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er aber mit grosser sanft- und einer philosophischen und man-chen Christen beschämenden großmuth, ob er gleich ein Mo-hamedaner war, zu überwinden wüste. Dann als Alkendiin dem berühmten Musen - sitz zu Bagdad, wo er vermuthlich' seinen meisten aufenthalt gehabt, um der gnade der damaligenRegenten, welche sie gegen die Gelehrten hegten, zu gemes-sen , lehrte, geschahe es, daß ein Mohamedanischer Gesetz-Lehrer , mit nahmen Abu Maaschar, sich wider ihne auf dasheftigste auflehnte, ohne zweifel, weil er wohl sahe, daß daskriäiuin pttiiolopttiLum mit seinen schwärmereyen und thorhei«ten nicht wohl stehen könnte, und den leuthen die äugen auf-thäte, selbige einzusehen. Er stieße derowegen wider Alkendidie heftigste und schmähejuchtigste reden aus, suchte ihn beydem volck als einen Atheisten, Gottes - vergessenen und ketzeri-schen mann auszuschreyen, ja wohl gar einsmals feindlichund mörderisch anzufallen. Alkendi aber, als ein vernünfti-ger kstilosopstus, vergalt ihm nicht gleiches, sondern machtenur anstatt, daß jemand diesem Abu Maaschar eine lust zurArithmetic und Geometrie machte, um ihm dadurch die äu-gen zu öffnen. Nachdem er auch die meuchel - mörderische ab-sieht desselbigen entdecket, verfuhr er nicht mit ihm, wie erwohl gekonnt hätte, sondern schreckte ihn durch ernstliche undvernünftige Vorstellung ab. Und da Abu Maaschar selbst ei-nen andern geschmack und ein besseres urtheil von den mathe-matischen und philosophischen wissenschafften bekommen hatte,und daher in sich gieng, und Alkendi zu lästern aufhörte,nahm er ihn gar zu einem schwer an , und unterrichtete ihnmit so gutem erfolg, daß dieser Abu Maaschar endlich selbstein berühmter LttroloAU8 worden, und in der Astrologie bucherverfertiget hat. Was für ehren - stellen übrigens Alkendi ver-waltet , wie lange er gelebt, und wann er gestorben, davon ha-ben wir keine weitere Nachricht. Man muß ihn mit andern die,ses nahmens nicht vermengen, hingegen aber auch aus ihmnicht zwey Personen machen, wie einigen Gelehrten, denen un-ser Lexicon vormals gesolget, begegnet ist, indem Alcindi,Alchindus und Alkindus alle drey einerley Person sind. Dru-ckers Philos Historie, th. V. p. L lsqq. VczM/e-E bibl. nci-vilst stsdst II. obst I. ss. stillere, ste st. lllstensti.
Helmst. 1719.
* Alkin, lat. älliinum, war vormals eine grosse stadt, jetzoaber nur ein flecken, im Fürstenthum Mecca, im glückseligenArabien in Asien.
* Alkonora, war des Königs in Engelland Johannis mut-ier , ein sehr gelehrtes weib, welche etliche episteln an PapstColestinum III. der an. 1198- nach einer 6. jährigen regierunggestorben, geschrieben hat. Ihre briefe, die sie an den KayserHenricum VI. geschrieben, werden sehr gerühmt. Sie hat umdas jähr 1199. gelebet, und ist an. 1216. gestorben. Vist.
Aller, ein fluß in Preussen, lauft durch das Barten - landund Natangen, fließt bey den städten Allenstein, Heilsberg,Bartenstein, Schiffenburg, Friedland und Allenburg vorbey,und fällt in die Pregel bey Welau. Hartknochs Preuss. chro-nick, ?. I. c. i. x. 8-
Alla, oder Elly, erster König in Südsex, lebte im VIII.stLLulo. Seine begierde, eine Cronezu erwerben, trieb ihn,daß er mit einer mächtigen flotte aus Sachsen, (welches die anberste imHolsteiniichcn, Bremischen, Westphattschen gelegeneländer waren) in Engelland übersetzte, und daselbst vesten fußfaßte. Nach 9. jähren nahm er erst den Königlichen littst an,konnte aber nicht still sitzen, sondern gieng wider die Brittenzu felde, die ihm so hertzhgfft begegneten, daß er in seine ero-berte länder flüchten muffe. Als er aber;. jähr hernach eineftarcke hülffe aus Sachsen erhalten, siel er damit in Kcnt ein,und brachte die vornehmste Plätze unter seine gemalt, ffarb aberim lauff diestr siege. Ihm folgte sein söhn Ctssus.
