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Erster Theil. A - Be.
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rchlt werden, tragen wein, granaten und allerhand fruchte, auchfindet man fast m deren jedwedem emen sprmg-brmmen. Die-se stadt ist heut ;u tage wohl hie reichste in gantz Africa, undder zoll tragt allein so vcel em, als das gantze Königreich.Bey 100000. einwohner befinden sich ohngefehr darinnen, nein-lieh in die 12000. soldaten, so meistentheils abgefallene Chri-sten ' 40000. selaven von allen orten Europä, und der Überrestan Mohren, Türcken und Juden. Etliche -mÄore« halten sievor der Alten Julia Cafarea, so von Iuba, dem Könige inMauritanien, zu ehren Julii Cäsaris, gebauet worden, undsoll von Cafarea der nähme Gezair entstanden seyn. Andereaber meynen, daß dieses die stadt Tenez im Algierischen sey,und die stadt Algier vielmehr des Antonini und Plinii Rus-curium oder Rusuccurum, bey dem Ptolemäo Rhusuccorasey. Diese stadt hatte vorzeiten einen Bischofs, welcher unterdem zu Cafarea stand, und diese Prälaten haben oft die Afri-kanischen Loncilia mit unterschrieben. Vorzeiten war die stadtund das Reich den Mauritanifchen Königen unterworffen, folg-lich den Römern, Arabern und andern Herrschafften. ImXVI. sseculo hat sie Barbarossa einbekommen, und seinem söh-ne, Alan hinterlassen. Heutiges tages stehet Algier unter demTurckischen Kayser, welcher einen Bassen hieher schicket, diemilitz zu eommandiren; wiewol der Divan oder Rath dieserstadt sich noch die gcwalt vorbehalten hat, eine art eines Kö-nigs zu erwehlen, welchen sie Dai nennen. Sonst ist Algierder aufenthalt der schädlichen fee-räuber, die unzahliche schiffeden Christen weggenommen, und noch damit fortfahren, wo-durch sie einen unsäglichen reichthum zusammen schleppen; dochsind sie unterschiedliche mal von den Europäern gezüchtigetworden. Der Kayser Carvlus V. nahm ihm für, diese rauberheimzusuchen, und schiffte mit 2z 000. mann zu fuß und 1500.zu roß hinüber in Africam, langte damit im oct. für Algieran, und setzte die armee ans land; es erhub sich aber zweytage hernach ein so grausames ungewitter, daß von des Kay-strs flotte bey 140. schiffe mit vielem volcke zu scheitern giengen,und er genöthiget ward, mit den übrigen wieder nach Spa-nien zu kehren. An. 16;;. sprach ihnen der Englische Admi-ral Blake zu, eroberte etliche schiffe, erlösete auf selbigen vielgefangene, und steckte die andern in brand. Thomas Allenzwang sie an. r668. friede zu machen, den sie aber an. 1669.wiederum brachen. An. 1670. ruinirten die Holländer unterdem Admiral Gent, mit hülste der Englischen, sechs ihrerbesten schiffe, und verbrannten dieselben, nachdem die Al-gierischen Capitaine sie auf den strand gesetzt, und sich mitdem meisten volck salviret. An. 1682. ward sie von dein Fran-zösischen Admiral äu Quesne angegriffen, und den monataug. durch mit einwerffung der bomben beunruhiget, wo-durch viel Häuser und bey zoo. mann in der stadt verdorben.Dieser Admiral wiederholte die bombardirung im folgendenjähre viel stärcker, und erhielte von Baba Haffan die Französi-schen selaven , worüber das volck erbittert, besagten BabaHassan ermordete, und ihren Admiral Mezzomorto an seinestatt zum Regenten oder König setzten, welcher sich gegen dieFranzosen tapfer wehrte. An. 1688. warf die Französischeflotte unter dem Marschall ä'Etree 10420. bomben hinein, wo-durch bey zwey drittheile der stadt und fünf schiffe im Hafenruinirt worden. Die Algierer schössen hierauf den Französi-schen Consul aus einem morser nach der Französischen flotte,und ließ Mezzomorto heraus wissen, daß sie es dem Kö-nige, wenn sie ihn hätten, eben so machen wollten. Dochim folgenden jähre schloffen die Franzosen mit Algier friede,um sich ihres beyftandes gegen Engelland und Holland bedienenzu können. äli. bitt. äs Lsr-

dsris. /s lull. äs Louis XIV. Dirrlogue äs

6eue8 L ä'ülgier8, Ls.

