Band 
Erster Theil. A - Be.
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Altenburct , eine uralte zerstörte vestung beym städtleinBruck an der Aar im Argöw in der Schweitz , darauf vormalsdie Grafen von Habsburg sollen gewöhnet haben , ehe noch dasschloß Habsburg erbauet worden, und auch den nahmen davonder Grafen von Altenburg geführet. Birckms ehren-spiegel,x. 20. 24. K00, kmnsl. äussr. koxoZr. Ilslv.

äess:. Delvet.

)lltenburg, auf Ungarisch 0 var, lat. ämlguum LurZumoder Ovarinum, insgemein Ungarisch Altenburg genannt,zum unterschiede des marckt-flecken Teutsch-Altenburg, so 2.meilen davon in Oesterreich liegt, und dem Herrn von Lud-wigsdorf gehört, ist ein Königlicher marckt in dem Wiselbur-ger-Lomimt, an der Leutha, welche nicht weit davon in dieDonau fällt, zwischen der inful Klein-Schütt und dem Neu-Siedler see, 4. meilen von der Oesterreifchen grentze, z. kleinenmlen von Preßburg und 6. von Raab gelegen. Sie soll, wieLazius vermehret, ein theil der alten stadt Limusa seyn, so her-nach von den Ungarn Mufum, endlich Muscnburg, und jetztWiefelburg genennet worden. Wiewol andere sie vor der Al-ten gci üexum halten. Den Ungrischen nahmen Ovar will Cu-fpinianus von den ävarilms , deren Fürst zu Caroli Ä 1 . zeitenallhier gewöhnet, herführen , und daher schließen, daß erAvar heißen solle. Dieser ort ist nicht gar groß, und gehet diestrasse aus Teutschland nach Ungarn hier vorbey. Das schloßliegt an einem kleinen arm an derDonau und dem flusse Leutha,hat einen breiten und liessen wasser-graben, welcher nicht kanabgegraben werben, und ist, wie auch die stadt, allenthalbenmit Wasser und morast umgeben. Es hat schon von den ältestenzeiten zur Königlichen Cammer gehört, und der König Salo-mon, so an. 1065. zur regiermig gekommen, hat, als er einigezeit des Reichs beraubt gewesen, sich allhier aufgehalten. ImXVI. üeculo ist es nebst der darzu gehörigen Hcrrschafft der Kö-nigin Mariä, des an. i?2S. in der schlacht bey Mohaz geblie-benen Königs Ludovici hinterlassenen Wittwe, leib-gedinge ge-wesen , nachher» durch die Kavserliche Cammer administriret,und an. 171?. der Wienerischen stadt-banco verpfändet worden.Jsthuansius berichtet, daß als an. 1529. Solymann vor Wiengezogen, habe die Altenburgische befätzunq die stadt selbst ange-zündet und verlassen; Boreck aber, es hatten Böhmen darinngelegen, welche sich tapfer gewehret, jedoch von den Türckenwären erschlagen worden; Ortelius hingegen, daß, als Soly-mannus den ort beschießen lassen, wäre die besatzung so erschro-cken , daß sie sich freywillig ergeben, worauf die darinnen ge-fundene ; 00. Böhmen als kriegs-gefangene dem lager nachzie-hen müssen. In dem Botschkayifthen aufstande an. 160;. ha-ben die Ungarn die stadt angezündet, das schloß aber ist von denTeutschen erhalten worden. An. 1619. hat Bethlem Gabor,und an. 1621. der General Bucquvy Altenbnrg erobert,nachdem es im vorhergehenden jähre der Obriste Breuner ver-geblich belagert hatte. An. 168;. ist es von den Türcken gantz<uw'. brannt worden, Das-Nr , lil>. XII. rech. ssom. leck. III.x. 974. echch»/.!«. ätissr. p 9. Or/e/kLi. Vre/-

clslcrcht. ältenburgi. mllesll. äse. III. k. I.

x. rc>. ir.

Altenburg , oder Altemburg, ältembergn, eine stadt inSiebenbürgen , 2. meilen von Weiffenburg auf einem hohenberge gelegen.

