Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
272
JPEG-Download
 

272

a l e

Aleris, ein Griechischer Comodien-schreiber und enckel deSMenandri, lebte zu der zeit Alexandri IVl. in der III. Olvmp.und verfertigte unterschiedene fchriften, deren bey den Alten oft

gkhgchj äe L oe^. OrZee. e. Z. Oi-ee.

4 Alexis, ein schöner knab, welcher dem Virgilio zuständigwäre. Einige behaupten,es bedeute der nähme Alexis einen men-schen der keine antwort giebt. Andere leiten es von dem Griechi-schen,wort , ich sorge, her, weilen Virgilius mit un-

gemeiner sorgfalt und liebe für diesen knaben eingenommen wä-re, und deswegen an einem ort sagt:

v crucielis ülexi, niüil mea c^rminL curas-Andre geben für den Ursprung dieses Worts an, das Wortich treibe von mir ab, weilen nämlich Alexis einen Unwillengegen Virgilio bezeugte:

Invenies slium, 6 te lnc kaffiäit illsxis.

Martialis giebt zu erkennen, daß dieser Alexis ein söhn oder be-dienter Macenatis gewesen:

' kt ÄlLLLNLti Uaro cum cantaret fflexim.

Und wann er von dem klagen des Virgilii, welches er gegen demMäcenas über den vertust seiner güthern bey Cremona führest,redet, lasset er sich also vernehmen:

tsiiMrs xsräiäerat inilsrD vicinL LremonD ,klebst L sbäuekss kityrus Tgcr ovss :

Mit kuleus kgus8 , psupertstemgus levsnäo,keppulit, <L celeri julbt sbirs kugs.

Lccixe äiviris8 , L vstum msxinitis cito,

1u liest, öt noltrmn, äixit, Llexin sms.krtZi/. kclog. r. v. 6 . L ult. <L ibi . diic. kloväiu8.

* Alexis , (Guil.) ein Prior von Bussy in Franckreich, lebte

unter Königs Ludovici VII. regierung , schrieb meistentheils inVersen, unter welchen fchriften 1e Mroir äes Iffoine8 ; ke Zranäklslon äes ksnlle8 smotit8; I.s DisloZue äu erueiüx L äukelsrin; ke Nstt^rolocie äe8 tsuiles IsoZue8; ke psile-tcnisbekannt sind. bibl. krsnc.

* Alexis, Bischoff von Melfi in dem Königreich Neapolis,-orirte um das jähr 1512. In eben diesem jähr hielte er aufbefehl des Papsts Iulii II. eine orstion an die kk. des Lonci-lii in dem Lateran, welche der dritten icikon, so den n. dec.gehalten worden, beywohnen sollten. Er handelt darin», äs

istione 8Mväorum bsbenästuni vxtim -1 L LoncoräiL necest

litsre. Diese rede samt dem brief, darinn er den Papst wegenseinen Verrichtungen berichtet, findet sich in dem XIV. wmoder Loocilior. x. 122 .

* Alexis, ein Ertz-Bischoff von Nicea, hat kirchen-gefangeauf 8. Oemetrwm Alsrt^rem soinxomrt. /V/a,-^r.