* Algionius, ein gelehrter Venetianer in dem XV. Lcu-1o, siehe Alcionius. (Petrus)

* Algöet, (Laev) von Gent, er gab eine beschreibung der

mitternächtigen länder heraus. Ltlieuse LLlgic-e.

xariä. Lianäenb.

* Algörver, (David) Prediger zu Ulm, und ?ro5ellor der

Mathematik am daselbst, wo er auch den ;o. dec.

1678. gebohren worden; wäre von keinem sonderlichen her-kommen. Doch erhielte er durch gunst seiner Lehrer ansehn-liche aelegenheiten sich fortzuhelffen, rmd erlangte zugleich vonihnen die würde eines MMrl, nachdem er zuvor zu Morspro nmäu unter Stürmen, äs VLiombus LrMorum disputirthatte. Ehe er Mors verließ, bestieg er noch unter Herrn v.s anaen die theologische Catheder, mit einer clilxm-nlon , äsVirwrs Viäelmm Heroik, und M darauf 1701. nach Helm-städt, aüwo er von den berühmten Männern, Fabricio,Schmidten, aus dessen tisch-gesellschafft er vielen nutzen schöpfe-te, und Hardten grosse liebe genoß. Hier zeigte er sich mit ei-per artigen äilputscion, äe Mcheii 8inica, und nachdem er 2.M mit gutem deyfall gelesen, auch noch zuletzt unter Herrn

^ LontrOverlils Lum ix munammLcia»

nis dffputirt, trat er zu Halle in eine ansehnliche Hofmeister-stelle bey Zwey fürnchmen Sächsischen Edelleuthen,, von denen^r??el fllltes genossen. Bey dieser gelegenstes horete er denund den Herrn von Ludewtg m denRechten und geschlchren, und in der Theologie Herrn Brett-Haupten, Anton und Zrancken mit grossem Vortheil, und

ließ auch hier seine geschicklichkeit sehen, da er als A

Ne Lscsäsm gu-elliomun ÜLLäsmissrum ex variis cillciptl»vertheidigte. Man trug ihm hierauf die unterrichlung A.Sachsen-Zeizischen Printzen durch den Herrn geh. Rath Eimann auf, er lehnte aber dieselbe von sich wohl bedach»^und bescheidentlich ab. Bald hernach aber ward er m mvatterland 1705. zum krolsGire AlÄthsssos am tlymnmM o ^ruffen. Er reisete also unter vielerley beschwerden nach HA)se, und trat sein amt, nach einer überstanden« harten kra»«(heit, mit einer öffentlichen rede, äs Vmbra KarbsmatiLormluee an. Gleich im folgenden jähr ward er zum Vibrio K«'M-Merü bestellt, wobey er zugleich vor dem MarE")fen von Banden - Durlach, als damaligen Commendanu^den cabinets - gottesdienst mit verrichten müssen. An.

