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Erster Theil. A - Be.
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Amber, ein fluß in Bayern, fallt in dre Jser bey Moßburg,entspringt 2. weilen von der ftadt Füssen an den Tyrolischengrentzen, und macht unterwegs den Amber-see / der fastweilen lang ist.

Amberg , von den Alten auch Amberathai von einem na-he dabey gelegenen fchlosse genannt, ist die Haupt-stadt in derOber-Pfaltz, und liegt im Bißthum Regenspurg an dem flusseVils. Ihre erbauung wird von einigen dem Kayfer Henrico I.von andern aber einem Bifchoff von Aichstädt, der sie um dasjähr 1297. aus einem dorfe zu einer stadt gemacht haben foll,zugefchrieben. PfaltzgrafFriedrich der sieahafftehat an. 1412.angefangen sie zu bevestigen , welches nach der zeit von andernfortgeführet worden. An. 170;. wurde sie von den Mittenmit accord eingenommen, und an. 1708. an Pfaltz samt dergantzen Ober-Pfaltz übergeben, in dem Rastädtifchen friedenaber restituirt. Es ist allhier die regierung über die gantze Ober-Pfaltz , ein feines Churfürstliches schloß, zeughaus und einschönes Iefuiter-LoUsNum. Das vornehmste aber ist das er-giebige eifen-bergwerck in und ausserhalb der stadt. Chur-Baz?ern x>. kmnal. Loj. orig. kiäat. Vo/-

»L,. H. ?.

Amberger, (Christoph) ein kunstreicher mahler, den manfür Holbeins distipul haltet, und welcher viel zu Straßburgund Nürnberg gemahlet hat. Er hat an. 15;». den KayferCarolum V. abgemahlt; als nun der Kayfer gefragt, was erfür solche arbeit fordere ? und er geantwortet: ein dutzent tha-ler, gäbe ihme der Kayfer drey dutzent, samt einer güldenenketten und daran Hangendem gnaden-pfenning, mit vermelden,Titian habe sich für jedes contrefait ioo. thaler bezahlen lassen,welche doch nicht besser gewesen als dieses. ÜLaäem.

x. II. III. x. 2z;. *

* Ambran, oder Ambiana, lat. Lmbmaum, die Haupt-stadt eines Königreichs in Abyßinien gleiches nahmens, an ei-nem flusse, welcher aus dem see Zaffan in den Ril fällt. Sie liegtunter dem 57. grad 20. min. lonZimä. und 2. grad 18. min. Ia-rituclinis, und also fast unter der linie. OrKon.

* Ambiancativa, ein Königreich in Abyßinien, längst demNilo, zwischen Nubien und Begamedri, dessen Haupt-stadtgleichen nahmen führet. OMs->r.

* , oder LmbiA2enls8, waren völcker in 6sllia

LelZic», zwischen denen Rellov-iciis und Xervüs, 6-r/ör, äsbell. 6sll. II. 1;. Äv-Wo, IV. ?/,«1«,/1V. 17. I'/o/eM-eA,. umdie gegend, wo heut zu tage Cammerich und Amiens liegt. DieHaupt-stadt derselben war Samarobriva. Cäsar hielte hier einenland-tag derer Gallischen Stände, 6-rsär, äs bell. 6^11. v. 24.und nahm auch feine winter-quartiere hier. 6--/äv,XVI. SoCäfari, 6s bell. 6-61. II. 15. zu trauen, sollen sie keine kaufleu-the in ihr land gelassen haben, keinen wein oder andre dinge,so zur schwelgerey dienen, eine einführe zu sich verstattet, weildieses die gemüther laß machte, und von ihrer tapfcrkeit ab-brächte ; wie sie denn auch tapfere leuthe gewesen, und sich derRömischen gemalt nicht unterwerffen wollen, und denen andernvölckern, so selbiges gethan, sehr vor übel gehalten. Nach derzeit haben sie die stadt nach dem volcke angefangen zu nen-nen , nemlich Umbisiü, daher auch die stadt Amiens ihren nah-men haben soll. geogr. -int. II. H. 199.

not. älgn. Imx. Occicl.

