Band 
Erster Theil. A - Be.
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Bourtanger-kbrt, welches ein Muffel ist zu den provmtzenFfteßland und Groningen. Sein vatter war Gerhardus Ama-ma, aus einem sehr edeln geschlecht, damals Commendant deserst-gedachten Bourtanger-korts, und Oberster unter den Frie-sen , nachgehends aber Brigadier und Gouverneur der stadtEmbden. Seine mutter war Brundina von Merzen, einetochter des General - Müntzmeisters von Frießland. DieweilJoachim nach dem absterben seiner zweyen schwestern und ei-nes bruders die einzige freude seiner eltern war, so wurde erzu den studien und guten sitten sehr sorgfältig und wohl an-geführet. Als er aber kaum das alter von 12. jähren errei-chet hatte/ erlangte er eine sahne unter feines vatters com-pagnie / obwol felbiger solches nicht gern sahe / und wurde fol-gends an.1681. zum Capitain gemacht. Als er 2z.jähre alt war/verehlichte er sich mit Petronella äs Vrieze / einer tochter Jacobi,Bürgermeisters zu Hülst / mit welcher er einen sohm der früh-zeitig wieder gestorben / und eine tochter / so an. 1714. an Pe-trum Benjamin von Beaufort / präsidirenden Schöffen gemeld-ter stadt / verheurathet worden, erzeuget hat. An. 1639. warder Major / an. 1690. Oberster / an. 170;. Brigadier/ an. 1709.General-Major/ und nachdem er der Macht bey Malplac-quet unweit Mons in Hennegau / und vielen andern kriegs - be-gebenheitcn beygewohnet / und darinnen fowol seine tapferkeitals klughejt genugsam an den tag gelegt hatte/ wurde ihman. 171;. die stelle eine Commendantens zu Hülst in Flan-dern und zugehöriger karren aufgetragen. Er verjähre seine erstegemahlin an. 1684. und verehlichte sich deswegen zum zweytenmal an. 169;. mit Alegonda von Humalda/ einer tochter Phi-lippi von Humalda/ (welcher an. 1660. im nahmen der Staa-ten von Niederland an Philippum IV. König in Spanien abge-sandt ward /) und Helena von Burmania. In dieser ehewurden ihm vier söhne gebohren / so aber alle in der jugend ge-storben / so denn auch zwey töchter / Helena und Petronella /welche ihren vatter überlebt haben / als welcher / nachdem ereinige zeitlang bethlägerig gewesen / den z. jul. an. 1720. zuHülst im 6;. jähr seines alters mit tobe abgieng. Durch sei-ne gelindigkeit/ ausrichtigkeit und freygebigkeit hat er sich beybürgern und foldaten beliebt gemacht / und wird ihm nachge-rühmet , daß er einen absehe» davor gehabt habe/ sich mit ei-nes andern guth zu bereichern / wie auch daß er ein feind ge-wesen seye alles eiteln gefchwätzes und leichtfertiger reden / der-gestalten daß man niemals einiges fluch - oder sehest- Wort ausseinem munde habe gehen gehört. Oa/. /««eL»-. Nieder!.D/k/.

* Amama ,, (Nicolaus ab) wäre ein söhn des berühmtenSixtini Amamä. Er hat an. l6zi. Dsssäem äillsrmrionumUarinarum ans liecht gestehet. Xs/r/K. bibliotk. vet. (L nova.

^jman , LlloLcM, 8LWäerona, Xsros, ÜMLlius mons, kierm

mons, ein gebürge in Asten / welches Syrien von Aladulischeidet/ und sich von dem Mittelländischen meer bis an denEuphrat erstreckt. Zwischen den städten Ajazzo und Alexan-dvetta befindet sich in diesem gebürge der berühmte paß / wel-cher vor diesem kortL Hmanicse, korrre 8vrlL , oder Lilicise ge-nennet wurde. Dieses gebürge ist voll wilder thiere und räuber /daher Cicero / als er kroconkul in Ctlicien war / alle / die sichdahin geflüchtet hakte»/ heraus jagte. Nicht weit davon istDarms von Alexandra IVl. zum ersten mal in eigner Person über-wunden worden. Einige halten den berg Aman vor ein stückvom Libano / dessen im Hohenlieds Salomonis gedacht wird/

c. IV. V. 8- m Licerone. /Vo/E.

