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Erster Theil. A - Be.
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an. I?o8. mit des Kaysers tochter Margaretha von Flanderndie ligns zu Cambray. Er strebte mit grossem verlangen nachder Päpstlichen würde, welches die Ursache war, daß er des Kö-nigs macht in Italien immer groß zu erhalten sich bemuhete.Nichts desto weniger ward er nach Alexandn VI. absterben vondem Cardinal Juliano äs Rovere, der hernach selbst Papst wor-den, darum gebracht. Diß vermehrte die feindschafft zwischendiesem Papste und den Franzosen, und bewog den Cardinal,daß er ein lLliilma veranlaßte, und durch ein Loncilinin,so erst zu Pisa, hernach zu Mayland, und endlich zu Lyon ge-halten wurde, zur Päpstlichen würde zu gelangen suchte. Aberdie unglücklichen zufalle der Französischen armer in Italienmachten sein vorhaben zunichte, und als an. izio. der Hof sichzu Lyon aufhielt, versiel der Cardinal Ambosse in eine kranck-heit, welche ihn mich den 2;. may des lebens beraubte. DerKönig beklagte seinen tod, und jederman betrübte sich überden Verlust dieses Staats-Ministers, welcher ohne geitz undHochmuth die regierung zu grossem nutzen des Reichs geführethatte. LauLe/ und än in seinem leben. -VrM

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lvEe/ lud Luä. XII. Lettrei -i» <7arä. ckM-l-or/e U oi» LotI.o»re XV/.

Amboise, (George ä') der jüngere, Cardinal und Ertz-Bischoff zu Rouen, war ein söhn Iohannis ä'Amboise, Herrnzu Bußi rc. Seines vatters bruder, obgedachter George ä'Am-boise, trug eine grosse liebe zu ihm, welchem er auch an.i; i°. imErwBißthum zu Rouen nachfolgte. An. 1522. versammleteer einen 8>noäum, an. 1546. machte ihn Paulus III. zum Car-dinal, und an. i;zo. muste er sein leben beschließen. />,2o»Lstl. xurx. bist. cles Larä. 6 all.

2 lmboife, (Johann st') Bischofs zu Langres, war ein söhnPetri st'Amboife, und einer von den berühmtesten Prälaten desXV. steculi. Er hatte anfangs das Bißthum zu Maillezais,und die Abteyen St. Jean st'Angeli und Ponnecombe, hernachan. 1481. erlangte er das Bißthum zu Langres. Der KonigLudovicuö machte ihn zum Statthalter in Burgund, undbrauchte ihn in wichtigen aeschäfften, dabey aber Ambosse dochnicht unterließ, vor seine kirche zu sorgen. Er gab an. 1491.LvnstirmivE 8vnostale8 heraus, und brachte sich den tituleines vatters der armen, Vertheidigers der religion undbeschützers der kirche, zuwege. Er starb zu Dijon den 20.May an. 1498. .tza/EareV. Lall.

Amboise, (Ludovicus st') Bischofs zu Allst, war der viertesöhn Petri st'Amboife. Er brachte sich durch seine Verdienstebey den Königen Ludovico XI. Caroio VIII. und LudovicoXII. in ansehen, wurde Statthalter in Languedoc, in Roußil-lon und in Burgund, woselbst er sich angelegen seyn ließ, dasParlement aufzurichten. An. 14;?. erlangte er das Bißthum,welchem er so wohl vorstund, daß er den zunahmen des gutendavon bekam. Er machte die ehescheidung zwischen dem Köni-ge Ludovico XII. und dessen gemahlen Johanna, und starban. izoz. Sein Nachfolger im Bißthum war Ludovicus st'Am-boise, seines bruders Caroli söhn. Der Papst Julius II. mach-te ihn an. i?o 6 . zum Cardinal; er starb aber bald darauf an.izio. oder II. /.»c 7 ror> ä» ffVarse. ex. 17 - ;8. L44.

O-rll. /»2s,s. t 7 »ee/. Lc.

