Band 
Erster Theil. A - Be.
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/ hat ein buch von den fürnchmsten ar-Lul »u, Mahometanlschen glaubens , betitelt Lbksm ss of-*Au verfertiget. bibl. Orient,

ren ru ) eines Janitscharn zu Algier söhn, geboh-

Alqjer ^vEmopel, wurde, nachdem er rz. jahrelang vonritt M den raub ausgefahren war, an. 1620. auf er-Senvmmrn"^ einem Nord-Holländifchen Capitain hinwegftn, feine mitgescllen wurden über bord geworf-

enen wurde das leben gefchenckt, dieweil er sich fürder rea!!>.?"verbarem ansehen stehenden mann, der viel bey^eß, kir» -^^Wer vermöchte, ausgab, und über diß ver-ivechs?l„. gefangene Niederländer gegen feine perfon auszn-e>ngx« 'erwarb darauf zu Enckhuyfen aufgebracht, und inbesetzet, allwo ihn der thurn-hüter Hunger, durstAgierer a»yden ließ. Zu ende des 1621. jahrs schrieben dieAllein wi! > , Staaten, daß sie gesinnt seyenden frieden zusie wo««,-« . hrr den Niederländern erlaubten zu gehen wo^eyen s,,« ^'rwrauf denn auch Ali zu Enckhuyfen wieder aufieigien Ersetzet ward. Viele bürgere von Enckhuyfen er-Mt einem^ 5 ^vley Höflichkeit, und regalirten ihn zum öfter»Staaten d^iLnahl. 3 " dem folgenden jähr ernennten dieMr, da H^rrn Pynacker zu ihrem Gesandten nach Al-'Nen. 4,,?enn dieser für gut befand den Ali mit sich zu neh-MarMx "ver seinen weg über Franckreich nahm, um zuvurch dj-W zu schiffe zu begeben, war Ali m der durchreife^^Maig .Mnzosische stadte so voller angst und forcht, daß er^ der gehen durfte, sondern dem Herrn Pynacker hartMe. Dj- , blieb, und schier immer unter seinen mantel kro-?aren, .flache dieser feiner forcht wollte er niemand offen-Ann faqt/. ^ auf der rhede von Algier angekommen, da erWelches ein ^ hstbe ehemals auf einem raub-schiffe gedienet,Arauf pvanzosisches schiffe hinweg genommen, und allesA>ffe alsd»» fundene volck über bord geschmissen, und dasAb kch , bnn den meeres-wellen überlassen hätte, jedoch hät-AA gebr^!?btrvfen verstecket, welche das schiffe nach Mar-AAach d°?l' darauf hätte der pöbel zu Marseille nicht lang<A<n Alai-^A^aris kommenden und nach Haufe zurück kch-Ublge erw»s^^u Gesandten samt 56. Personen von feinemj,Acrrau-nA„ er; daher seye ihm angst gewesen, es möchtend,!Aumqch°n lvenn sie ihn erkennen wurden, auch also mitkamx ,.^.u den Niederländischen meer-porten da erMMm.E.Euckhuyfen, Horn, Amsterdam, Rotterdam,di/fhiffe, fEh Vlißmgen, Middelburg und Beer, hatte er°A a>hahi dev a^^lse als mittelmäßige, genau gezehlet, undt- sich n-A uhlffen emes jeden orts auf ein kerbholtz, dasb?a. ^ien er a^^Onet. Als man Algier ins gesicht krieg-^sAgte, N)ir^?§- betrübt zu seyn, und da ihn der GesandteS?? frölich er traurig seye, da er doch nun-

b?!> "acht aet/^A.lolste, so antwortete er, es habe ihm INewiges holn daß er beschäfftiget gewesen mit einem

u,Agch hätt- er "en, es wäre aber der beil zerbrochen,

auch diese? mit Ainem fäbel spalten, es

die -? Mbrechen sei«^ ^/utzwey zersprungen; nun beben-A,/chringuna sein!ä^?^s den tode fernes ehewerbs, undbn d^//?"!^/abels das absterben feines ältesten sohns.den "A ältester vernahm er, daß würcklich seinehe-

dqz „Damit gm '5^ durch die pest seyen aufgerieben wor-eher/,!? Hvllaüs danckbarkeit für das gute tractament,zu genossen, bezeugte, so begab er sich einen tag

