Band 
Erster Theil. A - Be.
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Almsps , ein söhn Neptun; und der Athamantis, war einervon den riefen , welche den Jupiter bekriegten. Von ihmsoll, wie man sagt, ein groß theil von Macedonien Almo-pia und die einwohnev Almopii seyn genennet worden. Äc-

in geogr.

Almoravides, völcker in -Africa, gegen dem berg Atlas,welche die Zenetes an. 105 r. aus dem Königreiche Fez vertrie-ben. Ihr erster Konig war Abul-Texif, und dessen Nachfolgererweiterten ihre macht und Reich je mehr und mehr. Joseph/der gleich nach ihm folgte / bauete die stadt Marocco und mach-te sie- zur Haupt-stadt. Ihre stamm - linie ward durch den Ab-dala Almohadi ausgetilget.

Almofenirer / (Groß-) ist das Haupt der Geistlichkeit inFranckreich. Die Franzosen pflegen dessen würde Llttiriumbonoruin, das ist / die höchste geistliche würde zu nennen /es befindet sich auch bey selbiger mehrentheils der Cardinals-hut. Es ist aber der Groß - Almosemrer gebohrner Comman-deur des ordens vom heiligen Geiste / hat die aufsicht überdie Geistlichkeit / giebt den neuen Ertz - und Bischöffen / auchGroß - Priorn des Maltheser - ordens / und andern vornehmenGeistlichen / wenn sie unter währender messe auf dem Evan-gelio geschworen / dem Könige gehorsam zu seyn / einen scheindarüber. Er leget dem Könige in perjon den eyd der treue ab.Wann der Kömg eine alliantz beschwöret / hält er das Evan-gelien - buch / sitzet in währendem gottesdienste dem Königzur rechten / wenn andern hohen bedienten zu sitzen erlaubetwird / erlediget an gewissen fest - lägen die gefangene / hat überdie almosen und den kirchen -schätz / auch über den schmuck derKöniglichen capelle die aufsicht / ernennet die / so vor dem Kö-nig predigen sollen / batet bey hohen sest - lägen oder andern so-lennitäten vor der tafel / taufet Königliche linder / commu-nicirt Königliche Personen / und hat seine geistliche Verrich-tungen mehr bey,Hofe/ exercirct auch solche aller orten / wosich der Hof aufhält/ faß wie ein beständiger Bifchoff des Hofs.Seine ordentlichen einkunfte / fo er als Groß - Almofenirer ge-nießet / sind 14400. pfund. Unter ihm stehen der erste Aumo-nier / und acht andere Almofenirer / die alle viertel-jahre Wech-sels - weise in der Königlichen capelle ihre bimste verrichten / wieauch die Untres äs 1 'Orswirs, des Königs Beicht - vatter / deroberste Capellmeister / und viele andere zum gottesdienst gehöri-ge Personen. Der Cardinal Toussaint Janson äc Fourbm /wurde nach des Cardinais Coislin tobe an. 1706. zu dieser wür-de ernennet. Anjetzo bedienet solche der Cardinal von Rohan.

, lull. äe8 Zrrmäs Olkcisrs äs Is Louronüe. <A0U-

verainen von Europa/ x. 160. Europ. Herold, tt. II. x. 42.

* Almoftasem Billah, letzter Calif des Abaßidischen ge-schlechts / ward samt seinen söhnen von den Tartarn / welchesich von Bagdet meister machten / um das leben gebracht / im65s. jähr der Hegira, 12^8. nach Christi geburt. Er hatte an.641. der Hegira / tt. L. 124z. zu regieren angefangen/ und wäreein schlechter und liederlicher Regent. Sein vatter / deine er inder regierung nachgefolgt / ist Abu Jaafar al Manfor / mitdem zunahmen Almoftanser Billa gewesen, welcher im 62z.jähr der Hegira / und 1226. nach Christi geburt zu regieren an-gefangen / und 18. jähr mit vielem rühm Calif gewefen. Son-sten ist zu mercken / daß obgedachter Almoftasem derjenige ist,mit welchem Abulpharagius sine neunte vxnsttie endet. /»l,.

tket/kE, in cluonico 8smL. Turcico Lc.

