sich von Ormus nach Goa bringen ließ, um,wie er sagte, tuest stadt, allwo er den Haupt-sitz der Portugiesi-schen herrschafft aufgerichtet hatte, noch einmal zu sehen. Un-terwegs empfieng er die zeitung von der ankunft seines Nachfol-gers Gvnsales Suarez , darüber er sich dergestalten betrübte,daß er, da er seine schmertzen nicht verbergen konnte, gleichsamals rasend und verzweifelt, in die allerbittersten klagen aus-brach, und kurtz hernach in dem Hafen vor Goa, noch aufdemschiffe, an. iz15. das zeitliche gesegnete. Er wurde in gedachterstadt, in der kirche St. Mariä, die er selbsten in seinen eigenenlösten hatte erbauen lassen, mit Königlichem pracht begraben.Sein vorfahr Almeida käme darin» mit ihm übereins, daß er,gleichwie Albuquerque, ein tapferer und sehr erfahrner kriegs-mann war, daß er, gleichwie er, geschickt war wichtige Unter-nehmungen zu ersinnen und auszuführen, aber unendlich unter-scheiden waren sie von einander in ansehen der weise und manier,das eroberte in den weitentlegenen ländern zu erhalten. Almei-da war der meynung, daß es genug stye, wenn man die kästenmit wenigem volck bewahre, damit man ungehindert Handeltreiben, und alles thun könne, was man verlanget; daß dieabsendung kostbarer flotten und zahlreicher armeen unnöthigseye, und daß das vatterland selbsten dardurch entblößet, undm gefahr gesetzet werde. Albuquerque hingegen behauptete,daß man sich solcher weitentfernten ländern nicht änderst rechtversichern könne, als durch aufrichtung zahlreicher colonien,welche zugleich dienlich seyen neue soldaten aufzuziehen; daßman allda Zeughäuser und zimmer-plätze zu erbanung der schif-fen aufrichten müsse; daß man ohne dergleichen mitte! wedervon dem meer, noch von dem vesten land in solchen gegenden,nicht länger meister bleiben könne, als so lang es einer feindli-chen flotte gefalle; er war auch der meynung, daß man zurkommlichkeit der kaufleuthen längst den kästen von ort zu ortHandeis-häuser und magaflns aufbauen und mit waaren verse-hen müsse, damit die guther, so aus Europa kommen, alldasogleich ausgeladen, und gegen Indianische vertauschet werdenkönnten. Da hat nun die zeit die Portugiesen mit ihrem scha-den und andere völcker zu ihrem grossen nutzen gelehret, daßAlbuquerque viel heilsamere meynungen gehabt als sein Vor-fahr. Kurtz vor seinem tobe schrieb er diese wenige zeilen anden König: Dieweil die zeit vorhanden, daß ich meinengeist aufgeben solle,, so bitte ich auch auf das allerde-müthigste, Euer Ronigliche Majestät wollen uin derdiensten willen, die ich geleistet habe, meinem einzigensöhn in gnaden gewogen seyn. Nach einiger bericht solleer niemals verehlichet, und dieser söhn , welcher Blasius hieß ,ein bastart gewesen seyn. Der König war über den vertust die-ses fürtreflichen Mannes über die mästen betrübt, ja alle Portu-giesen von einigem rang oder stand zogen wegen feinem abster-ben die trauer an. Auf beseht des Königs muste gedachter seinsöhn (so an. igebohren, und an. r;8o. mit tobe abge-gangen ) den nahmen Alphonsus annehmen, um dadurch dasgedächtms seines vatters zu erhalten, und wurde zu dem an-sehnlichsten amt in dem Königreich, nemlich zu dem amt einesOber-Auffehers der Königlichen angelegenheiten in gantz Portu-gal!, von den Portugiesen Veastor sta kacsnsta genannt, erha-ben. Dieser hat die thaten seines vatters, wegen welcher erel LonguiüLäor stell» Instia genennet wurde, in Portu-giesischer spräche beschrieben, welches buch an. 1576. zu Lisa-don unter dem titul: Lommentarlos sto grauste Llxbonla stsiklouguerPrs , (üapitan Osneral sta Instla, <öe. heraus gekom-
hihi. läilp. /.«z/r. All-
gem. Nieder!. v,5/.
*(Andreas von) ein Portugiest, geboh»5 ^-»"von Lisabona, an. 1621. von ade;
gesthickt in der kriegs-kunst. Man hatvon ihm eme beschrerbnng der Macht , welche er den 8 . nov>
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i6zz. zwischen Arronches u.Astumar wider die Spanier gewoAneu, dic aufbefehl Königs JohannisIV. zu Lisadon in gedachttem jähr in 4w gedruckt wurde. In der Spanischen belage-rung der stadt Elvas empfienge er einen musqueten-schuß, daraner den 14. jan. an. 1659. seinen geist aufgeben muste, nachdemer sich zuvor durch seine tapferkeit vor andern hersür gethanhatte. äs
* Alburgius, (Johannes) aus Dänemarck, ein Mg^erkluloloplüD, gab anmerckungen über Ciceronis buch äs ien^üme heraus, und starb im 77. jähr seines alters den 9. aus'
1619. cksr. bioZr.