* Aman / ein Hafen im Königreich Marocco / aufder feitendesOceimi Mamicl zwifthen dem vorgeburg Ges und Can-thiu. Einige glauben/ es seye Missocaras / von deme Ptole-mäus redt.

Amana / eine von den Lucayischen insuln im nördlichen Ame-rica / morgrnwärts gelegen/ gehöret den Engelländern / und istsehr geburgicht.

* Amance / ein städtlein in -er Grafschafft Burgund / ander Saone und den grentzen des Hertzogthums Burgund gele-gen. An. 1492. wurde es von Kayser Maximilians I. und an.159z. in dem hornung von etlichen 1000. Franzosen undLothringern unter ihrem Haupt / dem Tremblecour, einemLothringischen Edelmann / mit gewalt erobert und geplündert.An. 1668. und 1674. eroberte es der König in Franckreich,als er die gantze Lr-mcbe-Lomrs überzöge. Beschreib, derGrafschafft Burgund.

* 8. EMVO, (Joannes a) war ein Äleäisus und 6g,

N0MLU8 zu Tournay. Er lebte um das jähr iz;i. und schriebeinen tractat äs Lalneis. bibl. steig. Ltbe-

nre stelgicee.

^Amandus / Bischoff zu Worms/ hat in einem theile derNiederlande die Christliche religion gepflantzt. Nachdem er unter-schiedenen kirchen vorgestanden/begab er sich nach Tournay/ wo-jevst er die Abtey / so seinen nahmen führt / gestiftet haben soll:wtewvl einige behaupten / daß diests letztere von einem andern-AchAdo geschehen sey. Er ist an. 6z 9. im 90. jähre seinesauers gestorben. bare/ Kill. ecsl. äes stsis-bas.

in^evs Leneä. cle stxikc. 6erm.

niebt m?j?"nnn^war ein Graf zu Gisalba / welches in Italien

S?ver 8 ftin vat8r7^° .liegt , soll an. 46 ;. zur zeit KaysersSeverr lein vatterland wwer die Alanen, und zur zeit Odva-

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cri und Theodortci die Catholische religion gegen dievertheidiget haben, weswegen er auch nebst Lucro,und Luctano, dreyen Heiligen, den märtyrer-tod ausjtey»sen. Sein leichnam soll zu Gisalba in der St.che, welche er selbst erbauet hat, begraben liegen, s«Verehrung aber ist der 6. apr. geordnet, f.

* Gt. Amandus, ein Bischoff zu Bourdeaux,»» 0^'

Lculo, wurde erstlich von St. Delphins zum Priesteret, unterrichtete darauf den bekannten Paulinum ^Mjche»dessen tauf-path er auch soll gewesen seyn, in der

religion. In dem jähr Christi 404. wurde er zumBourdeaux erwchlel, träte aber die regierung dieserverino, gewesenem Bischoff zu Cöln, ab, welcherBourdeaux begeben hatte. Doch, nach dessen tode, naos.-MMdes Bißthums selber an. Er ist derjenige, welcher dE ,Paulini, Bischoffen von Nola, gesammlet und ausgehe^ hMwie sich denn auch darunter verschiedene briefe an ry>den. In weichem jähr Amandus gestorben, ist ungewwv^li'muß er an. Christi 4zda Paulinus starb, noch gE,,MMan feyert in der Catholischen kirche das fest diejes He»»^ig. May. 6^/Zo/rr/r äe glorig, conkeii- -

vies äes 8-iims.

