Band 
Erster Theil. A - Be.
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Mardonium wider die Griechen gefochten haben. Üb.VII LIX ?a«/üb. VII. L/«r. äs amore krateruo. *

* Alevolo, (Bernhardinus von) hat an. i;;?. zuMedi-na einen tractat äs corrsötloue kraterua heraus gegeben. L----

^^Äleus, König in Arcadien , succedirte dem Aepyto , undmachte sich durch den tempel, welchen er der Minervä zu Tegeabauen ließ, berühmt. Er hatte drey söhne, und eine lochter,Augaam, welche Hercules schwängerte, als er einsmals nachTegea kam. ?ach««. üb. VIII.

*Aleutner, (Tobias) einSchlesier, florirte ums jähr,6o8. und hinterließ nebst einigen L-umiuibus und kpigram-matibus exercitLtionLL über den Aristotelem so zu Franckfurtan der Oder an. 1602. gedruckt worden. pauäscios

Lrauäeub. x. 106.

* Alexamenus, ein General der Aetolier, als sie dem Kö-nig Anliocho Lacedämon, Chalcis und Demetrias nehmen woll-ten. Alexamenus bekam daher 1000. mann zu fuß und dreißigreuter, daß er damit zu dem Nabi nach Lacedämon marfchirensollte/ unter dem vorwand / es waren die hülfs-trouppen / umwelche er die Aetolier so inständig angesprochen. Nachdem ernun durch diese list ihn sicher gemacht / ersähe er die gelegenheit,als die Aetolier mit den Königlichen trouppen gemustert wor-den / und erstach den Tyrannen vor der fronte / worauf er invollem marsch auf die Königliche bürg avancirte / woselbst eraber/ anstatt das werck mit gehöriger behutsamkeit auszufüh-ren / und die aufgebrachten gemuther zu stillen / tag und nachtmit Plünderung der Königl. schätze zubrachte / und feine Aetolierbeute machen ließ / wodurch die Lacedämonier in zorn gejagtwurden / und die Aetolier aus der stadt schlugen / hernach Ale-xamenum nebst etlichen wenigen in der bürg auch ums lebenbrachten. LrE, XXXV. Z4. logg.

Päpste.

Alexander I. von geburt ein Römer / folgte auf Evaristuman. ny. Er soll das weyh - Wasser zu austreibung des teufels/das ungesäuerte brodt im Abendmahl / und die Vermischung desweins mit Wasser / um dadurch die Vereinigung Christi mit derkirche anzudeuten / verordnet haben. Er ist unter dem KayferAdrians gemartert worden / nachdem er zehen jähr/ fünfmonatund zwanzig tage auf dem heil. stuhl gesessen. üb. IV.

IM. c.4. M/Zrjst. ex. IÜI. üb. IV. c. z.

Laro«. Ls.

Alexander II. zuvor Anselmus genannt / folgte Nicolao II.an. ioüi. Er war von Mayland gebürtig / und Bischoff zuLucca. Die Italiänischen Bisthöffe/so von Kayser Henrico IV.secundirt wurden / widersprachen seiner wähl / und gaben ihrestimmen Cadolo, dem Bischoff zu Parma / welcher aber in ei-ner schlackst überwunden wurde / und Alexandro den Römischenthron überlassen muste. Dieser entzog hierauf den layen dasrecht der iuvsüüur , und die Vergebung der geistlichen ämter,nöthigte auch Richardum und Wilhelmum / Fürsten von Apu-lien, durch hülste der Gräfin Mathildis / daß sie der kirche wie-der geben neusten / was sie ihr entzogen. Er starb an. 107z.

TVar/cst-r. ko/aterra». Vrgeöert. k/«rr'»«. Les Ostre/r/I

Aars«. aä au. 1061 — 107;.

Alexander HI- war von Siena gebürtig / und hieß zuvorRoland / sein vatter aber Rainucius. Er wurde Lauouicus zuPisa, und hernach Cardinal/ ingleichen Cantzler der Römischenkirche/ woraufer Adriano IV. der ihn in wichtigen gesandschaff-ten gebraucht hatte/ an. n? y. succedirte. Er hatte nicht alleindrey Gegen-Papste,VictoremIV.PajchalemIII.und CalixtumIII.sondern Kayser Friedrich Barbarossa selbst war ihm entgegen;dem aber ohngeachtet behauptete er gegen sie den Päpstlichenstuhl. Nachgehends hielt er das dritte Lateranische Louciüum,und starb an. 1181. Die Historie/ da er dem Kayser den fuß aufden hals soll gesetzet haben/stehe unterFridericus I. Röm.Ray-ster.