Amboise / (Ludovicus Clermont von) Herr von Bussy,Marquis von Renel. Er stammte her von Johanne ä'Amboi-se , Herrn von Bussy, Rath und Cammer-Herrn des KönigsLudovici XI. dem fünften söhne Petri aus dem Hause Amboisein Touraine. Er war sehr ansehnlich und Wohlgestalt von Per-son, sehr geschickt nicht nur in den ritterlichen Übungen, sondernauch in allerhand wissenschafften, vornemlich in der rede-kunstund in der Poesie, auch dabey so tapfer und starck, daß er ins-gemein 1 s brave Lull), genennet wurde. Gleichwie er aberdieses letztere zu einer aüzugrossen einbildung von sich selbst, undzu einer Verachtung andrer sich verleiten ließ, (wie er denn unterandern von sich selbst zu rühmen pflegte,, daß er in dem hertzeneines Edelmanns den muth eines Königs trüge) also miß-brauchte er auch zugleich seines lebhasften und muntern geistes,andere auf eine empfindliche art durchzuziehen, wobey er dasfrauenzimmer und die Grösten am Hofe, ja den König Hen-ricum III. selbst nicht verschonte. Dieser letztere hatte ihn über«0. mann von seiner schweren reuterey zum Hauptmann ge-macht. Er quittirte aber dessen Hof, und begab sich an seinesbruders, Francisci, Hertzogs von Alencon, seinen. Weil ernun diesem Herrn, der ihn bald zu seinem Favoriten annahm,hohe gedancken beyzubringen suchte, auch seinen eigenen spöt-tischen einfüllen wider die Königliche Favoriten, sonderlich denstu Gav, freyen lauff ließ, so suchten ihn diese auf, alle artbey Henrico III. fchwartz zu machen, worzu er selbst öfters gu-te Gelegenheit gab. Zum exempel, einmals kam er mit einerlütte von bis 4°c>. Edelleuthe nach Hofe, dahin er beschickenwar, um sich mtt Alans. Äim Phale wegen eines über eineAache entstandenen streits zu vergleichen; da denn Henricusbeb ersehnn« seines gefolges überlaut gefragt: was denndaher käme? Ein ander mal, da der Ko-drey Könige, mit fflaäem. äs Pons,^bend durch das in Franckreich gewöhn-liche bohnen-los Komgm worden war, in dem allerprächtigsten

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aufzuge, nebst seinen miZnon«, in die messe gieng, fand siwBussy nebst dem Hertzoge von Alencon darbey ein, und zu xin der allerschlechtesten kleidung; hingegen mit 6. pagen m»'Fsich, die in gülden stück gekleidet waren, wobey er MC- ^wäre nunmehr die zeit gekommen, da die grösten bengabesten geputzt seyn mästen. Durch viel andre dcegn-cvfreye bezeigüngen bewog er den König zu einem grosse» » /wider sich, und da man demselben heimlich beygebracht ^Bussy mit seiner schwester, der Königin Margaretha vonvarra, in allzugrosser Vertraulichkeit lebte, ward umbewiüigung einsmals an. i??;. ein complot gemacht/",,wenn er abends aus dem Louvre kommen würde, durch

reuter hinrichten zu lassen. Er entkam aber noch bE sfahr, durch den beystand seines freundes Gallon, welcher 0^,del nicht wenig darzu beytrug, daß Henricus III- «m »» §bruder, dem Hertzoge von Alengon, öffentlich zerfiel. V» ^zwar bald zu einem stillstände, worinnen Bussy das con»» .do von Saumur erhielt; allein nicht lange hernach/ an-M^y

zogen die beyden brüde'r wider einander zu felde, " Mdurch einen zanck, welchen Bussy mit dem Vicomterenne anfieng, beynahe des Hertzogs trouppen sich »uterander selbst aufgerieben hätten. Nichts destowenigereriDin dem april des gedachten jahrs ein friede, da der Hertz/» Aean seines bruders Hof begab, Bussy aber wollte lieber / ^er sagt, einenKömg in der provintz Anjou, wovon erGouvernement erlangt hatte, als bey Hofe einen kneastben. Er gieng auch würcklich nach Angers, setzte sich »AMschlösse daselbst veste, und verfuhr in seinem Gouverw» ^mit den leuthen auf eine solche art, zumal mit abfordeamgser geld-summen, daß sie mit ihm schlechter dings nichtwaren. Endlich zog er sich den 19. aug. an. 1579. da er A,29. jähr alt war, durch eine unzeitige prahlerey ein sehr Mges ende zu. Er hatte an den Hertzog von Alencon undmit welchem, als einem jungen Herrn, er sehr vertraun^ Wgieng, geschrieben, daß er anjetzo ein stück wild vo"Obrtst-Jagermeister in seinen garnen hätte, mit welchen»,er die gemahlin des Grafen Caroli. von Chambes Monuverstund, welchen der Hertzog auf bes Bussy recommen^ff

