Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
304
JPEG-Download
 

Z04

a l p

* Alpherio. (Hyacinthus 6s) Er schrieb 6e ?etts L cli-KinÄicme ioter psttsm xettilemem L malignsm ; äe I'iXiLr-v->üone s Lalculis Mgne sunctis ksrs morbis äegue rensliummeäullL, so beyde zu Neapolis 1628. und i6;r. gedruckt sind.

* Alphes, (Isaac) ein berühmter Jude, welcher zur zeit R.

Salomon Jarchi gelebet, und L l>I. 48; 6. gestorben, auch einLomxonäMin lülmuäisum geschrieben hat. La^o/oc'cÄ bibl.Labbin. t^o^-r bibl. Lbr. cbronol. x. 411. 416. 418.

* Alphesibäa, des Phegei tochter, und gemahlin Alcmäo-

nis, welcher ihr ein besonders Halsband verehrte,so ehemals seinemutier Eriphyle gegen entdeckung ihres gemahls, der sich ver-steckt, empfangen hatte. Sie wurde aber hierauf von gedach-tem Alcmavne verlassen, indem er sich mit des fiusses Acheloitochter, der Callirhoe vermahlte, Lrcuä. 14. und

als letztere das Halsband gleichfalls verlangte, kam er wieder zudem Phegeo,und erhielt dasselbe durch list von seinem schwieger-vatter. Doch die brüder der Alphesibäa setzten ihm nach, underschlugen ihn, worüber sie aber von ihrer schwester heftig aus-gescholten wurden, welches sie dergestalt verdroß, daß sie sie ineinen kästen steckten, und dem Agapenori zur Verwahrung über-gaben, wobey sie noch diese bosheit begiengen, daß sie stürmende-ten, als hätte Alphesibäa den Alcmäonem sechsten hingerichtet.

in. 7.5. welcher -mekor sie Arsinoen nennet.

Alpheus , ein fluß in Morea, heut zu tage Orfea, von denItaliänischen see-fahrenden aber Carbon genannt, lauft durchdie provintz Elis, allwo er den fluß Erymanthus und Celadon,nebst andern 140. kleinen flüssen in sich nimmt, und nachdem erden berg Olympum vorbey geströmet, sich ins meer ergeust. DiePoeten haben hievon viel gelichtet, unter andern, daß derjäger Alpheus sich in die Nymphe Arethuse verliebet, undin einen fluß des nahmens verwandelt worden. Or-rü. im.V. memm. tsb. 10. sVr'rr. lib. II. c. 10z. Ich. IV. L. e. iL 6.lib. VI. VII. VIII.