Alexander IV. folgte auf Innocentium IV. an. 1254. Zuseiner zeit war Italien durch die faÄioues der Guelphen undGibelliner mit mord und blut erfüllet. Nach seiner wähl setzteer sich Manfredv/ des Kaysers Friderici natürlichem söhn , ent-gegen, brachte aus Engelland viel geld auf, und wollte die Tür-Sen mit krieg angreiffen , wenn nicht der zwischen den Venelia-nern und Genuesern eingefallene krieg solches verhindert hätte;worüber er endlich für leidwesen an. 1261. starb. Er hat auchdie partey der so genannten Neuärcautium gehalten, und ih-nen zu gefallen Wilhelmum äs 8. stmore verdammet, worüberer mit der Universität zu Paris ziemlich verfallen. c?e-

äeüxüs. urbis. O« üiü. äes Laxes.D« 8o»/E),, bist. vniv. LariL tom. III. Ls.

Alexander V. vorher Petrus Philargi genannt, war ausCandia gebürtig, und gieng in feiner jugend betteln, indem ervon sehr armen eitern war. Ein Franciscaner - Mönch aber"Am ihn mit ins kloster, und unterwiese ihn in der LateinischenAi^^chsschen spräche, bis er nach Oxford in Engelland ver--^ Don dannen gieng er nach Paris, und ward all-

predigten und gelehrte schriften mach-baß ihm Galeacius Visconti zu Mayland^nra^auck folalic^ Rath gab, und zum Bißthum zu No-bE/ ^Enocentiug - Bißthumzu Mayland bestrderllchAau Cardinal, und endlich

ward er auf dem Louscho zu Pssa , welches zu endigung des

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damaligen lclnlminie in der kirche angestellet war, und karawdie beyden Päpste Gregorius XII. und Benedictus XIII- avMseht wurden , an derselben stelle zum Papst erwehlet, aber vvihnen in bann gethan , und das leüilma gar nicht gehoben. ^war gegen arme und wohlverdiente leuthe so gutthatig, vay ^fast nichts vor sich selbst übrig behielt; dannenhero er gEseine freunde im schertz zu sagen pflegte: er sey ein reichtBischoff, hernach ein nothdurftiger Cardinal, und eriduwein armer Papst worden. Er starb zu Bononien, zehen m»nat nach seiner wähl an. 1410. Sein Nachfolger war Mhannes XXIII. L/atr». bin- o

