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Seiß des Printzen Henrici die goldküste Guinea entdeckt, und vielaold daher nach Portugall gebracht, wovon er die bekanntencrusaden schlagen ließ, weil er eben zu der zeit dem Papst Nico-lao V. die creutzfahrt in seinem lande zu predigen vergonnete. (L )Er bekam aber nach diesem wegen der Africanischen conquetenmit den Königen in Castilien, die auf sein glücke neidisch waren,streit, weil diese pratendirten, daß ihnen allein solches zukäme.Alphonsus V. aber ließ sich seine conquetirte und neu entdeckteländer von dem Papst bestätigen. O) Auf die letzt aber warAlphonsus v. unglücklich, denn weil Henricus IV. in Castilienkeinen männlichen erben hatte, suchte er Castilien mit Portugallzu verknüpfen, und verlobte sich mit Henrici IV. tochtcr Johan-na. Aber Ferdinandus LsrboliLus, König in Aragonien, heu-rathete des Königs Henrici schwester Jsabellam, und hatte dasglück, daß er Alvhonsum V. von Portugall bey Toro an. 1476.aus dem selbe schlug, worauf Alphonsus V. sich zu Ludovico XI.in Franckreich retirirte, der ihm hülste versprochen hatte. Alser aber sahe, daß dieser sein Wort wieder zurück zog, ward er me-lancholisch , nahm sich vor eine wallfahrt nach Jerusalem zuthun, und schrieb an seinen söhn Johannem in Portugall, ersollte nur die regierung antreten. - Doch ehe man sichs versähe,renete es ihn wieder. Ludovicus XI. führte ihn auf einer stockenach Portugall , und fein söhn Johannes, der schon den König-lichen titul angenommen hatte, legte solchen bey dessen anknnftwieder ab, und ließ die regierung seinem vatter Alphonso V. deraber nicht lang mehr lebte, sondern im 49. jähr seines alters an.1481. vor unmuth starb, nachdem er vorher an. 1479. friede mitFerdinande Lsrbolico gemacht, und auf seine prätension re-nunciret hatte. («0 Von diesem frieden wird angemerckt, daßer in den kormslibus auf 101. jähr, an statt einer ewigen zeit ge-schlossen worden, und accurat nicht länger und nicht kürtzer alsioi. jähr, nemltch bis 1780. gewähret. Kurtz hernach hat mansich auch über den streit wegen der Africanischen conqueten der-gestalt verglichen, daß allein die Canarische insuln zu Castilien,das übrige aber alles zu Portugall gehören sollte. («) iVaE,,st,eg. kortug. genest. 1278. p. 199. logg. p.
LZ7-sg. tnstoire äe kort. tom. I. x.40;. segg. (ö)v.
die Päpstliche bulle bey ül» tom. XVIII. sä an. 14;4. n.
8. in eocl. ßnr. Oent. äiplom. p. 406. ( c) V.
win.XVIII. sä an. 144;. n. 10. L sä sn. 147;. n. 7. ( ä)lib. XXIII. c.iz. L lib. XXIV. L.4-H. k'nr'ra x.röi.äe reb. Luäov. XI. lib. VII. VonkssaMÄr, äe con-ßun<st. Lsstellse >L kortng. lib. I. x. 1064. ( - ) toni.