Ambiatinum, ein flecken am Rhein, siehe Capell.

* /VVMMstUI, oder üMIVMLssl, ein altes volck in

6a1IlL Leltica, welche langst der Rhone gewöhnet, wo heutigestages Vivarais ist. äs bell. 6-61. III. 7;.

ein volck in dem alten Gallien, dessen Cäsargedencket. Man glaubt, daß es in der Normandie seinen sitzgehabt, ungefehr wo heutiges tages das Bißthum Manchesrst, und halt man dafür, daß der flecken Ambie oder Hambie,welcher 5. oder 6. meilen von dem berge St. Michael liegt,seinen nahmen von demselbigen habe.

* Ambierte, Lmblerm, ist ein flecken Franckreichs in derlandfchafft Forez, aufden grentzen des Bourbonnesischen, dreymeilen von der stadt Roan, von Mitternacht gegen abend gele-gen. Ilckat-, Litt. 6sogr.

Ämbigatus, König der Celten, so zu des Römischen Tar-quinii Prisci zeiten gelebt, dessen schwester söhne (dann vonseinen kindern wird nichts gemeldet) durch fuhrung unter-schiedlicher colonien sich sehr berühmt gemacht; deren etlicheSegovefus in Teutfchland, und Bellovefus in Italien über-brückst. k-r'v. Iib. V. mem. äes 6sulss liv. II. c.; 6. *

* Ambiger, ein König zu denen zeiten Alexandri A- der best

sen ftadt belagerte, und die einwohner sich mit abschiessung ver-gifteter pfeile zu beschützen suchten. , xil. io.

. * oder üNLILI-IM, waren alte völcker

m OEiL Lsltica, welche in der gegend, wo jetzo die kleine stadt^"wase in Bretagne, zwischen St. Brieux und Dinant liegt,woyneten. 6s bell. 6-61. Hl. 9 . not. 6sII.

wäre zu Cäfaris zeiten das Haupt der Eburonen,wvbnuna bau)» ^^siegend des heutigen Stifts Lüttich ihremern^ brachte bisbewegte er zum abfall von den Ro-

mit?o chen«ne8^°', "!»»» auf die deine, und überfielem,t loicyen erne Römisch« legwn, und nochandere 6oüorts«,

amb

welche unter Q. Titurio Sabino und Lucio Aurunculeiodas winter-lager in der Eburonen land hatten. Als ttwolen in ihrem bevestigten lager nicht getraute zu uberw» ^i,wüste er sie mit list daraus zu locken, indem er sie»'.A»machte, wie gantz Gallien in den Waffen wäre, mff„versprach, daß er sie bis zur nächsten Römischen legion ^durchwischen lassen; aber unter weges passete er Mnem bequemen ort auf, und hiebe alles in stücken, w 0 ^niemand davon käme. Gleicher Massen wollte er auch "'.« M»nächsten winter-lager umspringen, darinnen eine Emische legion unter anführung Q. Ciceronis läge.wäre ihm zu schlau, und als es zur belagerung kam,' Mer dem Ambiorix alle stürme ab, bis ihme Cäsar selbst»^ hckkäme, und den feind aus dem feld schlüge, jedochsich habendem wenigen kriegs-volck für dißmalen nickst 's.folgen dörfte. Nach etwas zeit fiele Cäsar unvermuM' ^ Fses land, und vermeynte diesen schädlichen feind m Werhäschen; allein er entrann noch glücklich, und l»sauch in nachfolgender zeit so wohl vorzusehen, ballRömer niemals in ihre Hände kriegten, und sich mit vew^/v.seines landes begnügen musten. äs bell.

VI. VIII. D/s. 11b. XI.. 0^. Iib. VI. c. 9.äes 6llule8 liv. IV. c. <L ;6. * ^

2lmbirkeleth, ein söhn Eugenii V. Königs in SastsxiMfolgte Eugenio VI. um das jähr 702. Ehe er zur res Mkommen , soll er ein tugendhaftster Fürst gewesen HMstMe "!!,lob er aber hernach durch seine lasier verlohren. Erden Picten krieg, und wurde des nachts durch eiw"den köpf verwundet, ohne daß man den thäter erfahre»woran er an. 704. starb. , 11b. IV.