* Alphms, Philadelphus und Cyrinus, waren dreyprüder von Leontio in Sicilien, weiche von ihrem vatter, nah-mens Vitaliv, der einen rühmlichen Christen-wandel führete,und von Onesimo, der wegen seiner gottseligen aufführung vongedachtem Vitalio ins Haus war aufgenommen worden , sehrwohl unterwiesen wurden : Nachgehends aber, als von LicinioValeriano unter dem Kayser Decio die Christen heftig verfolgetwurden, musten sie sich mit Onesimo gefangen nach Romschleppen lassen, woselbst auch Onefimus getödtet,, ihnen abermit vielerley schmeichel-worten, den glauben fahren zu lassen,begegnet wurde, wobey sie aber dem ungeacht veste hielten.Von Rom wurden sie wieder nach Sicilien gesühret, und alssie auch daselbst Christum nochmals mit freudigem geiste be-kennten , und die götzen-bilder verfluchten, wurden ihnen diehaare vom Haupte abgeschoren , mit peche angeschwärtzet, undhernach so wiederum nach Leontio unter schwerem ,joch zurückegeführt. Da sie aber auf dem wege waren, bäteten sie in-ständig zu GOtt, welcher sobald einen heftigen wind kommenliesse, welcher das joch von ihren Hälsen m die see schmisse, in-gleichem auch ihre gesichter und Häupter wiederum vom pechreinigte, und das vorige ansehen wieder gab. Darauf wurdensie durch den fluß 1 » Giarrtta zu gehen genöthigt, kamen auchdurch GOttes hülffe glücklich hindurch, da hingegen diejeni-gen , welche sie durchzugehen genöthigt hatten, ersauffen mu-sten. .Unterweges begegnete ihnen ein besessener Iuden-knabe,welchen sie sogleich zur bekehrung brachten; ingleichem wurdendurch ihre wunder-thaten 20. kriegs-knechte, welche sie begleite-ten , bekehret, welche auch deswegen alle 20. nebst ihnen zuLeontio gefangen genommen wurden, da denn erwehnte kriegs-knechte die köpfe lassen musten, sie aber mit ruthen gestäupt,und unter ein schweres joch gezwungen wurden. Weil sie aberauch dadurch noch nicht von der bekänutnis Christi abzubrin-gen waren, wurden sie mit einem hacken von vorne und hintenerbärmlich zerfleischet und gemartert, welches sie aber bey stäts-währenden gebate unverändert erduldeten, und darauf wiederin das gefängnis gebracht wurden, allwo ihnen sogleich dar-auf der H. Apostel Andreas erschienen, und ihre wunden aufeinmal völlig wieder curirt. Als der Römische BefehlshaberTertyllus von diesem wunder horte, eignete er es seinen fal-schen göttern zu , auf welche aber die heiligen Märtyrer vonneuem schimpf- und spott-worte ausfliesten, wodurch der ty-ranne Tertyllus aufgebracht wurde, daß er ihnen eiserne schuhe,welche durch und durch glüend und innwendig mit spitzigen nä-geln verfertiget waren, anziehen ließ, darein sie aber unerschro-cken traten, und zu groster Verwunderung des tyrannen freu-dig fortgiengen , auch so gar einander unter währendem gehenrur bestandigkeit aufmunterten. Hierauf wurden sie auf destyrannen besteh! wieder ins gefängnis gebracht, und ihnen alletebens-mittel entzogen, damit sie also durch Hunger verderbenmochten; alleine auch dadurch erhielt er seinen zweck nicht,venn chr brünstiges gebät wurckte so viel, daß sie ein Apostel^"derbarer weise im gefängnis mit Wasser und brodt versorgte,weiches Alexander, ein bedienter des tyrannen, mit äugen ge°Mch ' ""d dadurch bekehrt worden ist. Hierdurch wurde end-

^ 5 " vollends rasend, daß er ihnen nicht nur die er-androhete, sondern sie auch in der that er-peitschen, mit zerschmoltzenen schwefelepeche und bley waschen, mit den deinen aufhängen, einen heß-

a l p

lichen gcsianck unter sie machen; hierauf anfänglichangesicht, hernach aber auch auf dem rucken liegende durm ^gantze stadt herum schleppen ließ, daß alle gliedmassen an ryrleibern beschädiget, und mit blut und wunden auf dassamstezugerichtet waren, welches unmenschliche verfahren^dennoch mit der grösten gedult litten, und dabey noch anJustina und andern kranckcn emwohnern der stadt wuno»wiesen, woraufsie letztlich nach allen diesen martern vontyrannen das todes-urtheil vernehmen musten, welchesalsbald vollzogen wurde, nemlich Alphio, welcher nurrr.i^in der weit zurücke gelegt, wurde die zunge ausgeschnitten, ss --auf er seinen geist aufgab; Philadelphus, welcher etwaalt war, muste sich auf dem rost braten lassen, Cyrinusals ein jüngling von 14. jähren, sprang nach verrichtetem g-freywillig in den kessel, der zu seinem martyrer-tod mit M ^dem pech angefüllet war, worauf ihre cörper in eineworssen, von St. Thecla aber beerdiget ; endlich aum >1517. gefunden, in der stadt Leontio mit vieler solennital" ^gehoben, und zu der Märtyrer andencken der ic>. may gen"Met Worden. l/»w. Lexrca».

* Alphius, (Avitus) oder wie ihn andre nennen,

Mus Avitus, ein Lateinischer Poet, lebte im II. üecnlo, zuveri zelten, oder kurtz nach ihm, schrieb in versen einige ^chcr von dem leben berühmter leuthe, wie auch eine hmvru ,Carthaginensischen krieges, davon noch etliche reste in dem ^xoie und kmZmsnris vereruin Lostsruin Vätinoiumbibl. p'a/e/irff, in excerxt. Oion. LoLSS!>N!

