Band 
Erster Theil. A - Be.
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kunst seinen wahren tauf-nahmen hatten erfahren können. Erbrachte sich in grosses ansehen durch seine wider die berühmtenMänner Scherlvc, Stillingfleet und Goodman ausgefertigteschriften, in welchen er eine ungemeine scharfsinnigkeit undIngenium solle an den tag gelegt haben. Unter der regierungJaeobi II. hat er nach geständnis seiner partey selbsten etwasmenschliches von sich blicken lassen , da er um seinen einigensöhn zu retten, dem König in einer adresse auf eine unverant-wortliche weise flattirt. Über Wilhelmi III. erhebung auf denEnglischen thron bezeugte er dennoch eine hertzliche freude, undpredigte mit grossem eifer für Wahrheit und friede bis zu feinemtode, welcher erfolget zu Westmünfter den 8 . may 17°;. Erhat viel predigten, sonderlich bey solennen occasionen heraus-gegeben, wie auch Vili6iLLt. ok sums tmtli 0ppc»se6 I17 O.8 sllsrIoo: Nelius iuguirenäum, Lg-ünk. I). OonämLii. lVIilcliiesokimpolitions, wider mitckies ok sspmsriou, O. 8 ti 1 IiiiZllest 8 .ssiclikul Kebulcs to L käse rsport Lc. Wood hält ihn für, ei-nen thummen köpf, Calamy hingegen für einen der ingeniöse-sten mannern selbiger zeiten. Lx ejus ssr. II. t^'006.