Wr, , still. ä'üu§Iet.
Alla, der andere König von Northumberland, regierte imVI. steculo. Er folgte seinem anverwandten Jdas nach, undverwaltete das Reich ;r. jähr, mit grossem rühm und vergnü-gen des volcks. Zu seiner zeit kam der Mönch Augustin inGroß-Britannien, die volcker, so daselbst noch den abgötterndieneten, zum Christlichen glauben zu bekehren. L« c?z>e»e,still, ä'üuglet.
* Zllla, eine kleine stadt im Bißthum Trident in Tyrol, anden Italiänischen grentzen, nicht weit vom flusse Adige.
Alladius, oder Alladmus, (Sylvius I König der Latei-ner. Caßiodorus und Aurelius Victor nennen ihn Aremulus,andere Romus oder Romulus. Er war so übermüthig, daßer sich göttlicher gemalt anmassete, und zu dem ende vermittelstgewisser Maschinen donner und blitz nachahmte. Er ward aberselbst von einem donner-ftrahl des Himmels getroffen, und seinMast zugleich in die asche gelegt, ungefehr 8;;. jähr vor Chri-sti gevurt, um das jähr der wett ZI97- s-rrE. Lro». ststi/z.
E». in Lstron.
in der Türckischen sprach den nahmen GOt-Die Türcken sprechen biß Wort aus,ss?"" Fucklichen fortgang in seiner fach wun-
GOttes, es seye für sie oder andre,Aehen. Sie wiederholen gemeiniglich das Wort Allab in kb-
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rem gebät zwey, drey, vielmal vier, fünf oder gar acht ^Ihr grosses seid - geschrey ist, Allah, Allah, Allah». ^
, äs I'Lmpire OrcomM.
* 2lllaki, oder Ollaki, der nähme einer stadt und
bergs in dem land der Negres, oder Schwachen in Attss.welches die Araber Soudan nennen, liegt hieher ihrerstadt Gana, und wird von Juden, Christen und MusuIUH §nern bewohnet. Gana ist zwischen dem Tguswre und dem Nclima gelegen, Allaki aber ist in dem ersten LÜMÄ begrlss'der stadt Asovan gegen Niedergang, welches der Alten S'List , allwo sie den ansang des zweyten clims bezeichnetDer berg, welcher sehr nahe bey dieser stadt liegt, mss"gleichen nahmen trägt, ist wegen seinen vielen gold - Eststdarinn das feinste von der gantzen wett seyn solle, sehr beruh'Unten an diesem berg ist eine sehr grosse, aber trockne eo>allwo auch viel gold ist; man darf auch nicht gar tief grEso sindet man Wasser. , bibliork. Oriem. <
* Allam , (Andreas) ein söhn Andreä Allam undDerling, war in dem monat april 16;;. zu Garsingdon M ^fordshire gebohren. Er ward allererst in die schul zu ^
einem in die psarrey Cudesdon gehörigen ort, geschickt,
und
legte also den gründ zu seinen ituäü8 unter Wilhelms Hgoose einem gelehrten schulmann. Er ward um Osternin St. Edmunds-Halle in die zahl der üuäicssorum ausgM,^men, und würde, wann er da nicht das Unglück gehabt ha'^in die Hände eines sehr schlechten wtorst zu gerathen, ein wu" ;eines gelehrten Mannes worden seyn. Nächdeme er die 8^' ^LscealLurei und stl^istri srcium angenommen hatte, ,w<» ^ssutor. Nocksrutox und I-eckor in der capell und endlichPrincipal seines Lollezii. Allen diesen wichtigen bedienllWist er mit allgemeinem rühm vorgestanden. In dem jährerhielte er die orcliusttou zu dem predig - amt, und an> 1° §,tward er zum Ober - aufseher der schulen gemacht, welchA^r-er mit grosser klugheit versehen hat. Er starb an den Ldocken den 17. mnii 1685. übrigens wäre er eines tugeE.,st