V07/E, äs Hik. öe kost. Vat. in xroäronio.

äs Loetis. acl LIsnäian. p. 412.

Römischer Rayser.

Alphonsus , auf welchen einige Churfürsten in dem v'A-,imsrregno mit ihrer Wahl fielen, ist nicht ein König von^,„gonien, wie einige fälschlich glauben, (--) sondern von ^Caftilien, Gaüicien, Murcien und Algarbien, (s) eMFerdinandi des heiligen gewesen. Seine muttertrix,eine Hchenftauffifche Printzeßin, und tochter desschen Kaysers Philtppi, dahero auch mehr als zu wahnss.^lieh, daß einige Tmtsche Fürsten fürnemlich um dieserwillen ihr absehen auf ihn gerichtet. (--) Denn als dieschen Päpste inständig verlangten, daß man zu der waym z„neuen Kaysers und Oberhaupts schreiten möchte, und or ^Franckfurt an. 12z 6 . angesetzte wahl-tag erschien, braMwMErtz-Bischoff Heinrich von Trier und der Hertzog vonAlphonsum auf das tapet, gleichwie Conrabus von Com l.^j-der Pfaltzgraf am Rhein hingegen ihre vom dem Engemschen Printzen Richards von Corneival gaben. Es schem^Fdie Cron Franckreich, welche die damals zunehmende >',r>j<-der Engelländischen nation mit schelen äugen ansähe, dMD-stige wähl mit allen kräffken unterhalten, und furneE^s-phonso X. gerathen, die ihm angetragene hohe würdezuschlagen, sondern vielmehr Richards und den EngE' Mzum Verdruß anzunehmen. Zwar verwarfen die EngeujM, „sfscribenten Alphonst geschehene Wahl als eine unrechtmaßlg-^et'Matthaus Paris hat sie gar eleslionem vulpinam E'.weil sie durch viel heimliche intriguen zum stände gebraMden wäre. Doch fehlte es Alphonso nicht so gar anschein des rechtens, daß er nicht sich und seinen auf Teul ss^Khabenden anfpruch hätte sollen vertheidigen können;ließ er seine gründe und vermeinte prätension durch L" veÄRom an den Papst Urbanum abgelassene GesandschEHaupt der Bifchoff Garsias von Silves war, folgender UMNfurstellig machen: er wäre zu Franckfurt gewehlet,aber sey derjenige ort, da nach alter gewohnheit Äj-FkReichs-Herkommen die Königs-wahl vorgehen müsse.sten Churfürsten des Reichs hätten in feine wähl EMiETrier, Bohmen, Brandenburg und Sachsen wären mu > pzufrieden. Zwar hätten der Ertz-Bifchvss von ColrnPfaltzgraf am Rhein ihre vom Richards gegeben, E , alMvon Mayntz selbst habe auch dieser partey beygepM"!^gEdem ohngeachtet bliebe seine wähl gültig,die wahl/emes ^Eaber unkraflig und ungültig. Denn erstlich wäre onausserhalb Franckfurt geschehen, und also nicht an dew^M'orte, darinnen sie nach den gesetzen des Reichs gejchE'

Sie wäre von den wenigsten Churfürsten,und dazu now chMchen vorgenommen worden, welche keine befugnis Mn >Denn der Colnische Erb-Bischoss sowol als derRhein wären in dem bann der kirchen, verbannece ssaber konnten nicht zu öffentlichen -Mbus gebraucht um ewerden. Der Ertz-BifchoffGerhard von Mayntz wmwähl geschehen, Alberti von Braunschweig gefangenergefangene konnten nicht libsre confentiren. Eine srev ^ Mw.gezwungene einwilligung würde bey einer freyengänglich erfordert. (-) Wäre Alphonsus selbst nach vvgegangen, so hätte er vielleicht etwas ftuchtbarüche^^dSausrichten können, sonderlich da sein gegner, Kayjer ^Teutschland gar zeitig verließ. Aber Alphonsushin, es sey nun, daß entweder die qrösse dieses um ^oder der gefährliche zustand von Spanien, dann §

racenen hauseten, und immer weiter um M L -

davon abgehalten, (s) Unterdessen bediente er um ^

des tituls eines Röm.Konigs, und allezeit Mehrern