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Nürnbergern, und sonderlich Martin Bchaimb, beylegen. Her-nach ist Americus Vesputius, ein Florentiner, auch an. 1497.dahin geschiftet, von welchem es den nahmen America be-halten , weilen dieser bis an das grosse und veste land durch-gedrungen, da Columbus sich nur in denen insuln des Me-xicanischen meer-busens aufgehalten. Ob dieses land vorher»schon den Europäern bekannt gewesen, kan man eigentlich nichtsagen. Einige zwar wollen dafür halten, daß es bereits inden alten Zeiten den Phöniciern und Carthaginensern nichtunbewußt gewesen, welche aber endlich ihre reisen dahin we-gen beschwerlichkeit und gefahr , der sie dabey unterworffen,unterlassen hätten. Was Plato von der insul Atlantide ge-dencket, welche jenseits der jaulen des Herculis gelegen, undgrösser als Asia und Africa gewesen, hernach aber in demmeer untergegangen seyn soll, wollen auch einige auf Ameri-cam ziehen. Plinius und Arnobius scheinen gleichfalls dieserinsul zu gedencken; und Diodorus Siculus meidet, daß eini-ge Phönicier, da sie sich jenseits der säulen des Herculis be-geben , durch ungewitter endlich an eine entlegene insul weitüber Africa getrieben wären, darinnen sie ein fruchtbar landund grosse flüsse angetroffen, welches etliche von America ver-stehen. Or'ost. Kett/. 11b. V. /Vrrr. 11b. II. L. Y2. 11b. I.
säv. gent. Seen». Ilv. III. äe8 orig. ä'-Invsrs. 11b. XX.
Aävsrs. c. n. In lertull. L. 2. n. 2;. äs plllllo L s.
40. n. 528. Apologet. cls ülAtbem. o. 42. Z. 10.
Von dem Ursprünge der Americanischen völcker sind die Ge-lehrten auch nicht einerley meynung, ob nemlich durch das He-rum Anian, oder durch die schiff-fahrt der Phönicier und Cartha-ginenser, oder auf eine andere art die menschen dahin gekom-men sind; davon Grotius, Laetius, Comtäus, Hornius undandere mit mehrern handeln, bin. orb. e. y. lect.
i. tz. z. Es bestehet aber America aus 2. halb-insuln, welchesich zu Panama oder Nombre äs Dios vermittelst einer land-enge ctwan 17. weilen breit, zusammen fügen. Die eine, so sichnach der Magellanischen straffe südwärts erstreckt, hat beyiooo. meilen in die länge; die andere helfte nach Mitternachterstrecket sich noch weiter. Der grosse Ocean gehet um beyderings herum ; denn man hält davor, daß das gantze Americaeine völlige insul und von dem vesten lande gantzlich abge,sondert sey, und daß es durch die meer-enge Anian, ohnge-sehr 100. meilen von der Tartarey abgeschnitten werde; ge-gen morgen hat es das Nord-meer, abendwärts das Sud-meer , oder Mure pALlüoum, gegen China und Japan dieMagellanische meer-enge und die straffe 1e Maire gegen mittag.Die grentzen gegen Mitternacht sind noch unbekannt, wiewoleinige dahin das eis-meer bey der straffe Davids, und im südcndie ufer des unbekannten Magellanischen landes setzen, andereaber die Magellanischen länder mit zu America rechnen.
