Band 
Erster Theil. A - Be.
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* Alcaladia, eine Afficanische provintz in dem KönigreicheFez, welche auch Garet heißt. Siehe Garet.

* Alcalmus, (Jacobus) von Orkans, lebte zu ende des

XVlstlTLuli, wie er denn an. 1600. das xwblsma Henris!Non-unkolü äs Polygons sirculo inlsribsnäo , cujus Perime-ter sä äismetrum rmicmem ksbüLt triplam issP,ioct:,v-lM wi-derleget. bibl. vet. L nov.

Alcalthea, siehe Anchitea.

Alcamenes, der y. König der Laccdämonier, auS dem ge-schlecht der Agidarum, succedirte seinem vatter Teleclo lt. N.

; 147. L. L. 810. und regierte;?. jähr, auch soll er um das jährzr-??,. mrt den Messenern kriege geführt, und die stadt Amphäamzerstört haben. Sonst aber wird er wegen seiner gerechtigkeitund anderer Lügenden gerühmt; wie denn Plutarchus in seinenkipoxkr. kacomciZ c. ;r. von ihm viel dcnckwürdige reden er-zehlet. ?nr,/««. lid. III. L IV. äs rsgno kitcon. L. 9.

* Alcamenes; Als in dem Peloponnesischen kriege Euböa,

Lesbus und Chius von den Atheniensern abfallen wollten, unddie Euboenser zuerst einen Abgesandten an Ägiden schickten, undihren Vorsatz wissend machten, wollte selbiger diesen Alcamenem,welchen er nebst dem Melantho und ohngefehr ;oo. neuen bür-gern von Lacedämon kommen lassen, nach Euböa schicken, unduberftlbige insul setzen. Unterdessen aber kamen Abgesandtenvon Lesbus, und benachrichteten den Agis ihren gleichmäßi-gen Vorsatz von den Atheniensern abzufallen. Dieses feucr desauffuhrs zu unterhalten, entschloß er sich, Alcamenem ehernach Lesbus als Euböa zu senden. Die Abgesandten aus Chiuskamen auch inzwischen zu Lacedamon an, und hielten starck beyihnen um hülste an, welche ihnen auch zugestanden ward, undwurde über dre dahin gehende flotte Alcamenes gesetzet, welcherauch mit 2i. schiffen nach Chius segelte. Die Athenienser aberkamen ihnen mit einer gleichen anzahl schiffe entgegen, undals Alcamenis flotte auf;?, schiffe angewachsen war, ließ ersich mit den Atheniensern in eine see-schlacht ein, welche er aber,und in selbiger sein leben verlvhr. äs bell. kelo-

xon. VIII.

* Alcamenes, ein Athenienser, wäre ein berühmter bild-hauer in der Olymp. IXXXIII. welcher auf den damals leben-den Phidiam seinen gewesenen lehrmeister sehr eiferte. lik.XXXIV. 8. Eben derselbe meldet lib. XXXVI. c.daß dieserAlcamenes nebst dem Agoracrito die Venerem ins gewette ge-mahlet, wer sie am besten treffen könnte; da denn die Athenien-ser , wie man ihnen schuld giebt, aus partheylichkeit, ihremlands-manne, dem Alcameni, den preis zugesprochen. L»»«-

VIII.

Alcander, ein jüngling zu Sparta, welchen das volck demgesetz-geber Lycurgo, dem er in einen; auffuhr das eine äugeausgeschlagen, zur selbst beliebenden strafe übergab. Dieseraber nahm ihn mit sich nach Hause, that ihm gar kein leid,sondern machte ihn zu seinem vornehmsten bedienten, woraufer des Lycurgi treuester und vertrautester freund war.

zn kycurxo <L apopk. k-icon. c. 89- lib. 1H.

* Alcander, ein söhn des Municbi und der Lelantä. Erbesaß eine grosse geschicklichkeit in der kunst zu wahrsagen, undwar dabey ein mann von besonderer frömmigkeit., Einsmalswurde er mit seinem geschwifter des nachts von Mördern über-fallen , und als sie auf einen thuen fluchteten, gleichwol abervon den mördern verfolget wurden, die den thuen ansteckenwollten, so nahm sich Jupiter dieser bedrängten an, und, da-mit sie nicht eines so schmählichen todes sterben möchten, ver,wandelte er sie aus mitleyden insgesamt in vögcl, worunterAlcander insonderheit die gestalt eines orclnli empsieng.

