Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
240
JPEG-Download
 

240

a l c

Tirkista nennen ; es werden aber diese zwo siadte in gedach-ten cbarten von einander unterschieden , und liegt die letzterelaut denselben an dem Euphrat, gegen über der stadt Raha-bath. Zu Alchabar ist des Kaysers Gordiani grab zu sehen.

, OiÄ. 6sc>Zr.

* ^llchabitius , ein Arabischer Mwnomm, lebte vermuth-lich in dem XII. Lcuio, und schriebe eine einleitung zu der^erkänntnis der himmlischen einflüssen , welchem wer« Gcinechund Simmler folgenden titui beylegen: Illrgoge »ä niagillerimu

iuäiciorum »ürorum, vel »ä Icrutanä» üellarum msgilieri»;

von Voßio aber wird demselben dieser titul gegeben: Ilsgogssä Icrumnä» LÜrorum inäicla. Alchabitius verfertigte auch ei-nen tractat von der cochumlllon der Planeten , sodenn einenandern von der Optio», welcher in einem Teutschen kloster ge-funden wurde. Der tractat von der sonjunciion. der Planetenwurde von Orontio Fins in das Französische übersetzet. Dieastronomische wercke unsers »mkoris, so von Johanne von Se-vilien übersetzet worden, wurden mit der auslegung Johannisvon Sachsen an. 1491. zu Venedig gedruckt, und an. 1521. nutden Verbesserungen Antonii äs Fantis, eines Neäici zu Trevigoin Italien, /oa». in bibl. äs loient. A».

tlrem. O« , bibl.

* Alchazar, eine kleine landschafft in Groß-Armenien, inwelcher der Euphrat entspringet. No/E--. Dex. vniv.

* Alchildus, von Rhodus, war so verliebt in ein marmel-steinernes bild desCupidons,daß er sich nicht enthalten konnte dasselbe stäts zu umfangen und zu streichen, gleich als ob es lebte,und im stand wäre ihm hinwiederum zeichen seiner gegen-liebezu geben. lib. Xxxvi. c.

* Alchindus, ein berühmter Araber. Was von demselbenin der ersten edit. des Lextcons gesagt wird, ist gantz mangel-bar und irrig. Nr. Bayle hat sich bey diesem mann geirret,und alle die/ so ihme folgen, in irrthum gebracht. Morerimachet gar drey artickul von einem mann, unter Alchinde,Alkend, und Winde, (Jacob) siehe den artickul Mendt,

( Jacob) darinn ein rechter bericht von diesem mann zu fin-den ist.

Alchymia, ist die kunst in den metallen zu operiren, dieselbezu bereiten, zu reinigen, zu verändern, essentiell und lpinwsaus den Mineralien und pffantzen zu ziehen. Diese kunst istsehr alt; wie denn einige des Tubalcains erfahrenheit in aller-hand metall und eisenwerck, wie auch die fabel vom güldenenvlüß in Colchis hieher ziehen, und dadurch den sogenanntenstein der Weisen, oder die kunst, gold und Wer durch dieverwandelung der metallen zu machen, verstehen wollen ^ auchvernkeynen, daß Moses, Salomon, Hermes, Pythagoras undandere grosse leuthe, darinnen erfahren gewesen. Doch diesesalles, wie auch insonderheit was von Democrito gemeldet wird,ist sehr ungewiß. Daß aber nach Constantini Nagni zeiten un-terschiedene sich dieser kunst gerühmet, ist ausser streit, und habenzu der zeit viel unter den Griechen davon geschrieben , als Zosi-mus, Panopolita, Synestus, Olynwiodorus, Alexandriners,Theophrastus junior , Hrerotheus, Archelaus , Heliodorusund andere. Und kan wohl seyn, daß es die Griechen von denEgyptiern empfangen haben. Nach der zeit haben sich sonder-lich bey den Arabern einige dieser kunst gerühmet, von welchendieselbe weiter in Europam soll fortgepflantzet seyn, wie denninsonderheit Arnoldus Villanovanus, Lullius, Azotus, Para-celsus und andere angeführet werden, als wann sie gros-se erkänntnis darinnen gehabt hätten. Ob aber exempel vor-handen , daß wahrhafftig dergleichen verwandelung der metal-len geschehen, davon wird noch unter den Gelehrten gestritten.

in Hermst. äs Hermet. msäic. Keines äs-ten!. cbemiatr. ^olli«, in kortuilis. äs iransmut.

rnetM. Lc.

