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Erster Theil. A - Be.
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Er sagte zuvor, daß er vor dem Osterfeste an. ,97. sterben wür-de, und als ihm die vornehmsten zu Mayland m seiner tranck-beit anlaaen, er möchte ein längeres leben von GOtt bitten,ant-wortet e?e!^ bey ihnen so gelebet, daß er sich zwar nichtschämen dürfte, länger mit ihnen zu leben,, jedoch fürchtete erstch auch nicht zu sterben, weil er einen gnädigen GOtt habe.Er gab also an. z y?- seinen geist auf, fand in der Dom-kirche zuMayland seine ruhe-stätte, und hinterließ den rühm eines ge-lehrten, gottseligen und standhaften Lehrers. Sein leben hatnicht allein Paulinus, ein Priester zu Mayland, sondern auchBaronius, auf ansuchen des Cardinals Montalti, nachmaligenPapst Sixti V. beschrieben. Seine schriften sind von denenr. ?. Leueäliftluis an. IÜPI. zu Paris mit grossem flciß herausgegeben worden. in caralogo. La/ssr«,.

ä-»'. Ässr. LNve.

D« K«, <Lc.

)lmbrosius, Diaconus zu Alcxandria, im III. fteculo,ward durch Origenem von der ketzerey Mareionis und Valentinibekehret. Er war von grossem ansehen, sehr beredt, von son-derbarem nachdencken und einem hurtigen geist, darneben vonnicht geringem vermögen. Er lag dem Origeni unablaßig an,daß er ihm die heil. Schrift erklärte, und gab ihm anlas, seineauslegung über die Bibel zu verfassen, zu welchem ende er 14.Männer unterhielte, die Origeni mit schreiben an die Hand gieri-gen. Dannenhero dieser ihn in einem schreiben den antrerberfeines wercks nennet. Er bekannte die Christliche lehre mitgrosser freymüthigkeit vor Mapimino, und erlitte an. 254. diemarter sehr behertzt, wozu ihn Origenes mit Nachdruck ermäh-net hatte. in caral. c. 6 . still. eccl. lib. VI. sla/-

/or>, in Origeue äekenlo. L-rr. Lc.

^lmbrosius, Lainalrluleulis zugenannt, weil er der ober-ste Äbt des Camaldulensischen ordens gewesen. Er war nichtweit von Florentz zu Porttco, einer kleinen stadt in Romanio-la, gebohren, und hatte die Griechische spräche unter EmanuelChrysoloras , welcher zu Venedig lehrte, begriffen. Im 14.jähre seines alters begab er sich in gedachten orden, und als erzo. jähr darinnen zugebracht, erlangte er an. 1411. das Ge-neralat. Eugenius IV. schickte ihn auf das Loucilium nachBasel, da er die gewalt des Römischen stuhls mit grossem ei-fer vertheidigte, welches er auch auf dem Loucilio zu Ferraraund Florentz that. Auf den beyden letztem disputirte er mitden Griechen, und gab seine geschicklichkeit in der Griechischenspräche genugsam zu erkennen; verfertigte auch eine vereini-gungs-formül zwischen der Griechischen und Lateinischen kir-che; wiewvl Sguropulus, der die Historie des FlorentinischenLoocilü in Lateinischer spräche geschrieben, ihn beschuldigt,daß er es gar zu sehr mit dem Papste gehalten. Er hat desDionysii Areopagitä werck, äs Lseleili Dier-rrcliis, Manue-lis Calecä wider die irrthümmer der Griechen, Palladii lebens-beschreibung Chrysostomi, Diogenis Laertii leben der altenPhilosophen, und unterschiedene andere aus dem Griechischenins Lateinische übersetzt; vor sich aber ein Lbronicon moo-tis Lsllini, wie auch eine Historie, was er zeit wahrendenseines Generalats verrichtet, ingleichen einige leben der Heili-gen rc. geschrieben. Sem Doäsexoricon, darinnen viel merck-würdige fachen enthalten, hat Nicola Bartholinus aus lichtgestellet, auch seine briefe, so in der Florentinischen bibliotheckvorhanden, versprochen. Gemeiniglich setzt man seinen todin das jähr 149°. andere aber behaupten , daß er gleich nachseiner widerkunft von dem Florentinischen Loncilio den 21.Set. an. 1449. gestorben sey. aä an. 1441.