Dieses gantze grosse Americanische land wirb in das Mexi-kanische oder nördliche und Peruanische oder südliche getheilet.Jenes hat seinen nahmen von der Haupt-stadt Mexico, undgrentzt gegen abend an das Süd-meer oder Nare kLolklLnm, ge-gen mittag an die Peruanischen lande, gegen Mitternacht an dasgrosse Eis-meer und die unbekannten nord-länder, und gegenmorgen an das Nord-meer. Seine vornehmsten theile sindMexico oder Neu-Spanien, Neu-Mexico oder Granada, Flo-rida und Canada. In Mexico sind unterschiedene Königreiche,die alle zusammen in districte eingetheilet werden, welchedie Spanier äuä1euLis8 nennen ; als da ist Mexico, Guada-lajara und Guatimala. In Canada sind gar viel provintzen,als Neu-Franckreich, Louisiana, Virginia, Neu-Lchweden,Neu-Holland, Neu-Engelland, Canada an sich selbst, Aca-dia, Estotiland oder terra cle I/Abrgäor, oder Neu-Britan-nien, und etliche von den Europäern unbewohnte länder,Nord-und Sud-Walles und Neu-Dänemarck genannt. An-gleichen auf dem Nord-meer die Antillischen insuln, darunterdie grösten sind Hispaniola, Cuba, Jamaica und Porto Ric-co; die insuln Barlovento, sonst die Carybischen Eylande ge-nannt , die insuln Sottovento, die Lucayischen, Bermudischenund die Azorischen, wie auch die insuln Terra rmvL, Anti-costi und St. Johannis. In dem Süd-meer ist die grosse in-sul California.
Das südliche oder Peruanische America wird von dem da-rinnen gelegenen Königreiche Peru benennet, hat gegen Mit-ternacht die Nord-see, gegen morgen den Äthiopischen Ocean,gegen mittag das Magellanische meer, nebst der meer-engeMaqellani und 1e Maire, gegen abend das stille meer. Sei-ne länder sind I. Terra serma, darinnen die provintzen Car-thagena , Darien, St. Martha, Neu-Andalusien, Venezue-la , Neu-Granada, Paria und andere mehr. 2. Peru, wel-ches in z. Lucllenciss, Quito, 1»8 Reyes und I08 Chareaseingetheilet wird. z. Chili. 4. Terra IVlagetlanIca. ;. Tucuman-nien. 6. Paraguay. 7. Brasilien, und 8. das land der Ama-zonen. Die insuln, so zu Süd-America gerechnet werden,sind von keiner Wichtigkeit. Die Engelländer, Franzosen,Hortugiesen und Holländer haben unterschiedene /ander inAmerica, aper die Spanier sind darinnen am mächtigsten,E besitzen in Mexico und Peru die stattlichsten provintzen.ov anfänglich mit unmenschlicher grausamkeit ge-^"?°dner verfahren , so haben sie dennoch ihre herr-sich äusserst bemühet, und sind daselbst^ ^ Bißthummer, unterschiedliche Univer-sitäten, Vie«-Rmr, Gouverneurs, Magistraten und andere
beamten, si> die justitz, eben wie in Spanien, veredleDie luft.ist in America sehr unterschieden, nachdem, ßländer naher oder weiter von der mittel-linie liegen 1 ^das meiste land'sehr temperirt, auch so gar das,dem Llrculc, -LguMoLiLli gelegen; in Peru, so zwuchch-jß;beyden Troplel8 innen lieget, sind die nächte nicht allzuauch Canada, ob es gleich ein überaus kaltes land, m un-genügsame früchte an den meisten orten Herfür, MMinen, giebt auch zuweilen hundertfältig in der enwu'^wie Peru. Man hat allerhand saamen aus Europa m M ch- cam gebracht, so gar wohl fortkommen. Es giebt daM^stlerley arten von bäumen und thieren, die in unserngantz unbekannt sind. Der maiz, d. i. Indianisch A.Floder Türckisch körn, dienet zur täglichen kost; die AiEmachen brodt darvon, wissen auch tranck daraus zuChia, Acua, oder Sora genannt, welcher aber, wen . ^cl,truncken machet, verboten ist. Unter den bäumen luchstdie balsam, baum-wolle, drachenblut, caßia, hartz , ^ jhsligulä und ingber geben; doch ist der maguei, oder, m MVincent Blanc nennet, mangöuai, wundersam, undsonderliches, indem