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ten, nüchtern und exemplarischen Wandels.fragen der religion wäre er ungemein beschlagendie weit wohl, doch war er in denen schriften derviel besser bewandert. Er hat folgendes geschrieben:
uss aä LpilkolLm Zrstulglor. I.)-simALtti XiLMSk. scl nswdkoris Lostui, gui iuscribitur: LcclestT HutzlicanL soVst.in tAbulas äiZesta; aä (Iriüini äiicurlus äe 8. zä
tiones L corrLÄic>ns8 sck LnAliD notitism ; ikciciitioN ^Uelvici ssbearrum Uiüoricum. Eine Englische überfetzss^.^ledens Iphicratis aus Vorn. dlexor. Und endlich hatdem berühmten Wood vielen Vorschub gethan zu seinenOxon. Englischer
* Allamanon, (Bertram cke) ein Poete aus MopMmachte viele Verse der 8cepliaiiette äs stomania zu ehren
eine verwandtin war der berühmten Laura, die vonbcstingen worden. Er fieng darauf an, satyrische getichttss ^ck'fertigen, worinnen er so weit gieng, daß er Carolen»einmal verschönere, dafür aber feine einnähme, diesaltz hatte, einbüssete. König Robertus, der ein grosiss'der Poeten war, nahm ihn an feinen Hof. Er siß,,nachdem er von den Französischen innerlichen kriegen »'geschrieben. , bibl.
* Allard, (Claudius äs) ein Jesuit, von Lyon ^ j „-ofübersetzte des Francisci Arias tractat äs dmvirsrs
tLÜ8 , und .so. Lulsbii bliersMbsrAeri sm^bilem
stum, <L moäum, euM smsnäi, aus dem SpN»»^ hioßv
Französische, und starb an. 1641. den i. octobr. '
, bibl. ssript. 8. st. , E
* Allard , (Guido) gebohren in Dauphins um
XVII. Istsuli, hat sich allda durch sehr viele schriften, Af'die Historie dieser provintz betreffen, berühmt gemE-.. uerste unter seinen wercken, so bekannt ist, führet den , poXobili-lire äu vaupkins, oder hjstorifcher difcuksAdelichen familien in Dauphins, so an.iS?:. heraus gec.- xsIn dem folgenden jähr gab er die Genealogie des Y« ° HewSimiane an das licht, wie auch den ersten von den v> ^in 4w, welche die genealogische Historie der aeschlechssu^^tte,phine in sich begrasten. Als er dieses werck verferttger o ^ st»langte er den titul eines OensLlvAisten von Dauphins stster damals Präsident in der eledtion von Grenoble^.^^, r-
aber hernach wegen seiner schlechten aufführung SchMstM.ses amt nieder zu legen. An 167;. gab er an bum, ^von einer gantz andern gattung als die vorhergehen"^^unter diesem titul heraus : Lrimi, krincs vttomsn. jh„äs Lttilippins Helene äs 8slIensZe. Dieses werckso viel mehr mühe, dieweil er solches, wie er M'ss . zn» ^einer ihm ungewöhnlichen schreib-art verfassen mu' ; „pr ^mit man sich nicht einbilden möchte, als wenn stwZMroman wäre, oder eine Historie, die zur kurtzwe» Mden , so hat er in seiner vorrede die autkorsb undzeigt, darinnen er seinem vorgeben nach das, war-^j>,den, gefunden. Hierauf kam an. 167z. Ae»
Hittoirs äss rrois ittuttres äu Ösupttins , wk äes
beschreibung ist Francisci von Baufremont, Barons M
Caroli Dupuy, Herrns von Montbrun, und Gov ' ^
anon, Prasidentens des Aarlementä Krenodie,
gemeiniglich das Wort Allah in ih- gnon, Präsidentens des Parlements zu Grenodle,