Kccoum. *

Alstädt, eine stadt nebst einem schloß und amte in Thürin-gen , zwischen Sangerhausen und Querfurlh am wasser Ranagelegen, und dem Hertzoge von Sachsen-Eisenach zuständig.Man thut am besten, wenn man den nahmen vom faltz, dessendaherum viel giebt, herleitet; und geben es die umstände, daßes eben das Halarstat oder Alagastatt sey , dessen in den cM-tulmibus Keg. ?r-mLor. als einer handels-und stapel-stadt ge-dacht wird. Nachdem findet man, daß Alstädt unter die Kay-serl. oder Reichs-domainen gerechnet worden, und eine von denKayserlichen Refldentz-und Pfaltz-stadten in Sachsen gewesen,wie nicht allein aus des Epko von Repkau Sachsen-spiegel,sondern auch vielen alten ctiplomsrikus, und vom X. Keculoschon zu sehen ; wie denn auch Kayser Otto II. an. 974. seinenersten Reichs-tag aühier soll gehalten haben. Zu ansang desXIV. Lculi ist Alstädt nebst der Pfaltz Sachsen unter Heinrich,Marggrafen zu Brandenburg, aus dem Manischen geschlechregewesen, darnach aber an die Grafen von Anhalt durch KaysersFridericiBavari Verleihung gekommen. An.iz6z.hat KayferCa-rolus IV. Churfürst Rudolphum Il.von Sachsen mit Alstädt undder Pfaltz Sachsen belehnet.Churfürst Rudolphus Il.hat es,dochohne die Pfaltz Sachsen,an. 1 ;6y.mit bewilligung seines brudersWenceslai und seines Vetters Albrechts, dem Grafen von Quer-furt, Gebharden, zur after-lehn gegeben und verkauft, dahero esdie Herren von Querfurt 100. jähr besessen; dann noch um an.146z. Churfürst Ernst von Sachsen, und nach dessen tode seinsöhn, Churfürst Friedrich der Weise, Brunen, den letztenHerrn zu Querfurt, mit Alstädt belehnet. Bruns tochter,Barbara, hat an. i;oo. einen Grafen von Mansfeld, Ernstgenannt, geheurathet. Als aber dieser Bruno an. 1496. ohnemännliche erben gestorben, ist es wieder gäntzlich an ChurSachsen heimgefallen, welches Haus auch an. 1425. bey beleh-nung Churfürst Friedrichs desStreitbareu,mit der ChurSachsenausdrücklich die Pfaltz, Haus und stadt Alstädt von dem Kaysermit zu lehen bekommen. Zu Churfürst Friedrichs des Weisenzeiten hat Thomas Müntzer zu Alstädt angefangen seine schwär-mcrey und aufrührische predigten zu hallen, und grossen zulauffdeswegen gehabt, bis ihm der Churfürst befohlen, sich weg zumachen. Churfürst Johannes, Churfürst Ernsts söhn, als erdas Stift Salfeld von Graf Albrechten von Mansfeld erkauft,hat er Alstädt davor, und zwar, wie' es scheint, als einenpfand-schilling, denen von Mansfeld zu lehen gegeben. Dennnachdem die lehnschafft und alle andere gerechtigkeit an Alstädtdurch den Naumburgischen vertrag an. 1554. von dem Chur-Hause Aldertiuifcher linie an die Ernestinische cedirt war, so istes daraufwieder abgelöset worden, und haben die helfte vomamt und stadt Alstädt Hertzog Johann Friedrichs des mitlernsöhne, und die andere helfte Hertzog Johann Wilhelms nach-kommen , und zwar die Altenburgische linie behalten. Als auchdie erster», Hertzog Johann Friedrichs söhne abgestorben undkeine erben hinterlassen, hat in der theilung mit der Weymari-schen linie die Altenburgische die andere helfte des amts undstadt Alstädt bekommen, und also wieder zusammen gebracht.Als an. 1672. mit Friedrich Wilhelm die gantze Altendurgischelinie verlösche, kam schloß, stadt und amt Alstädt an das Sach-sen-Weymarische Haus. Darauf als sich dieses in die;. linien zuWeymar, Eisenach und Jena theilte, bekam durch den thei-lungs-receß den 2z. jul. an. 1672. Hertzog Bernhard zu Jenaunter andern auch obbesagte stadt und amt Alstädt. Es bliebaber auch bey solcher linie nicht lange, als welche bald ausstarb,und kam an. 1691. an die Eisenachische. Hertzog JohannGeorg II. räumte es seinem bruder Hertzog Johann Wil-helm ein, und dieser überließ es nach seines obgedachten bruderstobe, der den ic>. nov. an. 1698. ohnecheibes-erben geschahe,dessen hinterlassenen gemahlin, Sovhiä Charlotten, einer ge-bvhrnen Heryogin von Würtenberg, zum wittum, da sie dennbls an ihren an. 1717. erfolgten tod ihren sitz auf dem schlösse all-da gehabt. Nach Johannis Wilhelm! tode, so an. 1729. erfolg--/^.m Hassen wittwe, Maria Christians Felmtas, Johan-Grafen zu Leuningen - Hlldesheim tochter,zum wlttums-sitze. 6s amimiltst. älliäcktens.

im Reichs-archiv xart.spec. WM.VI.Jertui^ "S. 468 .

als alt

- Mftedius, (Joh. Henricus) hat sich durch viel arbeitsaAschriften bekannt gemacht. Er lehrte zu Herborn, in derlw.schafft Nassau, und starb um das jähr i6;8. im ssyre'ncs allere. Er hat unter andern geschrieben: Lonüusc-

Acacismicum, s. merlio6um sormsnckorum tiucliorum; -soptiium rellitMsm; ksriLLsam liiilolopliicam; ch""'MatliematiLS; Hiessurum LlironologiL ; RnLvclopLäisw'

. k. II. 6e bist. cie Natstem. c. ;z. e

Er hat das in seinem nahmen verborgene anagramma: plitas vollkommen erfüllet. Er hat anfangs zu Herborn/ ^zuletzt zu Weiffenburg in Siebenbürgen die PhiiofoMS^.Theologie gelehret; an welchem letzter» orte er auch verln, ^Er hat dem 8711060 zu Dordrecht beygewohnt, und ^chlieologiX polemioL verfertiget, welches v. Johann HM'«,krokeffor zu Jena , in seinem Liiri-LIIieclio widerleget hak'1627. hat er einen tractat 6e miste Hiims ediret, darinnen e^ ^tausendjährige reich vertheidiget. Es hat solches an. Aner Meynung nach angehen sollen, welches aber, wie wnwissen, nicht eingetroffen hat. s-M. ^

Alfter, ein kleiner fluß, entspringt in Stormarndem dorfe Giestlbeck, und nachdem er einige andere ham A,sich genommen, breitet er sich bey Hamburg aus in WMund vereinigt sich hernach mit der Elbe.Danckwerths Scv'k. III. 0. 11. p. 242.