er den Indianern Wasser, wein,eßig, Honig , syrup, Zwirn, nadeln und andere ding/' ^,»1darreichet, welches einem unglaublich vorkommen Enicht viel reisende solches einhellig bezeugeten. Von den^xS'gold-und silber-bergwercken, siehe den artickulDie Indianer geben vor, daß sie zwar sehr viel vens/Mdennoch aber 10. mal mehr schätze und reichthüm.me^ gc--so von ihren vorfahren sorgfältig verstecket worden.bürge Andes, so, sich durch das mittägige America ewwerden vor die höchsten der gantzen weit gehalten, st"fluffen sind die berühmtesten Klo granäe in Cnnav"^.äella Plata oder der silber-fluß, und Klo äs las Alnaw".^Die Americanischen völcker sind durchgehends wud /sam , tückisch und von böser art; die sittsamsten unmben waren die einwohner in dem eigentlich sogenannt"
Es gab bey ihnen auch menschen-sresser, sonderlich 11^Sambischen und Antillischen Eyländern, auch inam fluße der Amazonen. Man sagt von den PataA'eElande Chica, daß sie 10. bis n. fuß hoch, und einen ^weins auf einmal ausschlucken können, sie gehen w" M
einwohner von America in vielerlei) gattungen ge/E^geAdiejenigen Europäer und Spanier, so sich daselbst n" hä ^
sen, und alle ehren-ämter im geist-und weltlichen. UN"E>
den; 2. in die, welche von dergleichen Europäische« , „0im lande gebohren, und Crioli genennet werden, kv"nicht zu einigen hohen ämtern gelangen; hu'E^W^xvon Europäischen und Americanischen eltern berM^o^mischt erzeuget sind , werden von den Spaniern
Mestissos genennet, und gar knechtisch gehalten;tze oder Negros, so aus Africa und von andern orten ^bracht werden; und 4. in die, so noch von denenricanern herstammen, deren anzahl aber durch die jst ^der ersten Spaniern, so allhier angelanget, M ,i>ringert worden. Diese wohnen entweder unter denund sind meistentheils gute und geschlachte leuthe/,^ jafast noch gantz wilde sind, haben ihren aufemv" jerNwegsamen bergen und Wäldern, und thun den A von Äckweilen einigen schaden; und dieses geschiehet auM ^ Mfluchtigen Mohren-sclaven, welche, wie sie von «"und starcker sind, als die gebohrnen American/r ch ^für Spanien um so viel gefährlicher seyn würfesich allzusehr vermehren sollten. Aber von grEA,dorfte noch einmal der haß und die eifersuchrdie Criolen und gebohrne Spanier gegen einanver^ B»,ursach, daß diese letztere den erster» alle ehrewst ,,hen, auch selbige unter einem ziemlich harten.da doch die Criolen bey weitem die gröste anM?und täglich vermehret werden, auch selbstund nachkommen, welche ihre jeweilige beheru»)/sen , wie davon unter andern Thomas Gagedige Nachrichten mittheilet. Die religion der Vlangende, so waren die meisten götzen-diener, Mtsland entdecket wurde, gestalt die Mexicaner ihren stU xißew.Drsehen opferten, und denselben das Hertz aus deni wws ch M^,Peruaner bateten die sonne an, hielten sie aber den'wallmächtig, sondern gaben ihr einen vatter nnd O"dem sie die gewalt über alles zueigneten, und PM^noten. Die Brasilianer hattm beynahe §nrNachdem aber die Enropaer sich dieser länder beM Wdre Christliche lehre sich daselbst sehr ausgebreitet,„er
den Spaniern unterschiedliche Ertz-und Bsschostw ^oben gesagt, unter ihnen gestiftet worden. Mmeng/ L xwEngelland gemeldet wird, so ist allda eme gE. Men Mwissenden Americaner durch fleiß der Prediger, d cfpdl" ^ Alige Schrift und andere theologische schriftcn ' jhsto
spräche übersetzet, zum Christenthum bekehret inzuvor in solcher blindheit gelebet, daß sss N'ohk A«efl Mstsspräche ein Wort gehabt, damit sie GOtt den» p gotst- sstMd mrnmehrv gebrauchen sie sich in ihrem ge^