üb. XXI. cbron. Litirens. cle lcript.

klarem. in einer eigenen lebens-beschreib.

dieses Ambrosii, so sich mit bey der Historie des Camaldulen-sischen ordens befindet. /ovE, in eloZ. Le/-

cle Dill. sppenä. aci Lave

kill. lit. lcript. ecclef.

* Ämbrosius, wurde zu Siena aus der berühmten San-fedonischen familie gebohren. Er kam gantz ungestalt auf dieweit, deswegen man ihn auf das behältnis der reliquien in derSt. Marien-kirche setzte, worauf er sodann gesund und wohl-gebildet wurde, «sein einziges vergnügen hatte er in seiner kind-heit an geistlichen Personen; theilte viel allmosen aus, war steiftstq im studiren, und brachte oft die nacht anstatt des schlasesmit bäten zu. Fünf frembdlmge wurden alle sonnabend undsonntage von ihm bewirthet, weswegen ihm des nachts ebenso viel enge! zusprachen. Ferner liesse er seine gutthätigkeit anallen armen, krancken, gefangenen, Wittwen und waifen kundwerden; und damit er seiner keuschheit desto besser wahrnehmenmöchte, enthielte er sich aller Hochzeit-freude. Einsmals föchteihn der teufet in gestalt eines Mönchs heftig an; den er aberdurch das zeichen des heil. creutzes bald zurücke trieb. Aus derWelt-lust konnte er sich keine freude machen, sondern hatte viel-mehr einen eckel an derselben, weswegen er sich auch an. 12z?.M conftns seines vatters zu Siena in ein Dominicaner-kloster' und einige zeit darauf seine liuäia zu continuiren nachmmg' woselbst ihm ein gefährliches fieber zustiesse. Bey«n^bit nun kam der teufet in gestalt eines einsiedlers zusoa?W^^ daß, wenn er den orden verlassen würde,er aber mcbt e n^k^^ kranckheit helfen wolle; dieses wollte

machen, worauf er mn' und befahl ihm deswegen, sich fort zuKrachen, worauf er nut zurucklassung eines abscheulichen -estan-

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ckes von ihm wiche. Hierauf brachte er es in feinen theologE!Wissenschaften immer weiter, und nahm dergestalt zuleuthe in grosser anzahl seine predigten besuchten. NaciM.',gab er sich nach Teutfchland, allwo er sein möglichstes tyw^§damaligen ftreitigkeiten im Reich zu schlichten, nur er - ^auch denen ketzern daselbst sich eifrigst widersetzte. Und « ^vernahm, daß der Papst Clemens V. die einwohner zuweil sie auf des Kayser Friedrichs feite gewesen wärengethan hatte, verfügte er sich dahin, und legte erstlich den v st,del unter denen bürgern selbst bey, und brachte es sodaim.dahin, daß sie bey dem Papste wieder ausgesöhnetweswegen man ihn zum Bischof machen wollte, welche'er aber abschlüge, und nach Franckreich gieng, um dassA^volck zu den creutz-zügen anzuhalten. Von dar begab chdrum nach Italien, allwo er theologische leötioues hiesse rradum Suevum bey dem Papst vom bann befreyete; W -v.rien den frieden zuwege brachte, und im übrigen sichgendhafften lebens befleißigte. Insonderheit liesse er sich?/ hMund gedult sehr angelegen seyn, so daß er vor seine feuweund dieselben dadurch zur busse bekehrte. Über dieses war cr ^mit einem prophetischen geist begäbet; ja er wurde oft» ^unter dein predigen entzücket, so, daß man ihn einsm»' ste,himmlischem glantz umgeben sahe, dahero auch viele »wenn sie seine predigten hörten, ihre gesundheit erlang«»-.-sie,nen leib hielte er sehr hart, bediente sich sehr wenige», v Mpflegte nicht viel zu schlafen, und stellte sonderlich un Astetmuster der keuschheit vor. Viele ehen, welche unmöglichzu werden schienen, wurden durch ihn zu stände gebraw/^Der sehr andächtig vor verlobte zu bäten pflegte, weswegen^ zflvon allen orten neu-verlobte, um seiner vorbittewerden, sich zu ihm versammleten, daher es auch geko?m>» i,chnoch heut zu tage diejenigen, welche in den ehestand treu .Wlen, auf seiner grab-ftätte ihm eine wachs-kertze zu opt»»X sti»gen. Deswegen er für dieselben so viel möglich sorg«, r uc Hihre Wohlfahrt mit grossem Nachdruck bätete. Endlichsich einsmals in einer predigt starck ereifert, so, daß erdeshaudarauf blut von sich gab, und folglich eine ader zersEs,^fei-te, weswegen er auch an. 1287. sterben muste. Als das "v, Fnen tod erfuhr, geschahe sogleich ein starcker züsammenMn fttHimmel soll sich darauf eine wolcke mit einem hellen W' sF»nach und nach wieder vergangen, präsentiret haben.von drey jähren soll versichert haben, daß er im Himmel»».gleichen soll ein kind, welches kaum 2. monat alt, Eben, daß dieser Ämbrosius würcklich den nahmen hechAo»^ne. Hierauf wurde nun sein leichnam mit vielenbeerdiget, und sollen bey seinem grabe noch viele kra>m»Mli»auch viele andre wunder gesehen worden seyn. Sein gAprtt"wird alle jähre am 22. mart. von dem gantzen Pred>sgefeyert.

