Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
300
JPEG-Download
 

ZOO

a l o

alo alp

Groß-Seneschall oder Land-Richter, Königlicher Statthalterin Provence; 2. an Jacobum Is Coigneux, Marggraf vonMontmeliand , Plailly und Morfontaine, Präsident ä Mor-tier im Parlement zu Paris verehelichet, und den iz. may 1675.gestorben. Annam Angelicam, verehelicht an Claudium Al-phonsum von Brichanteau, Marggraf von Nangis, Feld-Ober-sten des regiments von Picardie; Margaretham und Charlot-tam von Aloigny, welche in dem Ursuliner-orden gelebt. Hen-ricus Ludovicus von Aloigny, Marggraf von Rochefort, Mar-schall von Franckreich, welcher zu diesem artickul anlas gegeben,und von dessen leben allererst bericht gegeben worden, verheu-rathete sich den ;c>. apr. 1662. an Magdalenam äeLaval, deryerwittibtenHertzogin von Orkans Ehren-Dame, einer tochterGuido, Marggraf von Laval, General-Lieutenant der König-lichen armem, und Magdalenä Seguier. Er zeugete mit der-selben Ludovicum Petrum Armand , Marggrafen von Roche-fort , Freyherr» von Craon, Brigadier der Königlichen ar-mem, welcher den 21. Heumonat 1701. seines alters ;i. jährohnverehelicht gestorben; und Mariam Henriettam von Aloi-any- welche sich 1. an Ludovicum Fauste von Brichanteau,Marggraf von Nangis, Obersten des Königlichen regimentszur see, ihren vettern; 2. an Carolum von 1 a Rochefoucaulrcie Royer,Grafen von Blanzac, General-Lieutenant der Konigl.armeen, verheurathete. bitt. gensLlog.

* Alois , (Petrus) ein Jesuit aus Neapoli, trat an. 1600.in solchen orden, lehrete die Philosophie zehen und die Theolo-gie achtzehm jähr, war auch kector des Lollegü zu Lycia, undstarb den 29. junu an. 1667. in seinem 82. jähre. Er hat Le»-turiss III. Lpig-LMMLtum, und 1 »IN »8 III. LommentsriorUm

in LvLngelis guLäragelimT hinterlassen. bibl. Xsx.

bibl. 8. ss L««,. In elog. vir. litten

Aloisia Sigea, stehe Sigea.

* Alomaton, lat. 8opsteninm, Mebselium, eine vestungin der Türckifchen provintz Romanien, an der meer - enge vonConstantinopel bey dem eingange des Schwachen meers, wel-ches vermuthlich diejenige seyn mag, so auf denen land-chartenLÄstelnuovo ä'Luiopa genennet wird, und der vestung Laüelnnv-vo ci'M-t gegen über lieget.

* ÜI.0XIHILM, darunter verstehen die nmern Griechen

ein gewisses Haus, worinnen sowol einheimische, als fremde, ih-ren unterhalt empfangen. Zu Constantinopel aber, wird derje-nige pallast also gmmnet, welchen Constantinus l>l. im Lüer-sonelo IsuiiLL aufbauen lassen, worein die aus Rom nachConstantinopel kommenden kroceres auf - und angenommenwurden. Voür». äe sechs. II. 80. commsm. in ontigu.

L. k. 1 . II. p. ?oü.

* Alope, oder Alobe, Wöbe, Allope, eine stadt vor demin der Griechischen provintz Locris, und zwar in dem Ozoler,oder wie andere wollen, der Epicnemidier gebiethe, wiewolStrabo üb. IX. x. 6;i. Lgg. nichts gewisses setzet.

IV. 7.

* Alope, soll auch eine stadt im Ponto gewesen seyn, und

Venen Amazonen, oder nach anderer meynung, denen Halazo-nen zugestanden haben, XII. x. 827. Lgg.

* Alope, eine stadt in Attica.

* Alope , eine stadt in Thessalien, welchen nahmen sie vondes Cercyonis tochter, der Alope, bekommen.

* Alope, eine stadt bey Delphos.

* Alope , eine stadt in Euböa.