* Alston-Moor, ein klein städtlein und marckt dervintz Cumberlaud in Engelland, 209. Englische meilen vo»^^.den gelegen. Es sind um diese gegend sehr viel bley-m

Alswangen , eine kleine stadt im Hertzogthum Eiri^ander Ost-see gelegen. . ^

Mt, lat. Lwm, lllsiirli-i, ein grosser fluß in SieM^ Bund Wallachey, entspringt in dem Carpatischen gedll^, yFder Roth - Rußischen und Moldauischen grentzeberge Tarku, fliestet gegen mittag durch gantz SEgen, insonderheit durch die sitze der Zeckler und SE , dt"het nicht weit von Hermannstadt vorbey , und niEdaher kommenden fluß Eiben in sich, bewässertschloß Fogaras, und tritt durch den berg-paß, bchthurn genannt, in die Wallachey, fliestet durch den tYM^xo longo, und durch die gantze Wallachey, oberhalb xKlis gegen über in die Donau, von welcher bis an 7, Mzum rothen thurn, an beyden feiten der Alt,bleibungen von Römischen wegen zu sehen seyn. §2^

«r milcell. will. III. x. z8. z9- 4z. prc>m-

O-miiblsIis p. 24. 26.

Alta, Alten, eine rhede vor die schiffe in der NchMschen provintz Finnmarck, unter dem amtenächst der Mofcowitischen grentze auf dem nord-cap-auch in Engelland in der Gräffchafft Lancasterfluß dieses nahmens, welcher sich bey dem städtlein Ain die Irländische see ergiesset.

* Alta, ein flecken in der Schwedischen provintz A

gen, am flusse Woxna, welcher sich 2. meilen davonfluß Liusna ergeußt. Gsto-

Altable, (Joseph Ruiz äe) ein Spanier, sieris 6s Is Mlagrolg oder 6s mirscuIoLi imsgine 8. öl»no succsllu, welche zu Madrid im mLimssripr liegt,1Ü41. lil 8 > allda gedruckt worden, ^ ^

§»-

Alta-Comba, ist ein kloster Cistercienser-ordens

Genfer-Vicscss gehörig, und von Humberto, einemsehen Grafen an. uz;, erbauet. z.

Lilkerc. oriÄne. 8. ep. ;8.

n-

Zlttadas oder Althadas, bey dem Julio AfticAeiu N,genannt, wird vor den n. Assyrischen König ausges^E^za. jähr regiert, ohne sich durch einige denckwurdMrühmt zu machen. Der ansang seines Reichs wiro l ^2;;4. gesetzt. sliron. 8 -,L-r». in nnn-

Altahaim, oder Altaheim, Llrslmum, eine 1lande der Graubundter, in welcher an. 9-7- lvv^gegenwart eines Legaten von Johanne X. gehan"tom. IX. Loncil. ,

* Altahensis , (Eberhardus) von Althaun sÄfte/ÄLrclii6iLL0iiii8 bey der kirche zu Regenspurg, »Vj N.chdem Kayser Rudvlpho l. zu ansang des XlV-s^ulLkinalss derer Hertzoge von Oesterreich, Bayern »' HefltS

den von an. 127z. bis iz-,;. geschrieben,

Camsius zu Jngolstadt an. 1601. in 4. zuerst her»»^ er u.

ck- Ilitt. Litt. II. 6r. stehet in der meynung gvi > 1 .aus dem Henricv Sterone genommen habe- hM

Iscr. tom. I. 6e eccl. binl. ,

^ geA,

Altai, von andern Delgian genannt, da- s ff<irK 0in Asien, in der Nord-Tartarey, bey der st»die desim Königreiche Montgal; auf diesen bergen wer .,

Nisse unterschiedlicher Tartarischer Könige gezergee-