Band 
Erster Theil. A - Be.
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Altemvs, ( Marcus Sitticus von) Cardinal, gebohren an.Er war ein söhn Wolfgang Dietrichs, Grafen vonLohemEmbs aus Schwaben, undstifterder familie von Al-temvs in Italien, siehe Hohen-Embs. Seine Mutter, ClaraMedicäa, war Papsts P,i IV. schwester. Er begab sich widerderselben willen in den krieg ; als aber einsten zu Nomdurch einerl wagen, welcher nicht ohne lebens-gefahr über ihnfiel, fein degeu zerbrochen ward, nahm er es vor ein sonderba-res zeichen an, und trat in den geistlichen stand, in welchemer so glücklich war, daß er an i;6c. zu dem Bißthum von Cas-sano, und zugleich zu der Cardinals-würde gelangte. Er hattean den Borromeis grosse feinde, welche dahero machten, umihn von dem Päpstlichen Hofe zu entfernen, daß er an. 1,-62.als Legat auf das Loncllium, nach Trident geschickt wurde,woselbst er nebst andern Cardinälen präsidirte. Ehe er sich in dengeistlichen stand begeben, hat er mit einer Genueferin einen na-türlichen söhn gezeuget, nahmens Robertum, welchem er vorseinem an. i;y;. erfolgten ende sowol zu ansehnlichen güthern,worunter das Marquifat Galesi, als auch zu grossen ehren,stellen verhelfen. Dieser Robertus hat mit der Cvrnelia Orsini,aus dem geschlechte der Hertzoge von Bracciano, Johan-nen; Angelum gezeuget, welcher zu erst den titul als Her-tzoa von Altemps und Galesi geführet. Dieser ist an. 1620.gestorben, und soll von ihm die vortressiche bibliothcck zu Rom,deren Mabillonius in feinem muüeo Imlico wm. I. gedenckt,herrühren. Er soll auch das leben des Papsts Aniceti herausgegeben haben. Es hat aber derselbe 2. gemahlinnen gehabt,nemlich Mariam Ccsiam, aus dem geschlechte der Hertzoge vonAcquasparta, und Margaretham Madrucciam; von der erstenwaren Marcus und Gaudentius, von der andern Petrus, Her-tzog von Altemps und Galesi, gebühren. Dieser letztere ist sehralt worden, sintemal er an. i6iz. gebohren und an. 1691. den21. mart. gestorben, nachdem er dem Papst Alexandra VIII.die vorgedachte biblwtheck verehret. Er hat 2. gemahlinnengehabt, Angelicam Medicäam, eine tochter Cvsmi Medicai, undJsabellam, Antonii, Furstens von Lanti schwester. Von der er«sten hatte er z. töchter, deren die ältere mit ihrem vetter,dem Grafen Ludwig von Hohen-Embs, und die andere mitHippolyto Landi, einem Römischen Fürsten, vermählet worden;die dritte aber in ein kloster gegangen. Von der andern hatteer Franciscum, Hertzog von Altemps und Galesi, der sich mitAnastasia Caffarelli verehlichet und an. 171;. ohne erben gestor-ben ist; Johannem Angelum, welcher Lslioiücua bey der Pe-ters-kwche im Vatican war, und an. 1637. verstorben, undJosephum Mariam. Des Petri halb - bruder war Gaudentiusvon Altemps, welcher ein grosser liebhaber von curiosen bü-chern, und auch selbst wegen seiner gelehrsamkeit berühmt war,indem er das leben Chrysostomi und andere schriften herausgegeben. IV k. lib. VII. c. 6. n. 2. kVrx. Ättrv. ?«//«-

vrcr«r bist. Loncil. Triä. äiar. biogr. toin. II.

Er hatte weder die gelehrsamkeit noch die erfahrenheit in ei-nem öcumenischen Loncilio zu präsidiren; allein Pius IV. wüstewohl, daß seine coüegen, Osius, Seripandus und Simonetaihn die fache lehren würden. Er ist an. i;6o. als bluncius anKayser Ferdinandum nach Teutschland verschickt worden, daihm der berühmte Cornelio Musso, Bischoff zu Bitonte, zumzucht-meister mitgegeben wurde.