-s St. Alexis, oder Alextus, gebohren zu Rom an. zzo.Ware ein söhn Euphemiani, eines der vornehmsten Rathsherrndieser, stadt und Aglais, welche von nicht geringerm adeli-chen stammen als ihr ehemann war. Da er das rechte altererreichte, zwungen ihn seine eitern sich mit einer junafrau vonsehr berühmter geburt zu verheurathen , aber er glaubte, GOtthabe ihm in den sinn gegeben, seine neue braut annoch denHochzeit-tag sechsten zu verlassen. Man sagt, er habe ihro beymeintritt in ihr zimmer einen ring und gürtet in scharlach-rothenlasset gewickelt gegeben, mit befehl selbiges auf das sorgfältig-ste zu verwahren; seye hernach in sein zimmer gegangen, allwoer sein geld und edelgestein genommen, habe sich heimlich ausdem Haus und an das aestad des meers gemacht, und nach-deme er alsobald ein schiff segelfertig allda angetroffen, von darnach Laodicea geschisset, von wannen er über land naher Edessaeiner stadt in Mesopotamia gekommen, allwo er fein übergeblie-benes geld unter die armen ausgetheilt, sich hernach in denvorhof der kirchen unser Lieben Frauen begeben, da er dannaus dem aümosen lebte. Dennoch gaben sich sein vatter, mut-ier und frau alle ersinnliche muh,ihn von dorten wegzubringen;aber es war alles umsonst, also daß er sich 17. jähr lang an die-sem ort aufgehalten. Er kehrte hernach wieder nach Laodicea zu-rück , in willens sich nach Tarsus zu begeben, aber es triebe ihneeine entsetzliche ungestüme an Italien und zwunge ihn zu Romanzuländen. Er nahm sich sogleich für, sich in seines vattersbehausung als ein unbekannter aufzuhalten. Er redte ihn dero-weqen, als ex aus dem pallast zurück käme, an, bäte ihn, ermöchte ihn doch an einem platzlein einlogieren , welches ihmdieser Herr bewilligte ohne ihn zu erkennen, weilen ihn die sie-benzehenjährige abwesenheit gantz unbekannt gemacht. Als esnun an dem war, daß er sterben sollte, schriebe er auf ein kleinzedulein sowol seinen nahmen, seme familie, seinen Heurath unddie vornehmsten umstand seines lebens, liesse aber dieses zeduleinnicht aus feiner Hand, bis er den geist aufgegeben. Es wird inder Historie feines lebens gesagt , daß als Papst Innocentius I.ernsmals an einem sonntag in der St. Peters-kirchen, in gegen-wart des Kayfers Honorius meß gehalten, sich ob dem altar ei-A wmme hören lassen, welche gesagt: Suchet den mannAAttes, welcher künftigen freytag sterben soll. Nach-AM^ber dieser Heilige nicht konnte gefunden werden, habeder Papst und der Kayser, als auch eine grosse anzahlandre vornehme Herren den darauf folgenden^,ffA?i"Wnden; da denn eme gleiche stimme sehr lautGOttes seye in dem Hause des«ndfanden A^st und der Kayser eileten alsobald da-hin, und fanden diesen Hechln, da er eben ausgeistete. Man er-

ale

griffe das papier so er in Händen hatte, und Aetius der eE

ler der Römischen kirche läse es öffentlich. Man kan sicheinbilden, welch grosses erstaunen und betrübnis dieses ff»bey dem vatter und Mutter, als auch der ehefrau dieses hems^Alexis verursacht habe. Nachdeme sie sich nun in etwas von ^rem vergangenen schrecken und betrübnis erholet, machteanstalten zu seiner begräbnis, und ward sein leib mit gewoy'chen solennitäten in die St. Peters-kirche getragen, naa) .^,erzehlung Metaphrastis; oder aber nach der meynung dest^roloZü, in die kirchen St. Bonifacii, in welcher er verewmvworden. Euphemiani Haus aber, welches auf dem berg A>ss>no gelegen, allwo man zu den zeiten des Heydenthums denpel des Herculis Victors sahe, ward nachmals in einekircye."^wandelt, unter dem nahmen des H. Alexis. Das RoMvAMartxrologium und ttrevisrimn setzen seinen tod den I?' denMetaphrastes, welcher demselben zu seiner Verehrung denmertzen zuschreibt, verstehet den tag, an welchem der leib oui.Heiligen in ein ander grab gelegt worden. Man meynet, om ^seye unter der regierung Papst Innocentii I geschehen, we^von 402. bis 417. den Römischen stuhl besessen hat. Es m-ss-,,nicht allein die zeit seines tods sehr ungewiß, sondern aumdieser gantzen erzehlung sehr zu zweifeln; sie kömmt vonmand änderst als Metaphraste, einem nicht so gar glaubwAgen smkoie, her. Es scheinet auch, als ob diese lebens.schreibung nichts, als eine schlimme abfchrift des lebens ^Iohanms Calybitis seye , welche schon verfälschet