Nein 5 5 ^nehwgA Pynacker an das land, und verfugte sichabstau^llen E^n gliedern der regierung, denen er nach sei-zuiaa-»^ m dA ÄAt von der macht der NiederländernlejÄA / Und nWen, seinen landsleuthen eine forcht ein-M Nlach-„ durch dem Herrn Pynacker das sriedens-werckex. Dre ausdruäungen, deren er sich bediente,

„ ^ ^ hab/ ziemlich lächerlich; unter andern sagte'> ^!??^ii s s„ "Ahe als fünfzig taufend bruder des Grafen„ AAg Und m ev den Printzen von Oranien,) in dem" ae^5^vem m5^?^n gesehen, und seyen dieNiederlän-" die'/Alche allda ^ andere menschen als diejeni-

" er /.Ostler , an das land treten, sie seyen

" qps,A?e niit auAchtrgste leuthe aus der gantzen welt;

" h,?? ^u / und sÄ5AMauritio selbsten mehrmals gefpräche-- vi ^'t seinem Gesandte auf der reise mit ihm als" 8« mmmumgegangen ; er habe in Niederland„ «hm. ^ sey Pferd und zu fuß in dem Harnisch ge-" häufet dt? AmÄd^^adt, die so groß als Constantino-" dc,„-des Grafen !m5"^. g^^net werde ; daß er lN dem" riM.AAg) ein/a^"^ " s dem Hofe von Holland in" Men? den Svaniern lu 55 ^h sahnen gesehen, welche Mau-" sv/AGesandte cm»«5«g^uvmmen; daß der nun angekom--ClÄ? iu GroMna^' den Orientalischen

DiÄ'tzu, und eM a^A ?. "N grosser mann seye unter dendieWATurek war ^eund des Grafen Mauritii, rc. „d« , war alleren^?^ reffe msonderhert arbeitsam und^Ntanu lag, hxDA^r erste qus, und blieb an den orten,st M von den vorb???^"g^ sitzen oder liegen, und wennckisAj A alsbald - ^M^henden nur ein auq darauf wendete,4 a/?'^u'ttene, 'gehe fort, eben wie die Tür-Mb^.weiber durchSa?'« seuftm, darinnen des Groß-vorbeygehenden ^ fragen werden, bewahren,stvck-Mae aeb-^' sA bloß einen blick auf dieselben" 2 geben. Er war überaus mäßig, ranck

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durchgehens Wasser, sehr selten wein, und aße allerley streifen.Als er nach Paris kam, wollte er keine gespickte hüner essen,gleichwie er doch zuvor gethan hatte, und als der Niederlän-dische Gesandte ihn um die Ursache dessen befragte, antworteteer, er habe gemeynt, die hüner seyen mit kleinen stückgen vonruben durchfpickt, seither aber habe er in der küche gesehen,daß sie Mit speck gespickt seyen. Der Gesandte führte ihm zugemuth, daß ein soldat und reisender alle speisen essen dörfe,worauf er versetzte: wenn nichts anders zu bekommenist. Er war rn allem sehr verständig und geschickt, redte dieGriechische, Turckische und Portugiesische sprachen, wie auchziemlich gut Ntederteutsch, indem er 18. monate, und davon diemeiste zeit als ein gefangener sich zu Enckhuysen aufgehalten.Aitzema, staats-und krwgs-sachen, lib. II.

* Ali Ben Abbas AI-Magiusi, ein Perstanischer Nagn«,

und ein berühmter Artzt unter den Musulmannen, Er warein schüler des Moussa Ben Jasser, und schrieb ein hochge-schätztes werck von der artzney-kunst, welches den titul Nslskiführet. Dieses sein buch dedicirte er dem Sultan Adhad Ed-doulat aus dem geschlecht der Bojiten. , bibl.

Orient.

* Ali chelebi al Mufti, ein snttwr, welcher einen tractatvon dem tantzen geschrieben, und welcher behauptet, es seye er-laubet , und auf das exempel der Dervis, welche sich dessen inihrem gottesdienst bedienet, gegründet. Weswegen er feinwerck Oiovas Ll r-ckll8. betitelt. Es kommt die Meynung die-ses Mufti sehr sonderbar vor, indeme gemeiniglich alle Mu,sulmänner das tantzen unter die in denen gefetzen verbotenedinge zehlen. O'L-rLe/ar, blbl. Orient.