Mmouchiquois / eine wilde nation der Americaner / ge-gen den fluß Chovacovet / und in der insul Bachus in Canadawohnhafft. Sie sind von den andern wilden in Neu - Franck-reich gar sehr unterschieden, scheren ihr Haupt - haar von derstirne an bis auf den Wirbel / und lassen hinten herunter grosselocken wachsn / welche sie in knoten knüpfen/ und mit mancher-ley bunten federn äusseren; ihre gesichter mahlen sie mit rotherund schwacher färbe , fuhren bogen und pfeile / nebst einer keu-le und laichen. Sie befäen ihr land im may mit mays undTürckifchen bohnen / welche sie im fept. einerndten; auch zeu-gen sie viel toback / und haben einen Überfluß von wein. Siebleiben beständig an einem orte / und verändern nicht leicht ihreWohnungen / wie die andern wilden. Ihre Hütten sind mit derrinde von e,ch-baumen bedeckt / und mit grossen balcken umge-ben, um daraus sich wider den anfall ihrer feinde zu beschützen.

Laes. Kill. novi orkis.

Almftadt, eine stadt in Schweden/ zur provintz Smalanlgehörig / ungefehr sieben Meilen von Christianstadt entfernet.

, * Almftein / war ehemals ein schloß in dem grossen wertlvon Sud-Holland / welches aber an. 1421. den 19. nov. in dedamaligen grossen Überschwemmung des meers nebst 72. dörfern / und vielen andern schlössern und lust-häusern untergegangen. Schmids schätz - kammer. Goudhoeven. Iac. volOudenhoven Alt-Holland jetzt Sud-Holland.

^ , LKMLItt und LVNVLIL, war ein

klerdung von peltz/ welche die Französischen Lrmonici ehemals trugen, zu bedeckung des kopfs und der schultern. ?-->!-annlü. äs rs vett. 17. O« Zloss. I. i;8- Es is

dasselbe sehr alt / indem es schon io;o. im gebrauch gewesenwie aus der Historie chornscentt von dem Dom - Dechant Litberto zu sehen. Sie trugen solche bey Verrichtung ihres geistliehen bMts/ wie IM Loncilio L^sllisriü verordnet ist. Ethaben aber diese älMvcfl» nicht nur L»uom«i, sondern auft

alm aln

Mönche / und andere Geistliche/ so gar auch Cardinäle, ^/r« iQ Llocs, ja auch weltliche Personen / siehe .

a« sä L- e. 119;. getragen. Woher das Wort kom> ^

ist ungewiß. Dominicus Macer derivirt es von ilrwo ^schulter/ weil es auf die schütter hienge / und sollte alsoslmucimn, sondern Lrmucium heissen. äe OsaoN' ^

9. L 8. meynt / es wäre so viel / als alte Mützen.re vett. will es von gmicire herleiten.

Almunna, ein grosser und schöner flecken/ welcher in Arasnie»/ zwischen Calatajud und Saragossa / in einer überaus pwüthigen gcgend / bey der Vereinigung der flüsse TalonGrto liegt. äeÜL. äe l'Lch. p. 6)7- ^

s Almunna; Diego Pacheco von Cordon«/ wurde inXVI Lculo zum Marggrafen von Almunna ernennet.selbe starb ohndeerbt , und vermachte Almunna seinerMariä sohN/ Franciso Centurioni / welcher an. iü;z. nutt^de abgieng, und nur eine tochter nach sich ließ. Dies haltt^an. 1622. ihres vatters bruder/ Adamus Centurio«,Marggraf von Estepa / beygeleget / und mit ihr untersyche ktnder gezeuget/ von denen der älteste söhn/ Franc».^Cacilius Bonaventura / an. 1688. ohne männliche erbenschieden / worauf sich feine einzige tochter / Francisca,Marggräfin von Almunna / an. 1689. mit des eilften Gmi ^von Lemos bruder / Salvador äs Castro v Portugal, ^an. 1695. mit Johanne von Palasop und Rebolledo ,Marggrafen von Äriza vermählte. /Möos Zenesl. lliss- ?'Z2. Z4. <L §0. läem. V. Grands in Span. p. zo6.