zewige perion seyn ronnren. L)ie wrlecyucye Moncyrn, " -von Constantinopel gekommen, machten diesen Heiligen der

teinischen kirchen, nachdem sie sich zu Rom niedergewii ^bekannt, und nennten ihn Alexis oder gesundmachet,wegen der wunderbaren genesungen , welche die krancke 0» ^seine imeicelkon erlanget. Wann nun dem also ist,' sd.ss Munmöglich das leben des H. Alexis zu lesen, ohne vomv ^glauben, daß unter dem nahmen Rom, die stadt CoE,,chnopel müsse verstanden werden, welche auch sonst gemcuW^.Neu Asm genennet wird. KEv« In vit^ .

su 17. äs juillet.

Alexius,ist der »uckor eines buchs voller medicinischertorum, welches in Italiänischer spräche geschrieben und v h.gehends ins Französische übersetzet worden. Der rmtkor ^let in der vorrede von sich, daß er von guten PiemonMkff,,Adel sey, und in seiner jugend Lateinisch, Griechisch, H^*M.Chaldäisch, Arabisch und viele andere sprachen erlernet 0Weil er aber sonderliche begierde bey sich empfunden,, A ge-heimnisse der natur zu untersuchen, hat er darauf -i 7 - Mreiset, und deren so viel erlernet als sonst keiner, uieinanvetwas davon geoffenbaret, bis in sein 8z. jähr, da ihmwissens-scrupel vorgekommen, den er nicht anders als ^ Kentdeckung seiner vornehmsten lssrewrum zu heben gewulrHatte nemlich einen armen krancken zu Mayland dahin mlassen, den er hätte erhalten können, wenn er dem Lturwtznes von feinen src-änis hätte entdecken wollen. Daruo^^y,ihn eine solche gewissens-quaal überfallen, daß er fast/Missessidler darüber geworden, und in dieser einsamkeit hat erausdund seiner lecrewrum zu seiner beruhigung ans licht v ^let. Das mährgen lässet sich gar wohl hören.kiliäen. renov.

Rayser zu Constantinopel.

Alextus I. Comnenus, ein söhn Kaysers IsaacSstantinopel, riß die Crone an. 1081. zu sich, nachdem er Ephorum Botoniaten, den rechtmäßigen erben, ins «01 ^ Kflössen. Weil er seinebrüder vor ihren beystand ( da/u^Wihm zur Crone geholffen, mit Übergebung grosser lander v ^ zyhatte, gebrach es ihm hernach selbst an mrtteln, die armunterhalten, dahero er seine Unterthanen sehr aussauEweder weltlicher noch geistlicher güther schonte. RobMcard, Hertzog in Apulien und Calabrien, nahm deswegenmit einerarmeevon izoov. mann hinüber inThracienzn ^ ,„sund schlug Alexium, der ein kriegs-heer von rsoooo. mnden deinen hatte , worüber dieser mit dem Kayser E^e ^ein bündnis machte, Guiscardum zu bekriegen.practiquen wider des Hertzog Gottfrieds von Bomllondie nach dem heiligen lande zog , brachten dieselbe MAMnoth; denn er verweigerte ihr nicht allein alle lebem^ Msondern hielt es auch nnt den feinden, und verursachteChristliche militz, nachdem selbige in einer Wacht bev^r/ssnus erlegt worden, an ausführung ihres Vorhabens >Barbarn mercklich gehindert wlirde. Er soll mehrmalshaben, daß ihm an dem streite der Francken mrt den ^ ew'eben so viel gelegen sey, als an den Hunden, dte sim »ander beissen. Er starb an. n 18. Seine tochter, Ächeritnena, hat die Historie von seiner regierung in ü- ^schrieben. Oc/o/ö/a. in ffiff. Lonffsnr.

Alexius II. Comnenus,mit dem zunahmen Porphs/sg ^ oftein söhn Emanuelis Comneni, welcher ihn vor stimm ^ zosaufsicht seines Vetters Ändronici empfohlen. Dssstt'a , ^die gantze regierung an sich; und als sich des iungemE s pM-ter , Lena, dieser bosheit entgegen setzte, ließ sie Andromc^e»/