* Alciamus, dritter König von Lydien, aus dem gefchlechtder Nachkömmlingen Nini, nach der rechnung Adami Ruperts,wider die meynung Ubbonis Emmii und Scaligeri. -icko^i.

* Mciato, eine kleine stadt in dem Hertzogthum Maylandam flusse Lambo, nahe bey Vimarcato.

Alciatus, (Andreas) ein berühmter Rechtsgelehrter,war in einem dorfe gleiches nahmens in dem Mayländrschen an.1492. den 8. may aus adelichem geschlechte gebohren. Er hat zuPavia und Bononien studirt, und auf der ersten Universitätsich sonderlich an den Jason, auf die letzt aber an Carolum Rui-num gehalten. Er war kaum 22. jähr alt, als er die profeßionzu Pavia erhielt, und daselbst schrieb er seine ?Lr»äox» suris,mit denen er zwar unter den altenOIollätoribus erneu schrecklichenlermen angerichtet, sich aber selbst einen unsterblichen nah-men erwecket hat. Von Pavia gieng er nach Avignon, welchenort er aber an. 1521. wieder verließ, als man ihm unter demvfrwand, daß die pest da gewesen, seine besoldung vermindern?Ee.Er wandte sich nach Mayland,und gab daselbst einen Ad-n ab, nachgehends aber bediente er die ansehnliche stelleproviliows daselbst, bis man ihn nach Bourges be-Nf.^o ervvm Könige FranciscoI. ein sickarium von 1200.

oay er Vvurges fahren lassen, und nach Pavia kommen muste,

a l c

wo er um eben den sold, den er zu Bourges hatte, 'die Rechteöffentlich lehrte, bis die einfallende kriege ihn nach Bonomenan die stelle Pauli Parisii brachten. Nach gcendigten troublenward er wieder nach Pavia beruffen, wiewol die aufs neue en"siandene kriege ihm bald nach Ferrara verhalfen, wo ihm .oe,Hertzog Hercules II. r;;c>. ducaten jährlicher besoldung reiche"ließ.Nach 4.jahren holte man ihn wieder nach Pavia,wo erauAden i2.jan. an i;zi. gestorben. Erhatseine lebens-zeit iM colibat zugebracht, ist aber dabey sonderlich um das ende seme»lebens sthr mit der gicht geplagt gewesen, dabey er starck HMsen, welches ihm auch den tod soll zugezogen haben. E/wein mann von wunderbarem juäicio und unvergleichlicher klug"heit gewesen, weshalben ihn auch die grösten Monarchen M iAner zeit werth gehalten. Franciscus! in Franckreich batsse>mlectionen besucht. Kayser Carolus V. hat ihn zum MaylandE'!Rachsherrn und Lomite k»!»tino erhoben, und Paulus III« 0^ihm den Cardinals-Hut angeboten, den er aber ausgeschlageu'und davor die würde eines krotonomrii äxoüolici angenommen;Seine Verdienste und die gelehrsamkeit sind manigfaltig, ^beste aber hat er bey der Jurisprudentz gethan, die er am erste"von den schweren ketten der finsternis und barbarey entbunden'Er hat viel schriften heraus gegeben , als Lominenr. in kana-

civil, in Ooäicem, in Heeret»! Oregorii conlili», äs kornivXomsni Imperii, äs veteruni ponäeribns L menllnis, nin»gillr»tibn8 civilibus L miliwribus olkLÜs , äs 'äentis, äs linZulsri certsmins , äilputatione», prTterlNui 'rum s. II. ksncr^on s. XII. äs vsrb. ugniüc. I.. IV. Lc.hat alle seine wercke in fol. zusammen gedruckt; sonderlich Msind seine emblemsr» berühmt, welche nicht allein in unterM"dene sprachen übersetzt, sondern auch mit etlicher gelehrten leuwsonilnent-rrüs erläutert worden./ bitt.)ur.in ewb'