Almunr.e.... -me stadt in dem Königreiche Granada,weilen von Ma.'»uu am Mittelländischen meer gelegen/ vorters Monoba genannt. Die Könige von Granada pflegte»selbst vor alters ihre schätze zu verwahren. ^

* Almus / Hertzog in Ungarn / war ein söhn Königs

sa I. und kam bey feinem bruder Colomanno / da derselbe ^1095. den thron bestiegen / öfters in verdacht / als wann er ^was Übels wider ihn im fchilde führte. Ob nun wol seine ^schuld am tage lag / so wurde er doch auf dessen best? ^äugen beraubet / und von Colomanni söhne / Stephans.an.1114. in Thracien relegieret/ woselbst er an. 1120. densein leben beschloß. Er hatte drey Ander: i.) Belam ls Wnig in Ungarn / von dem ein artickul nachzusehen, sAHeiden / Sobieslai I. Hcrtzogs in Böhmen / gemahlin.ne, tochter / die mit Conrado / Marggrafen zu ZnoyM, sswählet worden. Xecrolog. LämoMenis sx. ker. äultr. ro"L»»/!«// kill. ksnnon. ckron. läung. sx.

llnnsliits 8sxo sx. kccsrä. scr. tom. I. ex?.

Lokem. F

*Alna/ eine reiche und ansehnliche Abtey Cisterciensr-^dens / an dem flusse Sambre / mitten zwischen bergenWäldern gelegen. Landelinus hat selbige angefangen, u« Mdie Mönche darinnen Lleiici communib viere genennet >vorAn. 1144. haben sie den Augustiner - orden angenommen f1148. aber hat der 60. Bischofs zu Lüttich/ Henricus ,

Abtey dem Bernhardiner - und Cistercienser - orden , ^ F,

Clairvaur dahin verleget worden / übergeben.

ckron. Litt. p. i;6. ^ , tturcre vall. L jl>

Alne, Alvnus/ Alaumus und Halenus, einNorthumberland / in Engelland / fliesset in der stadtvorbey, und ergeust sich in die Nord - see. F

* )>lnewick/ Alanwick, oder Anwick / eine kleine stflusse Alne in Northumberland in Engelland / welcheNiederlage Königs Wilhelms von Schottland / der am .^,1.daselbst geschlagen und gefangen worden, berühmt m

Es haben auch Bertwald und Wilfried, Ertz - Bischoffe ss.ssii,telberg und Jorck, an. 709. daselbst ein Loncikumworinnen man die beschenckungen, so einige klöster vel»'bestätiget hat.

Alney, eine kleine insul in dem meer - busen von GUwegen des zwey - kampfs zwischen dem Englischen K 0 »'»mond und Canuto von Dänemarck berühmt. „sss

* Alnooman, der 22. König zu Hira in Arabie^Mjähr 60a. kehrete einsten auf der jagd bey einem armen ^chen bauer ein, und wurde von ihm nebst seinem Uzseine!« schlechten vermögen so gut bewirthet, als

konnte. Es stieß aber diesem ehrlichen manne naaltt^ sBein grosses Unglück vor. Dann als der König,derlich der schwelgerey nachgieng, einmal zwey trurmbesoffener weife lebendig zu begraben befohlen , und „,schlafenen rausche aber diest grausame that bedaurel, .

gclübde gethan hatte, daß er auf mitte! und wege d „ Mi»wollte, wie er derer unschuldig Hingerichteten freien Mkönnte; resolvirte er sich, deswegen jährlich zweyten Wauf unterschiedene art zu begehen, deren einen er M ^der freude, an welchem er den ihm beym auSM ^begegnenden reichlich beschenckete, und in frieden vo>den andern aber den tag des traurens nennete, " ^ d»er denjenigen, so ihm zuerst aufstieß, aufzwey lebendig begrabenen, hinrichten ließ. DttttA^sichs einsten zu, daß ihm an dem letztem iaF.^oP'L atismann zuerst begegnete, welcher bey nahe eingeben müssen, wann nicht der König in sich E'kttdiesen anschlag gefallen wäre, daß er sich durch elM'