* Altenburg, ein kloster Benedictiner-ordens m Oesterreich,bey Horn zwischen dem Thega-fluß und den Böhmischen undMährischen grentzen.

* Altenburg, ein schönes schloß im Hertzogthum Crain,worauf vormals ein Gräfliches geschlecht gleiches nahmens sei-nen sitz gehabt, jetzo den Herren von Secthal gehörig.

* Altenburg, ein schloß auf einem hohen felsen in Hessen,wo die Schwalm mit der Eder sich vereiniget, dem Frcyherrli-chen gcschlechte von Boyneburg zuständig.

* Altenburg, (Michael) war gebürtig von Tröchtelborn,

und wurde 1603. Pfarrer zu Ilversgehofen und Marpach,zweyen bey Erfurt liegenden dorfern. An. 1610. ward er anernanntem seinem geburts-ort zum Pfarrer ernennet, nachhe-ro aber 1621. nach Groffen-Sommerda, und endlich an. 16?7.als Diaconus bey denen Augustinern beruffen ; von dar kam eran. iü;8- nach Erfurt, und ward an der St. Andreas-kirchedaselbst Pfarrer, starb an. 1640. Er war ein guter Äluücusund gab an. 1603. eine gewisse art lieber, Imrnäss gennant,heraus, an. i6rz. Teutsche Hochzeit-Uowuen, an. 1613. deni?. Psalm mit 6. stimmen, unter dem titul: Musicalischerschirm und fchild derer bürger und eimvohner der stadt zu Er-furt ; ingleichen über das Dill. capitel Esaja vom leyden Chri-sti , mit 6. stimmen; auf die geburt Christi, und vom neuenjähre; in Lateinischer spräche aber Lmtlones äs aävenku Do-mini nossri flessi Lbristi 1621. knnä. Lrnnä.

, * Altenhausen, eine ehemalige Grafschafft in der Magde-burgischen Börde, welche den Grafen von Osterburg zugestan-den, und als dieselben an. 121;. mit Sigftido II. abgestorben,an das Ertz-Stift gekommen. Dieser ort, so vorietzo ern dorfIst, und den Herren von der Schulenburg zugehoret, wurdesuchen bürgern zu Magdeburg erobert, und mdre asche geleget. Abels Sächs alterth. p.

«schloß in Ober-Oesterreich, in dem^genannten Muhl-viertel ,n eurer angenehmen gegend gelegen.

alt

Es ist ein stamm-haus der ehemaligen Herren Hötnlewst,Ägewesen, und nach deren abgang an Heinrichen vongekommen. Der an. 171z. verstorbene Graf Johann ^von Salburg hat es sehr prächtig gebauet, und dabey en«,che aufgeführet, welche an. 170z. eingeweyhet, aber an.nebst dem schlösse durch eine feuers-brunst gäntzüa) Dr-äsche geleget worden. Von Hoheneck beschreibung vo»^Oesterreich tom. II. p. 223.

* 2lltenhofen, ein grosser dreyfacher flecken, benebst e> ^schlösse in dem Hertzogthum Kärndten , wo die Feustm^MGurck fällt, nahe bey Friesach , im sogenannten Gu„ vor-dem Ertz-Stift Saltzburg zuständig, welcher der Am»rium seyn soll, dessen von Ptolemäo und in der labm» rZermna gedacht wird. .

Alten-Hohenau, ein Dommicaner-frauen-klost^lNBayern, im Ertz-Bißthum Saltzburg und Burckhau.iHpfleg-aerichte Ging, ohnwcit von diesem, zwischenund Wasserburg gelegen, ist von Graf Conraden M f§hcrbürg und seiner gemahlin Cunigunda an. 12; 5. gestM" Hflpbald darauf an. 1248. von Ottone dem erleuchteten /dem selbiger gedachten Conrad verjaget, nebst ander»güthern zur cammer gezogen worden. Doch hat stusiU ßhätzog Stephan II. in Bayern wiederum bestätiget, und »)»dieses noch viele neue freyheiten verliehen. AN.nahm daselbst Hertzog Georgs des reichen aus Bayern w ^lMargaretha, den kioster-habit an, und wurde kurv vAebtißin zu Neuburg. Chur-ZZayern, p. 262. E

)lltenkirchen, ein schloß nebst einer stadt und amt aLMder-Rhein-strom, aufdem Westerwalde und in dem AM ^schen kreyse gelegen, ist nebst andern ämtern und or»Hertzoge von Sachsen-Eisenach, als ein theil derSayn, zuständig. Siehe Sayn.