Alburnus, eine Heydnifche gottheit bey den Römern, ^ren 1 ertu 11 iauu 8 iu spologetlLv c. und contra d/larcionemüb. I. c. 18. gedenckt; mgleichen ein berg in Lucanien, wbvon diefe gottheit, als welche demselben vorgesetzt, ihren nav"men bekommemSo ist auch ein Redner dieses nahmens gewesi"'
Albusama , siehe Alboran.
Albusson, siehe Aubusson.
Albutius, (Silus)ein Redner, von Novara gebürtigwar zu Rom in grossem ansehen, und gab daselbst einen AdvocAten ab,welche lebens-art er aber aufgab,als es ihm in einer gen».stn gerichts-handlung nicht hatte gelingen wollen. Da er nun a"und noch darzü mit einem geschwüre behafftet war, begab Hsich wieder nach seinem vatterlande, beriefdas volck , und flUihnen in einer langen rede zu verstehen, daß er entschlossenre, freywillig den tod zu erwehlen, welches er auch durch VV ,ger bewerckstelliget hat. Er war aller orten unglücklich. J»Unem vatterlande zu Novara ward erLstiüs; allein als er einsEein urtheil sprach, mit dem die partheyen nicht zufrieden wäre»'schmissen sie ihm seinen richter-stuhl um, und schlepten ihn m'den deinen weg. Hierauf gieng er nach Rom , und niaU.mit dem Redner Munatio Planco gefellschafft. Als sie sichnicht vertragen konnten, richtete er eine eigene schule auf, W -sich zugleich aufs advociren. Allein er versähe es einsmals, Uer durch eine oratorische figur zu dem gegentheil, welchen eruntreu gegen seine verstorbene eltern anklagen wollte, sasiff'Er sollte bey der afche feiner unbeerdigten eltern schwöremdas A,ceptirte jener, und die Richter liessen es geschehen, daß alsobutius diesen Proceß und zugleich die gantze lust zu practlcmverlohr. Seneca der Redner giebt ihm das lob, daß er ein rn'Lmein redlicher mann gewesen, der kein unrecht habe thun, ^auch leiden können. Seneca der ältere gedenckt seiner in der v"rede des dritten buchs der ccmtrovers. Lelo». ste clar. stde-
Albutius, (Titius oder Titus) ein Epicurischer fbilo fpbus, begab sich in seiner jugend nach Athen, woselbst er sich ssl,die Griechische gelehrsamkeit legte. Hernach hat er Sarbf^als Lroxr-etor regiert. Nachdem man ihn angeklagt, daß ergemeine geld nicht recht verwaltet, und daher in die achtem^,te, gieng er wieder nach Athen, und legte sich auf die Wem»"heit. c?E», üb. I. ste üa.
* Albyftrum, eine alte stadt in Ober-Calabrien, welche vtiges tages nur ein flecken ist, und Urfimarso genennet rvm'^
* Alca , lat. Valca, lalga, eine kleine, aber fruchtbare ysul auf dem Caspischen meer an den lüften von Tabarestan»Masimderan.
* Alcabequa, ein berühmter fels in Portugal!, in der p ^vintz Beira, nicht weit von der stadt Coimbra, auf demnach Alviasera, daraus eine so grosse Wasserquelle hervor^met, daß sie alle andere da herum sich befindende bäche an »"des Wassers ubertrift.
* Alcagar, oder Alcasar, Alcazar , also hiessen vor ^die Mohren ihre Paläste, dergleichen noch einer zuSpanien zu sehen, welchen Carolus V. repariren lassen.
Alcacar , das mittelste von den;. vorgebürgen in der»!^enge von Gibraltar, liegt auf der Afticanischen feite UM»Ceuta und Tanger, bey dem alten schlösse Malabala,in Andalufien gleich über. steüces st'Llxaß- k'^ jy
Alcacar Ceguer , oder der kleine palaft , ist eine flaggeder provintz Habat, im Königreich Fez, gegen derGibraltar gelegen, welche Jacob Almanzor, König vonco, erbauet. Alphonsus v. König in Portugall, hat sie ^Mssei»erobert; aber Johannes III. wiederum an. r 540.üb IV.
Alcacar Quivir, oder die grosse, ist die Haupt-E
sie erbauet, damit er einen Hafen hätte, woraus er »E.pfck»nada gehen könnte. Alphonsus V. König in Portugau'^^re»te sie an. 1448. und n. jähr darauf ward sie von den iv-vergeblich belagert. J->. i.eo. üb. I. c. 6 .0-
c. 5. üb. IV.
Alcaqar-sto-Sal , lat. Salacralmpsrawria,rum, eine stadt in Portugall, nicht weit vom fluws, eiri U6 . Meilen von der see, hat reiche saltz-brunnen nnofestes schloß, welches auf dem gipset eines an allenlen berges lieget. In dieser gegend wächst eine merMdaraus matten gemacht, und weit verführet werbe"'
»ar. stelle. ckLlxsx. p. 8»;. *