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* Amandus , war von geburt ein Schottlander,

VI. ü-Lulo lebte, und wegen seiner wunder sehr beE.

Er reisete als gefehrte des Berthaldi, Königs in Sw >ETheoldi söhne, nach Jerusalem, wiewol er nach, enn^st ^nung nur mit nach Rom gekommen seyn soll.gab er sich mit Berthaldo nach Chaumont in derRheims in Franckreich, woselbst sie beyde von St. ,„p >>Ertz-Bischoff zu Rheims, zu Priestern erwehlet wurden ,leben zo. jähr lang zubrachten. Nach einiger vorgevei °ser Amandus, wie auch Berthaldus, gebohrne FraE'sen, und Amandus sonderlich aus adelichem gcschleE.^,,pren, und in der Gottesforcht und Theologie Dr WA. Frichtet worden seyn; worauf er endlich das Priester-». Msich genommen, und eine reise nach Rom angetrem-^Edar soll er sich wieder nach Franckreich zurücke gewerss.^zu Beaumont in der vimcss von Rheims durch stw Z. . ^l>ner grossen durst erlitten, einen brunnen quellend gcnww ^M'weswegen er sich auch nachgehends beständig da auw E tauf erlaubnis des Königes Clodoväi eine kirche amund viel junger zusammen gebracht haben soll.verstorben, soll er in erwehnte kirche begraben, uno HMner vielen wunder ihm zu ehren von dem volck e>n ^

bracht worden,' und zu beyder andencken der 16.^met seyn. „is, er

* Amandus , mit dem zunahmen äe Castello, z,ansang des XII. Lculi, um das jähr mz-Lanonicus zu Tournay gewesen, wurde er daraus »' her>> IIperson des klosters St. Martin, in ebö« dieser

Prior der Abtey zu Anchin bey Douay / und endnwzu Marchiennes, unter Arras gehörig, die er m» ^fält und cifer in vorigen guten stand gesetzt. ^ ./„euschiedliche tractate geschrieben, und unter andern »worinn das leben des heil. Ottonis, Bischoffs ^enthalten, bibl. , äL

lib. II. L. 48. .

* Amandus äs Ziriczea, also genannt, weilen e.

stadt, der Haupt-stadt der insul Schouwen m SKl

tig. Er ward in dem XVI. Lsuln ein Francffcawund arbeitete, als er Provincial seines ordens ss ^M.jslanden war, an Verbesserung der alldortigen kwn ZE^hernach sich von bannen nach Löwen, allwo er ^lehrete, und starb den 8. brachmonat an.

Vocivr der Universität dieser stadt, und sowoUn oe ^Hebräisch-als Chaldäischen sprach sehr wohl erfahren- ;

cke sind: Oe I-XX. Hebäom-läihus OamollS,in tlenekin, Jobum L LsLleki^lien; äeäe 8. LmiX Oonjugio, Ls. Wir haben auch n gsi-'Vx-eine Chronick in 6. buchern, von ansang der wen "unter demtitul: 8crutinium ksn venstio voll- .j,

in Htk. krsnc. bibl. ^

* Amanguci ,-eine stadt in Asien aufder instnar Bches die fürnehmste ist der Japonischen insuln,

feiten von Iamaysoti, allwo sie einen sehr / b

Hafen hat. Sie ist hundert meilen von MUMvrientsm rsllivum entfernet. §!>

Amansifirdin , siehe Zirifdin. „ SsiÄ

Amant, (Marcus Antonius Gerhard vonFranzösischer Poete, war eines geadelten glasE^t ' p?von Rouen aus der Normandie gebuttrg. A verstast?der Griechisch noch Lateinisch gelernt hatte, so H ,velt ,^,EEnglisch, Spanisch und Welsch, und dabey ^gierden der menschen, und die Mythologie. unernicht zum besten gefuhret, sondern gerne gelr^^^v n^letoback geraucht, wie man solches auch noch auo^„ senkennen kan. Zuletzt aber bekehrte er sich, »«d An,jktel 0 sei»den ein besser ende, als der ansang uns