kurtz zuvor zu seinem Obrist-Jägermeister gemacht hm»-MHertzog zeigte diesen brief dem Könige; dieser aber, ff-y ztzverlangst eine gelegenheit gewünscht, sich an dem H'VErächen, hinterbrachte dem Grafen von Montsoreau, a»'j„ckvor eine art er geschimpft würde, und führte das eME'Mmannes an, welcher kurtz zuvor auf dem schlösse rULxMsein ehebrecherisches weib ermordet, ohne daß ihmdaruu-Aägeringste widerfahren wäre. Der Graf gieng daraus ^ mpoft nach feinem guthe, und zwang seine gemahüu /. AMschriftlich den Bussy auf eine gewisse zeit auf das MsgEI« Coutanciere bescheiden rnuste. Bussy stellte sich, «eo Mdon, Vicuteiiünt criminel von Saumur, welcher bey stEbes-imrigus Unterhändler war, um die gesetzte zeltaber gleich bey dem eintritt in feiner maitresse zimmeo L,c!c>ren gemahl, wie auch von 10. bis 12. andern wohlvAA rMMännern, angegriffen. Er wehrte sich sehr langeausv^hl /.verzweifelte art, so lang ihme nur eine spannen laus W»der klingen bürde, und verwundete 2. bis ;. von ihnemMda er sich zuletzt durch ein fenster in einen graben hwst.xr,tzen wollte, ward er von hinten zu getödtet. Sem.MHertzog Franciscus, war damals in Engeüand, ssch Mdie geringste traurigkeit deswegen spüren; ja nach eMLnung hat er es nicht ungern gesehen, weil auch ihmHochmuth und freyheit verdrußlich zu werden angemWHof-Damen, die Königl. Favoriten, und die beyde» eAnjou und Maine, welche er über alle Massen HiUW,azeigten über diesen todes-fall eine unqemeine fteude. «AM „entstund deswegen eine todt-feindschafft zwischen der ^ M >familie und dem Grafen von Montsoreau , an me>Asonderheit Johann von Monluc, des Bischosss von ^ erturlicher söhn, mit Nachdruck zu rächen suchte, wellleibten Bussy schwester, eine Dame von einem sehr» h M. Ageheurathet hatte. Doch endlich nach 9. iahren yMa

Königs ausdrücklichen befehl ein ordentlicher verg»i

aufgerichtet. Auf des Bussy tod hat einer folgenogemacht:

Ilffis erM lemxer Veneris IVlsrcisqiis kvors,

8eä IVlLr8 bunc tslittem xroäiäit stgus /

W»a»» 5 , bitt. lib. I.XV 1 II. biff. äs O»"

x. ; 84 - 191 - ,97. 406. 450. 480. *

Amboife, (Franciscus vor,) gebürtig aus AAl ^dem XVI. iLLuIo. Nachdem er seine üuäu> si^,,,f pie stiAtsne zeitlana andere unterrichtet hatte, legte er sich »> i»gelehrsamkeit,, und machte sich als ein Advocat deszu Paris berühmt. Hierauf wurde er ParlA"^Ml'ABretagne, und endlich Requeten-meistcr und Sl»« Ahatte eine zeitlang gereiset, und in semer uiaeim .^crVerse und om/iones in Französischer und Lar ^Age A,drucken lassen, sich aber am meisten durch ^/mnenderschriften Petri Abelardiberühmt gemacht, oa/sen fleiß angewendet, auch denselben ane g/AMeidEiHM, in welcher er Netrittn Abelardum^/^

gefüget, in welcher er Petrumman in der edition des jahrs 1616.einen

m oer eomon oes zayrs isis. sehen -tractat äs Loncüio, und eine vorreo a

kau.

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