Alten, siehe Älta.

* Alten, (George) hat zu Nürnberg an. 149z.ein Lbroni-ccm, das von erschaffung der weit bis auf an. 1492. nachChristi geburt, von einem llncmMo geschrieben worden, insTeutsche übersetzt heraus gegeben, auch holtz - schnitte darzumachen lassen, und endlich zu ende einige geographische Nach-richten mitgetheilet, kanä. ör-mst.

Alten«, einestadtund amtinder Grafschafft Marck, wo-bey die Löhn fliestet. Sie gehöret dem König in Preussen,,und wird Hier viel eistn-drat gemacht. Vor zelten war es eineGrafschafft und ist das schloß das stammhaus der Grafen diesesnahmens gewesen, welche sich aber hernach Grafen von Marckgenennet. Siehe Marck.

Alten«, ein schloß in Holland, in der gegend von Wor-cum gelegen, davon nichts mehr als einig gemäuer übrig geblie-ben ; wiewol die gantze gegend herum, jetzo der Worcumischedistrict, vormals das Altenassche gebiethe davon genennetworden-

Alten« bey Hamburg, siehe Alton«.

Alten«», ein Chur-Braunschweigisch, zum FürstenthumGrubenhagen gehöriges berg-stadtlein, fast mitten auf dem Har-tze, 2. meilen vonOsteroda, Goslar und der Hartzbura, welchesHertzog Christian an 1617. mit stadt-recht begabet.Nicht weit vonder stadt an dem Bruchberge entspringet die Ocker, welche auchdurch die stadt gehet. Die einwohner bestehen aus kohlern, berg-end fuhrleuthemNicht weit hiervon hat auch ein derg-schloß diesesnahmens gestanden. Denn als an. 1412. die Bischoffe vonMagdeburg und Halberstadt mit hülffe der Hertzoge von Braun--schweig, die von Schwicheld auf der Hartzburg belagerten,baue-die andere feite des berges eine andere bürg, sie destobesser cmzuschlreffen, welches sie «ll to nahe oder Älten« hiesiehron ^424°^0^. ^ruilluic. Lüntings Braunschw. Luneb.

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Altenberg, eine kleine aber berühmte stadt in dem EA,bürgischen kreise m Meißen, 4. meilen von DreßdenBöhmische grentzen, allwo gute eisen-wercke zu sinden-,tzig von Bernstein hat sie um das jähr 14; 8. als damaMtzer dieses orts zu bauen angefangen. MelM- er ^

Altenberge, Aldenberg, ein schloß nebst einerHerrschafft in Thüringen, unweit Jena. Es ist einburgisches lehn, und hat den Burggrafen von KirchberA' - ^sich davon geschrieben, lange zeit gehöret. Hierauf m ,die Grafen von Gleichen; an. 1492. an die von Redens >-^.

an die von Weißbach; an. 1574. an die von isan. 1,90. an die von Püstern; dann an die vonEistnach,und endlich an. 1671. an den KayserlickMHof-Rath, den von Hünefeld, durch kauff gelanget,geogr. sten. x. 247. acc. geogr.

* Altenberg, lat. älws mon8, insgemein nur AM ^

Hammont genannt, ist eine Abtey Benedictincr-orocl'

Hennegau unter der vioeces Cambray, am flusse SE ge-legen. Es hat selbige St. Vincentius, Maläeganmnannt, der Waldetrudis gemahl an. 6 ,o. gestiftet, ^Heil. Petro gewiedmet. An. 1174. wurde der MV hFe»uud dem Capitul zu Aachen geschlossene contract, kramletzteres die gerichtsbarkeit über Reng und Chivernlü""^re abträte, von Kayser Friderico I. confirmiret. >cbron. Lamsi. II. 25. , oriß. Leneä- a-

opp. ckixlom. wm. II. p. 544.