«i«, L/vr-a/Ä, MS«ÄM. XIV. von welchem Vogel wir aber heut zutage keine erkänntnis haben.

Alcaniy, eine feine stadt in Aragonien, am fluß Guada-loupe, wird von etlichen vor der Alten Egravica gehalten. Siewar ehemals die Haupt-stadt eines Königreichs der Mohren. Alssie ihnen aber genommen worden, hat man eine Commande-rie des Ritter-ordens von Calatrava daraus gemacht.äel. ä'LIx. p. 6;c>.

Alcanizes, ein städtlein oder flecken im Königreiche Leon,hart an den Portugiesischen grentzen gelegen.

st Alcanizes, eine in Castilien gelegene Herrschafft, welcheDiego von Almanza, ein berühmter Spanischer Capitain be-sessen. Desselben tochter, Constantia von Almanza, brachtesie ihrem gemahl, Johanni Henriquez, des ersten Grafensvon Alva ä'Alisie jüngsten söhne zu, und zeugte mit ihm Fran-ciscum Henriquez von Almanza, welcher zum Marggrafen vonAlcanizes gemacht wurde, und von Jsabella ä'Ulloa, Johan-nen; Henriquez von Almanza, zweyten Marggrafen von Al-canizes, nach sich ließ. Dieser hatte einen söhn Mit ihm glei-ches nahmens, welcher mit Johanna Borgia eine tochter,Elviram Henriquez von Almanza, vierte Marggräsin von Al-canizes , zeugte. Dieselbe brachte die Marggrafschafft Alcani-zes an das haus Borgia, indem sie ihrer mutter bruder, Al-varum Borgia, heurathete. Jedoch da ihr ur-enckel, Jo-HMes Henriquez von Almanza und Borgia, siebender Marg-167?. den 17. mertzen ohne männlichedie Marggrafschafft mit dessen tochter,? von Almanza und Borgia, mederum an '

Alcantara, ein fluß in Sicilien, siehe Aceffnes.

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Alcantara, eine stadt in dem Spanisthen EstremäduMam fluß Tagus gelegen , sonst Xorba LTÜres lurobrica , (ldleinige davor halten,) oder Ions Dajaiius genannt, weil vcschiedene Lusitanische volcker zur zeit des Kaysers Trajani allhureine steinerne brücke über den Tajo gebauet, welche 2°°'fuß hoch über dem wasser auf 6. schwibbogen stehet ,fuß lang und 28. breit ist. Wegen beqttemlichkeit dEbrücke haben die Mohren daselbst eine stadt erbauet U.Alcantara genennet, welches in ihrer spräche eine brücke 0»deutet. Alphonsus IX. nahm sie den Mauren an. 1212.gab sie folgendes jähr den Rittern von Calatrava. FM;ahr hernach erlangten sie die Ritter, so damals vonJulian cle Pereyro hiessen, und von Ferdinands GonM tmit genehmhaltung Ferdinandi II. Köntgs von Leon u>uGallium, um das;ahr 1176. waren eingesetzt, und »»Älexandro III. bestätigt worden. Als sie sich aber an.nach Alcantara begeben, verliessen sie ihren vorigen nahmst'und behielten den von Alcantara. Sie vereinigten sich Uffdamals mit dem orden von Calatrava, und machten sich mbigem unterwürffig, begehrten aber doch nachmals rvlst'frey zu seyn, und erhielten darüber nach vielen vorgeganAnen handeln, die auch so gar in öffentliche fehde a;Eschlagen, endlich eine bulle von Julis II.; wiewol deslEdie Ritter von Calatrava ihre prätension nicht haben Mst,,lassen. Ihr altes vrdens-zeichen war ein grüner birn-bam''nach dem nahmen des ersten stifters Jul. äs Pereyro, .