* Alope, war des Cercyonis tochter, und dabey so schön,baß sich Ncptunus von ihr entzündet befand, auch nicht ehernachließ, bis sie ihm alle freyheiten erlaubte. Sie ward hier-auf schwanger, und brachte auch einen knaben zur weit, densie, ohne daß Cercyon das geringste davon erfuhr, ihrer ammeauszusetzen anvertraute. Es fand ihn aber ein Hirte, der ihnmit sich m seine Hütte nahm, und da ein anderer Hirte sich den-selben stusbat, auch denselben, jedoch ohne die schönen kleider,welche besagtes kind bey seiner aussetzung angehabt, erhielt,forderte dieser auch diestlben , und als sie ihm nicht ausgeliefertwurden, geriethen sie in einen solchen streit, welcher endlichfür den Konig gelangte. Cercyon gab befehl, daß sowol daskind als auch die kleider sollten für thu gebracht werden. In-dem er nun dieselben für ferner tochter rhre erkannte, wurdedadurch die gantze fache offenbar. Das kmd ließ er wieder inden wald tragen, Alopen aber ms meer werffen, da sie er-tranck Doch Neptunus verwandelte ihren corper in einen fluß,Alopes nahmens, täb. 187. wie denn auch zu ihrem an-drucken die stadt Alope in Thessalien den nahmen bekam. Ne-

Alopecia, eine insul in dem Mäotischen meer - pfuhl, wel-che heut zu tage die insul Foxes genannt wird. Es ward auchein ort nicht weit von Athen bey dem Lollegio Lyncilarges al-so genannt, weil die Alopeci, ein Attisches volck, aus der An-tiochidlschen zunft, daselbst gewöhnet, allwo Socrates geboh-ren worden.

* Alorgus, Abt von Lyra, an dem fluß Rille, in der vi«.ces von Evreux, in Franckreich, lebte in dem Vierzehenden jahr-hundert. Als er fernem Bischoff Wilhelm von Valen den eydnicht thun wollte, wie alle Aebte dieser vi<LLS8 einem neuenBischoffm schworen müßen, so erklarete jhne derselbe öffent«

. Alorgus bemühche Ueichen. Der Bischoff

sich und mit nahmen in den bann, „vergebens , diesem gebrauch auszuweichen.nicht nach , und der Abt gäbe, damit er aus dem dannka''seinem bruder Robert von Mouceaux vollmacht, für sichbegehren des Bischoffs genug zu thun. Diese vollmacht,auch angenommen worden, ist gegeben den iz. sept.

, bild. civ. eccl. äu Lointe ck'Lvreux. -

Alost , lat. Llollum, von den einwohnern Aelst gen»^,eine Niederländische stadt in Flandern, am fluß Dender SM Afünf meilen von Brüssel, und fünfzehM von Gent. - j,die Haupt - stadt in dem Kayserlichen Flandern, undV. üLLulo von den Gothen erbauet seyn. Jvo, Graf vonheurathete Laurentiam, eine tochter Theodorici vonGrafen von Flandern , welche hernach an RanulphuM U- 7 .^Vermandois, und darauf an Henricum von Namur verym »thet. wurde. Aus dieser ehe wurde Theodoricus Gras von r» ^aezeuget, welcher ohne kinder starb; daher ihm Philipp»^Elsas, Graf von Flandern, folgte, nach welchem DAdiefe Grafschafft bekam, welcher sie seinem andern söhn MGrafen von Namur, gab. Dieser heurathete Mariam, ssxKönigs Philippi Augusti in Franckreich tochter; doch wen §ohne erben starb, kam diefe Grafschafft wieder an dasFlandern. In der Niederländischen unruhe überfielen dienier diese stadt an. 1576. und hielten allda übel Haus. An.eroberte sie der Hertzog von Anjou; hernach wurde sie den 7^gellandern zu bewahren anvertrauet, die selbige dem WU,von Parma verkauften. Die Franzosen nahmen sie an.ein, und rissen ihre vestungs-wercke nieder, durch den M ^sehen frieden aber kam sie wieder unter die Spanier, undgehört sie dem Kayfer. Sie hat unter sich 170. dörftr,land von Waes, und die vier städte, so sich Ambachten ' ^nen, nemlich Hülst, Axel, Bouchout, und Assenede,che letzter» die Holländer besitzen. Lelg- ^

topogr. ^

* Alota, lllucs, vormals eine kleine stadt, nun <w, Mdorf aufder abend-seiten der insul Corsica, bey dem meerwv>und der stadt Ajajzo gegen morgen gelegen.