* Altenbera 5 lat. Mus mons, ein in der GrafsthE.chö-tois gelegenes Benedictiner-kloster, in die vi«ces yBrig. Es hat solches König Theoboricus, um seinen^ MsHeil. Leodegario begangenen mord dadurch zu bul?c>^jahr 686. gestiftet, und dem Heil. Johanni gewiedm«'

6erm. litLra k. II. x. 1)7.

Altenburg, ein Gräfliches geschlecht, welches vonten Grafen zu Oldenburg, Anthvn Günthers, natürlich^' -ii.ne, Antonio, feinen Ursprung genommen. Er m»

16;;. von Elisabeth von Ungnad , Andreä Herrn vonnegg tochter, gebohren, und an. 16,4. von dewKEV Mtimirt, zum Reichs-Grafen von Altenburg gemacht, .A-Dseinem absonderlichen wapen bestehen. Vermöge des vanteftaments bekam er die Herrschafft Kniphausen, wfe 0Amt und schloß Varel, und nahm auf dem letzten selM rnDer Konig in Dänemarck machte ihn zum geheimenStatthalter in den beyden Grafschafften, Oldenburg un Mmenhorst, gab ihm den Elephanten-orden, und schEseinen vornehmsten klListporemisrmm, auf den friedens^zu Niemwegen. Erstarb an. 1680. und hinterließäemahlin, Charlottam Aemiliam äs la Tremouille, LCaroli Fürsten von Tarento tochter, schwanger, wE Mjun. an. 1681. einen söhn zur weit brachte, und densE.^ll-vfallsAntonium nennete. Dieser wurde an.

Dänischer Ober-Land-Jägermeister, und vermählte Mjetztgedachten jähre mit Wilhelmina Maria, LanbgMrichs zu Hessen-Homburg tochter, nachdem er sitV^MEvon seiner ersten gemahlin, einer Baronesse von st" ^ ,

scheiden lassen. bl. x. üb. IV. c-. 9. . E

ck Altenburg, ein Gräfliches geschlecht. .Der "ÄstnEvatters tod gebohrne Graf, Antonius II. Konigl. ^Ober-Land-Jagermeister und Ritter des Elephant^starb den 6. jun. an. 17Z8. und hinterließ von >vt>gemahlin eine einzige tochter, Sophiam Charlotten'den aug. an. 1715. gebohren, und den 1. M- tzesLaimrt Wilhelmo, Grafen von Benting, einem vettern " chr»tzogsvon Portland, vermählet ward, die auch dreigemahl, so von dem Kayser in den Reichs - Graft^ Ic'Vnihoben worden, den 1?. aug. an. 17^4. ChristranunMertncum Antonium, und den 26. dec. 17;?. Johannem ^gebohren hat. Lz

Altenbura, eine feine stadt ander Pleiße, uno ^nenntes Furstenthumim Osterlande oder Meißen ^

wollen einige vorgeben, wiewol ohne sattsamen^^^gev"^ort sey von Cl. Druso Germanico 6. jähr nacherbauet worden, und hätten darauf anfangsVogte gesessen, die nachdem zu Grafen gediehen.

der Vogler foll diesen vrt,fo damals Pleisse genennet m i

auf einem andern platze gelegen, fortbauen, uno MiEAändern lassen, selbige auch zu einer Reichs-stadt uno^^ßar nschafft des Reichs gemacht haben. Kayser Fvrderreushat sie hernach Graf Rathbodcn von PIcisse abE EM

. ..... ^ »KLÄ

gends hat sie Landgraf Albrecht vonzu Meisten mit seiner gemahlin Margaretha,

II. tochter, bekommen. Die stadt Altenburg ^ihre freyheit behalten , bis nach dem grossen udMl'kriege, welchen Alberti sohn, Fridericus, der /vgenannt, mit den Käysern Adolphs und Aloe ^da sie denn gedachter Fridericus mit unter Aukett gezogen; nach diesem ist sie an die Churfu EhE^ich^Indem an. 1554. r» Naumburg zwiW^ Ts ZrEMgusten und dem gebohrnen Churfürsten JE," viest^,<,ck'zu Sachsen gemachten vertrage wurde Altenvurg ^ geM jj,lern überlassen, und in der unter seinenten therlung kam sie auf Hertzog Johann Wuv" v