ward er zur völligen Prediger-stelle im Münster beruffen,

und

verwaltete diß amt mit grossem vergnügen seiner zuhörer.a». 17". au verrichtete er viele jähre nach einander die cm)chismus-ubungen; daher ihm auch die kroksllio Vüeolos«ctecKetis-L anstatt der mathematischen gegeben ward, welche Vbis an. 1728. mit allem steiß verwaltet. Als aber in dich'jähre der krok. Nstb. Funck unvermuthet verstarb, so ersteste ihn die Obrigkeit, die Mathematic aufs neue zu lehren, A.ches er auch bis an sein ende gethan. Man brauchte A.sonst auch zu allerley wichtigen Verrichtungen, bey ausser"dentlichen fällen, wobey er sich dergestalt geschickt erwiesdaß dadurch die Hochachtung für ihn immer grösser geivE'Hierzu kam noch feine aufgeweckte art, seine schone bereM .reit, sein angenehmer vortrag, und sein freundliches bezeuggegen jederman, wordurch er sich dann eine allgemeineund Hochachtung erworben, die er auch nach seinem tod »k -erhalten hat. Sein einziger söhn, welcher in Jena h.,dirt, scheinet des vatters rühmlichen fußstapfen M ' ,gen. Er starb endlich den 24. may an. 1758. abends amsi" ,ge nach einer kurtzen kranckheit; ob man wol vorhero steine gantzliche LLsbexis an ihm wahrgenommen, welche dre L,sersucht zugleich drohete. Sein leben brachte er nichtals auf 58. jähre und vier und einen halben monate, wenv^ihm semer treflichen gaaben und eigenschafften wegenlanger zu wünschen gewesen wäre. Er hat übrigens nE „ley schriften, ONlermnones und kroZrsmmLta heraus gege" I-welche alle von seiner gelehrsamkeit zur genüge zeugen. DA §ter sind I. Chr. Stürmn sirgäecticmes sicsäemic-L, welckV^aus dem manuscript ausgegeben : von seinem eigenen..^0KleteoroloZia parsllsla ; Ü^etoinetriL curioli,; Histvtst<ä,

verlauf des zweyten Evangel. jubel - fests in Ulm, rc.Zeitungen, rc. ^

* Mgoire, ein kleiner ort nebst einem schlösse in Catalo>"

* Algonkins, eine wilde in dem mitternächtige» Acß,

rica wohnhafte nation, wäre vorzeiten sehr zahlreich, ist A „reckund schier zernichtet. Sie werden in die obern und " sie,Algonkins getheilet, die erster» wohnten um den oben' „idie letztem aber nach der länge des flusses Saguenay A,Mund in Quebec. Die Utaouaks, Saulters, NipißMM U Fzu den ersten gerechnet; die andern werden nicht and«Algvllkins genannt. Man verstehet ihre sprach schier a»orten des gantzen vesten lands daselbst. ^ ^

Algot I. König in Schweden, silccedirte Adolphsvor Christi geburt. Er hat ein glückliches regiment gcyAst oÄ'ihm denn auch sein söhn Ericus gefolget. "

gsm. L-lnor. Ls.

Algot II. ein söhn Tordi III. regierte in Schwedenjähr 582. nach Christi geburt, bis aufdas jähr 606. Ms 5^"'daß er die Russen ihm unterwürfig gemacht. '

Algow, Llgovi-r, eine landschafft in SchwabclMden benachbarten Alpen Alpgovls. oder von dennach etlicher meynung , Llm-mxovi-i heissen soll,der Donau, dem Lech und dem Costnitzer- oder M >'und begreift in sich die städte Kempten, Blberach, A so Ngen, Kauffbauern , Wangen rc. Der vornehmstedurch fleußt, ist die Jler. Das land ist rauh »Aträgt aber doch viel winter-korn und gerstcn, zeugess' 50^vieh und fische, sonderlich gute Pferde. c>«/?r k^./öivs

p. 84- Lercrr«. Lr/er. Huvtevindes

schreibung. ,

* Algoznli Abud-Achmad, einAraber^hatArcherfA,Arabisch , betitelt üleü-imsi^äu, das ist: Der AIeiniget, geschrieben. Es handelt von der EuE' erkOA-welches wider die Dreyfaltigkeit, die von dm CtE^ Ds A,wird, geschrieben, und durch R. Mosen Ben-Ji)si> ,vore ^bräische übersetzt worden. Dieses buchistmegeoru^,sondern findet sich in der Päpstlichen bibliotheck » vorstzMnuscript. Algozali hat annoch ein buch von

GOttes, einen tractat von dem gesetz, einen anvon der Moral und ein werck von den meynung ^weisen geschrieben ; aber alle diese bucher stA'.MM> 4' durch. fle

»l-f

worden.

übersetzt

Dieses letztere ist an. izo?. -worden. blbl. K-ibbuML.