äoÄ. T't-Aa«. lib. VIII. VerFH eloges x. I. äs Aol»'

rer. lcript. k. I. s. 52. äs ILtis, lib. II. s.

tkestro ä'buom. Istt. vol. I. Läevü eulogia ILcor. p-p»nä. Lranä. ^

s Alciatus, (Andreas.) Die meisten geben vor, daßdem schloß Alzato in dem Mayländischen aus einem adelE-gefchlecht entsprossen sey; Pancirollus aber will behaupten, Uer aus der stadt Mayland gebürtig, und daß sein vatter ein ^eher kauffmann daselbst gewesen. Er nahm an. 1514. in Um22sten jähre den titul eines vodloris an,und gab darauf zu MUland einen Advocaten ab. In dieser stelle that er sich soHerfür, daß man ihn nach;, jähren nach Avignon verlaE^woselbst er die Rechte mit so grossem zulauff lehrte, daß er u«Vseinen zuhorern, deren anzahl ordentlich aus 7. bis 800. Ei-nen bestund, viele Grafen und Prälaten zehlen konnte,ihm auch von Leone X. die würde eines Lomirirdem Lateran ertheilet wurde. An. 1521. kehrte er nach Um-land zurück, nahm allda aufs neue die profeßion einescaten vor die Hand, und lehrte folgends von an. 1527. bis rv-zu Bourges in Franckreich, worauf er wieder in sein vatter-"^beruffen, und von dem Hertzoge Francisco Sfortia nicht st" ^unter einer besoldung von i;oo. thalern zum LrolellorePavib bestellet, sondern auch zugleich mit der würde eines rviAlandischen Rathsherrn beehret wurde. Wie er aber hieech'^immer verbleiben können , ist schon anqemercket, welchem -

guten flor gebracht, und endlich 1547. zum dritten mal ' ^Pavia gekommen sty. Im übrigen ist es falsch, daß er sEnstbens-zert M ledigen stände zugebracht, indem er selbst an ch ^ort berichtet, daß er seine frau in Mayland gelassen, Ep«nach Avignon gegangen; wiewol es scheinet, daß er keine"mit derselbigen gezeuget. Er war willens, sein vermE^-stiftung eines Lollsgü in Pavia zu vermachen, änderte abAsen Vorsatz, als ihm von einigen studierenden daselbst E'-«gegnet worden. Sonsten will man ihn beschuldigen /überaus geitzig gewesen sey, und wenn er gleich an einem ,ansehnliche besoldung gehabt, sich doch immerfort bem"wie er anderswo noch mehr bekommen möge. Dav ^ge-

schlagen , scheinet noch nicht ausgemacht zu seyn., MLM. tom. XXXII.

Cardinals-Hut , den ihm Paulus litt gebess'woüen^^Mi-

Alciatus, (Franciscus)gebürtig von Mayland-Amvetter Andreä Alciatk^. welcher den vatter unsers EWoelaL

und

eist

ei-

rolus Borrömäus mit unter seinen zuhörern gewesen,'^,ihn hernach mit nach Rom kommen lassen, und beycommendirt, daß er Bischoss und Datarius, auch enP'^sEdinal-Priester mit dem titul 8r. ÄlsriL in xorticu und r Evon Jrrland worden. Er starb zu Rom an. 15 8». bseines alters;8. jähr, 2. monat, 17 tage.

Il.c. 47. äs scr. Isec. XVI. slog- 0^ '

MZM inü-ript. Itsl. x. 87- E

Alciatus, (Johann Paulus) er war von gtscmMayländischer Edelmann, von profeßion ein Mac, . -is

Catholische kirche, und wandte sich zu den ProtestaMe"aber über dem geheimnisse der Dreyfaltigkeit allzusehrund der Vernunft zuviel einräumte, lud er deyoe»- ^ ^ye>'.haß auf sich. Diesen wüste er nicht besser i» »es M