Alougny, (Galehaut) Herr von Grovaye, Ritter, re.wA^dem Hofe Ludovici XI. und Caroli VIII. in grossem anseh/Abeschenckte die kirche und das Capitul Xötre vsme äsr-mrsehr reichlich, und selbiges huldigte ihm an. i4?4.vergunstigung, daß er und seine erbfolger berechtiget seyn 77, Mmir dem vogel aufder saust , gespornet und gestiefelt, wUev,an der vornehmsten stelle des chors in selbiger kirche zu nE^„,und in solchem stände und Habit allen proceßionen beyzunM

üiü. äs 1s dioblelle cke Touraine.

* Aloysius, (Franciscus) von Leon, oder Legionen^nannt, war ein Castilianischer Edelmann, und beydesGriechischen und Hebräischen spräche wohl erfahren. An,trat er in den orden derer Lremimrum St.

wurde krnfeüor IkeologiX zu Salamanca, VicsriusÜ8 seines ordens, wie auch Provincial. Er kam einst 1 " d Mtgiiiiition , und muste zwey jähre gefängnis ausstehen, nE Anach diesem wieder frey, und starb an. 1591. zu Madsw'hat einen Lommenrsiiuw in Lsnticum Lsriricorum ; "b flegue ggni t^pici L Veri iininolstionis legitim» temporxrobT MLtris ksmiliss oKcio; cle ckivinis nominibu« ?mentLrium in LLlrn. XXVI. und die regul derer damal^x ^ter dem nahmen derer Recollecten entstandenen Barsschrieben.

Aloysius Rabata, war ein Carmeliter zu RaE'^-rStellten, welcher allein von brodt und waffer, dabeygottesfurchtig lebre. Sonderlich aber ist von ihm zudaß er sich sehr gedultig bezeigte. Denn als er einsmalsbofewtcht feine gottlosigkeit verwiese, wurde er von den, Mhart verwundet, welches er aber mit gedult ertrüge,er auch den thäter nicht einmal zur strafe zu ziehe» hMOb nun wohl die wunde wiederum curirt zu seyn schlema.^iAdoch selbige ein jähr hernach wieder auf, darüber er «an. 1490. das leben lassen muste. Zu Randazzo l»^^Mreliquien aufgehoben worden, wobey viele wunderund viele krancke, welche sich mit dem waffer, daum 1 „ Mdeine abgespulet worden, gewaschen haben, gesundsollen. Es ist zu seiner Verehrung der n. may lv' ..

Alpaide, oder Elptde, eine weibs-person aus dem Bfthen dorfe Cudot, in dervi«ces von Sens gelegenM^.^tze zAdas jähr n8c>. als eine Heilige verehret ward, meu M

c>ie,gesegnete Hostie zu sich »ehm^ so»d^und ungeachtet ihrer bäurischen auferziehung eine

hen jähr nichts als die!

bare erfänntnis sowol von geistlichen als natürliche» f"A eiy^

leib gleichsam in eiter und schändlichen unflath verw»"^ re»Jn der Pfarr-kirche zu Cudot ist ihr grab-mahl, »»^ ,vee^selben ihr bildnis mit blumen gezieret, zu sehe»' ^ M-ihr auch gar viel miracul zugeschrieben. '

Ltsucsrom. II. x. ryz. 194. PipU

Alpais, Alpaide oder Altheide, eine concubme e ^ 0^und mutter Caroli Martelli. Etliche behaupten , A ^ ^ Asonderbaren gründ, daß Pipinus dieselbe gehema , »Mdem er die Piectrude verflossen; auch wollen eu»» v»/