* Ali padrona, siehe padrona, (Ali).

*Ali Curdi, ein Printz der Curder zu zeiten Tamerlans, isteiner der drey Hauptleuthen, welche am allermeisten die armeedieses Helden, da er sich dem Tiger nahete, ermüdete und be-lästigte ; dann er striche unaufhörlich, nachdeme er seinemacht mit deren aus Gebal, welches die provintz Ierak oder.das bergichte theil Persiens ist, vereinbart, um desselben lager..D'f/H/o/, bibl. Orient.

* Ali Iezdi, mit dem zunahmen Gcherfeddin, ist der 3U-tbor des buchs Zefer Nained, welches ein buch der siegen be-deutet. Es haltet die Historie des Tamerlans in sich, welche aufbefehl eines kinds dieses Printzen, in einem sehr schönen ltvloauf Persianisch verfertiget worden. Dieses buch ist auch unterdem titul LabebirerLni sehr wohl bekannt, weilen der titul 83-kebksr-m, welches einen Meister der Veränderungen derweit bedeutet, diesem grossen Helden zugeschrieben worden.O'ünl>e/ar, bibl. Orient.

* Ali Masrich, ein Lutkor eines Persianischen buchs, beti-telt , äclsb !>I ffr»b u sl ii-r8 ; die sitten der Arabern undPersianern. Dieses werck wird von den Persianischen ge-schicht-schreibern sehr oft angezogen. O'ü«^/or, hibliork.Orient.

* 2 lli Moslem, sonsten Abu Naim genannt, smkor desbuchs, betitelt iffokMreA, worinnen die lehre der Musulmän-nern enthalten ist. , bibl. Orient.

* Ali Schaer, also wird gemeiniglich der Mosthafa ben

Ahmed genennt, welcher das Arabische buch des Aigi, Llchrsl:3l Tsvarielr betitelt, welches eine allgemeine Historie ist, insTürckische übersetzt hat. Di?ser Übersetzer starb im ic-8°. jährder Hegira, 1669. nach Christi geburt. b-lliotk.

Orient.

* Ali Thaheri, ein Printz, welcher in Jemen oder Arabia

kelici regieret hat. Er war aus dem geschlecht der Ajubiten ,das ist, aus den Nachkömmlingen des Saladini, nach etlicherhistvrien-schreiber meyNUNg. , bibl. Orient.

* Alt-Vafa oder Vefa, ein sutbor eines buchs betitelt

VallLja, welches befehle und Nachrichten, so testaments-weisehinterlassen worden, in sich haltet. Er wäre aus dem ge-schlecht des grossen Ali, und nähme den titul eines Seid an,welcher allen von diesem stammen gegeben wird, welche manauch gemeiniglich in xlurali Sadat , d. i. Herren , nennet.O'//^Le/vt, bibl. Orient. . ^ .

*Macmon, oder Haliacmon, vor dem ein fluß/welcherin derer Penester gebiethe entsprungen, bey Lyncesnde undEmathia vorbey geflossen, endlich m den 8nn-m Mermmenmsich ergossen, und die grentze zwischen Thessalien und Mace-donien ausgemachet, äs bell srv III. ;6

XPI. zz. i lV. 10. XX. Il- XXXI. 2. ,

^Äliaco^( Petrus äe) ein Cardinal, siehe Alliaco.

Aliadora, eine Africanische instrl, siehe Aliola.

Alian, oder Alton, siehe Avion.

* Alravherta, ein altes vestes Moß, gerad vor der stadtSaragossa, gegen der feite von Neu-Castlsten, welches vorzeiten^die residentz der Komgen mAragonwnwar, nunmehroaber der sitz des Inquisitions-aerlchts rst. Dieses schloß ist mitqräben umgeben, und ssffAAssäö-volck besetzet, die beysitzeredieses forchterlichen Gerichts gegen den pobel zu beschützen.

^AlÄtU/ wurde ein Mahometaner, um Caliphe in Persienzu werden, und ließ sich Sultan Mahomet ben-Argon nennen.

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