XIX. sä sn. 1481. n.
)llphonsus VI. König in Portugall, folgte seinem vatterJohannt IV. an. 1656. in der regierung, unter der Vormund-schafft seiner mutier, Louyse äe Gusman, welche ihn aber sehrübel auferzoge, mit liederlicher gesellschafft, darunter sonderlichAntonius Conti, ein Italiänischer kramers söhn, war, umge-hen ließ, und von den staats-geschäfften entfernte, damit sie,als eine aus dermaßen regiersüchtige Dame, das regiment destolänger in Händen behalten möchte. Sie führte auch die Vor-mundschaft! würcklich 6. jähr über die gesetzte zeit, bis endlich,da sie den jungen König gar zu schimpflich tractirte,ihm seinen fa-voriten, Conti, mit gemalt aus dem pallast nehmen ließ, hingegenseinen bruder, D. Pedro, auf den thron zu setzen suchte, er aufeinrathen des Grafen von Castelmelhor sie zwang, ihm an. 1662.die regierung abzutreten: welche aber nichts destoweniger auch indem kloster ihre intriguen fortsetzte,demJnfantenDonPedro Kö-nigliche gedancken in den köpf gab,und einen unsäglichen haß zwi-schen ihm und dem Könige stiftete. Wie nun der Konig an. 1666.sich mit Maria Elisabeth« Francisca, Caroli Amadai Hertzogsvon Nemours jüngsten tochter, insgemein die ülsäemoilellsä'Aumale genannt, vermählte, so entstund bald zwischen ihmund seiner gemahlin grosses Mißvergnügen, woran niemand an-ders schuld war, als der Jnfant D. Pedro, der die Königinauf seine feite lenckte, auch als ein wohlgezogener Printz inkurtzer zeit mehr affection von ihr erlangte, als der König selbst,weil solcher nicht so wohl erzogen, sondern wild und unbändigwar, auch sich unterschiedliche maitressen hielte, so von gar ge-ringem stände waren. Weil nun die Königin und der Jnfantes mit einander hielten, brachten sie den König vors erste bey demvolck in Verachtung. Es ward überall ausgesprengt, daß er un-vermögend wäre, und obgleich kurtz vorher eine weibs-personbezeuget, daß sie ein kind von ihm gehabt, so hatte man dochziemliche ursach daran zu zweifeln. Der Jnfant D. Pedrowurde auch nicht zum besten tracckret, und da er seiner seits eben-falls keinen allzugroffen respect gegen dem Konig bezeugte, wardihme der Hof verboten; den er zwar auf einen tag lang quittirte,aber gleich den folgenden tag wieder dahin kam, und seine auf-wartung vor dem bette der Konigin, die sich kranck gestellet hat-te , machte, ohne den König darum zu befragen. Bald hier-
auf brachten sie es zuwege, daß die klügsten und vornehmstenMrnister des Königs, und insonderheit der Graf von Castelmel-hor, hernach auch Antonius Sousa äe Macedo vom Hofe weg-gefchafft wurden, auch daß der König eine Versammlung derReichs-Stande auf den i.jan. an. 1668. zu beruffen einwilligenmuste. Ehe aber diese zu stände kam, gienge die Konigin den21. nov. an. 16S7. in ein kloster, gab vor, daß sie wieder nachFranckreich kehren wollte, und daß der König nicht vermögendwäre, ferner ehelichen Pflicht ein genügen zu leisten; ja unterder Hand ward etwas noch viel schlimmers spargirt , als ob
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mmlich der König, um dm keuchen die obgedachte mcy"E kbenehmen, ihro eine andere manns-person hätte bc>M .und sie zu dein ende wider alle gewohnheit und geziemen jv»§unter harten bedrohunaen zwingen wollen, ihne in der W'stin feinern eigenen schlafzimmer zu besuchen. Es wurde oa>.die fache von dem Capitul der Cathedral-kirche zuLissabonsucht, und von demselben die Nichtigkeit dieser ehe erw'Bald erhielt man auch eine dispensation von dem Papste,das ^Don Pedro, welcher bereits von dem Königl. pallaste »"7 e sgantzen Reiche besitz genommen hatte,und von den Stande« ^Reichs vor einen Regenten von Portugall an seines brubers > ^erklärt worden war, erlaubt seyn sollte, die Königin zu ye> Kthen. Alphonsum nahm man in verhaßt, und schickte ihn"der insul Tercera, von bannen er, nach Verlaufs etlicher lnach dem schlösse Cintra, 7. meilen von Lissabon, geführtde, woselbst er endlich den 12. sept. an. 168z. gestorben. Txst-gewesene gemahlin folgte ihm auch bald nach, den 27. der. ^selben jahrs. Alle diese troublen gierigen zu gleicher zeit von ,Portugall mit Spanien einen schweren krieg zu führen«'^,davon der ansang unter dem Konig Johanne IV. nachlM,^Die Spanier hatten an. 1659. mit Franckreich den Pyrcnav ,frieden geschlossen, und sich auf das eifrigste vorgenorn«'^Portugall wieder zum gehorsam zu bringen. Allein FrE Zu-stünde,ohnerachtet des Pyrenäischen friedens denPortugreü' ^ter der Hand, und Engelland öffentlich bey ; und nachdc''Portugiesen, mit hülste dieser beyden nationen, und um'heit des tapfern Generals Schomberg, 1659. bey EW^ l§,166;. bey Älmexial oder Canal, und an. 166;. beyros die Spanier auf das Haupt geschlagen hatten, solich an. 1668. auf Vermittelung der Cron Engelland, echv .friede geschlossen, und darinnen Portugall vonvor ein freyes Königreich erkläret. Der krieg mit Hollaw', ^cher auch schon unter Johanne IV. angefangen, wardAlphonso Vl.gleichfalls fortgesetzet, bis aufdas jähr 1661-^0-friede gemacht, bald aber wieder von den Holländernchen, und erst an. 1669. alle feindseligkeit geendiget wim Wort korwgsl. c?a/er. bell. Lullt.