* ^ÜIMssl sl, oder ELH6I, waren Gallier s s e-tnebst denen 'foliiioboZis und Verurl8 einen theil Phryg > Enahmen, als die Gallier durch Ungarn und GriecheMM^Asien giengen, und einen theil desselben eroberten,

ihnen den nahmen Galatien bekam. V.; i. 0^""

-l6 8oI1n. e. 1. yck"

* ELIVE1I. waren völcker in 6Ma öeIsc» '^Cafar Iib. IV. äs bell. 6-61. Meldung thut. Nach b'ÄAM'Anung sollen sie denjenigen theil des Hertzogthunw r"darinnen Hertzogenbufch , Breda, Bergen op -0?^.Antwerpen sich befinden, bewohnet haben.

* Ambiverus, (Franciscus) war aus Bergamo

er schrieb an.1621. einen Prattstum trixsrtiwm cle per,ciplin-L juvenalis Ttstis. Ließ einige getichte in bm .XEF. bibl. vet. L nov. ^ kck!

.* Ambivius, (Marcus) ein Römischer LandpEjjJüdischen lande, wurde von Kayfer Augusto an Cvp ^zu diesem amte verordnet, welches er aber nicht ^lahre verwaltete, als nach welcher zeit er von AugMÄ^fiiS Kdaa wieder zurück beruffen, und hingegen Anilins Ls E-zseine statt gefetzet ward. Unter seiner regierung ist,würdiges vorgegangen, ausser daß Salome, KoMS^e dss -des Grossen schwester, aus dieser Welt geschieden,ihre listige und boshafftige pratiquen in ihres bruders -Unheil gestiftet hat. antLi^uit. Iib. XVIII. c. ^ ^

* 2lmblesinde, lat. ümblellnä-r, ein ort in der OjOck

Westmorland in Engelland, am Wynander-meer, ^ .

statten Kendal und Keswick. L

Ambleteuse, ein ziemlicher flecken in der P'A, „Mzwar in der Grafschafft Boulogne, an der see gelE^t.nem Hafen, den man sonst den Hasen von Amflat

f Ambleve, lat. Lmbttvis, ein fluß im HertzoEfM^,bürg, ßiesset bey Malmedy und Stablo vorbeyschen Luttich und Durbey in den fluß Ourte.

Amblidum, ein schloß in Franckreich amVendenesse gelegen, dessen Zodoardus in rebu«denckt , daß sich nemlich Rotbertus und RodolEstes'Nder, so von Rherms verjagt worden, allhier aufgort,go aber, der Gouverneur zu Rheims, habe es «v ^m die afche gelegt. Heut zu tage heißt es AmblY-not. 62II. «verl^'M'

Amblise, eine HerrschaK in den Spanische»vormals dem Grafen von Reckheim und AsprEN jj!Sre ward zum Furstenthum unter Goberto VH- 7üchen tttul gefuhret, erhoben. Als dessen lm>e Ach-se^

Amblise an Renatum von Anglur, Herrn zuA,,durch Vermahlung Antoniä, Gräfin von Afpremo»not. xrocer. Iib. IX. c. 8

men.

es

^ ',?lmbohistmenes, find völcker Africä in^m Argetheil der rnsul Madagascar, attwo sich sehr h^st »den. ^ pia»'^

Amboine, oder Ambone, eine inful in demLhwße^meer, zu den grossen Moluccischen gehörig, lst die „ t;ter den herumliegenden, welche man Ambones ne>^^,be»

24. merlen im umkreis, und eine Haupt-stadt evenmens, sonst auch Jsou genannt, mit einem ^mens Victoria, und einem weitläuftigen hme»' L-sty, /

sind vor zeiten sehr wild und menschen-fresser E ug,esiaber durch die Handlung mit den Persern unb -u ^a»'che unart abgelegt. Diese insul ist von den Pott»»