* Ämbrosius Loriolanus, siehe Coranus, oder

lanus. (Ämbrosius) PM

* Ämbrosius Nomedius, oder Nomedicus,dessen wercke und frommkeit hoch geachtet wurden/ -yess'XVI. Lculo, und starb an. 1541. Ihme zu ehren »gende grab-schrift gemacht:

Spiritus Hmbrolii terrse liia membra isligull,

Xunc iterum coslo rsciciitur VmbroilL.

* Ämbrosius Laäurcsnlis, lebte zu end des A^'gclscccß,war ein Französischer Bischof zu Cahors. Er wurdeI-^,,, >lis genennet, weil die kirche, welcher er vorstund, m // sich s-ehemals das land der Lsclurcorum genennet worde»fände. Oudinus giebt ihn aus vor den verfertiget des ^ zsc»cls üs, gvi initisMur , in^lleriis , und der 6 . bncy»» g zv rmentis, welche unter ämbrolii Msäiolsneiilis oxett

den sind. 62II. Lllriii. ylltch^M

*, Ämbrosius äsGiudice, ein Neapolitaner, voN^^,^.^.gebürtig, war ein Dominicaner, und lebte im X//. grgab heraus üleclitÄtioni su li miltsrii 6e1 ftincullMk-uiÄgion; il lVlsIclulecieck; LommenMiiakoxiLL; Libliotkecilm Dominicanain. biv/i / ^

* Ämbrosius von Alexandria, ein lehr-jüngsr uli,ten blinden Didymi,lebte gegen dem end des ^?wer

jähr; 92. Er schriebe einen dogmatischen tracta»,

narium, wie auch erklärungen über das buch s>r<

cat. c. 126. öcc. ^

bibl. äes aut. ecclsf. clu IV. ftecls. ^

* älVl»l< 08 IäXft oder kXkLMiN'N' M

dene einige denen lehr-jungern eines gewissen Wreve. ^ off s.brosii gegeben, welcher sich der sogenannten Golm ^or dM.rungen rühmte, aus welcher urfach er auch d« s ^ ^Schrrft verachtete, klares/, äs bLiet.

liecls. ,

Ambrun , siehe Embrun.

waren »nzüchtche weibec/ aü"' -

Syrien naher Rom kamen, und sich allda medein grosser anzahl zu finden waren, nach ve»lib. I. lär. 2. ^

ämbubsjsrum colleZia, pbarmLcoxolL- Haltes ^Der Ursprung dieses nahmens ist ungewiß. U alleZ^^stsfür, er komme daher, daß, weilen diese weis»