sranä lsüiüus. . .z

Alexander VI. hatte, wie die meisten davor halten, Evatters nahmen und wapen Lenzoli (so eines der grwnHäuser iin Königreich Valencia) verändert, und den geschlecy»^nahmen seiner Mutter, des Papsts Calixti III. schwester, voBorgia angenommen, und soll sein vatter Godofredus LE'geheissen haben, wiewol Caspar Escolanps, ein Valenzhw"geschicht - schreibet, mit dein es auch Jmhof hält, erwreMdaß Alexanders vatter ebenfalls aus dem Hause Borgia gew/sen. Er selbst hieß anfänglich Rodericus, wurde von Castxto u -aus Spanien nach Italien gebracht, und zu den üuäusaMhalten. Als er noch gar jung war, ernennete er ihn wegen st»ner geschicklichkeit zum Ertz - Bischoffvon Valencia in Spann»'und bald daraus an. 145 5. zum Cardinal. Er hatte auch >wwandere wichtige bedienungen bey der kirche, und nachdemnocentius VIII. gestorben , drang er sich durch unrechtmäßigstimmen aufden stuhl. Im ansang seiner regierung gab er ist')same gesätze zu beobachtung der gerechtigkeit, so daß sichmann darüber erfreute, aber der erfolg legte bald ein anvaan den tag. Er hatte mit einer Römischen Dame, Vanotia g»nannt, vier lohne und eine tochter gezeuget, von welchen der a»tickul Borgia nachzusehen. Zu diesen seinen natürlichen m»dern trug er eine gantz blinde liebe, und warf alle gefetze uvck'Haussen, um seinen söhn, Cäsar Borgia, zu einem Kayser »Italien zu machen. Er legte auch dem König Ferdinand v»!Aragonien, den'nahmen des Catholischen bey, und theilte M»schen ihm und dem Könige von Portugall die Indianischen iw»de, nur damit er sie zu ausführung feines Vorhabens desto Lneigter finden möchte. Er verkaufte die kirchen-ämter, mECardinäle um geld, trachtete den Päpstlichen stuhl erblick)»machen, trieb einen offenen Handel mit den geistlichen armer''zog die von andern leuthett der kirche vorgeschossene gelber»sich, und wer solches mißbilligte, muste sterben. Endlich mxmen alle diese Unordnungen ein betrübtes ende. Alexandersein söhn Cäsar waren willens, etliche Cardinälx hinzurrckM"und ihre güther an sich zu bringen, luden dannönheroselbige»gaste, wobey sie dem mundschencken eine flasche mit vergjMXwein absonderlich zugestellt hatten, um daraus den CardM?'jeinzuschencken; aber aus versehen ward Alexandro und §aus der gift - flasche eingegossen, darüber der - alte 72. EUPapst den 18. aug. an. izoz. die äugen zuthun muste; «

Borgia aber kam noch mit dem leben davon, wiewol ercvNtract blieb. t-ttrcnaM.lM. üb. I. AII. üb.

c. 2. antbroxol. üb.

D« iM. eccl. D« üiü. äes Lax.

Lpitb. urbis. äs caüb. viror. iüullr. p. ;.

vir. cü Lei. LoMa. Xat. H. L. üee. XV.

bpecimen. üiü. are. äe vita ülexsuä. VI. exeerxt. ex M

Alexander VII. aus dem Hause Chigi von Siena, ein ssvFlavii Chigi und Laurä Marsiali, wurde an. l;y9. gebestund Fabius genennet. Er machte fein-glück unter UrbariMbekam an. 1652. die Cardinals-würde, und gelangte an.den 7. apr. auf den Päpstlichen stuhl nach Innocentio x-sen 8eLretarius er gewesen, und sich in dessen verschickn»» F,nach Malta, Ferrara, Cöln und Münster auf dem ftM. aKschluß wohl gehalten hatte. Er hals den Venetianern umund volck wider die Turcken, schoß auch grosse Mittel ^stadt Rom, so durch pest und Wasser - fluch ziemlich wüste Iden, wieder aufzuhelffen. Die Corsen verbannete er a>m.^ständiges begehren des Königs in Franckreich nach langw'V^t-weigerung auf ewig aus Rom, ließ auch darüber eine E Mp--nis-pyramide aufrichten, wegen des dem Französischenten äs Crequi angethanen schimpfs; canonisirtevon Villa nova, Ertz - Bischoff von Valencia, und E ^stcum äs Sales, Bischoff von Geneve; taufte den Ko»wMarocco; that einen ausspruch wegen der unbefleckt»pfängnis der heil. Jungfrau Mariä ; zierte Rom m» I Zugebäuden, und machte sich sonst um die kirche wohl verdien» A-seiner zeit wandten sich unterschiedene hohe Personen zu »Mgtholischen religion, worunter insonderheit die Kvmgm Lvvon Schweden war, die sich auch nach feinem nahmen A",nennete. Er wird sonst wegen seiner gelehrsamkett geruw ^chehat sich den Gelehrten durch seine verst bekannt gemuckst, ,„ayzusammen gedruckt worden. Er starb an. 7667. den » 1-

nach geführter 12. jähriger regierung. ^

Lour äs Koms. Lonclavs ä'stlsll. VII. M

äslneles äs la Lour äs krause aves la Lour äs üome-

Lc. ... Nttoöf"

Alexander VM. ein Venetianer aus dem gesthlechw-stnt. Urbanus VIII. machte ihn zum Gouverneur von Ler,ti und Citta Castellana, gab ihm auch dabey eine ste^den Luäitsri äl L.uota. Innvcentius X. cremte ihn ' jlilst