Altenklingen , ein altes schloß im Thürgöw unteWA^fl,dorf Mergstetten an der Thür gelegen. Ist deswegen herflswürdig weilen es das stamm-haus ist, des alten 6?"chen und nach der Hand Gräflichen Hauses von Klingen c ^ber der stadt Llingnaw an der Aaren. IM-

Alten-Landsberg , stehe Landsberg. .^„sss

Altenryss, Llr^ripÄ, ein Bernhardiner - oder „EAbtey in dem Eydgnößischen Canton Freyburg, e»svon der Haupt-stadt am dem flusse Sana gelegen , Mdem XII. iTLnlo von Wilhelmo von Glana aus aulnin gegenwart St. Bernhardt gestiftet worden, und st» 'die stadt Freyburg zu Casten-vögten hat.

Altenstaig , ein städtgerr im Schwartzwalde, an ^ckör^Nagolt gelegen. Anfänglich hat es dem Haust BadAM,>uvon welchem es aber an. 1598. durch tausch mit Lange»'dach an Würtemberg gekommen.

s AltenftaiA, ein städtgen im Schwartzwalde. HMgedencket eines streits, welcher unweit des schlosst 'szwischen MarggrafLerman von Baden und dessen- vssEnes, und dem Pfaltzgrafen Burcard anders theils vMEs follen in demselben am abend vor Kilians-tage ssMAr M.)!gen und umgebracht, das schloß Altenstaig stlbst abckriä Himmelfahrt übergeben worden seyn. Worausfchliessen, daß sich auch vor altem ein schloß hier bech^ sBbe. ch'/ch«,, Llinal. Luev. k. III. lib. III. c. 8-Mtstor gedencket auch der Edelleuthen von WtenMMi^,!ter dem titul; von der Ritterschafft in Schwabennieu, von ungefehr; ;o. jähren her, und noch we»^

c. 2l. .iß ^ t

Altensteig , (Johann) von Mindelheim gebürtig

Catholischer DbeoloMs gewesen, in dem XVI. kLLUiov.ein sehr gutes Dexicon ilieologioom geschrieben. " -As Altensteicz. (Johann) Er war Professorin de»^Ebernio oder sogenannten Bursch zu Tübingen. ^ izlofls»,,-det von ihm, er habe es in seinen meynungen nur oe»^ gt«"oder neuern gehalten; auch eine auslegnng der >». »

matick vorkommender Wörter geschrieben, so W.druckt worden, erchl«,, Mnsl. 8uev. p. III. lib- ^Menwied , siehe wted. ^

Altenzelle , ein berühmtes Mönchs-kloster CN ^ordens in Meisten, zwischen Döbeln undvon Freyberg an der Mulde gelegen , welches N",MN K,„

der reiche an. 117;. gestiftet, und woselbst er neb»» .

lichen Personen seiner familie nachgehends bemm^M^welche Fürstliche begrabnisse aber Churfürst ^ kzu Sachsen an. 1676. nachdem sie bey verWung ^krrche sehr ruinirt wordm, in eine andere chM^o'ivchl ^pelle bringen lassen. An. 1548. wurde atthrer ein L§ld dH-e-gen des Interims.von den Protestirenden gohalcku.hat man dieses kloster, weil der letzte Abt, AndreWald, die Lutherische religion angenommen, Mdie darein gehörigen flecken und dörfer ss'w , g-oMweck'A,.schlagen, das klvster aber stlbst der schäftrcy MK-'zu einem Churfürstlichen Cammer-guthe vorbey . ^

xroärom. NssniL x. 299. äs seil» ve

Alter äs Chaon , ältern Llinonis. em

tejo in Portugatt, an dem fluß Avis, vier

stund

»es