welchem der orden selbst Orden äs Pereyro, der orden sbirn-baums wäre genennet worden. Nachgehendsführten sie ein grünes lilienförmiges creutz. Dieser off'sowol als der zu Calatrava, ist dem Königreiche Castilien.e»'verleibt, und ist der König von Spanien Großmeister daruo''Vor dem waren diese Ritter zu so grosser macht gestlE!.,daß sie wider die Spanische Könige selbst bis Waffen ergrE -dorfen. GonsalvuS Nugnctz von Oviedo, Großmeister, dtzlordens wehrte sich einige jähre wider Alphonsum VII. KoE ' ,Castllicn, welcher durch seine maitreffe Leonora äs Gusst"'wider ihne wäre verhetzet worden. Jedoch wurde NugnchLletzt von Alphonso in Alcantara selbst belägerhund er vonRittern theils verrathen, theils verlassen, und musst sich selbst.^geben, da er aufbefehl des Königs enthauptet, und sein ffGverbrannt wurde. An. i;;8. in dem krieg Petri des grastemen wider Heinrich Grafen von Tristamara, der sein U z,licher bruder wäre, eben von Alphonso VII. und Leonora Uman gezeuget, trenneten sich diese Ordens-Ritter in zweyderen einer es mit Petro, der andere mit Heinrich Grafen " uTristamara hielte, so daß sie auch in feldschlachten gar vMauf einandern getroffen, und sonsten jeder seines gegen - p^,güther verwüstet, zu gröstem Nachtheil des ordens. An-annoch nach dem tode Petri des grausamen, als Konlg Mdinand von Portugall Heinrich von Tristamara dieCron disputirte, hielte der Großmeister Dom Melandie parthey Ferdinands, welchen König Heinrich zwar deswMdurch einen theil der Rittern absetzen, und einen andern a"^ßne stelle wehlen liesse, jedoch nicht verhindern konnte,^,nicht die Portugiesen sich zu mehrern malen meister von Atz" ^ra gemacht, bis sie es zuletzt im friedens-schluß dem ordenabtraten. Unter dem;;. Großmeister DomGometz äech"^u;ns jähr i47o.entstunbe in dem orden ein innerlicher krleg"^meGometz erstlichÄomAlfonse äsMonroi einen der vornE>Officiers des ordens,wegen streits,dene er mit ihme hatte,fangen nehmen, dieser aber bald aus der gefangenschafftnen,den Großmeister mit krieg angegriffen, und nach erovA.Fverschiedener schlössern und vestungen des ordens in einer,gar umgebracht hat. Als aber Monroi auch die ubrMorden zuständige orter in seinen gemalt zu bringen suchw^zy«sich dem Dom Francisco von Solis, der ihme Magazell^ ,o0'geben versprochen , zu viel vertrauest, auch da er aufb"Ritter seiner parthey bey sich hatte, dennoch fast allewe ° .Dnen in die vestung käme, stellte ihme dieser bey der erste»zeit unter denen essenden speisen auch eiserne fesseln am ^chne so gleich schliessen, und zerstreuest seine mitgebrawder vestung wartende trouppen durch die heimlichhülffe des Großmeisters von Calatrava. Sons ward dara» D,zum Großmeister von Alcantara von denen Ritterndoch so, daß Dom Juan äs Zuniga, dessen mutter -ckPimente! Hertzogin von Placencia gegen die ordnung.c' Be-nennung zum Großmeisterthum vom Papst für ihne anvocket hatte, ihme diese ehre streitig machte, bis Sollsschlacht, da er für die Konigin Jsabella die mästen vL,ßci>von einem bedienten des Dom Alfons von Monro; M si-für die gleiche parthey föchte, erstochen ward, als Adräng vom pferd gefallen , und diesen Vorbeygehens»ten, er möchte ihme wieder aufhelfen. Monroi käme 1^11'bald aus dem gefängnis, setzte den krieg wider die avvon Placencia, und ihren söhn Dom Juan Zumga sL^tnEbald hernach schlüge er sich zu Alphonso V. Konig rn ^wider Konig Ferdinand und Jsabella; worauf er duM-ei nUden zwischen beyden Cronen i479.zwar wieder ausgewode, jedoch das Großmeisterthum an Zuniga überlast»'

Da nun diese.Großmeister sich so frech und hochmlM.stht, ssvund denen Konigen in Spanien so viel Verdruß gem^tEre es ohne zweifel an Ferdinando Latkoli«, ein kluE m ^streich, daß er sich selbst und alle Nachfolger in der Cro>