x. 444. sä tinem. Pbestrum 0c äisrium Kurox. HölsU«troubles äs korwgsl eu 1667. L 6z. *
Alphonsus , Printz von Portugall , stehe Iohaüü^ ^Konig von Portugall.
Andere Fürsten, Herren und berühmte leuM'
Alphonsus I. vom Hause Este, Hertzog zu Ferrara'dena und Reggio, Herculis I. söhn, folgte seinem vAüsterls1704. und hatte an den Florentinischen, Päpstlichen, Vstchc«'chen und Französischen kriegen seiner zeit in Italien groll^MBald nach antritt seiner regierung machte sein jüngerer' MFerdinand einen anschlag, ihn ums leben zu bringen, " s r><»zeitig verrathen ward. Alphonsus hielt es anfänglichFranzosen, und stand den Florentinern gegen die iMn s W-war auch eine Zeitlang Gonfaloniere des Kirchen-«HtE «F-1709. ward er von den Venetianern, die zu Ferrara die vv,hcckrechtigkeit verlangten, und dem Hertzoge, weil er esfeinden hielt, nicht gut waren, überzogen, und als er dreieiner mvnats-frist zurück geschlagen, ward er vom Psü -sijEII. angegriffen, der seine länder gern zu kirchen-güthern s^ ichhatte, und nicht leiden konnte, daß es der Hertzog AchkEden Franzosen als mit ihm hielt. Er verlohr in diesschw lchModena, Reggio, Rubiera und alles, was über den« ELeo X. gab ihm auch nichts wieder, sondern, wie echten l",wegen stehaßig war, daß er der Florentiner General SA MMedicmsche familie gewesen, also trachtete er aufalleE > ,
ihm das stine zu entziehen, würde ihn auch vermnMLdie enge gebracht haben; wenn er länger gelebt ya" § v".wahrenden ImsrieMi bemächtigte sich Alphonsus ermvden Päpstlichen besetzten Plätzen,und Adrianus Vl.üeß ch
bigen nicht allein, sondern verliehe ihm auch das Fchchbieth von neuen. Nach dieses Papsts tode nahm er mu A stch,sifcher hülffe auch Reggio und Rubiera wieder eM, "Francisco I. in der belagerung vor Pavia mit gelbe o/v I^eer nach dem entsatze dieser stadt auch der Kayserlichen a^ssziemliche summe zahlen muste. Des Papfts Clemenus ^ Msehen aufReggio und Rubiera nöthigte ihn hernach, Mserlichen schütz zu begeben, darein ihn auch der Vice-^.^,,, se>^
polis aufnahm, wollte auch seiner angelegenheiteir w »^
nach Spanien gehen, konnte aber keinen paß dazu vmreich erlangen. Er stund hierauf den Teutschen widermit geld und gefchütz bey, und soll, wie man sagv'Lx E^zum zuge auf Rom gegeben haben, da er denn-, aiv sder Engelsburg belagert war, Modena ^
Nun nöthigte ihn zwar an. 1727. der Franzost" 1 ,ihren antrieb, mit in das bundnis der Jtallannch^ewider den Kayser zu treten, erhielt aber das verlör stwie auch der Papst an das , was die Franzose» ^rseinetwegen zugesagt, nicht wollte gebunden sey».ser nun an. i-:zo. nach Italien kam, wüste er sich H per M-ihm und bey seinen Ministern einzuschmeicheln s ^sich seiner mit dem Papst streitigen angelegenheuen »mann, davor ihn auch der Papst erkannte, annav"'/ „ssen